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Therapiemüde

26. Februar 2009 um 16:23 Letzte Antwort: 22. Juni 2009 um 2:19

Hallo ihr lieben.

Ich bin neu hier und dachte, dass mir vielleicht jemand von euch helfen kann.
Angefangen hat alles vor ein paar Jahren. Im Winter wurde ich lustlos, kraftlos, motivationslos und einfach unglaublich müde. Ich habe das auf meine schulische Situation bezogen, Schule abgebrochen und an eine neue Ausbildung angefangen.

Die Jahre, die darauf folgten, waren völlig identisch. So ging ich dann langsam einmal von einer saisonalen Depression aus und habe mir selbst mit Johanniskraut geholfen. Im letzten Jahr wurde dann ja diese Sache mit dem Eisenspiegel so richtig bekannt. Ich bekam also Eiseninfusionen und habe gehofft, dass die Müdigkeit, die sich nun nicht mehr auf die Winterzeit beschränkte, vielleicht wirklich von einem Eisenmangel kommt.

Ich habe angefangen, mich selbst zu beobachten. Mir wurde bewusst, dass es keine keine Körperliche Sache ist, die mich müde macht, sondern Meine Gedanken. Ich fühle mich für alles verantwortlich. Wenn es Leuten schlecht geht, dann drehe ich die Situation immer so, dass ich schlussendlich schuld daran bin und mich schlecht fühle. Ich schaue auf alle anderen, nur nicht auf mich.. Das mit dem schlechten Gewissen geht sogar so weit, dass ich anfange mit meinem Auto zu sprechen. Ich sage ihm immer, wohin wir fahren, bevors los geht und wenn ich über einen Stuhl sage, dass er mir nicht gefällt, muss ich mich bei ihm entschuldigen.

Damit könnte ich ja eigentlich leben, aber das schlimmste daran ist, dass ich mir meinen komischen Gedanken absolut bewusst bin. Ich stehe ständig in einem inneren Konflikt mit mir selber, mein Kopf sagt "hör auf zu spinnen" und mein Bauch sagt "es ist schon richtig, dass du dich schlecht fühlst".

Nachdem ich noch die Kündigung bekommen habe, war ich völlig am Boden zerstört. Ich habe nur noch geweint und gehofft, dass bald mal irgendetwas mit mir passiert, damit ich nicht mehr in diesem doofen Leben leben muss. Ein gebrochenes Bein, das mich ins Krankenhaus zwingt oder irgendsowas..

Ich habe eine Psychotherapie angefangen, nehme Citalopram. Im Moment bin ich sehr hoffnungslos. Oder nein, eher Gefühlslos. Meine Therapeutin fragt mich ständig nach meinen Gefühlen, aber ich habe keine. Ich mag nicht mehr hingehn, weil ich nicht glaube, dass sich überhaupt was ändern wird.

Kennt jemand dieses Problem? Wie habt ihr es geschafft, trotzdem noch weiter zu machen?

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27. Februar 2009 um 10:06

Bitte...
... bitte bitte bitte... schreibt was.. irgendwas... ich kann echt nicht mehr.. mag nicht mehr.... heute ist ein unglaublich schlimmer Tag, ich mag nicht mehr hier sein... bitte..

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27. Februar 2009 um 10:44
In Antwort auf ionela_12547832

Bitte...
... bitte bitte bitte... schreibt was.. irgendwas... ich kann echt nicht mehr.. mag nicht mehr.... heute ist ein unglaublich schlimmer Tag, ich mag nicht mehr hier sein... bitte..

Hallo
bin 34 und bin,war jahrelang depressiv.wollte es nie wahrhaben!mein damaliger freund wollte unbedigt dass ich was mache...irgendwann hatte ich eine therapie begonnen,fühlte mich da nicht wohl...antidepressiver habe ich auch genommen...es ging mir nicht besser,viell.wäre es mir ohne schlechter gegangen....ich weiss es nicht.übrigens wirken antidepressiver(egal welche)bei 30 proz.der menschen nicht.mein leben ist sehr kompliziert und voller stress...aber irgendwas ist passiert ,von sich aus...es geht mir besser!!!allerdings nach zig jahren!
waskann ich dir raten?offensichtlich stimmt die chemine mit dem therapeuten nicht ...versuche einen andern.
wenn du das gefühl hat die antidepressiver helfen nicht ,kannst andere versuchen oder du versuchst es hömopatisch(solltest du nicht dran glauben,kannst es trotzdem versuchen.ich bin mta(med.techn.assistentin)-in dem beruf-glaub man auch nicht dran,doch es hat mir bei schleudertrauma nach einem autounfall geholfen und mittlerweile oft meinem sohn,freund usw.
p.s ich wollte auch oft nicht mehr da sein...aber auch das gefühl ist weg.
fg,isz1

