Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Tod meines Daddys, sein Geheimnis und die Folgen

Tod meines Daddys, sein Geheimnis und die Folgen

29. März 2005 um 18:48

Mein Vater ist jetzt seit fast einem Jahr tot, es geschah plötzlich und unerwartet dabei war er erst 51!!
Den Abend vor seinem Tod hab ich ihn noch gesehen und kurz mit ihm gesprochen, aber zu der Zeit ging es mir gesundheitlich nicht sehr gut und ich legte mich wieder ins Bett.

Von seinem Tod erfuhr ich den Sonntag, als 2 wildfremde Frauen vor unserer Tür standen und uns ins Gesicht sagten, dass mein Daddy gestorben sei. Ich konnte das nicht wahr haben - kam mir vor wie in Trance.
Sie haben uns dann zu der Wohnung geführt, wo er im Bett lag. Überall noch Kanülen von den Rettungsärzten, er war schon kalt und hatte blaue Lippen.
Ich glaub ich hab noch niemals in meinem ganzem Leben so geweint und geschrieen, wie in diesem Augenblick. Bis das Beerdigungsinstitut ihn abholte hab ich mich zu ihm gelegt und ihm durchs Haar gestrichen.
Meine Mutter hatte einen Schock und reagierte Monoton und ließ das nicht an sich ran.

Ich hatte eine SEHR enge Beziehung zu meinem Daddy, mehr als diese Vater-Töchter-Beziehungen. Ich wußte, dass er mit der Ehe nicht mehr zu frieden war und diese Frau, in dessen Wohnung er gestorben war, war seine Geliebte. Ich kannte sie nicht, auch wußte ich nicht, dass er eine hatte - obwohl ich es innerlich doch wieder wußte.
Auf der Arbeit (mein Daddy und ich arbeiteten im gleichem Unternehmen) habe ich seinen Schreibtisch durchsucht nach Dingen, die auf seine Geliebte zurück führen konnten.

Ich habe seit diesem Tag nicht mehr geweint.
Obwohl mir noch so manches innerhalb dieser Zeit schlimmes passiert ist habe ich nicht mehr so geweint. In einem Beitrag von hier hab ich was "schönes" gelesen.
Ich weine nicht, weil ich Angst habe nicht mehr aufzuhören.

Ich vermisse meinen Daddy ständig. Mir fehlen seine Worte und Hände. Das er sagt das er mich liebt.. einfach alles.
Meine Mutter kommt mit dem Ganzen nicht mehr kar. Sie weiß inzwischen auch das er eine Geliebte hatte, sie ist dadurch depressiv geworden, hat Alkohol getrunden und antidepressiva genommen (wovon ich persönlich GARNICHTS von halte), sie soll jetzt in eine psychiatrische Klinik gehen..
Sie geht nicht arbeiten weil sie nicht will. Keiner ausser mir sagt das sie es tun soll. Aber sie meint, wenn es uns finaziell schlecht gehen würde, dann sollte ich mehr Sachen beantragen vom Staat, damit wir das Geld zusammen bekommen.

Ich fühle mich nicht mehr heimisch seit dem mein Daddy von uns gegangen ist, ich empfinde keine "Familie" mehr...

Everyone can be a Father
but it takes someone special
to be a Daddy

Mehr lesen

30. März 2005 um 12:24

Hi du
habe deine geschichte gelesen...
tut mir sehr leid, echt total traurig.

kenne eure weiteren familienumstände nicht, aber ich wünsche dir und deiner mami und allen anderen, die trauern alles liebe!!!

fühl dich gedrückt...

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Beliebte Diskussionen

Hydro Boost

Teilen
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen