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Thema "Ritzen"

4. September 2007 um 9:59

Hallo zusammen!

Ich bin mir nicht sicher ob ich hier richtig bin aber ein Versuch wäre es allemal wert. Und zwar geht es um das ritzen. Ich habe schon etliches aus dem Internet zusammengesucht aber das ist ja immer sehr allgemein. Da dachte ich mir, ich versuche mir darüber ein Bild zu machen und Tips zu bekommen von Leuten die selbst betroffen sind oder im Verwandten- Bekanntenkreis damit in Berührung kamen.

Die Kurzversion des Problems:

Ich habe seit einigen Wochen eine Freundin , deren Leben anscheinend nie ganz einfach verlief. Sie ist immer sehr zurückhaltend, sie ist sehr schüchtern und manchmal lebensmüde! Und seit einigen Tagen fällt es mir extrem auf. Ich habe nie direkt nachgefragt. Ich dachte mir, sie wird schon von alleine erzählen was sie bedrückt und was sie mit mitteilen möchte. SIE TUT ES ABER NICHT!!! Sie hat ältere Narben von dem sogenanntem ritzen und seit einigen Tagen auch wieder frische Wunden. Und ich bin total schockiert und restlos überfordert. Ich habe sie nur gefragt ob es mit mir zusammenhängt. Dies verneinte sie und dann machte sie absolut dicht. Ich solle mich lieber um mein Leben kümmern und nicht auf sie eingehen.- Ich könne es ja eh nicht verstehen!
Ja, wie auch wenn sie sich nicht mal mir anvertraut. Dem Mann, dem sie sagt, sie würde ihn lieben!
Das ist neues Gebiet für mich. Ich habe mich mit solchen Sachen nie auseinander gesetzt! Und nun sammel ich darüber Informationen, wie ich ihr helfen kann und damit umgehen soll. ich bin schockiert, was ich darüber im Internet gelesen habe.
Also meine Fragen an Euch:

Wie geht man damit um, ohne aufdringlich zu wirken?

Wie sieht es aus in solchen Menschen? Und warum lassen sie keine Hilfe von Personen zu, die sie lieben?

Wo gibt es Möglichkeiten für passive Betroffene(wie ich es bin) sich auszutauschen? (ausser die Einrichtungen in meiner Nähe, die habe ich schon rausgesucht)

Und wieso ist es überhaupt möglich, das eine junge Frau (sie ist 22 Jahre) sterben möchte, obwohl sie sich doch verliebt hat und eigentlich im 7. Himmel sein müsste??!
Oder wollen diese Menschen gar nicht sterben? Aber reden wollen sie ja auch nicht

Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann und mir selber ja auch!

Vielen Dank fürs lesen und für jede Hilfe!

lg

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4. September 2007 um 11:24

Hallo
Naja ich hatte auch mal das Problem. Bei mir war es verbunden mit einer tiefen Depression. Wenn man eine Depression hat, hat man starke Stimmungsschwankungen. Sie wird Dich lieben, aber ist wahrscheinlich nicht in der Lage, sich vor diesem Gefühlsloch, das immer wieder kommt, zu bewahren. Das Problem ist, daß Du da nicht viel machen kannst. Sie muß sich des Problems bewußt werden, daß es nicht normal ist. Sie muß ihre Verantwortung ihrem Umfeld gegenüber bewußt werden.

Das ist der erste Schritt, dann muß sie sich jemandem anvertrauen, möglichst einer neutralen Person (das ist einfacher als einem Bekannten gegenüber). Bei mir war es meine Hausärztin. Dann war es auch einfacher, damit umzugehen. Als nächstes sollte sie dann einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die Zeit, in der es keine Termine gibt, kann sie evtl. mit medikamentös therapiert werden (falls es zu schlimm ist). Es kann auch sein, daß der Hausarzt sie in die geschlossene einweisen will. Ich habe es damals abgelehnt, weil ich beruflich in einer ziemlich wichtigen Phase stand. Das muß aber alles sie selbst erkennen und entscheiden. Du kannst nur da sein und ihr zeigen, daß Du sie brauchst.

Zentral ist aber meiner Erfahrung nach das Erkennen des Problems als Problem und Unnormalität.

Vielleicht würde es auch helfen, wenn sie sich mit anderen Betroffenen austauscht, denn Du bist (tut mir leid) da ein absolut Außenstehender. Die Menschen in meinem Umfeld haben es auch nicht verstanden, weil sie halt "normal" sind. Aber für uns gibt es Drucksituationen, in denen wir nur "runterkommen" können, indem wir uns selbst verletzen. Das habe ich z.B. schon immer gemacht, mein ganzes Leben lang, aber nur kurzzeitig mit ritzen. Ich habe mich normalerweise selbst geschlagen und meinen Kopf gegen Wände und Türrahmen gerammelt.

Sie braucht eine wirkliche Perspektive und dazu muß sie aus ihrem Loch rauskommen. Sie wird sich fragen, warum alle anderen glücklich sind und nur sie nicht, dann muß sie erkennen, daß auch sie glücklich sein kann, indem sie oben genannte Schritte geht. Dann braucht sie noch Hobbies, Freunde, Ablenkung. Ich gehe mittlerweile offensiv mit meinen Problemen um. Sie muß erkennen, was dahintersteckt, aber immer merken, nur SIE kann etwas ändern. Du kannst nur versuchen zu helfen.

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4. September 2007 um 11:36
In Antwort auf callum_12660881

Hallo
Naja ich hatte auch mal das Problem. Bei mir war es verbunden mit einer tiefen Depression. Wenn man eine Depression hat, hat man starke Stimmungsschwankungen. Sie wird Dich lieben, aber ist wahrscheinlich nicht in der Lage, sich vor diesem Gefühlsloch, das immer wieder kommt, zu bewahren. Das Problem ist, daß Du da nicht viel machen kannst. Sie muß sich des Problems bewußt werden, daß es nicht normal ist. Sie muß ihre Verantwortung ihrem Umfeld gegenüber bewußt werden.

Das ist der erste Schritt, dann muß sie sich jemandem anvertrauen, möglichst einer neutralen Person (das ist einfacher als einem Bekannten gegenüber). Bei mir war es meine Hausärztin. Dann war es auch einfacher, damit umzugehen. Als nächstes sollte sie dann einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die Zeit, in der es keine Termine gibt, kann sie evtl. mit medikamentös therapiert werden (falls es zu schlimm ist). Es kann auch sein, daß der Hausarzt sie in die geschlossene einweisen will. Ich habe es damals abgelehnt, weil ich beruflich in einer ziemlich wichtigen Phase stand. Das muß aber alles sie selbst erkennen und entscheiden. Du kannst nur da sein und ihr zeigen, daß Du sie brauchst.

Zentral ist aber meiner Erfahrung nach das Erkennen des Problems als Problem und Unnormalität.

Vielleicht würde es auch helfen, wenn sie sich mit anderen Betroffenen austauscht, denn Du bist (tut mir leid) da ein absolut Außenstehender. Die Menschen in meinem Umfeld haben es auch nicht verstanden, weil sie halt "normal" sind. Aber für uns gibt es Drucksituationen, in denen wir nur "runterkommen" können, indem wir uns selbst verletzen. Das habe ich z.B. schon immer gemacht, mein ganzes Leben lang, aber nur kurzzeitig mit ritzen. Ich habe mich normalerweise selbst geschlagen und meinen Kopf gegen Wände und Türrahmen gerammelt.

Sie braucht eine wirkliche Perspektive und dazu muß sie aus ihrem Loch rauskommen. Sie wird sich fragen, warum alle anderen glücklich sind und nur sie nicht, dann muß sie erkennen, daß auch sie glücklich sein kann, indem sie oben genannte Schritte geht. Dann braucht sie noch Hobbies, Freunde, Ablenkung. Ich gehe mittlerweile offensiv mit meinen Problemen um. Sie muß erkennen, was dahintersteckt, aber immer merken, nur SIE kann etwas ändern. Du kannst nur versuchen zu helfen.

Nochmal ne Frage
Kennst Du ihre Familie? Gibt es da vllt Probleme? Geld? Arbeit? Umgang mit den Eltern? Mußte sie deshalb quasi Ersatzmama für kleinere Geschwister spielen? (Klingt neugierig, ist es auch, könnte aber ne Lösung bringen, ersetzt aber nich obiges)

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5. September 2007 um 9:10
In Antwort auf callum_12660881

Nochmal ne Frage
Kennst Du ihre Familie? Gibt es da vllt Probleme? Geld? Arbeit? Umgang mit den Eltern? Mußte sie deshalb quasi Ersatzmama für kleinere Geschwister spielen? (Klingt neugierig, ist es auch, könnte aber ne Lösung bringen, ersetzt aber nich obiges)