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27. Februar 2009 um 10:58
In Antwort auf robby_12266415

Hallo
bin 34 und bin,war jahrelang depressiv.wollte es nie wahrhaben!mein damaliger freund wollte unbedigt dass ich was mache...irgendwann hatte ich eine therapie begonnen,fühlte mich da nicht wohl...antidepressiver habe ich auch genommen...es ging mir nicht besser,viell.wäre es mir ohne schlechter gegangen....ich weiss es nicht.übrigens wirken antidepressiver(egal welche)bei 30 proz.der menschen nicht.mein leben ist sehr kompliziert und voller stress...aber irgendwas ist passiert ,von sich aus...es geht mir besser!!!allerdings nach zig jahren!
waskann ich dir raten?offensichtlich stimmt die chemine mit dem therapeuten nicht ...versuche einen andern.
wenn du das gefühl hat die antidepressiver helfen nicht ,kannst andere versuchen oder du versuchst es hömopatisch(solltest du nicht dran glauben,kannst es trotzdem versuchen.ich bin mta(med.techn.assistentin)-in dem beruf-glaub man auch nicht dran,doch es hat mir bei schleudertrauma nach einem autounfall geholfen und mittlerweile oft meinem sohn,freund usw.
p.s ich wollte auch oft nicht mehr da sein...aber auch das gefühl ist weg.
fg,isz1

...
Hi.. danke für deine Antwort..
ich habe vor ein paar Monaten den Therapeuten gewechselt, weil der alte mich in die Psychiatrie einweisen wollte. Da ich aber bisher mein Leben auch leben konnte (ganz normal arbeiten und so) habe ich nicht verstanden, warum ich das tun sollte. Aber dann muss ich mich wohl nochmal nach einem neuen umsehen. Wenn ichs irgendwann schaffe, mich umzusehen.
Ich glaube an Homöopatie, eigentlich. So wie ich auch an Antidepressiva glaube. Aber ich glaube nicht, dass mir irgendwas hilft. Und das ärgert mich. Ich ärgere mich über mich selber, weil ich so teilnahmslos bin. Ich will auch, dass einfach so etwas passiert bei mir. Der Weg zur Besserung scheint sooo unendlich lang zu sein, dass ich mich nicht überwinden kann, loszulaufen.

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27. Februar 2009 um 11:21
In Antwort auf ionela_12547832

...
Hi.. danke für deine Antwort..
ich habe vor ein paar Monaten den Therapeuten gewechselt, weil der alte mich in die Psychiatrie einweisen wollte. Da ich aber bisher mein Leben auch leben konnte (ganz normal arbeiten und so) habe ich nicht verstanden, warum ich das tun sollte. Aber dann muss ich mich wohl nochmal nach einem neuen umsehen. Wenn ichs irgendwann schaffe, mich umzusehen.
Ich glaube an Homöopatie, eigentlich. So wie ich auch an Antidepressiva glaube. Aber ich glaube nicht, dass mir irgendwas hilft. Und das ärgert mich. Ich ärgere mich über mich selber, weil ich so teilnahmslos bin. Ich will auch, dass einfach so etwas passiert bei mir. Der Weg zur Besserung scheint sooo unendlich lang zu sein, dass ich mich nicht überwinden kann, loszulaufen.

Hallo
es ist erschreckend für mich deine erfahrung mit dem ersten therapeuten.genau deshalb habe ich in eine therapie kein vertrauen gehabt.es dauert wohl bis man den passenden findet...versuch es doch mit der homöopatie.das mit anti-depressiver ist leider eine tatsache ausmed.fachbüchern,bei 30 proz.helfen sie nicht.
es ist bei mir nicht einfach so passiert,das leben hat mich mehr oder weniger dazu gezwungen...möchte nicht grossartig drüber schreiben,kann man meinen beiträgen der letzten monate entnehmen....
vg,isz1

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27. Februar 2009 um 15:47
In Antwort auf robby_12266415

Hallo
es ist erschreckend für mich deine erfahrung mit dem ersten therapeuten.genau deshalb habe ich in eine therapie kein vertrauen gehabt.es dauert wohl bis man den passenden findet...versuch es doch mit der homöopatie.das mit anti-depressiver ist leider eine tatsache ausmed.fachbüchern,bei 30 proz.helfen sie nicht.
es ist bei mir nicht einfach so passiert,das leben hat mich mehr oder weniger dazu gezwungen...möchte nicht grossartig drüber schreiben,kann man meinen beiträgen der letzten monate entnehmen....
vg,isz1

