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Tod meiner Mutter an Krebs mit nur 58 Jahren

7. Februar 2014 um 17:10

Hallo zusammen,
wie Ihr ja schon oben lesen könnt ist meine Mutter an Krebs verstorben. Sie hat bis zum 02.12.2013 versucht dagegen anzukämpfen oder leider hat Sie diesen Kampf verloren.
Die Diagnose hat Sie im Oktober 2012 bekommen, da würde festgestellt das Sie in ihrer Bauchdecke alles kleine Tumore hat. Die Welt ist damals zusammen gebrochen, denn wir hatten immer eine sehr enge Bindung. Uns wurde dann auch direkt gesagt, dass Sie keine wirklich guten Aussichten mehr hat. Da habe ich aber noch gehofft, dass sie sich alle irren. Dann im Dezember 2012 hat sie durch ihre Chemo ein Nierenversagen bekommen und es war wirklich knapp aber sie hat es wirklich geschafft. Im Februar 2013 sah es dann wieder so gut aus, dass alle überrascht waren sie ist mit mir spazieren gegangen und hatte auch wieder richtig Hunger
Da dachten alle sie schafft es und auch ihre behandelnden Ärzte waren überrascht. Dann kam im Juni die Diagnose dass nicht nur der Magen befallen ist, sondern auf in ihr Gehirn gestreut ist. Daher benötigte Sie neben ihrer Chemo noch eine Bestrahlung. Wieder dachte ich nach einem Schock, dass schafft Sie wieder. Leider wurden ihre Ausfälle dann immer Größer, konnte nicht mehr richtig schreiben, Dinge anfassen und später auch nicht mehr richtig laufen. Es klingt jetzt vielleicht egoistisch aber Sie war noch da.
Dann im Oktober, nach einem Jahr fast konstanter Chemo und später ja auch noch mit Bestrahlung. Kam Sie wieder ins Krankenhaus, die abstände ihrer Aufenthalte wurden immer kürzer. Da kam dann für mich der Schock als mein Vater mich anrief und sagte nur deine Mutter kommt morgen auf Station 4, dass ist die Palliativstation dort. In diesem Moment ist für mich meine Welt zusammengebrochen. Das darf nicht sein. Doch leider war es so. Dort könnten Sie ihr noch die Schmerzen nehmen, nach sechs Wochen haben Sie uns dann vor die Wahl gestell: Hospitz oder nachhause. Wir haben meine Mama dann nachhause geholt und das war kein leichter Schritt. Sie hatt es dich so sehr gewünscht und da haben wir Ihr diesen erfüllt. Es war schwer mit anzusehen wie ein Mensch den man so sehr liebt jeden Tag weniger würde und auch konnte. Sie war dann noch vier Wochen Zuhause bevor sie gestorben ist. Drei Tage bevor sie gestorben ist, war dann die schwerste Nacht. Sie hat geschrieen, ihr Atem war wie ein Röcheln und ich stand da wie gelähmt. Die Dame vom Hospitzdienst sagte noch komm doch ans Bett aber es ging einfach nicht. Dann am Montag um 11 Uhr kam dann der Anruf von meinem Vater sie ist eingeschlafen. Was danach in mir vorging weis ich bis heute nicht mehr. Eine Kollegin hat mich dann nachhause gefahren und ich habe meine Mama nochmal gesehen. Sah aus als ob sie schläft.
Bis heute mache ich mir vorwürfe das ich nicht da war als es soweit war. Nachts höre ich diesen schweren Atem und seh ihr Gesicht dabei. An richtigen Schlaf ist nicht zu denken. Fast alle Menschen in meinem Umfeld wenden sich von mir ab. Statt das es langsam besser wird, wird es nur schlimmer. Ich vermisse meine Mama so sehr.

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22. Februar 2014 um 14:41

Schade
Schade, dass sich keiner mal gemeldet hat.

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27. Februar 2014 um 10:20

Antwort
Anscheinend nicht. Was wirklich schade ist, denn es kann auch denen passieren die sowas ignorieren.
Hatte schon versucht mir wo anders Hilfe zu suchen, doch der Antrag wurde abgelehnt
Danke schön und ich wünsche dir auch alles Gute.

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3. März 2014 um 22:32

Deine Geschichte ist meiner sehr ähnlich
Hallo Sonnenuntergang.

Meine Geschichte ist deiner sehr ähnlich. Meine Mutter ist auch Anfang Dezember gestorben. Sie hatte Brustkrebs. Ich war dabei als sie gestorben ist und das werde ich nie vergessen. Bin aber froh, dass ich dabei war. Ich war auch nach dem Tod noch eine ganze Weile bei ihr. Konnte einfach nicht loslassen. Sie war schon ganz kalt.
Kann verstehen, dass du dir Vorwürfe machst, nicht dabei gewesen zu sein. Aber sie wusste doch, dass du sonst immer für sie da warst. Auch ich mach mir Vorwürfe, aber wegen was anderem. Habe leider in den Tagen vor ihrem Tod nie die richtigen Worte gefunden.... ich habe es nie wahrhaben wollen, dass es zu Ende geht. Jetzt plagen mich Schuldgefühle, dass ich ihr bestimmte Dinge wie "hab dich lieb" nicht mehr gesagt habe. Meine Mutter war 59. Auch noch viel zu jung. Ich hab meistens über alltägliche Sachen geredet anstatt ihr zu sagen, wie wichtig sie mir ist. Habe ihr die Dinge erst gesagt, als sie schon Tod war. Dafür schäme ich mich echt, dass ich es früher nicht fertig gebracht habe!

