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Todesangst - Lebensangst

10. Juli 2017 um 9:32 Letzte Antwort: 20. Juli 2017 um 12:02

Hallo zusammen

​Ich (25J. ) habe seit ich ganz klein bin extreme Angst vor dem Tod. Ich habe immer das Gefühl, ich lande in einem schwarzen Loch, bei vollstem Bewusstsein. Deshalb hatte ich früher auch immer so Angst vor der Nacht. Da war es dunkel ( Loch ), alle schliefen, was für mich bedeutete, ich war alleine. Ich konnte nur da liegen und warten und nichts tun.
Diese Angst habe ich nun sei ca. 20 Jahren.

​In letzter Zeit wurde mir bewusst, dass diese Angst die Hauptursache ist für meine ganzen Probleme, denn genau so lange wie ich die Angst habe, genau so lange leide ich schon unter diversesten psychischen Problemen, angefangen als Kind mit Heimweh, dann später Depressionen, Magersucht, Sportsucht, Suizidversuche, Selbstverletzendes Verhalten.

​Als ich kürzlich etwas darüber nachgedacht habe, war mir klar, dass diese Angst eigentlich die Hauptursache ist für all meine Probleme. Denn immer wenn es mir eigentlich gut gehen würde kommt die Angst und ich falle wieder in ein Loch. Mittlerweile weiss ich, dass dies unbewusst ein "Selbstschutz" ist. Denn indem es mir wieder schlechter geht, versuche ich unbewusst das Leben zu verlängern, denn alles was einem ja Spass macht geht zu schnell vorbei. Und ich habe immer wenn es mir gut geht Angst, dass das Leben zu schnell vorbei geht.

​Manche werden sich vielleicht fragen, wieso ich, wenn ich solche Angst vor dem Tod habe, schon Suizidversuche unternommen habe. Das liegt nicht daran, dass ich nicht mehr leben möchte, im Gegenteil. Aber ich habe keine Lust mehr, mein ganzes Leben mit diesem ständigen Auf und Ab und dieser Angst zu leben. Dann denke ich mir halt oft, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende...

​Gestern Nacht war es wieder schlimm, mehr aber die Hoffnungslosigkeit, dass mir wohl nie jemand helfen kann. Und das fühlt sich an, als hätte man eine unheilbare Krankheit und weiss, dass niemand helfen kann. Habe im Internet etwas gegoogelt und immer wieder kamen in Formen Antworten wie: Das ist eine Phase, das geht wieder vorbei. Aber bei mir ist es wirklich schon krankhaft und vor allem habe ich es seit mind. 20 Jahren.

​Ich bin auch schon seit Jahren in Psychotherapie, hatte schon etliche Klinikaufenthalte hinter mir. Jetzt bin ich gerade wieder dabei, zurück in die Berufswelt mich zu integrieren. Ich habe ein Job, welcher mir unglaublich gefällt, aber immer wenn ich mich so wohlfühle dann kommt wieder diese Angst. Ich stehe also ständig zwischen den Türen. Einerseits weiss ich, dass ich diese Chance nun nicht wieder vermasseln sollte, da ich mir sehr vieles erkämpft habe.
​Andererseits kommt wieder sehr oft der Gedanke daran alles zu beenden, einfach alles hinzuschmeissen. Weil ich so hoffnungslos bin und nicht daran glaube, dass mir jemand helfen kann.

​Kennt jemand dieses Ausmass auch? Wenn ja, was hat euch geholfen? Ich halte es wirklich langsam nicht mehr aus. Ich wünschte mir doch nur, dass mir jemand helfen kann

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10. Juli 2017 um 16:40

Oh ja ich kenne das auch leider irre ich gerade ebenso im Wald herum wie du - gute Ratschläge habe ich leider nicht

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10. Juli 2017 um 18:50

Freiheit von Gedanken...

Das ist m. E. die beste Waffe gegen die von dir beschriebenen Ängste. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen.

Schau dir diesen Vortrag an, er steht kostenlos auf Youtube.