...
.. das war damals wirklich nicht schön, nein. Er hat mich gegen meinen Willen in der Psychiatrie angemeldet. Ich glaube, er wollte einfach die Verantwortung nicht übernehmen, hat was von suizidgefährdet geredet, obwohl ich nur von diesem Wunsch des "weg seins" geredet habe. Aber dabei geht es ja nicht darum mich umzubringen.
Du meine Güte, was tun denn diese 30% blos? Bitte, bitte, nein, ich will nicht dazu gehören.. Habe mir jetzt gerade eine Homöopathin rausgesucht, werde das mal ausprobieren. Danke. Das war im Moment der rettende Strohhalm.

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27. Februar 2009 um 18:34
In Antwort auf ionela_12547832

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.. das war damals wirklich nicht schön, nein. Er hat mich gegen meinen Willen in der Psychiatrie angemeldet. Ich glaube, er wollte einfach die Verantwortung nicht übernehmen, hat was von suizidgefährdet geredet, obwohl ich nur von diesem Wunsch des "weg seins" geredet habe. Aber dabei geht es ja nicht darum mich umzubringen.
Du meine Güte, was tun denn diese 30% blos? Bitte, bitte, nein, ich will nicht dazu gehören.. Habe mir jetzt gerade eine Homöopathin rausgesucht, werde das mal ausprobieren. Danke. Das war im Moment der rettende Strohhalm.

Homöopathie
kannst vergessen ist sehr teuer und hilft nichts,
wenn du das falsche Antidepressivum nimmst versuch ein anderes sie wirken , nur nicht jedes bei jedem Menschen.

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27. Februar 2009 um 21:55
In Antwort auf ionela_12547832

...
.. das war damals wirklich nicht schön, nein. Er hat mich gegen meinen Willen in der Psychiatrie angemeldet. Ich glaube, er wollte einfach die Verantwortung nicht übernehmen, hat was von suizidgefährdet geredet, obwohl ich nur von diesem Wunsch des "weg seins" geredet habe. Aber dabei geht es ja nicht darum mich umzubringen.
Du meine Güte, was tun denn diese 30% blos? Bitte, bitte, nein, ich will nicht dazu gehören.. Habe mir jetzt gerade eine Homöopathin rausgesucht, werde das mal ausprobieren. Danke. Das war im Moment der rettende Strohhalm.

Hallo
schreibe nochmal wegen anmerkung unten.homöopathie ist nicht teuer und in der Potenz D6 hat es keine nebenwirkungen.Probiere Zincum valerian ca.3 Wochen.Wenn nicht hilft dann Sepia 3 wo.jeweils 3 mal täglich 4 bis 6 kügelchen.Kosten jeweils ca.8 euro.
alles Gute
isz1

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1. März 2009 um 14:23
In Antwort auf an0N_1211332899z

Homöopathie
kannst vergessen ist sehr teuer und hilft nichts,
wenn du das falsche Antidepressivum nimmst versuch ein anderes sie wirken , nur nicht jedes bei jedem Menschen.

...
Ich hatte anfangs das Wellbutrin bekommen. Das hat meinen Zustand allerdings drastisch verschlechtert. Mit dem Cipralex gings anfangs auch etwas aufwärts, hat aber schliesslich nix gebracht, genauso wie das Citalopram. Ich habe dann angefangen mit einer Licht-Therapie zusätzlich, weil ich dachte, dass das vielleicht hilft. Aber besser wirds nicht. Nachdem ich meiner Ärztin jetzt gesagt habe, dass ich auch nicht mehr zur Therapie kommen möchte, weils irgendwie nix bringt, hat sie auch gemeint, dass man dann vielleicht mal über drastischere Massnahmen nachdenken sollte.. Verstehst du, warum ich langsam die Schnauze voll hab von diesen Psychiatern und dem ganzen Antidepressiva-Scheiss? Ich habe einfach Angst, dass wenn ich jetzt zu einer neuen Ärztin gehe, sie auch meint, dass ich in die Psychiatrie gehöre.. aber das kann doch nicht sein, oder?

Homöopathie ist hald was, was ich noch nicht probiert habe.. gibt mir im Moment hald schon wieder ein bisschen Hoffnung...

