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Täglicher Bierkonsum

13. Januar 2014 um 11:23 Letzte Antwort: 2. Juli 2014 um 13:45

Hallo an Alle, denen es genauso geht oder die mir helfen können.

Ich bin 31 Jahre und mittlerweile über zehn Jahre mit meinen Mann zusammen. Bin im 8. Monat mit unserem ersten Kind schwanger und wir freuen uns riesig drauf. Um alles besser zu erklären, muss ich mal in die Tiefe greifen ....

Mein Vati ist Alkoholiker und laut meiner Mutti hat auch alles mit "paar Bier" am Tag bei ihm angefangen. Über die Jahre hat sich das immer mehr gesteigert (mittlerweile Schnaps und Bier, jeden Tag ist er voll) und meine Mutti hat das alles sehr unglücklich gemacht und sie ist der Kinder zu liebe bei ihm geblieben! Als wir groß waren und unser eigenes Leben lebten, hat sie sich von ihm getrennt. Nun hat sie angst, dass mir das Gleiche widerfährt wie ihr......

Als ich meinen Mann kennenlernte, trank er genauso viele Bier wie er es jetzt tut! Es hat sich also nichts gesteigert! Nur mit 20 Jahren sieht man alles noch nicht so schlimm an wie mit 31 Jahren .... Eigentlich trinkt er heute weniger wie damals.... Ich spreche hier von 4 Bier am Tag (diese schafft er auch wenn er erst abends halb sieben von arbeit kommt und gegen zehn Uhr ins Bett geht). Eigentlich könnte er noch mehr trinken, aber weil wir erst um Weihnachten und Sylvester die Diskussion hatten, er solle mal weniger Bier trinken und das mindestens 4 Bier am Tag, sind es vier Stück am Tag. Verstehen tut er es trotzdem nicht, warum er nicht soviel trinken kann wie er will, weil es ist ja nicht schlimm.....
Mal so zum erklären: Mein Mann trinkt früh und generell auf Arbeit keinen Alkohol! Auch am Wochenende macht er sehr viel an unseren Haus oder wir fahren mal weg. Er fängt erst am späten Nachmittag an Bier zu trinken .... Am Wochenende waren das auch mal 8 Bier....

Für ihn ist das "ganz normal" und er sieht überhaupt kein Problem darin und versteht meine Angst kein bißchen, weil es ist ja "nur Bier" und jeder auch von seinen Kumpels trinkt Bier. Ich denke auch ein ganz wichtiger Fakt ist, dass er so aufgewachsen ist! Sein Vater hat auch schon immer Bier getrunken und keiner fand es als schlimm an oder gar als abhängig. sein vater ist heute noch arbeiten und brauch da kein Bier, nur zum Feierabend gibt es dann paar Flaschen und am Wochenende paar mehr ....
Immer wenn ich mit dem Thema bei meinen Mann ankomme, habe ich das Gefühl, dass er gar nicht versteht was ich überhaupt von ihm will, weil es eben für ihn gar nicht schlimm ist sondern normal.
Wir haben nicht jeden Monat diese Diskussionen sondern es gibt immer mal solche Zeiten .... Vielleicht bin ich auf eine gewisse Art und Weise Co Abhängig, aber ich liebe meinen Mann so sehr und er ist ein fantastischer Mann! Er kümmert sich um alles, er hilft mir mit allem sehr und wenn es mir schlecht geht, ist er für mich da. Er ist sehr fleißig.... einfach ein Traummann. Wenn ich dann das Problem Alkohol bzw. bier anspreche, versteht er immer nicht warum ich schon wieder "meckere" weil er doch alles für mich macht! Er vergleicht das immer irgendwie.... So nach dem Motto: "ich mach doch alles, lass mich doch...." Ich sag dann immer, dass das eine nichts mit dem Anderen zu tun hat ....
Ich weiß auch ganz genau, dass er ein wundervoller Vater werden wird, er geht so rührend mit Kindern um!
Eigentlich sollte ich konsequenter sein und ihn vielleicht auch verlassen um ihn zu zeigen, dass mir das alles mit dem Bierkonsum wichtig ist, doch ich kann es nicht! Ich liebe ihn und mit meinen kleinen Bauchzwerg im Bauch...

