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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

SVV - Therapie notwendig?

Letzte Nachricht: 25. Juni 2010 um 21:34
B
belda_12362849
10.05.10 um 11:55

Hallo,
ich möchte euch mal um eure Meinung bitten.
Ich zeige seit meinem 12. Lebensjahr selbsverletzendes Verhalten. Anfangs habe ich mich geschnitten, weil ich hoffte, es würde jemand sehen und sich um mich kümmern (ich war zu der Zeit sehr einsam). Später war es für mich ein Ventil, wenn der innere Druck zu groß wurde. Es gab aber auch Phasen in denen nichts passiert ist. Die längste "Pause" war glaube ich 1 1/2 Jahre. Ich dachte ich hätte es im Griff. Zum Schluss ist es sowieso nur noch passiert, wenn ich Alkohol getrunken hatte und dann in eine Stress-Situation kam. Nun ist es mir aber vor kurzem erneut passiert. Schlimmer als je zuvor. Auch wieder in alkoholisiertem Zustand + Stress-Situation. Ich war einfach völlig verzweifelt und es hatte sich ein r iesen Druck in mir aufgebaut. Der musste einfach raus. Es tat unheimlich gut, zu sehen, wie das Blut fließt (ich weiß, das klingt pervers aber so empfinde ich numal). Den Schmerz habe ich kaum wahrgenommen. Ich fühlte mich einfach nur erleichtert. Als mich später meine Freundin (meine Lebenspartnerin) fand, wurde mir erst bewusst, was ich getant hatte. Wir sind sofort in die Notaufnahme und die Schnitte wurden genäht. Dieser Vorfall hat mich selbst wirklich schockiert. Meine Freundin besteht darauf, dass ich eine Therapie mache. Aber ich weiß nicht, ob das wirklich nötig ist. Auch wenn es mir wieder passiert ist, denke ich, dass ich es im Griff habe. Ich glaube einfach nicht, dass mir das noch mal passieren wird. Wie gesagt. es war schon lange nicht mehr vorgekommen. Und in nüchternem Zustand noch viel länger nicht mehr. Was meint ihr dazu??

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E
erika_11939404
16.05.10 um 19:06

"SVV - Therapie notwendig?"
Hallo, so ein Verhalten ist immer ein Hilfeschrei und wenn es so krass ist das du dich dadurch sogar in Lebensgefahr bringst hast du dich doch nicht mehr selbst "im Griff", auch wenn du als du dich geschnitten hast nicht nüchtern warst..

Therapie klingt immer so hart und nach wochenlagem Abgeschieden sein.
Du kannst doch auch zu einem Psychologen gehen, mit einer ausenstehenden, unabhängigen Person sprechen. Du verpflichtest dich ja dadurch zu nichts und meinst du nicht auf so einen Hilfeschrei (aus dem Unterbewusstsein oder was auch immer) solltest du reagieren?!

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L
lia_12234042
26.05.10 um 21:45

Hi
Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen..die Mischung aus "Kümmert Euch um mich" und Druckablassen hab ich noch gut in Erinnerung---

Aber SVV ist definitiv ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Der Mensch ist darauf angelegt, gesund und unverletzt zu bleiben und wenn diese Barriere gefallen ist und man sich selbst Schaden zufügt, ist etwas massiv aus dem Gleichgewicht geraten. Du schreibst, dass Du völlig verzweifelt warst. Verzweiflung kommt ja nicht aus dem Nichts. Dein SVV ist eine Art Stressbewältigungsmechanismus für Dich geworden, aber es ist die falsche Richtung. Was, wenn du mal aus Versehen zu tief schneidest und dich niemand rechtzeitig findet?
Du glaubst, du hast es im Griff. Aber wahrscheinlich hast Du das in den 1,5 Jahren Pausen auch gedacht, oder?

Außerdem hast Du jetzt eine Partnerin und eine gewisse Verantwortung ihr gegenüber. Was meinst Du, muss sie gefühlt haben, als sie Dich da blutüberströmt gefunden hat?

Ich denke, eine Therapie ist angebracht, ja. Das ist, wie mein/e Vorschreiber/in schon sagte, nichts schlimmes. Du wirst nicht wochenlang weggesperrt, sondern kannst ganz normal Deinen Alltag weiterführen und in Deiner gewohnten Umgebung bleiben. Aber es ist wichtig, dass Du die Ursache des SVV herausfindest oder zumindest andere Methoden zur Stressbewältigung erlernst.

Alles Gute!

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A
an0N_1255410399z
25.06.10 um 21:34
In Antwort auf erika_11939404

"SVV - Therapie notwendig?"
Hallo, so ein Verhalten ist immer ein Hilfeschrei und wenn es so krass ist das du dich dadurch sogar in Lebensgefahr bringst hast du dich doch nicht mehr selbst "im Griff", auch wenn du als du dich geschnitten hast nicht nüchtern warst..

Therapie klingt immer so hart und nach wochenlagem Abgeschieden sein.
Du kannst doch auch zu einem Psychologen gehen, mit einer ausenstehenden, unabhängigen Person sprechen. Du verpflichtest dich ja dadurch zu nichts und meinst du nicht auf so einen Hilfeschrei (aus dem Unterbewusstsein oder was auch immer) solltest du reagieren?!

Hilfe
Hallo ich hoffe das mir hier vielleicht Jemand einen Rat geben kann es ist so das ich einfach nicht mehr weiter weiß mein Leben ist in jeglicher Hinsicht problematisch verlaufen. Manchmal weil ich es mir schwerer gemacht hab als ich es musste. Ich hab zb mal mit 2 Männern geschlafen, hab nicht ein hauch für die empfunden. Danach habe ich mich total schmutzig gefühlt und ich wurde in meiner meinung nur noch mehr bestätigt das ich wertlos bin. Dann als ich mich meiner meinung nach zum ersten mal verliebt habe hat er mir von anfang an gesagt das es nur eine affäre ist das er nichts festes sucht aber ich habe mich reingesteigert, hab versucht ihm alles recht zu machen, nur das er mich ja nicht verlässt.
Aber umso mehr ich angefangen hab zu kletten umso mehr abstand hat er genommen. Und als er mich dann verließ wie ich es vermutet hatte war ich gemischter gefühle zornig allein gelassen zu werden aber vorallem bestärkt das alles furchtbar ist. In der Schule früher kam ich auch nie mit jemandem wirklich klar, überall habe ich falschheit gewittert, auch menschen die anfangs sympatisch waren habe ich später in das gleiche licht gerückt. Wenn jemand etwas zu mir sagt rätzel ich gleich herum welche bedeutung oder welchen zusammenhang es zu einer sache gibt. Schon seit ich 10 bin beschäftige ich mich mit dem Tot, auserdem habe ich mir desöfteren mit einem zirkel in den arm gerizt, oder deo in den mund gesprizt, Asche geschluckt usw. Einmal wollte ich sogar vor den augen meiner eltern aus dem fenster springen. Das ist jetzt alles vergangenheit aber ich merke das mich mein verhalten heute noch stark beeinträchtigt. Meine denkweise führt ins leere, ich fühle mich einsam, ich brauche immer jemand um mich um mich vollkommen zu fühlen. Ich weiss nicht ob es damit zusammenhängt das ich als kind von einem anderen kind zum sex gezwungen worden bin.

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