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5. März 2009 um 13:53
In Antwort auf ionela_12547832

...
Ich hatte anfangs das Wellbutrin bekommen. Das hat meinen Zustand allerdings drastisch verschlechtert. Mit dem Cipralex gings anfangs auch etwas aufwärts, hat aber schliesslich nix gebracht, genauso wie das Citalopram. Ich habe dann angefangen mit einer Licht-Therapie zusätzlich, weil ich dachte, dass das vielleicht hilft. Aber besser wirds nicht. Nachdem ich meiner Ärztin jetzt gesagt habe, dass ich auch nicht mehr zur Therapie kommen möchte, weils irgendwie nix bringt, hat sie auch gemeint, dass man dann vielleicht mal über drastischere Massnahmen nachdenken sollte.. Verstehst du, warum ich langsam die Schnauze voll hab von diesen Psychiatern und dem ganzen Antidepressiva-Scheiss? Ich habe einfach Angst, dass wenn ich jetzt zu einer neuen Ärztin gehe, sie auch meint, dass ich in die Psychiatrie gehöre.. aber das kann doch nicht sein, oder?

Homöopathie ist hald was, was ich noch nicht probiert habe.. gibt mir im Moment hald schon wieder ein bisschen Hoffnung...

Hallo
Ein Paar fragen.

Also zunächst hört sich deine Geschichte sehr reflektiert an und Du hast ein guten Einblick in Dich selbst, das ist schon ein guter Anfang, aber es gibt Probleme die kann man nicht selbst lösen.

Es ist auf jeden Fall gut, dass Du Therapie begonnen hast. Aber wie Du merkst, hast Du natürlich bereits schon viele Jahre mit dem Problem zu kämpfen und bist erst jetzt diesen Schritt gegangen als es bereits sehr schlimm war (ist kein Vorwurf daher solltest Du auch nicht erwarten, dass jetzt alles gleich besser wird.

Wie lange machst Du denn die Therapie?
Ws für ein Therapierichtung hat denn deinen Therapeut gehabt (erster und der danach)?
War es ein ein Psychater oder Psychotherapeut (und wenn welche Richtung)?

Ist insofern wichtig, als das vorallem bei Depressionen, Tiefenpsychologische Theapieformen nicht viel bringen (besser sind da kognitiv / verhaltenstherapeutische). Psychater sind lediglich Mediziner die in wenigen Std, sich die Berechtigung als Psychater arbeiten zu drüfen, erworben haben, gehen die Probleme tendeziell ehr medikamentös an, weniger psychologisch.



Zu Antidepressiva. Das mit den 30% ist quatsch. Probier etwas anderes.

Aber nach allem brauchts Du wirklich nciht fie Hoffnung verlieren auch wenn Depression alles andere als lustig ist, ist es dennoch eine Erkrankung die man eigentlich sehr gut behandel kann und Du hast noch einiges an Therapeutischen Optionen offen, da ist also längst noch nicht alles ausgereizt.

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5. März 2009 um 19:01
In Antwort auf cory_12905650

Hallo
Ein Paar fragen.

Also zunächst hört sich deine Geschichte sehr reflektiert an und Du hast ein guten Einblick in Dich selbst, das ist schon ein guter Anfang, aber es gibt Probleme die kann man nicht selbst lösen.

Es ist auf jeden Fall gut, dass Du Therapie begonnen hast. Aber wie Du merkst, hast Du natürlich bereits schon viele Jahre mit dem Problem zu kämpfen und bist erst jetzt diesen Schritt gegangen als es bereits sehr schlimm war (ist kein Vorwurf daher solltest Du auch nicht erwarten, dass jetzt alles gleich besser wird.

Wie lange machst Du denn die Therapie?
Ws für ein Therapierichtung hat denn deinen Therapeut gehabt (erster und der danach)?
War es ein ein Psychater oder Psychotherapeut (und wenn welche Richtung)?

Ist insofern wichtig, als das vorallem bei Depressionen, Tiefenpsychologische Theapieformen nicht viel bringen (besser sind da kognitiv / verhaltenstherapeutische). Psychater sind lediglich Mediziner die in wenigen Std, sich die Berechtigung als Psychater arbeiten zu drüfen, erworben haben, gehen die Probleme tendeziell ehr medikamentös an, weniger psychologisch.



Zu Antidepressiva. Das mit den 30% ist quatsch. Probier etwas anderes.

Aber nach allem brauchts Du wirklich nciht fie Hoffnung verlieren auch wenn Depression alles andere als lustig ist, ist es dennoch eine Erkrankung die man eigentlich sehr gut behandel kann und Du hast noch einiges an Therapeutischen Optionen offen, da ist also längst noch nicht alles ausgereizt.

An ...
also bitte!das mit depressiver,dass sie bei 30 proz.nicht wirken ist kein quatsch!!!!lese es nach in bittere pille und vielen psych.med.büchern...

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5. März 2009 um 19:53
In Antwort auf cory_12905650

Hallo
Ein Paar fragen.

Also zunächst hört sich deine Geschichte sehr reflektiert an und Du hast ein guten Einblick in Dich selbst, das ist schon ein guter Anfang, aber es gibt Probleme die kann man nicht selbst lösen.

Es ist auf jeden Fall gut, dass Du Therapie begonnen hast. Aber wie Du merkst, hast Du natürlich bereits schon viele Jahre mit dem Problem zu kämpfen und bist erst jetzt diesen Schritt gegangen als es bereits sehr schlimm war (ist kein Vorwurf daher solltest Du auch nicht erwarten, dass jetzt alles gleich besser wird.

Wie lange machst Du denn die Therapie?
Ws für ein Therapierichtung hat denn deinen Therapeut gehabt (erster und der danach)?
War es ein ein Psychater oder Psychotherapeut (und wenn welche Richtung)?

Ist insofern wichtig, als das vorallem bei Depressionen, Tiefenpsychologische Theapieformen nicht viel bringen (besser sind da kognitiv / verhaltenstherapeutische). Psychater sind lediglich Mediziner die in wenigen Std, sich die Berechtigung als Psychater arbeiten zu drüfen, erworben haben, gehen die Probleme tendeziell ehr medikamentös an, weniger psychologisch.



Zu Antidepressiva. Das mit den 30% ist quatsch. Probier etwas anderes.

Aber nach allem brauchts Du wirklich nciht fie Hoffnung verlieren auch wenn Depression alles andere als lustig ist, ist es dennoch eine Erkrankung die man eigentlich sehr gut behandel kann und Du hast noch einiges an Therapeutischen Optionen offen, da ist also längst noch nicht alles ausgereizt.

...
Hi tedmosby
Ich gehe den Sachen wirklich gerne auf den Grund, deshalb beobachte ich mich oft selber von aussen. Wie gesagt, im Kopf weiss ich bei jeder "bescheuerten" Handlung, dass es irre ist, was ich gerade tue. Und am meisten belastet mich diese Gefühlslosigkeit. Weil mein Kopf weiss, dass der Körper sich über etwas freuen sollte. Aber er tuts nicht.

Mit der Therapie habe ich im April letzten Jahres angefangen. Anfangs einfach Gesprächstherapie, danach war eigentlich geplant, dass ich in eine Gruppentherapie gehen sollte. Dann hatte ich einen übleren Absturz, sollte in die Psychiatrie und bin natürlich auch nie zur Gruppentherapie gegangen.

Die Ärztin, bei der ich bis vor zwei Wochen war, ist Verhaltenstherapeutin. Ich habe von ihr oft Hausaufgaben bekommen, musste mein Verhalten genau beobachten und notieren, in einem Tagebuch bestimmte Dinge festhalten usw.

Ich kann einfach echt nicht mehr.. Ja, ich könnte dem ganzen ein Ende setzen. Aber dann dürfte man es nicht Lebensmüde, sondern einfach Depressionsmüde nennen. Die Gedanken die ständig kreisen.. mein Kopf arbeitet die ganze Zeit auf 200 und saugt alles auf, was er an Reizen bekommt. Wertet alles und meistens natürlich so, dass es schlecht für mich ist. Ich kann ja nichtmal sagen, dass ich überhaupt nichts mehr tun will, aufhören zu arbeiten oder so. Weil dann hätte ich nochmehr Zeit zum nachdenken. Und ich glaube genau deshalb möchte ich auch nicht in die Klinik. Ich müsste mich dem stellen und könnte mich nicht mehr verstecken, wie ich es im Moment sowieso schon die ganze Zeit mache.

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7. März 2009 um 15:20
In Antwort auf robby_12266415

An ...
also bitte!das mit depressiver,dass sie bei 30 proz.nicht wirken ist kein quatsch!!!!lese es nach in bittere pille und vielen psych.med.büchern...

Bin vom Fach
ich bin selber Psychologe also vom Fach und was Du schreibst ist Unsinn, ganz einfach. Bitte gibt mir doch dazu mal eine richtige emprische Studie, dann können wir darüber gerne reden.

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7. März 2009 um 15:34
In Antwort auf ionela_12547832

...
Hi tedmosby
Ich gehe den Sachen wirklich gerne auf den Grund, deshalb beobachte ich mich oft selber von aussen. Wie gesagt, im Kopf weiss ich bei jeder "bescheuerten" Handlung, dass es irre ist, was ich gerade tue. Und am meisten belastet mich diese Gefühlslosigkeit. Weil mein Kopf weiss, dass der Körper sich über etwas freuen sollte. Aber er tuts nicht.