Achso:
Selbst auf Feiern er ist zwar immer beschwippst aber nie voll. Er trinkt auch keinen Schnapps, Wein oder Sonstiges. Weder zu Hause noch auf Feiern.

Vielleicht geht es jemanden hier ähnlich oder hat Erfahrungen das alles nicht schlimmer geworden ist ....
Ich brauch bitte niemanden, der mich belehrt. Ich selber habe schon mit einen Suchtberater gesprochen, der meinte dass es auch sein kann, dass mein Mann genauso bleibt wie er jetzt ist und der Konsum nicht steigt, kann aber auch anders sein! Alkohol kann viele Gesichter haben .....

Ich freue mich auf eure Antworten ...

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26. Januar 2014 um 0:24

Das kann ich verstehen,
dass du dir da Sorgen machst, bei deiner Geschichte.

Es ist so einfach zu sagen: ach, wenn es so bleibt, ist alles gut.
Vielleicht ist es das auch.

Aber wenn du wachsam bleibst, ist das richtig, finde ich.

Alles Gute

weiblichesphantom

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26. Januar 2014 um 22:34


4 bier am tag??? das ist schon echt krass viel!!! frag ihn doch mal, ob er noch ohne kann und ob er dir zu liebe 1-2 monate komplett verzichten kann...

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27. Januar 2014 um 10:14

Danke für eure Antworten!
@katisch: Nein, das würde er nicht verstehen warum er das machen soll! Er sieht generell kein Problem darin. Das ist es ja ... und da er es ja über Jahre schon so macht, und ich nie was gesagt habe, versteht er gerade die Welt nicht mehr.... Weil er eben auch schon so aufgewachsen ist, gehört das für ihn mit dazu.... Also sprich, wenn ich ihn fragen würde ob er es macht, würde er sagen: was ich schon wieder für ein Problem habe und ob er besoffen sei nach dem Bier. Weißt du wir haben soviele Bekannte wo auch zuerst immer das Bier auf dem Tisch steht! Und wir und auch alle anderen sind keineswegs Assis oder so. Alles Leute mit guten Jobs und Familie und auch kein falscher Umgang .... Es ist eben alles nicht so leicht!!!

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13. Mai 2014 um 16:51

Kann ich gut nachvollziehen
Bei meinem Vater ist es ähnlich und Gott sei Dank bleibt es bisher so wie schon seit mindestens 10 Jahren. Ich denke solange er nicht gewalttätig ist und viel trinkt ist es ok, so mal es "nur" Bier ist.
Dennoch denke ich, dass Reden hilft. Ich weiß nicht wie du mit ihm sprichst aber es heißt ja immer der Ton macht die Musik. Vllt solltest du ihm einfach offen deine Sorgen mitteilen und ihm klar machen, dass du keineswegs mit ihm schimpfst.

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20. Mai 2014 um 10:57

Hat
er viel Stress auf der Arbeit? Trinkt er es, um ,,runterzukommen oder ist es einfach Angewohnheit? Wie verhält er sich, nachdem er getrunken hat (wird er ,,lustig o. etwas lauter)?
Bei meinem Partner ist das auch alle paar Wochen so. (Entweder 7 / 8 0,5l- Flaschen oder 1,5 - 2 Flaschen Rotwein. Gestern war es Apfelwein (hatten wir selbst hergestellt). Aber ich fand es okay, weil wir auf dem Feld gearbeitet hatten.)

Vielleicht wäre so ein Argument wie ,,Alkohol ist teuer hilfreich. Oder er trinkt halt am Wochenende zusammen mit seinen Kumpels.

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23. Mai 2014 um 19:56

Das ist richtig...
...dass du dir da Sorgen machst.
Vielleicht kannst du ja mit ihm besprechen, dass er erstmal nur 3 Biere am Tag trinkt, und nach paar Wochen könnt ihr es auf 2 Biere reduzieren. Vielleicht trinkt er ja dann irgendwann nur noch ein Bier nach dem Feierabend. Und das finde ich nicht schlimm, machen viele.

