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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Therapie - wie den ersten Schritt machen?

Letzte Nachricht: 10. Februar 2015 um 11:39
M
miia_12715871
09.02.15 um 12:41

Hallo,
ich bin 20 Jahre alt, mir sind von klein auf schon viele schlimme Dinge passiert und ich bin ein Meister im Verdrängen. Ich spiele schon seit Jahren mit den Gedanken, eine Therapie zu machen, doch weiß ich weder wo, noch wie, noch wann. Ich versuche, mein Leben auf die Reihe zu bekommen und mache gerade mein Fachabi nach. Meine Noten sind gut - wären aber besser. Meine Lehrer sagen mir, ich hätte in vielen Fächern ein 'Sehr gut' verdient, aber ich fehlte zu oft. Wenn ich noch weiter fehle, könnte ich von der Schule geworfen werden, obwohl meine Noten gut sind. Ich ziehe im April mit meinen Freund (25) zusammen und weiß jetzt schon, dass es mir sehr viel besser gehen wird, mich endlich irgendwo Zuhause zu fühlen. Mit meinem Freund läuft es sehr gut - nur geht es mir oft ganz plötzlich sehr schlecht und ich fühle mich schlecht dafür, dass es mir schlecht geht, wo doch alles gut ist, wenn ich mit ihm zusammen bin. Er gibt sich oft auch große Mühe, mir eine Freude zu machen. Ich bekomme Nachts Panikattacken und bin sehr sensibel, was ich zu verstecken versuche, habe Selbstmordgedanken, die ich niemanden mitteile. So kann das nämlich überhaupt garnicht weitergehen. Ich habe große Angst, zu anstrengend zu werden, auch wenn er sagt, das wäre ich nicht. Und ich möchte mich endlich glücklich mit mir selbst fühlen, was wenigstens mal einen ganzen Tag lang anhält. Irgendwie kommt oft vieles in mir hoch, glaube ich. Ich habe große Angst vor einer Therapie (vielleicht wirft mich das noch weiter aus der Bahn), doch rät mir meine beste Freundin das dringend und ich denke auch, ein Versuch wäre es wert. Das Problem ist, ich wohne auf dem Land und die nächste Anlaufstelle für eine Therapie ist in etwa 40 Minuten weit weg, ich habe keinen Führerschein und kein Geld. Und selbst wenn ich weiß, wie ich da hinkommen könnte, das irgendwie geregelt bekomme, wie läuft das ab? Muss ich mir einen Psychologen raussuchen und einfach anrufen?
Noch dazu kommt: Mein Freund ist krankhaft eifersüchtig. Es stört ihn schon, wenn ich nur was mit meinen besten Freundinnen mache und sagt, in solchen Momenten kann er nicht klar denken. Er lässt erst hinterher mit sich reden, nachdem er einen Totalausfall hatte und mir ein schlechtes Gewissen gemacht hat, weil es ihm ja so schlecht geht. Das kommt nicht oft vor und ich habe Verständnis, das entschuldigt es aber nicht. Für ihn bräuchten wir also auch irgendwas, denn er möchte das auch ändern und sich Hilfe suchen.
Wir wissen nur beide nicht, wie schon gesagt, wo wir da anfangen sollen.
TangledHair

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A
atieno_12907020
09.02.15 um 13:31

Hey
Du kannst dir von deinem Hausarzt (oder jedem anderen Arzt der Hausarzt ist) eine Überweisung zum Therapeuten ausstellen lassen. Am Besten fragst du ihn nach Listen mit ansäßigen Therapeuten,und welche für dich in Frage kämen.
Und dann heißt es rumtelefonieren und Termine mit denen absprechen. Es gibt immer ein Erstgespräche zum kennenlernen. Manchmal brauchts etwas, bis man den richtige für sich gefunden hat.
Wenn du dich für akut selbstgefährdend hältst kann er dir auch eine Klinikeinweisung geben. Allerdings würd ich dir raten dich vorab über eure ansässige geschlossene Psychiatrie informieren,kann sonst auch eher verschlechterm als alles andere.

