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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Tochter die Todesnachricht überbringen

Letzte Nachricht: 22. Oktober 2009 um 13:45
E
earle_12852717
21.10.09 um 20:11

Hallo,
mein Vater ist am Montag plötzlich verstorben.
Meine Tochter (20 Jahre) lernt auswärts und wohnt auch dort. Da sie sehr an ihrem Opi hängt, haben wir ihr die schlimme Nachricht nicht übers Telefon überbracht, sondern wollen warten, bis sie am Wochenende heim kommt. Kann mir jemand dabei helfen und Tipps geben. Ich weiß nicht, wie ich es übers Herz bringen soll, ihr die Nachricht zu überbringen. Es wird ihr das Herz brechen und wenn ich ehrlich bin, mir auch.

Bitte helft schnell, das Wochenende naht....

Danke für eure Bemühungen


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D
darla_12688860
21.10.09 um 21:24

Mhh eigentlich
war ab dem moment damals wo das wort tot kam bei mir eh alles nur noch taub und benommen rund herum. ich hab das dann gar nicht mehr realisiert und nur noch schmerz gefühlt!
ich hätte allerdings eine frage gäbe es die möglichkeit das sie den opa noch ein letztes mal sehen könnte also auch vor dem we mein ich?

ich nehme es meinem vater heute noch übel das er mich erst einen tag nach dem tod meines bruders darüber informiert hat und ich nicht die chance hatte ihn noch mal zu sehen!

wenn es diese chance geben sollte sagt es eurer tochter und gebt ihr die chance mir hätte das z.b. unheimlich weiter geholfen. dann lieber übers telefon sagen als ihr die chance zu nehmen sich verabschieden zu können.

wie gesagt ich kämpfe heute noch damit. ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
lg petra

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A
an0N_1288570299z
21.10.09 um 22:57

Wenn das mal nicht nach hinten losgeht, so gut es auch gemeint ist...
als meine geliebte Oma damals starb, habe ich in Nürnberg gewohnt, von Eltern und Oma ca. 500 km weg. Ich habe noch am Abend vor ihrem Tod mit ihr telefoniert und wollte 2 Tage später meine Eltern besuchen. Wenn sie es mir erst dann gesagt hätten, wäre ich total empört gewesen. Die Trauer ist die gleiche ob jetzt oder in zwei Tagen. Der Tod gehört leider zum Leben und mit 20 Jahren wird Deine Tochter es auch verkraften, egal wie sehr es schmerzt. Mich persönlich würde es mehr entäuschen, dass meine Eltern mir eine heile Welt vorspielen. Wie macht Ihr das überhaupt??? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nicht merkt, wenn zuhause was nicht stimmt. Oder verstellt ihr Euch so gut. Es ist nicht richtig was ihr tut, auch wenn es gut gemeint ist. Das ist meine Meinung.

LG Ninusch

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E
earle_12852717
22.10.09 um 8:32
In Antwort auf darla_12688860

Mhh eigentlich
war ab dem moment damals wo das wort tot kam bei mir eh alles nur noch taub und benommen rund herum. ich hab das dann gar nicht mehr realisiert und nur noch schmerz gefühlt!
ich hätte allerdings eine frage gäbe es die möglichkeit das sie den opa noch ein letztes mal sehen könnte also auch vor dem we mein ich?

ich nehme es meinem vater heute noch übel das er mich erst einen tag nach dem tod meines bruders darüber informiert hat und ich nicht die chance hatte ihn noch mal zu sehen!

wenn es diese chance geben sollte sagt es eurer tochter und gebt ihr die chance mir hätte das z.b. unheimlich weiter geholfen. dann lieber übers telefon sagen als ihr die chance zu nehmen sich verabschieden zu können.

wie gesagt ich kämpfe heute noch damit. ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
lg petra

Danke für eure Hilfe
Das wir unserer Tochter noch nichts gesagt haben, liegt auch daran, dass meine Ärztin dazu geraten hat. Sie meinte, da sie so weit weg ist und dazu noch ganz alleine, kann das auch nach hinten losgehen. Junge Menschen hätten manchmal große Schwierigkeiten mit so einer Nachricht. Klar, haben wir uns am Telefon total verstellt. Nach dem Telefonat war ich auch immer ganz fertig, mir tut es doch auch leid, dass ich heile Welt vorspiele.
Verabschieden kann sie sich noch von ihrem Opi. Am Samstag haben wir Verabschiedung auf dem Friedhof. Da kann sich jeder, der es will und kann, von meinem Vater verabschieden. Doch selbst ich als Sohn kann es heute noch nicht sagen, ob ich ihn mir noch einmal ansehe. Es tut so weh. Er war kerngesund und ist unterwegs beim einkaufen einfach umgefallen und war fast sofort tod.
Unsere Familie steht sich untereinander sehr nah, umso schlimmer ist das ganze.

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D
darla_12688860
22.10.09 um 13:45
In Antwort auf earle_12852717

Danke für eure Hilfe
Das wir unserer Tochter noch nichts gesagt haben, liegt auch daran, dass meine Ärztin dazu geraten hat. Sie meinte, da sie so weit weg ist und dazu noch ganz alleine, kann das auch nach hinten losgehen. Junge Menschen hätten manchmal große Schwierigkeiten mit so einer Nachricht. Klar, haben wir uns am Telefon total verstellt. Nach dem Telefonat war ich auch immer ganz fertig, mir tut es doch auch leid, dass ich heile Welt vorspiele.
Verabschieden kann sie sich noch von ihrem Opi. Am Samstag haben wir Verabschiedung auf dem Friedhof. Da kann sich jeder, der es will und kann, von meinem Vater verabschieden. Doch selbst ich als Sohn kann es heute noch nicht sagen, ob ich ihn mir noch einmal ansehe. Es tut so weh. Er war kerngesund und ist unterwegs beim einkaufen einfach umgefallen und war fast sofort tod.
Unsere Familie steht sich untereinander sehr nah, umso schlimmer ist das ganze.

Ich
war 16 als mein bruder starb und ich fand den einen tag schon extrem ungerecht und gemein. wenn ihr die sorge habt das sie es nicht verkraftet dann fahrt zu ihr aber verstellt euch nicht damit sie denkt es ist nichts, das ist noch viel schlimmer und ich denke das wird ihr noch mehr weh tun! dann soll lieber einer hin fahren und es ihr sagen! ein todesfall ist immer etwas schlimmes und grade weil sie ihrem opa nah gestanden hat sollte man ihr es so bald wie möglich sagen!
lg

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