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Tabletten absetzen = kein Zombie mehr oder Abgrundtanz? 25y w

17. Juli 2017 um 23:57

Ich weiß, dass ich meine Entscheidung nicht von diesem Post abhängig mache und natürlich meine Berater mit einbeziehe. Aber ich will mehr MEINUNGEN.

Ich war lang genug in Therapie um zu wissen, man schaut nicht zurück.
aber gerade brauch ich eine Bestandsaufnahme.  Alles in ---- Ist nur die aktuelle lage, die Frag folgt dadrunter, kann also "überspult" werden!  

-------------- ONLY BESTANDSAUFNAHME --------------
Mein Vater hat Krebs, liegt gerade im Krankenhaus und hat Schmerzen. Die Biopsie wird erst morgen oder übermorgen Ergebnisse bringen - und auch nur, wie lang bzw ob überhaupt behandelt wird.

Der Schwiegervater meines Bruders ist ebenfalls krank. Nun gut. Was daran schwierig ist: Mein Bruder (12 j älter) findet das schlimmer, als das mein Vater evtl stirbt. Sie reden nicht. Ich weiß nicht wo er wohnt, ich kann nicht zu ihm flüchten. Wir können nicht offen miteinander reden, da die Wahrscheinlichkeit, dass er mir den Rücken zukehrt, obwohl wir uns sehr lieben.. groß ist.

Meine Mutter ist meine Mutter und doch kann ich kein wirkliches Gefühl zu ihr aufbauen. Konnte ich nie. Dafür fehlte die Bindung. Und ich habe das Gefühl,  dass ich nun für Sie da sein muss. Obsolet, aber..nicht zu ändern, in diesem Augenblick.

Ich habe jemanden kennen gelernt, der ganz nett ist. DAS macht mir am aller meisten Angst. Denn, zu einem bin ich durch eine kindliche Misshandlung (hoffentlich nur aktuell) asexuell und b hatte ich bisher den Schutz, mir immer nur Soziopathen als Freund zu suchen, die meine Krankheit und Familie nicht an sich ranließen, ignorierten. Nur litt ich unter den Nebenwirkungen natürlich. Irgendwie kommt das im Moment auch nicht in Frage…?

Nicht zu vergessen, meine Krankheit, die mir die Realität raubt. Naja. ich bin chronische Clusterpatientin und somit anfallsartige Schmerzpatientin. Jeder der Cluster kennt weiß, dass das "the living hell" ist. Aber ich hab mich halbwegs gut damit arangiert.
---------------- ENDE BESTANDSAUFNAHME, FRAG FOLGT -----------------

Warum ich das schreibe: Im Moment ist das so. und ich lebe eigentlich ganz ... in Ordnung damit. Ich funktioniere.. zb im Job.  Mit diesen Arten Problemen komm ich klar, mit dem Tod, mit dem Abseits sein. Nur frage ich mich im Moment, sind das die Tabletten, oder bin das ich?

Wie wäre ich, wär ich nicht aufgelevelt und abends runtergeschraubt?
Wäre das…echter? Schlechter? Näher am Abgrund aber zumindest real?
Wäre mein Problem mit der Sexualität gelöst, würde ich die Pille und die LevelUps und downs (meine Bez. für Psychopharmaka und Antipsychotika) nicht nehmen? Und die Gegenfrage: ist es das wert? Und bei der aktuellen Last überhaupt möglich für jemand, der als rezidivierend depressiv diagnostiziert wurde? 

Her mit den Meinungen! Tablettenzombie & funktionieren oder Back to basics und evtl. Drahtseilakt am Abgrund? 

L.

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