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Therapeut hat mich aufgegeben...

6. Januar 2011 um 20:01

Hallo an alle,

ich habe ein problem. ich bin seit ca 2 monaten in therapie.. wegen mehreren sachen, mein leben im mom zusammenbricht.

hier die groben details: mein vater ist alkoholiker, ich komme mit mir selbst nicht klar (hängt wohl mit punkt 1 zusammen), ich muss studiumsbedingt 6 monate ins ausland, ich komme absolut nicht mit der trennung von meinem freund klar (man spricht von beziehungssucht), ich habe auch keine freunde mehr, weil die mich hintergangen haben... ich fühle mich unglaublich allein, habe schlafstörungen, essstörungen, körperliche beschwerden, weinkrämpfe u panikattacken... nur um einige zu nennen..

die ganze zeit war ich recht zufrieden, doch letzte sitzung meinte er: er könne mir nicht helfen, er hätte noch nie einen fall gehabt, bei dem alles gleichzeitig kommt. er könne meine situation nicht ordnen u mich in keine richtung führen. meine einzige chance sei der auslandsaufenthalt.

heute hat er die sitzung mittendrin abgebrochen, mich heim geschickt u gesagt er wisse nicht weiter, ich soll bewerbungen schreiben u gucken, dass ich aus meinem leben rauskomme. das wär es einzige, was er sagen könnte..

aber was mach ich denn wenn ich eine absage aus dem ausland bekomme? ich kann mich doch nicht mit iwas retten, wovor ich solche panik habe...

ich weiß nicht, was ich mir davon erhoffe hier zu schreiben.. einfach iwas.. ich komme nicht mehr klar. ich schaffe es nicht mehr.. die therapie war mein letzter zug, meine einzige hoffnung.. wenn noch nichtmal ein therapeut helfen kann... u das schlimmste ist, ich finde nichts, woran ich mich festhalten kann. kein erfolgserlebnis.. es ist nichts in sicht

der hat mich einfach aufgegeben...

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7. Januar 2011 um 8:58

Hallo lizzi,
normalerweise werden Auslandsaufenthalte in der Psychiatrie eher als Risiken denn als Chancen eingestuft.Wenn dein Therapeut dies bei dir im Einzelfall anders beurteilt, kann ich mir das nur so erklären, dass er dich gern aus einem belastenden pesönlichen Umfeld herausnehmen will, was sonst wohl anders nicht möglich ist.

Ich weiß nicht, wie schwer deine Essstörungen und deine Depressivität sind. Ich kann dir daher keinen Rat erteilen, wenn dein Therapeut, der dich deutlich besser kennt als ich, dich für nicht therapiefähig hält, was schon hin und wieder vorkommt. Ich kann dich nur auf die Möglichkeit einer stationären klinischen Behandlung hinweisen, weil eine Psychotherapie niemals die letzte Hoffnung eines Patienten sein sollte und tatsächlich ja auch nicht ist.

LG Nus

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7. Januar 2011 um 14:44
In Antwort auf nus1951

Hallo lizzi,
normalerweise werden Auslandsaufenthalte in der Psychiatrie eher als Risiken denn als Chancen eingestuft.Wenn dein Therapeut dies bei dir im Einzelfall anders beurteilt, kann ich mir das nur so erklären, dass er dich gern aus einem belastenden pesönlichen Umfeld herausnehmen will, was sonst wohl anders nicht möglich ist.

Ich weiß nicht, wie schwer deine Essstörungen und deine Depressivität sind. Ich kann dir daher keinen Rat erteilen, wenn dein Therapeut, der dich deutlich besser kennt als ich, dich für nicht therapiefähig hält, was schon hin und wieder vorkommt. Ich kann dich nur auf die Möglichkeit einer stationären klinischen Behandlung hinweisen, weil eine Psychotherapie niemals die letzte Hoffnung eines Patienten sein sollte und tatsächlich ja auch nicht ist.

LG Nus

...
ich muss sagen ich kann meine probleme auch schwer einschätzen.. ich spiele eben wirklich mit richtigen dummen gedanken.. ich weiß nämlich nicht, in weölche richtung ich sonst gehen sollte.. ich seh keine lösung mehr. ich hatte gehofft ein therapeut kann mir alternativen geben, meine blickrichtung beeinflussen, oder lösungsansätze geben...

ich kann keinen klinischen aufenthalt machen. ich muss doch an die uni, u arbeiten gehen. das kann ich mir nicht leisten.. sonst komm ich ja nie weiter..

ja genau. er meinte meine einzige chance ist, mich aus meinem leben herauszuholen.. um völlig neu zu beginnen.. iwo, wo ich auf mich alleine gestellt bin. aber was mach ich denn, wenn ich eine absage bekomme? das heißt im umkehrschluss, ich bin verloren u kann iwo runter springen.. oder verstehe ich das falsch? oder zu extrem?

ich bin so völlig hilflos u allein ich hatte so sehr gehofft er könnte mir helfen..

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7. Januar 2011 um 15:57
In Antwort auf lizzi888

...
ich muss sagen ich kann meine probleme auch schwer einschätzen.. ich spiele eben wirklich mit richtigen dummen gedanken.. ich weiß nämlich nicht, in weölche richtung ich sonst gehen sollte.. ich seh keine lösung mehr. ich hatte gehofft ein therapeut kann mir alternativen geben, meine blickrichtung beeinflussen, oder lösungsansätze geben...

ich kann keinen klinischen aufenthalt machen. ich muss doch an die uni, u arbeiten gehen. das kann ich mir nicht leisten.. sonst komm ich ja nie weiter..

ja genau. er meinte meine einzige chance ist, mich aus meinem leben herauszuholen.. um völlig neu zu beginnen.. iwo, wo ich auf mich alleine gestellt bin. aber was mach ich denn, wenn ich eine absage bekomme? das heißt im umkehrschluss, ich bin verloren u kann iwo runter springen.. oder verstehe ich das falsch? oder zu extrem?

ich bin so völlig hilflos u allein ich hatte so sehr gehofft er könnte mir helfen..

Liebe lizzi,
du klingst ein wenig suizidal, was ich nicht ganz verstehe, da du doch noch gar nicht alle Heilungschancen ausgeschöpft hast. Du solltest dich jetzt nicht zu sehr auf deine Ausbildung und deinen Auslandsaufenthalt fixieren. Auch ein Studium kann man unterbrechen. Man kann auch ein glückliches Leben ohne Studium führen. Viel wichtiger ist die Gesundheit, die etwas mehr in den Vordergrund deines Denkens treten sollte.

Hast du eigentlich mal mit deinen Therapeuten darüber gesprochen, ob für dich auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein könnte? Noch besser abschätzen könnte das sicherlich ein Facharzt für Psychiatrie.Geh doch einfach mal hin.

Wenn du eine Absage aus dem Ausland bekommst, könntest du das natürlich auch als Chance sehen, dich klinisch behandeln zu lassen. Auch eine solche Behandlung kann ein Neuanfang deines Lebens sein und dich aus deinem bisherigen Umfeld lösen. Du wärest nicht die erste Patientin, die nach einem Klinikaufenthalt nicht wieder nach Hause sondern in ein neues soziales Umfeld entlassen wurde. Wichtig ist nur, dass du siehst, dass ein Neuanfang immer möglich ist, überhaupt nicht von deiner Ausbildung abhängt, und es für alle Probleme Lösungen gibt.

LG Nus

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7. Januar 2011 um 18:57
In Antwort auf nus1951

Liebe lizzi,
du klingst ein wenig suizidal, was ich nicht ganz verstehe, da du doch noch gar nicht alle Heilungschancen ausgeschöpft hast. Du solltest dich jetzt nicht zu sehr auf deine Ausbildung und deinen Auslandsaufenthalt fixieren. Auch ein Studium kann man unterbrechen. Man kann auch ein glückliches Leben ohne Studium führen. Viel wichtiger ist die Gesundheit, die etwas mehr in den Vordergrund deines Denkens treten sollte.

Hast du eigentlich mal mit deinen Therapeuten darüber gesprochen, ob für dich auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein könnte? Noch besser abschätzen könnte das sicherlich ein Facharzt für Psychiatrie.Geh doch einfach mal hin.

Wenn du eine Absage aus dem Ausland bekommst, könntest du das natürlich auch als Chance sehen, dich klinisch behandeln zu lassen. Auch eine solche Behandlung kann ein Neuanfang deines Lebens sein und dich aus deinem bisherigen Umfeld lösen. Du wärest nicht die erste Patientin, die nach einem Klinikaufenthalt nicht wieder nach Hause sondern in ein neues soziales Umfeld entlassen wurde. Wichtig ist nur, dass du siehst, dass ein Neuanfang immer möglich ist, überhaupt nicht von deiner Ausbildung abhängt, und es für alle Probleme Lösungen gibt.

LG Nus

Ich versuche..
.. einen neuanfang zu sehen... ich spüre, was mit mir los is. ich hab mich schon lange damit beschäftigt, wollte mal psychologie studieren... ich bin genau bei verstand.. u das machts nicht leichter. ich sehe worauf ich zusteuere u habe mir deswegen hilfe gesucht. ich war auch bei einem psychologen.. wir haben uns gegen tabletten ausgesprochen.. weil die uni das einzige is, was ich in meinem leben habe, ich auch praktika mache u arbeiten gehe. ich will einen klaren verstand haben. u ich habe angst vor dem erwachen, wenn die tabletten mal weg sind.. die uni ist in meinen augen meine einzige chance auf ein glückliches leben .. iwann..

ich wollte mich nicht aufs ausland fixieren.. im gegenteil, das war zu beginn eines meiner größten probleme.. mein therapeut sieht es als einzigen ausweg.. u hat mich mit dieser ansicht infiziert.. u jetzt sehe ich es ähnlich. durch diesen zwang das ntun zu müssen, kann ich neu anfangen... für freiwillig etwas zu tun, fwhlt mir die kraft.. ich bin wie gefesselt..

ich sehe aber keine lösung.. in 2 wochen darf ich nochmal 20 min therapie machen.. damit ich betreut bin.. wie nett... ich DARF... das is nicht sinn u zweck.. ich hab mir bewusst hilfe gesucht u dann lässt man mich im regen stehen.. oder eher im monsun.. es hat sich alles so zugespritzt... alles zusammen u dann bricht ders einfach ab.. wie jeder mensch in meinem leben.. es wiederholt sich einfach alles

danke für die antworten schonmal.. es tut mir gut, dass es noch menschen gibt, die sich für andere interessieren.. das habe ich lange nicht mehr erlebt..

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17. Februar 2011 um 22:54

...
liebe lizzi...

ich kenne dich zwar nicht, aber ich kann dir wirklich ans herz legen dich bitte auf keinen fall aufzugeben. versuche bitte einen ander therapeuten zu finden. keine ahnung ob du es weißt, aber es braucht seine zeit, bis man einen therapeut findet der einem helfen kann(und will). dein letzter therapeut hat falsch gehandelt, er hätte dir nicht so etwas sagen sollen, ich denke aber nicht, dass er dich aufegeben hat. ich kann mir vorstellen, dass er vielleicht nicht zu dir durchdringen kannte und desshalb verzweifelt ist. ich hatte das auch, ich war in therapie und war aber nicht reif dafür, ich habe nur das gehört was ich hören wollte, wenn es aber was unangenehmes war, habe ich mich verschloßen...tue das bitte nicht!!! du musst dich wirklich öffnen. denke nicht an dein studium oder ausland oder deinen vater...du bist wichtig!!! und glaub mir alles andere sind kleinigkeiten, hauptsache du bist gesund...
wenn du zu dir finden kannst, wird auch alles andere funktionieren. kümmere dich um sich.

alles gute

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25. Februar 2011 um 12:19

Klinik
Vielleicht solltest du in eine Psychosomatische Klinik oder Psychiatrie gehen. Ich war 3 Monate in einer Psychosomatischen klinik und 4 Monate in der Psychiatrie und nun geht es mir viel besser. Hatte auch superviele Symptome gleichzeitig (Borderline, Depression, Drogenmissbrauch, Selbstverletzendes Verhalten, Verdacht auf hebephrene Schizophrenie, Schlafstörung, Somatoforme Störung etc.)
So 1-2 Therapie pro Woche hat da einfach nicht gereicht.
In einer Klinik hat man zahlreiche Therapiemöglichkeiten wie Kunsttherapie, Musik- Bewegungs - Therapie, Einzelgespräche, Sport, Bezugsschwestern, Medikamentöse Einstellung etc etc.

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15. März 2011 um 16:46

Klinik
ich kann mich dem rat mit einer klinik nur anschließen!!!

ich slebst arbeite als ergotherapeutin in einer psychiatrischen klinik und lerne jeden tag patienten kennen welche oftmals viele "probleme" auf einmal haben! ich denke, dass in solchen fällen eine ambulante therapie nicht ausreichend ist. ebenfalls sehe ich den plan mit dem auslandjahr auch sehr skeptisch. ich denke, dies wäre wie eine flucht vor dir sowie vor deinen problemen, welche dich jedoch nach kleinen rückschlägen ständig wieder einholen werden.
in den kliniken steht dir eine menge geschultes personal zur seite, welche dir in deiner momentanen lebenssituation zur seite stehen und dir helfen können diese zu überwinden und neue perspektiven zu entwickeln. und aus erfahrung kann ich sagen, dass es niemals einen komplett hoffnungslosen fall gibt, dessen behandlung nicht "lohnen" würde.

übeleg dir gut, wie du deine probleme angehen kannst und informiere dich ggf. auch direkt in kliniken.

wenn du hilfe oder ratschläge benötigst, kannst du jederzeit kontakt zu mir aufnehmen!

alles gute und viel erfolg bei dem was du dir vonnimmst!

dini

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19. März 2011 um 11:48

Also
Dein Therapeut war Schei**e. Ein unprofessioneller, egozentrischer Arsch. Denn wenn Du ihm wichtig gewesen wärst und das über seine Fähigkeiten geht, hätte er Dich wenigstens an jemanden anderen oder eben in eine Klinik verwiesen. Aber Dich allein mit Deinen (sehr ernsten) Probleme im Regen stehen lassen, ist ne Schei**aktion.
Kann mich den anderen Postern nur anschließen: geh mal in eine Klinik und erzähl dort Deine Sorgen. Und: Lass Dich auf die Therapie ein und mach, was man Dir sagt. Bei einer Herztransplantation kämst auch nicht auf die Idee, statt dessen die Lunge auszutauschen. Also solltest auch Deinem Psy vertrauen wenn nicht, ist er sowieso der Falsche für Dich.
Wünsch Dir alles Gute!

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