Hallo
Ja, es ist wirklich nicht zu vertehen für jemand "normalne"! Vor allem bei einer so jungen Frau, die beruflich gut da steht und nebenbei ein Studium absolviert. Sie hat keine finanziellen Sorgen, ist schon sehr früh von zuhause ausgezogen, eben weil sie selbst verdient. Und an sich hat sie auch ein ganz normales Verhältnis zu ihren Eltern. Nein, sie ist das jüngste von 3 Kindern! Ich habe keine Ahnung, was in ihrem Leben passiert ist oder warum sie nicht glücklich sein sollte. Es gibt haufenweise Menschen, denen geht es 1000 mal schlechter (mal materiell und beruflich gesehen).
Ja, gut, ich kann ihr zeigen das ich sie brauche. Aber ehrlich gesagt, ein bißchen was von ihr müsste dann auch kommen.
Aber was wollen Menschen die sich verletzen? Aufmerksamkeit? - Bekommt sie. Sie hat mich und auch einen normalen Freundeskreis! Versteht sich gut mit ihren Geschwistern und ist an sich auch ein fröhlicher Mensch. Zumindest kann sie perfekt so tun als ob! Vielleicht klingt es unfair, aber der Gedanke ist mir halt auch durch den Kopf gegangen! Und zwar: Warum gehen diese Menschen eine Liebenbeziehung ein, wenn sie doch genau wissen, das sie den Partnern so sehr vor den Kopf stossen bzw eine heiden Angst einjagen!
Ich bin ja noch nicht lange mit dieser Frqau zusammen. Kann ja verstehen, das sie tiefe Probleme aus der Vergangenheit nicht sofort auf den Tisch legt. Aber meiner Meinung nach schuldet sie mir einfach eine Erklärung für die neueren Wunden und sie sollte auch mir helfen, wie ich damit umgehen soll!
Hilft es diesen Personen, wenn man sie einfach "zwingt" mal in eine Hilfinstution zu gehen. Wenn ich einfach einen Termin machen würde und sie hin locke? Oder kann genau das nach hinten losgehen?

Danke erstmal für deine Postings!

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5. September 2007 um 9:12
In Antwort auf jarod_12332779

Hallo
Ja, es ist wirklich nicht zu vertehen für jemand "normalne"! Vor allem bei einer so jungen Frau, die beruflich gut da steht und nebenbei ein Studium absolviert. Sie hat keine finanziellen Sorgen, ist schon sehr früh von zuhause ausgezogen, eben weil sie selbst verdient. Und an sich hat sie auch ein ganz normales Verhältnis zu ihren Eltern. Nein, sie ist das jüngste von 3 Kindern! Ich habe keine Ahnung, was in ihrem Leben passiert ist oder warum sie nicht glücklich sein sollte. Es gibt haufenweise Menschen, denen geht es 1000 mal schlechter (mal materiell und beruflich gesehen).
Ja, gut, ich kann ihr zeigen das ich sie brauche. Aber ehrlich gesagt, ein bißchen was von ihr müsste dann auch kommen.
Aber was wollen Menschen die sich verletzen? Aufmerksamkeit? - Bekommt sie. Sie hat mich und auch einen normalen Freundeskreis! Versteht sich gut mit ihren Geschwistern und ist an sich auch ein fröhlicher Mensch. Zumindest kann sie perfekt so tun als ob! Vielleicht klingt es unfair, aber der Gedanke ist mir halt auch durch den Kopf gegangen! Und zwar: Warum gehen diese Menschen eine Liebenbeziehung ein, wenn sie doch genau wissen, das sie den Partnern so sehr vor den Kopf stossen bzw eine heiden Angst einjagen!
Ich bin ja noch nicht lange mit dieser Frqau zusammen. Kann ja verstehen, das sie tiefe Probleme aus der Vergangenheit nicht sofort auf den Tisch legt. Aber meiner Meinung nach schuldet sie mir einfach eine Erklärung für die neueren Wunden und sie sollte auch mir helfen, wie ich damit umgehen soll!
Hilft es diesen Personen, wenn man sie einfach "zwingt" mal in eine Hilfinstution zu gehen. Wenn ich einfach einen Termin machen würde und sie hin locke? Oder kann genau das nach hinten losgehen?

Danke erstmal für deine Postings!

Zusatz :
Nein, ihre Familie kenne ich nur von 3 Treffen und eher flüchtig! Aber die 3 Male die ich zusammen mit ihr da war, lässt mich auf eine ganz normale Familie schliessen! Nichts aussergewöhnliches ...eben ein enger Zusammnehalt. Selbst die Geschwister, die ebenfalls nicht mehr zuhause wohnen, waren immer da!