Mit der Therapie habe ich im April letzten Jahres angefangen. Anfangs einfach Gesprächstherapie, danach war eigentlich geplant, dass ich in eine Gruppentherapie gehen sollte. Dann hatte ich einen übleren Absturz, sollte in die Psychiatrie und bin natürlich auch nie zur Gruppentherapie gegangen.

Die Ärztin, bei der ich bis vor zwei Wochen war, ist Verhaltenstherapeutin. Ich habe von ihr oft Hausaufgaben bekommen, musste mein Verhalten genau beobachten und notieren, in einem Tagebuch bestimmte Dinge festhalten usw.

Ich kann einfach echt nicht mehr.. Ja, ich könnte dem ganzen ein Ende setzen. Aber dann dürfte man es nicht Lebensmüde, sondern einfach Depressionsmüde nennen. Die Gedanken die ständig kreisen.. mein Kopf arbeitet die ganze Zeit auf 200 und saugt alles auf, was er an Reizen bekommt. Wertet alles und meistens natürlich so, dass es schlecht für mich ist. Ich kann ja nichtmal sagen, dass ich überhaupt nichts mehr tun will, aufhören zu arbeiten oder so. Weil dann hätte ich nochmehr Zeit zum nachdenken. Und ich glaube genau deshalb möchte ich auch nicht in die Klinik. Ich müsste mich dem stellen und könnte mich nicht mehr verstecken, wie ich es im Moment sowieso schon die ganze Zeit mache.

Danke für die Antwort
Hallo,

naja das Gesprächstherapie nicht hilft bei deiner Lage kann ich mir gut vorstellen, da hätte auch eine Gruppentherapie nicht viel gebracht, da hast Du ganz richtig reagiert.

Die letzte Therapeutin (der Ärztin/ Verhaltentherapeutin), wie lange warst Du denn da dann?

Wenn Therapeuten Hausaufgaben aufgeben ist immer schon mal ein gutes Zeichen. Aber man darf sich bei solchen Sachen auch nicht so schnell aufgeben, ich meine immerhin belastet Dich das Problem schon seit mehreren Jahren und dann kann man auch nicht immer erwarten, dass so was von heute auf morgen wieder verschwindet (etwas übertrieben gesagt )

Zu einem Klinik Aufenhalt kann ich nur folgendes sagen, das ist auf JEDEN FALLL NICHT das was man sich so normalerweise darunter vorstellt, so aller Zimmer, Zwangsjacke, und Medikamenten die einen ruhig stellen und man wird da nur verwahrt. Das war vor vielen vielen Jahren mal so.

Moderne Kliniken sind mehr wie eine Reha zu sehen, die einfach mit intensiver psychologischer Betreuung versehen sind. Man hat sein eigenes Zimmer, nimmt an verschiedenen Therapieformen und Gruppen teil (Einzeltherapie, Psychoedukation, ect.). Soll nicht heißen Du mußt das jetzt machen, sondern nurr, dass dies durchaus eine Option sein kann.

Aberr wie Du schon sagst Du müßtest Dich dann auf einer anderen Ebene dem Problem stellen, aber warum denn nicht? Warum denn noch länger davor verstecken?



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8. März 2009 um 11:43
In Antwort auf cory_12905650

Bin vom Fach
ich bin selber Psychologe also vom Fach und was Du schreibst ist Unsinn, ganz einfach. Bitte gibt mir doch dazu mal eine richtige emprische Studie, dann können wir darüber gerne reden.

Na dann...
leider gibt es auch psychologen,solltest du einer sein,die selbst probleme haben...lz.b.aut statistik ist es der berufszweig mit der meisten selbstmordrate...und:viele studieren psychologie,da sie selbst probleme haben und hoffen somit den grund dafür zu finden...dein problem scheint wirklich zu sein,nicht recht zu haben...übrigens ich bin mta,habe auch mal medizin und psychologie studiert(ja nicht zu ende,denn ich habe mich für die familie entschieden).ansonsten quelle:bittere pille,

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8. März 2009 um 11:56
In Antwort auf cory_12905650

Bin vom Fach
ich bin selber Psychologe also vom Fach und was Du schreibst ist Unsinn, ganz einfach. Bitte gibt mir doch dazu mal eine richtige emprische Studie, dann können wir darüber gerne reden.

