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Tod meiner großen Liebe

6. Januar 2006 um 8:30

Hallo zusammen!

Ich habe mich hier angemeldet in der Hoffnung irgendwie Hilfe bzw. Tipps zu bekommen. Im Mai 2005 wurde ich (22) in unserer Stammkneipe von einem Mann (29) angesprochen mit dem ich mich auf Anhieb super verstand. Wir tauschten Nummern aus, telefonierten täglich und es wurde nie langweilig, weil wir absolut die gleichen Interessen hatten usw. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so super mit einer Person verstanden. Von Freunden wusste ich, dass er total in mich verliebt ist und nach und nach wurde auch mir bewusst, dass ich in ihn verliebt bin. Wir wollten uns in meinem Sommerurlaub mal alleine treffen, aber dazu ist es leider nie gekommen: Im Juli erhielt ich die Nachricht, dass er bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Ich konnte es erst gar nicht begreifen, nächtelang nicht schlafen ohne am anderen Tag müde zu sein und es dauerte eine Weile bis ich endlich mal weinen konnte. Da die Beerdigung im engsten Familienkreis stattfand, konnte ich nicht mal dran teilnehmen. Da wir uns noch nicht so lange kannten, hatte ich nicht die Möglichkeit seine Familie kennen zu lernen, sie wissen wahrscheinlich nicht einmal was von mir. Ich würde gerne mal seine Eltern kennen lernen, traue mich aber nicht sie zu besuchen, ich weiß ja nicht wie sie reagieren würden. Jetzt ist sein Tod fast ein halbes Jahr her, aber ich komme absolut nicht damit klar. Ich muss ständig an ihn denken, jede Nacht träume ich von ihm und es ist alles fast unerträglich. Freunde von mir hat sein Tod auch sehr mitgenommen, aber sie sind inzwischen alle darüber hinweg, aber ich habe ihn geliebt und kann die Sache nicht abhaken. Es gibt Tage, da denke ich, dass ich die Trauer besiegt habe und endlich damit leben kann, aber dann kommt es immer wieder zu Rückfällen, Tage an denen ich nur am heulen bin. Würde gerne mal wissen, ob jemand, der Ähnliches erlebt hat, Tipps hat, wie man so etwas durchstehen kann. Vielleicht wisst ihr ja einen Rat.

Vielen Dank im Voraus.

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7. Januar 2006 um 2:52

Liebe Kiksy83
Ich kann mir Deinen Zustand sehr gut vorstellen.

Hole Dir in der Apotheke - das ist rezeptfrei - das homöopathische Mittel Ignatia C 200 (Kügelchen). Nimm davon ein eiziges Mal 3 Kügelchen und berichte mir nach einer Woche wie es Dir geht. Ich sage Dir dann, ob Du das Mittel nochmal wiederholen sollst.

Lass die Kügelchen auf der Zunge zergehen. Trinke keinen Kaffee, keinen Pfefferminztee und keinen Kamillentee und verwende eine Zahnpasta, welche für eine homöopathische Behandlung geeignet ist.

Ich empfehle Dir noch ein Buch: "Mit Homöopathie die Seele heilen" vom Haug Verlag in Stuttgart.

Liebe Grüße,

Theselmi

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12. Januar 2006 um 20:43
In Antwort auf petula_12768279

Liebe Kiksy83
Ich kann mir Deinen Zustand sehr gut vorstellen.

Hole Dir in der Apotheke - das ist rezeptfrei - das homöopathische Mittel Ignatia C 200 (Kügelchen). Nimm davon ein eiziges Mal 3 Kügelchen und berichte mir nach einer Woche wie es Dir geht. Ich sage Dir dann, ob Du das Mittel nochmal wiederholen sollst.

Lass die Kügelchen auf der Zunge zergehen. Trinke keinen Kaffee, keinen Pfefferminztee und keinen Kamillentee und verwende eine Zahnpasta, welche für eine homöopathische Behandlung geeignet ist.