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5. September 2007 um 9:57
In Antwort auf jarod_12332779

Zusatz :
Nein, ihre Familie kenne ich nur von 3 Treffen und eher flüchtig! Aber die 3 Male die ich zusammen mit ihr da war, lässt mich auf eine ganz normale Familie schliessen! Nichts aussergewöhnliches ...eben ein enger Zusammnehalt. Selbst die Geschwister, die ebenfalls nicht mehr zuhause wohnen, waren immer da!

Hmmm
Also das mit dem Zwingen is ne schlechte Idee. Wenn das bei mir jemand gemacht hätte, wäre ich ausgerastet und hätte endgültig für ne lange Zeit dicht gemacht. Bei mir ist es so, daß ich menschliche Nähe möchte, aber auch wieder keinen an mich ran lassen will. Ich konnte mich bisher nur einer Person öffnen und die haßt mich heute. Das ist wie bei einer Zwiebel, Du mußt Geduld haben und darfst nicht zuviel zu schnell erwarten. Ich habe eine Persönlichkeit, die sehr vielschichtig ist, einfach um meine Sensibilität zu verschleiern. Wenn man keinen an sich ranläßt, wird man nicht enttäuscht. Es gibt keine schnelle Lösung. Es wird auch keinen Schalter geben, Du kannst nur jede Mauer einzeln in Angriff nehmen und lange bohren. Red mit ihr, aber gehe nicht von Dir aus auf das Thema zu. Zeig ihr, daß Du offen für jedes Thema bist. Geh auf sie ein. Wenn die Zeit reif ist, dann wird sie Dir sagen, was los ist (wenn auch nur peu a peu). Tut mir Leid, aber es wäre echt sehr wichtig, wenn Du die Geduld aufbringen würdest. Auch wenn sie es Dir nicht zeigt, sie liebt Dich und wenn Du auf Abstand gehst, dann kann das echt schlimm sein. Zeig ihr, daß sie Dir vertrauen kann. Die professionelle Hilfe muß sie aber selbst in Anspruch nehmen wollen.

Bitte, sei ihr ein Rückhalt.

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5. September 2007 um 10:42
In Antwort auf callum_12660881

Hmmm
Also das mit dem Zwingen is ne schlechte Idee. Wenn das bei mir jemand gemacht hätte, wäre ich ausgerastet und hätte endgültig für ne lange Zeit dicht gemacht. Bei mir ist es so, daß ich menschliche Nähe möchte, aber auch wieder keinen an mich ran lassen will. Ich konnte mich bisher nur einer Person öffnen und die haßt mich heute. Das ist wie bei einer Zwiebel, Du mußt Geduld haben und darfst nicht zuviel zu schnell erwarten. Ich habe eine Persönlichkeit, die sehr vielschichtig ist, einfach um meine Sensibilität zu verschleiern. Wenn man keinen an sich ranläßt, wird man nicht enttäuscht. Es gibt keine schnelle Lösung. Es wird auch keinen Schalter geben, Du kannst nur jede Mauer einzeln in Angriff nehmen und lange bohren. Red mit ihr, aber gehe nicht von Dir aus auf das Thema zu. Zeig ihr, daß Du offen für jedes Thema bist. Geh auf sie ein. Wenn die Zeit reif ist, dann wird sie Dir sagen, was los ist (wenn auch nur peu a peu). Tut mir Leid, aber es wäre echt sehr wichtig, wenn Du die Geduld aufbringen würdest. Auch wenn sie es Dir nicht zeigt, sie liebt Dich und wenn Du auf Abstand gehst, dann kann das echt schlimm sein. Zeig ihr, daß sie Dir vertrauen kann. Die professionelle Hilfe muß sie aber selbst in Anspruch nehmen wollen.

Bitte, sei ihr ein Rückhalt.

Hm
Ja, gut. Danke das du mir mal eitwas Licht ins Dunkle bringst.
Dann hoffe ich, das meine Kraft ausreicht eine Person leiden zu sehen, die mir sehr am Herzen liegt! Und das sie, leider, kalkuliert ritzt, oder gar mal auf ganz dumme Gedanken kommt. Nicht das sie sich dem Wunsch des sterbens doch hingibt bevor sie gemerkt hat, das sie mich hat und eben nicht alleine ist!

Liebe Grüsse und herzlichen Dank!