Auch ich habe das Gefühl, dass sich jetzt zeigt, wer die wahren Freunde sind. Von ein paar höre ich so gut wie nichts mehr. Allgemein fühle ich mich sehr einsam ohne meine Mutter. Es ist wie wenn einem das Herz raus gerissen wird
Weg gehe ich gar nicht mehr. Es ist zu anstrengend gut gelaunt zu tun. Seit dem Tod meiner Mutter geht es irgendwie immer mehr bergab. Es sind noch weitere Dinge passiert, die ich hier gar nicht alle erwähnen kann. Wenn ich meinen Freund nicht hätte, hätte ich glaub gar keinen Lebenswillen mehr.

Du kannst mir gern ne PN schreiben, denn ich möchte hier nicht alles so öffentlich erzählen.

LG

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16. März 2014 um 20:59

Ich kann dich so gut verstehen
auch ich habe anfang dezember meine liebe mami verloren . Seit august 2011 hat sie dageben gekämpft, immer wieder gab es große hoffnungen aber dann im august 2013 der große rückschlag, es ging ihr immer schlechter . Ich hatte das große glück, dass ich krankenschwester bin , ich konnte meine mama nach hause holen und sie dort pflegen,eine morphiumpumpe anbauen , sie künstlich ernähren und bei ihr sein. Wir hatten immer ein besonderes verhältnis miteinander umsomehr tut es mir weh , dass ich sie nie wieder sehen kann. Sie fehlt mir jeden tag, jede sekunde.
ich wünsche euch allen ganz viel kraft

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27. April 2014 um 21:55

Ähnliche geschichte
hallo sonnenuntergang...
auch ich kann dich sehr gut verstehen, meine mama hatte auch bauchfellkrebs und ist nach sechsjährigem kampf am 1.märz für immer eingeschlafen. sie hatte gottseidank für sehr lange zeit einen kampfgeist, den ich bis heute nicht nachvollziehen kann und nur hoffen, dass ich etwas von ihrem geerbt habe...auch sie war auf einer palliativstation und wir haben sie zum schluss ca. 2 monate zu hause gepflegt. diese zeit gehörte wirklich zu den schwersten meines lebens..und ich dachte irgendwann nur mehr, wann dieser alptraum endlich ein ende haben würde, weil natürlich auch mein leben und das unseres gesamten familienumfeldes auf den kopf gestellt wurde....die zeit jetzt, nach ihrem tod, empfand ich teilweise als erleichterung, kapiere aber wohl das ganze ausmaß noch nicht...bin viel unterwegs, geh mit meinen freunden weg usw....momentan weiß ich aber nicht mehr, woran ich mich noch festhalten soll...habe weder einen fixen partner, der mir beisteht oder in dieser schweren zeit beistand, noch geschwister..zu meinem vater hatte ich nie das beste verhältnis und da er sich sehr oft in arbeit flüchtet, bin ich sehr oft in der elterlichen wohnung alleine...in der ersten zeit nach mamas tod waren meine freunde auch großartig für mich da und mir ging's nie wirklich schlecht, es hat aber natürlich jeder seine eigenen probleme und geht auch jeder seine eigenen wege, dass nicht immer jeder an mich denkt...momentan würde ich einfach nur am liebsten zu meiner über alles geliebten mama

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6. Mai 2014 um 8:49

Hallo sonnenuntergang.
Erstmal wünscb ich dir viel kraft, diese schwere zeit zu überstehen.
Ich weis wie du dich fühlst.

Meine mama ist juli 2013 mit nur 38 jahren an gebärmutterhalskrebs gestorben.
Anfang 2012 erst festgestellt. Im april 2013 bin ich schwanger geworden. Das war wohl schicksal, denn meine mama wollte so sehr oma werden. Leider konnte sie die kleine nie mehr sehen..

Ich wünsche dir nur das aller beste für deine zukunft. Der schmerz wird warscheinlich nie weg gehen aber nach einer zeit wird es einfacher an sie zu denken, ohne in einem meer aus tränen und verzweiflung auszubrechen.

Gerne kannst du mir auch eine PN schreiben wenn du dich austauschen möchtest!

Lg

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10. Mai 2014 um 22:41

Mutter gestorben
Meine mutter starb von 8 Jahren an Krebs ich kann ihr tod bis heute nicht verkraften es dut immer noch sehr weh sie im Krankenhaus liegen sehn und nicht helfen können war das schlimmste. Sie wurde nur 47 Jahre alt

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