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25. Mai 2014 um 12:06
In Antwort auf bindy_12874275

Das ist richtig...
...dass du dir da Sorgen machst.
Vielleicht kannst du ja mit ihm besprechen, dass er erstmal nur 3 Biere am Tag trinkt, und nach paar Wochen könnt ihr es auf 2 Biere reduzieren. Vielleicht trinkt er ja dann irgendwann nur noch ein Bier nach dem Feierabend. Und das finde ich nicht schlimm, machen viele.

Danke
für eure lieben Antworten. Der Kleine ist da und ich komm nur noch selten zum schreiben! Mittlerweile trinkt er 3 Bier am Tag oder 4 Bier. Ich rede immer ganz lieb und vorsichtig mit Ihm und auch verständnisvoll. Ich weiß nicht warum aber er kompensiert die Arbeit immer mit dem Biertrinken! Also so nach dem Motto: Ich mach doch so viel bei uns um das Haus, da kann ich doch auch nach gemachter Arbeit ein Bier trinken! ER versteht glaub gar nicht was ich dagegen habe... Dass er wegen Stress trinkt, glaube ich nicht. Ihm gefällt seine Arbeit und er macht es gern.
Ich denke es ist einfach Angewohnheit und Prägung durch seinen Vater! Nachdem er getrunken hat, ist er lieber, aber auch angreifbarer wenn ich was zu ihm sage was ihm nicht passt.
Alkohol zu teuer zieht nicht... ER trinkt gott sei dank nur Bier...

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26. Juni 2014 um 12:10

...
also nur wegen ein paar Bier am Tag muss nicht gleich eine Sucht entstehen. Da hängt auch noch immer davon ab, wie psychisch labil dein Mann ist. Sowas kann auch durch Probleme ausgelöst werden wie plötzliche Arbeitslosigkeit. mein Vater hat früher auch jeden Tag eine Flasche Wein beim Fernsehen mal so getrunken und ist kein Alkoholiker geworden. Nun ist er auf alkoholfreies Bier umgestiegen. Vllt ist es ja wirklich nur geschmackssache bei deiniem mann

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1. Juli 2014 um 10:13

Na hallo
danke für deine Antwort! Unser Sohn ist nun seit fast 4 Monaten auf der Welt und mein Mann trinkt täglich 3 Bier und vielleicht noch ein Radler... Du hast vollkommen Recht, aber wir dürfen seinen Zustand nicht mit unseren nach 3 Bier vergleichen! Ich wäre nach drei Bier auch zu fast nix mehr in der Lage, aber meinen Mann sieht man echt nix an! Ich will ihn keineswegs in Schutz nehmen. Ja, er kann auch mal Tage ohne Bier, versteht es aber nicht warum, er ist einfach so von seinen Vater damals geprägt wurden, dass Bier doch "ganz normal" und nicht schlimm ist! Er trinkt generell sein Bier draußen wenn er eine rauchen geht! Also nie vor mir oder dem Kind! Darauf achte ich auch!

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2. Juli 2014 um 13:45

Du hast Recht!
Das alles sehe ich auch so!!! Aber was soll ich tun? Weißt du wie viele Männer (auch Polizisten) hier in Deutschland täglich Bier konsumieren? Von vielen denkt man das gar nicht! Mein Mann legt mir die Welt zu füßen, nur diese Sache ist so sch... aber ich bring es nicht übers Herz ihn deswegen zu verlassen! Er liebt seinen Sohn über alles. Ich weiß, warum lässt er da nicht von dem Bier... Er würde sagen, weil er einfach gern Bier trinkt und all seine Kumpels auch und die sind alle keine Säufer! Geschäftsmänner, Betriebswirt,... Also er versteht dann nicht warum alle dürfen und er nicht... Und ja, teilweise nehme ich ihn in Schutz. Mit seinen Vater wollte ich auch nur erklären, dass es deswegen nicht in seinen Schädel geht warum für mich das so schlimm ist. Er sieht ncihts schlimmes dran ist ja nur Bier und da habe ich schon sämtliche Maßnahmen ergriffen ihm das begreiflich zu machen!
Es ist immer leicht zu sagen, da musst du schluß machen. So stimmt alles und ich bin super glücklich mit ihm

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