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Tod des geliebten Opas/Uropas

30. August 2007 um 15:51

Hallo,

gerade bin ich auf dieses Forum gestoßen. Vor ein Paar Tagen ist mein Opa eingeschlafen.... Auch für meinen Sohn war es sehr schwer (10 Jahre). In der nächsten Woche ist nun die Beerdigung. Darüber haben wir sehr viel mit meinem Sohn gesprochen. Sein Wunsch ist es nun, von seinem Ur-Opa bei der Beerdigung Abschied zu nehmen - eigentlich wollten wir später mit ihm zum Grab gehen.

Jedoch sehen es einige anders und sagen, er soll später gehen und nicht mit zur Beerdigung kommen.

Nun weiß ich im Moment gar nicht, was ich tun bzw. denken soll..... möchte meinem Sohn eigentlich nicht diesen Wunsch verwehren

LG Antje

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30. August 2007 um 21:16

Liebe antje
zunächst mein herzliches beileid und meine anteilnahme. ich denke, da du ja sehr oft und ausführlich mit deinem sohn gesprochen hast, was evtl. auch bei beerdigung auf ihn zukommt, hat er ein recht darauf, sich von seinem opa zu verabschieden. heutzutage kann man das von den geliebten verstorbenen sowieso nicht mehr so oft und lange wie man möchte(früher wurden die toten teilweise im eigenen heim aufgebahrt und die ganze familie konnte trauern und abschied nehmen). heut heißt es, raus aus krankenzimmer, und wenn du glück hast darfst du am nächsten tag noch mal in die pathologie. ( und das nach jahrelangem
miteinander und gegenseitiger liebe?)ich denke dass dein sohn alles eher verarbeitet wenn er bei seinem geliebten opa noch mal sein darf, ihm evtl. ein selbstgemaltes bild oder eine blume ins grab werfen darf. ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen und wünsche euch allen viel kraft bei der beerdigung und alles erdenklich gute und liebe. heike

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31. August 2007 um 11:12
In Antwort auf buffbuff

Liebe antje
zunächst mein herzliches beileid und meine anteilnahme. ich denke, da du ja sehr oft und ausführlich mit deinem sohn gesprochen hast, was evtl. auch bei beerdigung auf ihn zukommt, hat er ein recht darauf, sich von seinem opa zu verabschieden. heutzutage kann man das von den geliebten verstorbenen sowieso nicht mehr so oft und lange wie man möchte(früher wurden die toten teilweise im eigenen heim aufgebahrt und die ganze familie konnte trauern und abschied nehmen). heut heißt es, raus aus krankenzimmer, und wenn du glück hast darfst du am nächsten tag noch mal in die pathologie. ( und das nach jahrelangem
miteinander und gegenseitiger liebe?)ich denke dass dein sohn alles eher verarbeitet wenn er bei seinem geliebten opa noch mal sein darf, ihm evtl. ein selbstgemaltes bild oder eine blume ins grab werfen darf. ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen und wünsche euch allen viel kraft bei der beerdigung und alles erdenklich gute und liebe. heike

Hallo Antje,
Todesfälle erschüttern uns in einem besondern Maß. Es ist rchtig, wenn dein Sohn von seinem Opa Abschied nehmen möchte. Laßt ihn ruhig an den offenen Sarg gehen. Kinder haben da ganz
normale Bedürfnisse. Wie auch buffbuff schon geschrieben hat. Ich habe in einem Buch gelesen, da hat ein Kind jahrelang im Garten Beerdigung gespielt, weil es nicht mit zur Beerdigung des geliebten Opa,s durfte. In diesem Buch wurde dringend geraten, mit Kindern über den Tod zu sprechen. Erzähl im ,dass der
Opa nun über die Regenbogenbrücke gegangen ist und nun im Himmel ist. Er hat keine Schmerzen mehr. Ich war lange Zeit im Hospiz da waren kleine Kinder bei den sterbenden, bei den Toten und es war alles ganz "normal" Sag ihm auch er kann dem Opa nochmal alles sagen, was er möchte oder er kann es ihm schreiben oder auch ein Bild malen. Der Opa hört alles. Er kann uns nur nicht mehr in der gewohnten Weise antworten. Empfehlen möchte ich dir auch die Seite www.verwitwet.de
klingt verwirrend ist aber sehr hilfreich..
Euch alles Gute bei eurer Entscheidung.
Gruß Melike

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