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Tod der Mutter

21. Februar 2006 um 11:07

Bis vor ca. 2 Jahren war alles in bester Ordnung.Doch so ungefähr um diese Zeit vor 2 Jahren ist meine Mutter wohl an Lungenkrebs erkrankt. Im April haben wir alle (mein, Vater, meine Mutter mein Sohn und ich)noch gemeinsam Urlaub gemacht, eine Woche später ging es dann los mit einem Gehirntumor. Sie war zu der Zeit noch in Griechenland, wo auch sofort 2 Operationen folgten. Es ging alles gut und sie war auf dem Weg der Besserung. Doch als sie dann wieder hier war folgte die Diagnose Lungenkrebs. Um es kurz u machen, 3 Monate nachdem der Gehirntumor festgstellt wurde(der sich als Metastase herausstellte)war sie tot. Die Zeit dazwischen war grauenhaft, jeden Tag eine andere schlechte Nachricht, sowas habe ich bis dahin noch nicht erlebt. Es ging alles so schnell und plötzlich war sie tot. Für uns vollkommen überraschend und auch Sie ahnte nicht, dass sie aus der Narkose, die man ihr in der Klinik gasb, um eine Lungenspiegelung vorzunehmen, nicht mehr erwachen würde... Seither vergeht fast keine Minute, in der ich nicht an Sie denke und sie mir einfach nur fehlt. Obwohl ich Familie und Beruf habe und alles funktioniert, muss ich einfach immer an Sie denken und ich frage mich andauernd, warum das Schicksal gerade ihr gegenüber so grausam war, wo sie doch immer nur für andere gelebt hat. Für mich war sei einfach alles. Selbst jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, muss ich mit de Tränen kämpfen. Ich kann einfach nicht anders. Gibt es in diesem Forum jemanden, der ähnliches erlebt hat?

ilSole68

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21. Februar 2006 um 15:31

Mein Beileid
Das mit deiner Mutter tut mir leid ich kann verstehen wie du dich fühlst, mir ist zwar nicht das selbe passiert. Aber ich habe letzten Sommer meinen Opa ganz plötzlich verloren, er starb auch an Krebs davon wusste aber niemand, das er Krebs hatte. Er wollte uns wahrscheinlich schonen, ich weiß es nicht und ich vermisse ihn auch.
Ich habe meine Trauer verarbeitet indem ich mir Zeit genommen habe mich an die guten Dinge zu erinnern und was er für ein guter Mensch war, und einfach mal zu weinen. Ich stell mir oft vor das die Meschen die man liebt sterben und sie uns dann als engel beschützen dieser Gedanken gibt mir Kraft, ich denke sehr oft daran das er nun bei meiner Oma ist und auf sie aufpasst das ihr hier nichts passiert und auch bei meiner Mutter. Für sie beide war es am schlimmsten. Vielleicht arbeitest du zuviel das du dir zeit nehmen solltest darüber nachzudenken und zu trauern, vergessen wird man nie, aber man kan veruschen wieder in sein Leben einzusteigen. Es gibt aber auch Teraphien, manchen Menschen tut das gut mit jemanden so drüber zu reden wie du das möchtest oder das du mit deinem Vater redest oder deinem Mann die Menschen die dir Nahe sind und sich so fühlen wie du. Ich hoffe ich konnte dich etwas aufbauen und dir helfen..

Jacky

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21. Februar 2006 um 18:13

Ich kämpfe immer noch...
mit der Trauer ,meine mutter ist am 22 April 2 jahre tod und ich habe bis heute es noch nicht überwunden ich denke jeden tag an sie und bin traurig das sie nicht mehr da ist.
ich habe 5 Jahre mit ihr gekämpf und haben doch verloren dieser scheiß krebs ich frage mich immer noch warum sie und dann mit 58 Jahre !!!!!Kann nicht mehr schreiben zur zeit ist doch noch ziemlich hart Lieben Gruß wiebke

