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Tod des Vaters, ich bin verwirrt

7. November 2017 um 10:33

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll, weil mich momentan viele Dinge beschäftigen, ich hoffe ich finde hier mal Rat oder einfach eine objektive Meinung zu dem Ganzen.

Mein Vater ist letztes Jahr völlig unerwartet verstorben, meine Mutter und ich haben ihn wiederbelebt und ja, toll ist was anderes.
Meine Eltern waren über 25 Jahre verheiratet, dementsprechend kenne ich die Situation nicht anders, als das die beiden zusammen sind.

Wenn ich zurück blicke auf die Zeit konkret nach seinem Tod fühle, obwohl es sich total dämlich anhört, eine gewisse Geborgenheit, ich hatte das Gefühl das ich meine Familie und meine Familie mich auffängt.

Trotzdem merke ich während das ihr tippe, dass ich innerlich echt unruhig bin.

Mittlerweile hat sich die Siutaion verändert, meine Mutter hat ca. ein halbes Jahr nachdem mein Vater gestorben ist einen neuen Partner. Wir alle kennen diesen Mann, er war quasi schon immer ein Freund der Familie. 
Am Anfang dachte ich, dass es eigentlich gut ist wenn man den Herren kennt mit dem meine Mutter jetzt ihre Zeit verbringt, aber mittlerweile geht es mir mit dem Gedanken nicht mehr so gut, ich hab das Gefühl meine Mutter springt wie er es möchte und er benimmt sich nicht gerade Gentlemen-Like, rüpseln wenn alle mit am Tisch sitzen, an sich ist er eher ein derber Typ (was mein Vater auch war, aber da hat es mich nicht gestört, er war halt mein Papa!)

Manchmal glaube ich auch, dass ich mir die Probleme 'selber mache', wenn ich das so stark in meinem Kopf und hier thematisiere, vielleicht kommt das Ganze auch weil sich der Todestag bald zum 1. Mal jährt.

Ich habe noch eine Schwester, die irgendwie Gute Miene zum Bösen Spiel macht, so wirkt es auf mich. Ich glaube ihr fällt das alles auch nicht leicht, aber sie überspielt alles - wahrscheinlich meiner Mutter zu liebe.

Mit meiner Schwester spreche ich manchmal darüber, über die Ganze Sitaution, aber habe das Gefühl sie möchte alles nur verdrängen.

All das beeinflusst auch irgendwie mein Job, ich bin nicht zufrieden und habe das Gefühl ich brauche eine Auszeit - nur für mich - um das alles klarzubekommen, aber dann habe ich auch die Befürchung, dass ich niemals wieder richtig in einen Job starten kann. Un vorallem denke ich mir: Was mache ich dann in einer 'Auszeit'? 

Ich weiß nicht wirklich auf was das Ganze hier hinauslaufen soll, ich musste das nur mal loswerden.

Liebe Grüße
 

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