An tedmosby
meine ergänzung zur vorherigen nachricht.20 jahre bittere pille sonderausgabe,seite 140

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8. März 2009 um 16:44
In Antwort auf robby_12266415

Na dann...
leider gibt es auch psychologen,solltest du einer sein,die selbst probleme haben...lz.b.aut statistik ist es der berufszweig mit der meisten selbstmordrate...und:viele studieren psychologie,da sie selbst probleme haben und hoffen somit den grund dafür zu finden...dein problem scheint wirklich zu sein,nicht recht zu haben...übrigens ich bin mta,habe auch mal medizin und psychologie studiert(ja nicht zu ende,denn ich habe mich für die familie entschieden).ansonsten quelle:bittere pille,

Wow,
Hallo isz1,

also dann ist ja an Dir wirklich eine echter Therapeut verlorengegangen, denn aus einer Interaktion zwsischen uns beiden von ca. 5 Sätzen konntest Du gleich mal auf mein tief sitzendes Problem schließen

Also noch mal, ich will nicht irgendein Zitat aus irgend einem Buch, von irgendeiner Person geschrieben, schreiben kann heute jeder und nur weil etwas irgendwo veröffentlich wurde heißt das GAR NICHTS.

DU hast eine behauptung aufgestellt und ich würde gerne dazu FAKTEN sehen, also eine STUDIE die belegt was Du behauptest.

Dann können wir darüber reden.

Weiß Du es geht mir hier gar nicht um mich, sondern Du behauptest in Interaktion mit einer Person die unter schweren Depressionen leidet, dass Ihre Medikamente vielleicht gar nichts bei Ihr bringen..., macht Dir mal über die möglichen Konsequenzen Gedanken für diese Person, nicht so sehr darüber was wohl mein Problem sein könnte oder nicht



So Psychologen der Berufszweig mit der höchsten Selbstmordrate, na dann mal her mit deiner Quelle. Bin schon gespannt.



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8. März 2009 um 21:07
In Antwort auf cory_12905650

Wow,
Hallo isz1,

also dann ist ja an Dir wirklich eine echter Therapeut verlorengegangen, denn aus einer Interaktion zwsischen uns beiden von ca. 5 Sätzen konntest Du gleich mal auf mein tief sitzendes Problem schließen

Also noch mal, ich will nicht irgendein Zitat aus irgend einem Buch, von irgendeiner Person geschrieben, schreiben kann heute jeder und nur weil etwas irgendwo veröffentlich wurde heißt das GAR NICHTS.

DU hast eine behauptung aufgestellt und ich würde gerne dazu FAKTEN sehen, also eine STUDIE die belegt was Du behauptest.

Dann können wir darüber reden.

Weiß Du es geht mir hier gar nicht um mich, sondern Du behauptest in Interaktion mit einer Person die unter schweren Depressionen leidet, dass Ihre Medikamente vielleicht gar nichts bei Ihr bringen..., macht Dir mal über die möglichen Konsequenzen Gedanken für diese Person, nicht so sehr darüber was wohl mein Problem sein könnte oder nicht



So Psychologen der Berufszweig mit der höchsten Selbstmordrate, na dann mal her mit deiner Quelle. Bin schon gespannt.



Dazu fällt mir gar nichts mehr ein herr Psychologe....
...

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9. März 2009 um 9:27
In Antwort auf cory_12905650

Wow,
Hallo isz1,

also dann ist ja an Dir wirklich eine echter Therapeut verlorengegangen, denn aus einer Interaktion zwsischen uns beiden von ca. 5 Sätzen konntest Du gleich mal auf mein tief sitzendes Problem schließen

Also noch mal, ich will nicht irgendein Zitat aus irgend einem Buch, von irgendeiner Person geschrieben, schreiben kann heute jeder und nur weil etwas irgendwo veröffentlich wurde heißt das GAR NICHTS.

DU hast eine behauptung aufgestellt und ich würde gerne dazu FAKTEN sehen, also eine STUDIE die belegt was Du behauptest.

Dann können wir darüber reden.

Weiß Du es geht mir hier gar nicht um mich, sondern Du behauptest in Interaktion mit einer Person die unter schweren Depressionen leidet, dass Ihre Medikamente vielleicht gar nichts bei Ihr bringen..., macht Dir mal über die möglichen Konsequenzen Gedanken für diese Person, nicht so sehr darüber was wohl mein Problem sein könnte oder nicht



So Psychologen der Berufszweig mit der höchsten Selbstmordrate, na dann mal her mit deiner Quelle. Bin schon gespannt.



Tedymosby
hat recht. gute beiträge

wer gibt denn was auf irgendeinen quatsch in einem buch im nächsten buch steht wieder aderer quatsch.

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9. März 2009 um 17:52
In Antwort auf robby_12266415

Dazu fällt mir gar nichts mehr ein herr Psychologe....
...