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21. Februar 2006 um 21:24

Das ist alles....
...so schrecklich! Dieser verdammte Krebs! Meine Mutter starb auch im Januar vor fünf Jahren mit 59 Jahren. Ich war damals 20. Zwei Jahre zuvor hat es mit Brustkrebs angefangen. Sie bekam Chemotherapie und es half...so dachten wir... das nächste Jahr war alles ok, bis sie über starke Rückenschmerzen klagte. Kein Arzt konnte was feststellen und sie wollte nicht wieder ins Krankenhaus, doch irgendwann ging sie doch, doch da war es zu spät... Sie hatte wieder Krebs, bekam wieder Chemo... Diesmal fiehlen ihr auch die Haare aus und es nahm sie viel mehr mit, als das letzte Mal... Dann war der Krebs in der Leber und als sie sagten, sie müssen die Dosis erhöhen, ahnte mein Vater schon, das es sehr schlecht aussieht... Weihnachten war sie noch da, Silvester ging sie schon um 23Uhr ins Bett (wir hatten ein extra Krankenbett) und am 8.1. starb sie... Es war so schrecklich...das kann man gar nicht beschreiben... Sie hat die ganze Zeit gekämpft... Ich konnte einen Monat nicht zur Arbeit, nahm starke Beruhigungsmittel, schlief bei meinem Vater im Bett, konnte nicht alleine sein. Hatte tolle Freunde, die immer für mich da waren... Dann hab ich mit einer Therapie angefangen, zwei Jahre lang und es hat geholfen... Ich vermisse sie noch immer! Aber es hat geholfen und ich weiß, das sie nicht gewollt hätte, wenn ich die ganze Zeit trauer und die Lust am Leben verliere... Sie ist da und ich denk an sie! Sie ist jetzt mein Schutzengel!
Ich wünsche Dir alles Gute!!!!
Liebe Grüße
Tanja

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27. Februar 2006 um 2:30

Tod der mutter
es ist so schön das internet zu durchforsten und dabei auf eine seite zu stossen wo man menschen trifft denen es offenbar genauso ergeht wie einem selbst. man fühlt sich mit seiner trauer oft sehr alleine und es holt einen dann auf den boden zurück wenn man weiß man ist es nicht. meine geliebte mama ist diesen november an leukämie gestorben, sechs monate nach der diagnose. es fing alles mit einer veränderung des blutes an und obwohl die ärzte sagten diese krankheit würde erst in jahren wenn überhaupt zur leukämie führen war es schon nach kurzer zeit so weit. dann folgten chemos mit wochenlangen isolationen ich konnte nur mit mundschutz zu ihr und sie lag ganz alleine in einem kleinen zimmer-schrecklich. es ging ihr recht gut sie war sehr stark und sie trug diese krankheit mit würde und stolz. nach der 2 chemo war sie dann 2 monate zu hause und es war als wäre sie nicht krank sie ging in ihr geschäft und wir hatten eine tolle zeit. dann die 3 chemo nach 2 wochen schlaganfall und 5 tage später starb sie an eben diesem kombiniert mit einer lungenenzündung. obwohl ich von der schwere der krankheit immer wusste kam es trotzdem überraschend. und da sitze ich nun in ihrem haus das jetzt meines sein soll und komme mir winzig klein vor und verloren. sie war meine beste freundin mein mentor mein ein und alles. ich habe keine geschwister und mein vater ist im märz auch verstorben alles was bleibt ist meine omi die aber schon 94 ist und mein freund den ich nicht belasten will. ich habe tolle freunde aber meine beste freundin fehlt mir jeden tag. den tag über geht es mir immer sehr gut da kann ich verdrängen, bin beschäftigt aber die nächte sind immer noch extrem schlimm. wie geht es euch da? was macht ihr um schlafen zu können? ich war dabei als meine mama starb, sie schlief einfach ein und ich kriege diese bilder nicht aus meinem kopf, es quält mich auch daß ich die letzten momente nicht mehr mit ihr reden konnte sie konnte ja nicht mehr sprechen wegen dem hirnschlag, sie schaute mich nur an und ich frage mich was sie sagen wollte und ob sie wusste daß sie sterben muss... auch ich habe angst ihre stimme zu vergessen habe viele videos aber nicht die kraft sie anzusehen. was mir sehr geholfen hat war eine reise nach asien vor 1 monat da konnte ich meiner kaputten seele eine kleine auszeit gönnen. danke daß ihr so offen wart von eurer trauer zu erzählen das hat mir geholfen. liebe grüße und kopf hoch an uns alle m.