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5. September 2007 um 11:03
In Antwort auf jarod_12332779

Hm
Ja, gut. Danke das du mir mal eitwas Licht ins Dunkle bringst.
Dann hoffe ich, das meine Kraft ausreicht eine Person leiden zu sehen, die mir sehr am Herzen liegt! Und das sie, leider, kalkuliert ritzt, oder gar mal auf ganz dumme Gedanken kommt. Nicht das sie sich dem Wunsch des sterbens doch hingibt bevor sie gemerkt hat, das sie mich hat und eben nicht alleine ist!

Liebe Grüsse und herzlichen Dank!

Kleiner Nachtrag
Das Ritzen war für mich eine "Ersatzbefriedigung" gegen meine Selbstmordabsichten.

Ihr werdet es schaffen, sei stark und gib ihr Halt (und versuche jemanden zu finden, der Dir Halt gibt, wenn Dir ihr Halt nicht ausreicht, denn selbst kaputt machen darfst Du Dich auch nich).

Alles Gute, LG

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16. September 2007 um 16:27
In Antwort auf callum_12660881

Hallo
Naja ich hatte auch mal das Problem. Bei mir war es verbunden mit einer tiefen Depression. Wenn man eine Depression hat, hat man starke Stimmungsschwankungen. Sie wird Dich lieben, aber ist wahrscheinlich nicht in der Lage, sich vor diesem Gefühlsloch, das immer wieder kommt, zu bewahren. Das Problem ist, daß Du da nicht viel machen kannst. Sie muß sich des Problems bewußt werden, daß es nicht normal ist. Sie muß ihre Verantwortung ihrem Umfeld gegenüber bewußt werden.

Das ist der erste Schritt, dann muß sie sich jemandem anvertrauen, möglichst einer neutralen Person (das ist einfacher als einem Bekannten gegenüber). Bei mir war es meine Hausärztin. Dann war es auch einfacher, damit umzugehen. Als nächstes sollte sie dann einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die Zeit, in der es keine Termine gibt, kann sie evtl. mit medikamentös therapiert werden (falls es zu schlimm ist). Es kann auch sein, daß der Hausarzt sie in die geschlossene einweisen will. Ich habe es damals abgelehnt, weil ich beruflich in einer ziemlich wichtigen Phase stand. Das muß aber alles sie selbst erkennen und entscheiden. Du kannst nur da sein und ihr zeigen, daß Du sie brauchst.

Zentral ist aber meiner Erfahrung nach das Erkennen des Problems als Problem und Unnormalität.

Vielleicht würde es auch helfen, wenn sie sich mit anderen Betroffenen austauscht, denn Du bist (tut mir leid) da ein absolut Außenstehender. Die Menschen in meinem Umfeld haben es auch nicht verstanden, weil sie halt "normal" sind. Aber für uns gibt es Drucksituationen, in denen wir nur "runterkommen" können, indem wir uns selbst verletzen. Das habe ich z.B. schon immer gemacht, mein ganzes Leben lang, aber nur kurzzeitig mit ritzen. Ich habe mich normalerweise selbst geschlagen und meinen Kopf gegen Wände und Türrahmen gerammelt.

Sie braucht eine wirkliche Perspektive und dazu muß sie aus ihrem Loch rauskommen. Sie wird sich fragen, warum alle anderen glücklich sind und nur sie nicht, dann muß sie erkennen, daß auch sie glücklich sein kann, indem sie oben genannte Schritte geht. Dann braucht sie noch Hobbies, Freunde, Ablenkung. Ich gehe mittlerweile offensiv mit meinen Problemen um. Sie muß erkennen, was dahintersteckt, aber immer merken, nur SIE kann etwas ändern. Du kannst nur versuchen zu helfen.

Is nicht einfach
ich ahbe das selbst mit dem ritzen........manche machen es um sich umzubringen manche um zu merkne dass man noch lebt,,,.....ich hatte mich damals lange zeit mit meienr allerbesten freundin gestritten,aber dnan wieder vertragen ,ab dem zeitpunkt war sie für mich da.......und wir haben das geregelt,indem sie mich nie gezwungen hat ihr etwas zu erzählen.....und irgendwann bin ich von ganz alleine zu ihr gegangen und habe mit ihr über meine probleme geredet,und da habe ich gemerkt, da ist jemand da,jemand der da sein will......meine lehrer hingegen z.b haben alles was ich ihenn erzählt hab meienr mutter wietererzählt,oder haben auch zu sehr darauf gedrängt dass ich ihnen was erzähle......also biete ihr nochmals das gespräch an und wnen sie nicht will,dann lass sie.....
das mit dme zwingen is ne schlechte idee da muss sie von selber drauf kommen,sonst macht sie vollkommen dicht.mitr haben sie damals gesagt,klapse.....du kommst in die klapse......und ich bin immer noch hier....und allein dazu um noch hier zu sein brauchte ich emien freunde.....also irgendwann wird sie dich brauchen und dann darfst du ihr deine hilfe nicht verweigern