Aber wirklich anschauen, nicht so oberflächlich oder nebenbei.

Das wird dir helfen, wenn du dich damit ernsthaft befasst.
 

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11. Juli 2017 um 12:50
In Antwort auf knorrli13

Hallo zusammen

​Ich (25J. ) habe seit ich ganz klein bin extreme Angst vor dem Tod. Ich habe immer das Gefühl, ich lande in einem schwarzen Loch, bei vollstem Bewusstsein. Deshalb hatte ich früher auch immer so Angst vor der Nacht. Da war es dunkel ( Loch ), alle schliefen, was für mich bedeutete, ich war alleine. Ich konnte nur da liegen und warten und nichts tun.
Diese Angst habe ich nun sei ca. 20 Jahren.

​In letzter Zeit wurde mir bewusst, dass diese Angst die Hauptursache ist für meine ganzen Probleme, denn genau so lange wie ich die Angst habe, genau so lange leide ich schon unter diversesten psychischen Problemen, angefangen als Kind mit Heimweh, dann später Depressionen, Magersucht, Sportsucht, Suizidversuche, Selbstverletzendes Verhalten.

​Als ich kürzlich etwas darüber nachgedacht habe, war mir klar, dass diese Angst eigentlich die Hauptursache ist für all meine Probleme. Denn immer wenn es mir eigentlich gut gehen würde kommt die Angst und ich falle wieder in ein Loch. Mittlerweile weiss ich, dass dies unbewusst ein "Selbstschutz" ist. Denn indem es mir wieder schlechter geht, versuche ich unbewusst das Leben zu verlängern, denn alles was einem ja Spass macht geht zu schnell vorbei. Und ich habe immer wenn es mir gut geht Angst, dass das Leben zu schnell vorbei geht.

​Manche werden sich vielleicht fragen, wieso ich, wenn ich solche Angst vor dem Tod habe, schon Suizidversuche unternommen habe. Das liegt nicht daran, dass ich nicht mehr leben möchte, im Gegenteil. Aber ich habe keine Lust mehr, mein ganzes Leben mit diesem ständigen Auf und Ab und dieser Angst zu leben. Dann denke ich mir halt oft, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende...

​Gestern Nacht war es wieder schlimm, mehr aber die Hoffnungslosigkeit, dass mir wohl nie jemand helfen kann. Und das fühlt sich an, als hätte man eine unheilbare Krankheit und weiss, dass niemand helfen kann. Habe im Internet etwas gegoogelt und immer wieder kamen in Formen Antworten wie: Das ist eine Phase, das geht wieder vorbei. Aber bei mir ist es wirklich schon krankhaft und vor allem habe ich es seit mind. 20 Jahren.

​Ich bin auch schon seit Jahren in Psychotherapie, hatte schon etliche Klinikaufenthalte hinter mir. Jetzt bin ich gerade wieder dabei, zurück in die Berufswelt mich zu integrieren. Ich habe ein Job, welcher mir unglaublich gefällt, aber immer wenn ich mich so wohlfühle dann kommt wieder diese Angst. Ich stehe also ständig zwischen den Türen. Einerseits weiss ich, dass ich diese Chance nun nicht wieder vermasseln sollte, da ich mir sehr vieles erkämpft habe.
​Andererseits kommt wieder sehr oft der Gedanke daran alles zu beenden, einfach alles hinzuschmeissen. Weil ich so hoffnungslos bin und nicht daran glaube, dass mir jemand helfen kann.