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1. März 2006 um 17:34
In Antwort auf luzia_12556776

Tod der mutter
es ist so schön das internet zu durchforsten und dabei auf eine seite zu stossen wo man menschen trifft denen es offenbar genauso ergeht wie einem selbst. man fühlt sich mit seiner trauer oft sehr alleine und es holt einen dann auf den boden zurück wenn man weiß man ist es nicht. meine geliebte mama ist diesen november an leukämie gestorben, sechs monate nach der diagnose. es fing alles mit einer veränderung des blutes an und obwohl die ärzte sagten diese krankheit würde erst in jahren wenn überhaupt zur leukämie führen war es schon nach kurzer zeit so weit. dann folgten chemos mit wochenlangen isolationen ich konnte nur mit mundschutz zu ihr und sie lag ganz alleine in einem kleinen zimmer-schrecklich. es ging ihr recht gut sie war sehr stark und sie trug diese krankheit mit würde und stolz. nach der 2 chemo war sie dann 2 monate zu hause und es war als wäre sie nicht krank sie ging in ihr geschäft und wir hatten eine tolle zeit. dann die 3 chemo nach 2 wochen schlaganfall und 5 tage später starb sie an eben diesem kombiniert mit einer lungenenzündung. obwohl ich von der schwere der krankheit immer wusste kam es trotzdem überraschend. und da sitze ich nun in ihrem haus das jetzt meines sein soll und komme mir winzig klein vor und verloren. sie war meine beste freundin mein mentor mein ein und alles. ich habe keine geschwister und mein vater ist im märz auch verstorben alles was bleibt ist meine omi die aber schon 94 ist und mein freund den ich nicht belasten will. ich habe tolle freunde aber meine beste freundin fehlt mir jeden tag. den tag über geht es mir immer sehr gut da kann ich verdrängen, bin beschäftigt aber die nächte sind immer noch extrem schlimm. wie geht es euch da? was macht ihr um schlafen zu können? ich war dabei als meine mama starb, sie schlief einfach ein und ich kriege diese bilder nicht aus meinem kopf, es quält mich auch daß ich die letzten momente nicht mehr mit ihr reden konnte sie konnte ja nicht mehr sprechen wegen dem hirnschlag, sie schaute mich nur an und ich frage mich was sie sagen wollte und ob sie wusste daß sie sterben muss... auch ich habe angst ihre stimme zu vergessen habe viele videos aber nicht die kraft sie anzusehen. was mir sehr geholfen hat war eine reise nach asien vor 1 monat da konnte ich meiner kaputten seele eine kleine auszeit gönnen. danke daß ihr so offen wart von eurer trauer zu erzählen das hat mir geholfen. liebe grüße und kopf hoch an uns alle m.

Antwort auf Beitrag von monimausi1 v. 27.02.06
Hallo monimausi1,

vielen Dank für Deine Antwort. Auch mich tröstet es von Menschen zu erfahren, dass Sie ähnliches erlebt haben und genau so fühlen. Das mit Deiner Mutter tut mir ehrlich leid, leider finde ich nicht die richtigen Worte, denn eigentlich machen mich solche Geschichten einfach nur betroffen und stumm. Stumm, weil alles so unsagbar schrecklich gewesen ist, ich meine damit diese gnadenlose Krankheit, die einfach so auftaucht und das Leben ganzer Familien oder Personen plötzlich zum schlechten hin verändert.
Ich verstehe bis heute nicht warum, warum gerade sie usw.. Anscheinen hast Du ähnliche Gedanken. Auch ich war die letzte, die meine Mutter lebend und bei vollem Bewußstein gesehen hat. Wir haben gemeinsam geredet, sie war sehr tapfer und ich glaube nicht, dass Sie in diesem Moment damit gerechnet hat, so schnell gehen zu müssen. Niemand, auch nicht die Ärzte ahnten, dass sie so schnell (danach lag sie noch 4 Tage im Koma) versterben würde. Auch ich kann diese Bilder nicht aus meinem Hirn verbannen und sie sind mir leider fast immer gegenwärtig. Es scheint, ich kann ihr Fortgehen nicht akzeptieren, weil ich es für ungerecht halte......Ich hab schon mal daran gedacht, mir professionelle Hilfe zu holen, aber andererseits, naja ich muss mal scheuen.

Trotzdem wünsche ich Dir die Kraft, über den Verlust hinwegzukommen. Denk daran, Du bist nicht allein in Deinem Schmerz, es gibt Menschen, die Dich verstehen.

Alles Gute

Il Sole 68

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