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22. September 2007 um 19:38
In Antwort auf callum_12660881

Hallo
Naja ich hatte auch mal das Problem. Bei mir war es verbunden mit einer tiefen Depression. Wenn man eine Depression hat, hat man starke Stimmungsschwankungen. Sie wird Dich lieben, aber ist wahrscheinlich nicht in der Lage, sich vor diesem Gefühlsloch, das immer wieder kommt, zu bewahren. Das Problem ist, daß Du da nicht viel machen kannst. Sie muß sich des Problems bewußt werden, daß es nicht normal ist. Sie muß ihre Verantwortung ihrem Umfeld gegenüber bewußt werden.

Das ist der erste Schritt, dann muß sie sich jemandem anvertrauen, möglichst einer neutralen Person (das ist einfacher als einem Bekannten gegenüber). Bei mir war es meine Hausärztin. Dann war es auch einfacher, damit umzugehen. Als nächstes sollte sie dann einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die Zeit, in der es keine Termine gibt, kann sie evtl. mit medikamentös therapiert werden (falls es zu schlimm ist). Es kann auch sein, daß der Hausarzt sie in die geschlossene einweisen will. Ich habe es damals abgelehnt, weil ich beruflich in einer ziemlich wichtigen Phase stand. Das muß aber alles sie selbst erkennen und entscheiden. Du kannst nur da sein und ihr zeigen, daß Du sie brauchst.

Zentral ist aber meiner Erfahrung nach das Erkennen des Problems als Problem und Unnormalität.

Vielleicht würde es auch helfen, wenn sie sich mit anderen Betroffenen austauscht, denn Du bist (tut mir leid) da ein absolut Außenstehender. Die Menschen in meinem Umfeld haben es auch nicht verstanden, weil sie halt "normal" sind. Aber für uns gibt es Drucksituationen, in denen wir nur "runterkommen" können, indem wir uns selbst verletzen. Das habe ich z.B. schon immer gemacht, mein ganzes Leben lang, aber nur kurzzeitig mit ritzen. Ich habe mich normalerweise selbst geschlagen und meinen Kopf gegen Wände und Türrahmen gerammelt.

Sie braucht eine wirkliche Perspektive und dazu muß sie aus ihrem Loch rauskommen. Sie wird sich fragen, warum alle anderen glücklich sind und nur sie nicht, dann muß sie erkennen, daß auch sie glücklich sein kann, indem sie oben genannte Schritte geht. Dann braucht sie noch Hobbies, Freunde, Ablenkung. Ich gehe mittlerweile offensiv mit meinen Problemen um. Sie muß erkennen, was dahintersteckt, aber immer merken, nur SIE kann etwas ändern. Du kannst nur versuchen zu helfen.

Ritzen
Also bei mir ist das so ich ritze mich auch obwohl ich noch sehr jung bin(13). Es ist so eine Art schmerz durch schmerz zu ersetzen! ich habe zuerst auch nicht darüber gesprochen und so... doch meine mutter fand mich dann in der badewanne beim ritzen mit dem küchenmesser... meine kolleginnen sagen wen ich es nochmal mache verliere ich sie genau das ist falsch! dann macht man es nur wieder!!! also stehe deiner freundin bei und dränge sie nicht zu sprechen! nimm sie in den arm das wird ihr gut tun und vielleicht erzählt sie dann auch! sie liebt dich sicher...

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22. September 2007 um 21:42

Hi
was vielleicht auch hilft, ist wenn du ihr einen Brief schreibst.
Ich selber schäme mich so für die Narben, dass ich nicht möchte, dass mich jemand anspricht!
In einem Brief kannnst du ihr sagen, dass du dir Sorgen machst und ihr anbieten, dass sie dich IMMER anrufen kann und dass sie zum beispiel auch anrufen soll, wenn sie eigentlich wieder ritzen will.
ich hab einen guten Freund, der mir das angeboten hat und bislang habe ich es nicht geschafft aber ich denke jetzt schon an ihn, bevor ich mich schneide... es ist ein Fortschritt

Und ansonsten braucht sie eigentlich professionelle hilfe... alleine kommt man da schlecht raus...

Lg

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