​Kennt jemand dieses Ausmass auch? Wenn ja, was hat euch geholfen? Ich halte es wirklich langsam nicht mehr aus. Ich wünschte mir doch nur, dass mir jemand helfen kann

Hallo Knorrli,
mir geht es gerade so ähnlich, habe eine Arbeit angefangen, die etwas ganz anderes ist als bisher. Es macht mir Spaß, löst aber auch ziemliche Ängste aus. Ich war schon zweimal kurz davor, alles hin zu schmeißen. Aber dann kam immer wieder so eine kleine Stimme in mir: du wolltest das, du hattest Lust darauf und jetzt bleib dabei. So mache ich das gerade, vielleicht hilft es dir. Was mir außerdem viel geholfen hat in den letzten Jahren waren Familienaufstellungen. Du hast sicher schonmal davon gehört... Falls nein, googel das mal, z. B. ">http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder ">https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung. Ich wünsche dir alles Gute für deine Arbeit und auch sonst Tatjana

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11. Juli 2017 um 16:51

Hu, hier wirds ja immer esoterischer

Ich hab zwar auch keine Lösung, aber ich kann dich verstehen. Ich hab mehrere Jahre in Therapie wegen einer Angststörung verbracht und kann mich zwar jetzt sehr viel besser ablenken und weiß auch wie ich mit Panikattacken umzugehen habe, aber trotzdem sind die Gedanken, die du hast ein Gewicht auf meinem Herzen.

Ich glaube es liegt vor allem auch daran, dass wir in so einer Wohlstandsgesellschaft leben, in der man problemlos alt werden kann. Früher gab es viel mehr Krieg, Verbrechen, Hungersnöte, Seuchen, etc. sodass der Tod sehr viel allgegenwärtiger war und man sowieso nicht allzuviel Hoffnung hatte, sehr alt zu werden. Oft war der Tod durch fehlende Medizin usw. eine Erlösung. Auch Religion, die einem gesagt hat, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, hat vielen Leuten die Angst genommen.

Das alles haben wir nicht mehr, uns geht es viel zu gut, wir haben extrem viele Ziele und Interessen und jetzt gibt es nur noch die Angst, das nicht erfüllen zu können. Dazu bin zumindest ich auch viel zu abgeklärt um ein Leben nach dem Tod zu glauben und so ein ewiges Nichts macht mir schon ordentlich Muffensausen.

Bis jetzt hab ich da keine Lösung gefunden, als mich sofort abzulenken sobald das Thema aufkommt und ich hoffe einfach sehr stark, dass ich alt werde und im Alter damit lockerer umgehen kann.

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13. Juli 2017 um 7:41

Liebe Knorrli!

Ich stelle mal einen Vergleich an. Nehmen wir an, Ängste wären Dinge, die man anfassen kann (könnte). Du nimmst also all Deine Ängste, und legst sie, wie Bücher, in diesen Koffer. Aber anstatt den Koffer vor der Schlafzimmertüre abzustellen, nimmst Du ihn mit ins Schlafzimmer. Vorm Einschlafen siehst Du Dir diesen Koffer an. Und schon beginnt das Denken: Was mögen mir die Ängste heute wieder sagen? Jetzt sagt Dein Unterbewusstsein, würde es sprechen können: "Das muss heute noch alles abgearbeitet werden", weil Du es darauf programmiert hast. Und was machst Du? Du öffnest den Koffer, und fängst mit der Arbeit an. Und das ist ein fataler Fehler. Je öfter Du an diese Ängste denkst desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie "zuschlagen" und immer mächtiger werden. Würdest Du aber jetzt denken: Was ist morgen zu tun, was habe ich vor, ah ja, das muss ich noch machen und das und das, ach, das auch noch, wird Dein Unterbewusstsein umdenken, weil es ja nichts anderes mehr hört. Du bist erst 25 Jahre alt! Da hat man nicht an den Tod zu denken, sondern ans Leben! Treibe viel Sport, unterhalte Dich mit Freunden, was die noch alles vorhaben. Du musst ein Ziel vor Augen haben, auf das Du hinarbeitest, und zwar jeden Tag. Irgwendwann wreden die Ängste aufgeben und sich eine neue Person aussuchen, weil sie wissen, dass Du nicht angreifbar bist. Freue Dich am Leben, man lebt schließlich nur einmal!

Alles Gute!

Liebe Grüße,

der alte lib

 

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14. Juli 2017 um 20:49

hei du, naja, wenns so einfach wäre..
​doch, ich habe schon ewigs medis, aber keines dass mir bisher gegen diese Angst geholfen hat....

