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Tod meiner kleinen Schwester

26. November 2008 um 8:12

Hallo ihr da draußen.
Es ist jetzt 7 Monate her, als meine kleine Schwester sich das Leben nahm.
Und ich begreife es immer noch nicht. Bald ist Weihnachten und habe Angst.
Der Kleine von ihr muss Weihnachten ohne seine liebe Mama feiern.
Er tut mir so leid.
Es hat sich eine riesengroße Lücke in unseren Leben aufgetan.
Wie soll das werden, wie wird es und wie gehts meiner Mutter dabei.
Sie ist psychisch sehr labil und rastet schnell aus. Sie fühlt sich verantwortlich, nichts getan zuhaben. Sie ahnte es und es passierte. Diese Hilflosigkeit.
Keiner kann ihr helfen und unsere Familie reißt so nach und nach auseinander.
Hat jemand von euch da draußen auch so eine Erfahrung machen müssen.
Kann mir jemand einen guten Tipp oder mit mir mit fühlen.
Danke fürs lesen

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26. November 2008 um 18:43

Es tut mir leid für dich,
oder besser gesagt für euch. Das ist natürlich ganz schlimm mit so einem Tod fertig zu werden. Lebt das Kind deiner Schwester bei euch? Habt ihr denn Hilfe oder Unterstützung bei all eurem Leid und Schmerz. Deine Mutter muß wissen, dass sie sich keine Vorwürfe machen muß. Dadurch wird nichts besser. Ihr solltet euch wirklich professionelle Hilfe holen, denn alleine ist sowas nicht zu schaffen. Es gibt auch Trauergruppen und es gibt Internetadressen unter anderem z.B. www.verwitwet.de.
Lieben Gruß
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29. November 2008 um 21:16

Es tut mir wahnsinnig leid für euch!
Meine Schwester ist vor zwei Jahren ums Leben gekommen. Sie hing wegen eines fremdverschuldeten Brandes draußen an der Regenrinne und fiel, als es dann zur Explosion kam herunter. Viertes Stockwerk, landete mit den Füßen voran auf einem Auto. Da mein Mann Polizeibeamter ist und in dieser Nacht dienst hatte, stand morgens seine Ablösung bei uns vor der Tür, um MEINEM MANN zu sagen, dass es sich bei dieser 20jährigen Frau, von der er nachts über Funk gehört hatte(er war an einem anderen Einsatzort), meine Schwester war. Nachdem er mich in die Arme genommen und mir erzählt hatte, was passiert ist, kamen 2-3Tränen und dann wurde mir klar, ich würde sie nie wieder sehen. Im nächsten Augenblick jedoch dachte ich nur noch an meine Eltern. Wie sollte ich ihnen sagen, dass ihr Baby gestorben ist? Meine Tochter war gerade 5Monate alt. Du hast völlig recht, es reißt merkwürdigerweise die Familie außeinander. Ich habe alles, alles, alles getan, um wenigstens den Rest der Familie zusammen zu halten, da ich der Meinung war, dass man seinen restlichen Hinterbliebenen immer zeigen sollte, wie sehr man sie liebt. Wir haben auf unserem Grundstueck ein Haus errichtet, um sie in unserer Naehe haben und unterstuetzen zu koennen. Nichts hat geholfen. Meine Mutter ist auch sehr labil und es ist sehr schwer an sie ran zu kommen. Glaube mir, auch meine Mutter macht sich vorwuerfe ohne Ende! Ich denke, die macht man sich so oder so, aber auch deine Mutter haette nichts aender koennen.

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29. November 2008 um 21:59

Sei stark
Hallo,

auch ich habe letztes Jahr einen guten Freund verloren, der sich das Leben genommen hat.
Deine Schwester hat für sich entschlossen, diesen Weg zu gehen in der Hoffnung, von ihrem Leiden erlöst zu werden.
Ich war nach dem Tod meines Freundes einerseits traurig aber auch ein bisschen verärgert, weil er mit niemandem über seine Sorgen gesprochen hat und ihm sicher jeder zugehört und ihm geholfen hätte. Auch ich fühle so ähnlich wie deine Mutter und werfe mir vor, nichts getan zu haben.

Sicherlich ist es schwer für die ganze Familie, vor allem an Weihnachten.
Sei für den Kleinen deiner Schwester da, unternimm mal was mit ihm und lenke ihn ein bisschen ab. Das hilft ihm sicherlich. Haltet in einer solchen Situation als Familie zusammen und unterstützt euch gegenseitig.

Aber ich denke, dass wirklich nur die Zeit die Wunden heilt. Rede mit Freunden oder schreib deine Sorgen auf.
Ich denke immer noch jeden Tag an meinen Freund, aber es macht mich nicht mehr so traurig wie vor 1,5 Jahren. Ich denke an die schönen Momente, die wir hatten und das macht es einfacher.
Aber verstehen kann ich es heute noch nicht.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück, diese schwere Anfangszeit gut zu überstehen und bin mir sicher, dass die Trauer von Zeit zu Zeit etwas nachlässt.

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