Ich empfehle Dir noch ein Buch: "Mit Homöopathie die Seele heilen" vom Haug Verlag in Stuttgart.

Liebe Grüße,

Theselmi

Hey Kisky83
Ich habe es zwar nicht ganz so erlebt wie Du,aber doch ähnlich.
Du scheinst wie ich zu sein und kannst nicht loslassen.Ich habe vieles ausprobiert in dieser schweren Zeit,doch nichts hat geholfen.Ich fiel immer tiefer und tiefer.Irgendwann bin ich dann einfach mal zu einem Psychologen gegangen und es hat mir sehr geholfen.Mit jemandem zu reden,der absolut unparteiisch ist und zuhört.Es hat mir sehr aus diser Kriese geholfen und irgendwann konnte ich "abschließen".Nicht den Menschen vergessen,aber ich konnte akzeptieren das er nicht mehr da ist und ich loslassen muss.

Vielleicht hilft es Dir ja.Ich wünsche Dir alles Gute.

Titania

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13. Januar 2006 um 11:06

Liebe Kiksy,
ich kann dir empfehlen einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Mit ihm/ihr bearbeitest du deine Verlustängste und deine Trauer professionell. Das meine ich nicht böse, sondern es ist ein lieber Tip. Mit ihr/ihm kannst du dann auch besprechen, ob du Kontakt zu seiner Familie aufnehmen solltest oder nicht. Und er/sie wird dich dadurch begleiten.

Das du Kontakt zu seiner Familie aufnimmst, kann ich persönlich nicht empfehlen. Besonders nicht nach einem halben Jahr oder länger. Denn wer weiß, wie seine Familie bisher damit umgehen konnte.

Viel Erfolg Lila

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20. Januar 2006 um 14:50

Liebe Kiksy!
Hallo Du!

Ich kann Dich so gu verstehen und diese Trauer mit Dir teilen. Ich habe ähnliches erleben müssen.
Ich kenne diese Tage, an denen man denkt, hey, ich habs überstanden und alles wird wieder gut, und ich kenne ebenfalls die Tage, an denen man wieder die Rückfälle bekommt.
Ich kann Dir auch nur raten, einen Psychologen aufzusuchen, denn es hilft, wenn man drüber reden und einfach mal alles rauslassen kann.

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute

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7. Februar 2006 um 14:05

Trauer braucht Zeit
Hallo kiksy83,

Mir vor bereits 10 Jahren etwas ähnliches geschehen. Ich war seit meinem 12 Lebensjahr in einen Jungen/Mann verliebt, mit dem ich niemals zusammenkam. Jedoch war immer irgend ein Knistern zwischen uns. Als ich dann 18 wurde und er 19 hat er sich das Leben genommen. Die Gründe sind niemandem bekannt.

Ich möchte Dir hier nicht den Mut nehmen, aber ich kann Dir sagen ich brauchte 4 Jahre um seinen Tod zu überwinden. Wichtig ist, dass Du die Trauer auslebst. Dazu gibt es viele Varianten, ich z.b. habe ihm viele Briefe geschrieben und ans Grab gelegt. Seine Mutter hat alle diese Briefe gelesen, und war froh dass auch nach so langer Zeit jemand an ihren Sohn denkt. Dann habe ich natürlich auch etliche Tagebucheinträge gemacht, ich habe viel geweint ( genau das sollte man nicht unterdrücken). Wenn mich heute was beschäftigt oder irgendwie erdrückt dann gehe ich die Trauer oder Wut oder was auch immer es ist im Wald ausschreien.

Bezüglich seiner Familie, nun ein kennenlernen in dieser Situation wird wohl schwierig, sie wissen vermutlich nicht was mit Euch zweien war. Aber ein Brief des Beileids mit Deinen Gefühlen wird bei der Familie bestimmt akzeptiert.

Nun ich wünsche Dir viel Kraft und sende Dir ganz viel Energie diesen Schicksalsschlag so gut es geht zu verarbeiten.

Liebe Grüsse

araja

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