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M
miia_12715871
09.02.15 um 14:57
In Antwort auf atieno_12907020

Hey
Du kannst dir von deinem Hausarzt (oder jedem anderen Arzt der Hausarzt ist) eine Überweisung zum Therapeuten ausstellen lassen. Am Besten fragst du ihn nach Listen mit ansäßigen Therapeuten,und welche für dich in Frage kämen.
Und dann heißt es rumtelefonieren und Termine mit denen absprechen. Es gibt immer ein Erstgespräche zum kennenlernen. Manchmal brauchts etwas, bis man den richtige für sich gefunden hat.
Wenn du dich für akut selbstgefährdend hältst kann er dir auch eine Klinikeinweisung geben. Allerdings würd ich dir raten dich vorab über eure ansässige geschlossene Psychiatrie informieren,kann sonst auch eher verschlechterm als alles andere.

Hey!
Danke erstmal für deine Antwort.
Ich hab irgendwie wahnsinnige Angst davor, die Therapie könnte meinen jetzigen 'Zustand' ebenfalls verschlechtern. Ich habe öfter schon versucht, mich intensiv mit mir zu befassen und Dinge beispielsweise aufzuschreiben, nur steiger ich mich dann mehr und mehr in so irgendwas rein und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich es überleben werde, das alles wieder an die Oberfläche zu bringen. Jetzt, wo ich eine Lösung dafür hab, wie ich Therapie bekommen könnte, bin ich aus reiner Angst vor mir selbst garnicht mehr sooo bereit dafür, wie ich angenommen habe. Sich zu denken "Scheiß drauf, jeder Tag fängt neu an", und es einfach als 'vorbei' und 'nicht relevant' anzusehen, klappt aber irgendwie auch einfach nicht. Ich weiß nicht, was ich tun soll

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atieno_12907020
09.02.15 um 16:03
In Antwort auf miia_12715871

Hey!
Danke erstmal für deine Antwort.
Ich hab irgendwie wahnsinnige Angst davor, die Therapie könnte meinen jetzigen 'Zustand' ebenfalls verschlechtern. Ich habe öfter schon versucht, mich intensiv mit mir zu befassen und Dinge beispielsweise aufzuschreiben, nur steiger ich mich dann mehr und mehr in so irgendwas rein und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich es überleben werde, das alles wieder an die Oberfläche zu bringen. Jetzt, wo ich eine Lösung dafür hab, wie ich Therapie bekommen könnte, bin ich aus reiner Angst vor mir selbst garnicht mehr sooo bereit dafür, wie ich angenommen habe. Sich zu denken "Scheiß drauf, jeder Tag fängt neu an", und es einfach als 'vorbei' und 'nicht relevant' anzusehen, klappt aber irgendwie auch einfach nicht. Ich weiß nicht, was ich tun soll

Give it a try ^^
Hab gerad gelesen, dass eine Überweisung vom Hausarzt nicht mehr zwingend ist. Aber vielleicht kann er dir trotzdem weiterhelfen. Also falls du einen haben solltest ruhig mal nachfragen ^^
Es wird sich von alleine nicht bessern, und sich alleine mit dem Befassen das einen eh schon stresst...nja da würde jeder das Handtuch werfen ^^ Deshalb gibt es Leute die einem bei der Biographiearbeit helfen können.
Du kannst dich sonst erstmal an die Telefonseelsorge wenden.Das ist völlig anonym.

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miia_12715871
09.02.15 um 16:31
In Antwort auf atieno_12907020

Give it a try ^^
Hab gerad gelesen, dass eine Überweisung vom Hausarzt nicht mehr zwingend ist. Aber vielleicht kann er dir trotzdem weiterhelfen. Also falls du einen haben solltest ruhig mal nachfragen ^^
Es wird sich von alleine nicht bessern, und sich alleine mit dem Befassen das einen eh schon stresst...nja da würde jeder das Handtuch werfen ^^ Deshalb gibt es Leute die einem bei der Biographiearbeit helfen können.
Du kannst dich sonst erstmal an die Telefonseelsorge wenden.Das ist völlig anonym.

Du hast recht
und das hat mich wirklich etwas beruhigt, danke. :3

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atieno_12907020
10.02.15 um 11:39
In Antwort auf miia_12715871

Du hast recht
und das hat mich wirklich etwas beruhigt, danke. :3

Gern geschehen ^^
Der erste Schritt ist immer der Schwerste,danach wirds nur leichter

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Anmachsprüche: Ladies, macht den ersten Schritt!
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