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14. Juli 2017 um 21:00

danke für eure antworten, ich versuche die antworten gemäss der obigen Reihenfolge zu beantworten:

​@bambi: Schade, aber danke für deine Antwort. Wenn du etwas gefunden hast was dir hilft, dann lass es mich wissen!!

​@dignitatem: danke fürs Video, ich schaue es mir gerne mal in Ruhe an.

​@tatjana: ja, das hinschmeissen bezieht sich bei mir leider nicht nur auf die Arbeit, sondern aufs ganze leben...Weil ich oft keinen Sinn mehr sehe, wieso ich mir alles so schön zurechtmachen sollte, wenn ich es eh nicht geniessen kann.
​Familienaufstellungen kenne ich durch meine Klinikaufenthalt, konnte aber bisher noch nicht so viel damit anfangen.

​@dubravushka: ja, ich versuche mich auch so gut es geht abzulenken, nur leider kommt meine Angst meistens am Abend, dann wenn ich eigentlich in Ruhe ins Bett sollte... Ich bin jemand der nich stillsitzen kann, eben weil dann meistens die Ängste kommen. Hat halt aber zur Folge, dass dann alles abends oder in der Nacht kommt

​@lightinblack: danke für deine Antwort. Sicherlich hast du recht, ich weiss dass man nicht daran denken sollte. Aber mein Problem ist, dass ich meine Gedanken nicht steuern kann. Oder (noch) nicht weiss wie. Ich versuche mich immer abzulenken, es ist nicht so, dass ich wenn die Angst kommt nur noch dasitze und daran denke. Aber dennoch überkommt es mich irgendwie einfach. Das ist etwas vom Schlimmsten, dass ich meine Gedanken nicht kontrollieren kann. Egal wie sehr ich mich versuche auf etwas anderes zu konzentrieren, es geht einfach nicht.

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20. Juli 2017 um 12:02

4  Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden,
15  damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben habe. *
16  Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe. Ich glaube das du leben willst . Du willst nicht das nach dem Tod alles aus ist. Das Bedürfniss nach ewigen Leben hat Gott uns ins Herz gelegt. Die Bibel sagt uns, und ich glaube fest das es wahr ist, das die Menschen die an Jesus Christus glauben , ewiges Leben haben. Hiob schreibt: :Ungebrochenes Vertrauen auf Gott als den künftigen Erlöser 
23  O, schriebe man doch meine Worte auf, trüge man sie doch in ein Buch ein;
24  wären sie doch in den Felsblock für immer eingemeißelt mit Eisengriffel und mit Blei! *
25  Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Von der Erde werde ich am letzten Tage auferstehen. *
26  Dann wird meine Haut wieder um mich sein, und schauen werde ich Gott in meinem Fleisch. *
27  Ja, ich selber werde ihn schauen! - Doch werden ihn meine Augen nicht mehr sehen als Gegner! - Danach sehnen sich in mir meine Nieren. Wenn du dein Vertrauen auf Gott setzt wird er dir deine Ängste nehmen.Gott hat für uns eine schöne Zukunft vorbereitet, im Himmel. Der neue Himmel und die neue Erde 
1  Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. *
2  Und ich sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine Braut, die für ihren Bräutigam geschmückt ist.
3  Vom Thron her hörte ich eine laute Stimme sagen: "Siehe, das Zelt Gottes unter den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen; sie werden sein Volk sein, und er, Gott, wird als ihr Gott bei ihnen sein.
4  Er wird jede Träne von ihren Augen wegwischen. Der Tod wird nicht mehr sein, weder Trauer noch Klage noch Schmerz wird mehr sein. Denn das erste ist vergangen." 
5  Und der auf dem Thron sitzt, sprach: "Siehe, ich mache alles neu." Dann fuhr er fort: "Schreibe, weil diese Worte zuverlässig und wahr sind." *
6  Weiter sagte er zu mir: "Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Den Dürstenden werde ich umsonst von dem Quell lebendigen Wassers zu trinken geben. *

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