Das hab ich mir gedacht
Wenn man es dann genauer wissen will, kommt da aber nicht sehr viel. Schade.

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19. März 2009 um 22:19

...
Na also dann danke erstmal.

Es hat sich viel getan in den letzten Wochen. Hatte einen üblen Absturz, woraufhin ich mich jetzt entschlossen habe, doch in die Klinik einzutreten. Natürlich ist somit auch postwendend die Kündigung von meinem Arbeitgeber gekommen. Ich arbeite seit zwei Monaten an einem neuen Ort, da war ich noch in der Probezeit, deshalb konnten die mir trotz Krankheit kündigen. Jetzt bin ich arbeitslos, hoffe, dass die Versicherung den Klinikaufenthalt bezahlt und hoffe, dass es nun nicht weiter bergab gehen kann.

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23. März 2009 um 19:29

Gib nicht auf!!!
Ich glaube rückwirkend, dass ich schon seit meinem 20. Lebensjahr depressive Phasen hatte. Am Anfang standen allerdings bei mir Panikattacken im Vordergrund. Ich habe mit Anfang 20 und dann noch mal mit 40 eine Gesprächstherapie gemacht, hat mir auch sehr viel gebracht und es ging mir eine Zeitlang wesentlich besser. Allerdings nie wirklich gut, ich wußte einfach nicht, was Lebensfreude ist.

Nun bin ich 46 und Anfang des Jahres hatte ich einen depressiven Absturz mit ständigen Panikattacken. Erst hier sah ich ein, dass ich es mit Antidepressiva versuchen sollte. Die ersten 2-3 Wochen waren vor allem nachts die Hölle bei mir, aber dann hat sich das etwas eingespielt. Die Dosis hat mein Neurologe langsam gesteigert. Ich nehme Fenlafaxin aber ich habe schon oft gehört, dass manche Menschen leider verschiedene Mittel ausprobieren müssen, da sie nicht bei allen gleich wirken. Außerdem ist es wichtig zu wissen, ob eher die Angst im Vordergrund deiner Depression steht oder die Antriebslosigkeit.

Beide Therapeuten damals hielten nichts von AD, sie meinten, dass schaffe ich auch so. Aber in diesem Jahr habe ich gemerkt, ohne geht bei mir gar nichts meh, das war einfach kein Leben mehr. Ich versuche auch noch einmal begleitend eine Gesprächstherapie von der Kasse genehmigt zu bekommen. Was mir auch sehr geholfen hat ist, dass ich jetzt in einer Selbsthilfegruppe für an Depressionen erkrankte Menschen gegangen bin. Hier fühle ich mich zum ersten Mal verstanden. Dort habe ich auch erfahren, dass die meisten für 6-8 Wochen in eine psychosomatische Klinik gehen. Das ist insofern wichtig, dass hier unter ärztlicher Aufsicht die richtigen Antidepressiva für dich gefunden werden können, außerdem wirst du psychologisch begleitet. Ich war noch nie in so einer Klinik, aber alle in der Gruppe schwärmen geradezu davon wie sehr ihnen das geholfen hat.

Geh in solch eine Klinik, es wird dir helfen! Da zu leider z.Z. arbeitslos bist, kannst du es dir wenigstens zeitlich leisten. Lass dir helfen, es gibt Auswege, bitte gib nicht auf!!!

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22. Juni 2009 um 2:19

Der lange Weg
Ich wollte hier, für alle, die es vielleicht interessiert, noch kurz eine Rückmeldung geben, wie es mir ergangen ist.

Nun wohne ich seit drei Monaten in der psychiatrischen Klinik. Ich habe viel gelernt, einiges davon werde ich in der Zukunft auch bestimmt nutzen können. Mit Hilfe der diversen Therapien bin ich meinen Problemen auf den Grund gegangen und verstehe jetzt etwas besser, weshalb ich in diese Krise gefallen bin.

Am nächsten Dienstag darf ich wieder nach Hause. Allerdings mit gemischten Gefühlen. Denn natürlich hatte ich gehofft, dass nach meinem Aufenthalt hier alles wieder gut ist. Doch ein langer Weg wartet draussen auf mich. Meine Aussichten sind jedoch lange nicht mehr so aussichtslos wie zuvor. Ich habe die gesamten Gefühle der letzten drei Jahre nachgeholt, auch wenn es sehr sehr unangenehm war. Nun kann ich mich wieder mögen und auch zulassen, dass Gefühle, welcher Art auch immer, auftauchen.

Ich wünsche jedem, der in einem Loch steckt, dass er ebenfalls einen Weg raus findet. Denn es geht weiter...

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