Anzeige

Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Streß, Vergangenheit... Brauche Rat

Letzte Nachricht: 16. Februar 2007 um 6:05
K
kimmy_12641717
15.01.07 um 15:21

Hallo Ihr Lieben!

Schildere Euch ersteinmal meine Situation:

Bin jetzt 24 und habe im Alter von 15 meinen damals 18 jährigen Bruder durch einen Verkehrunfall verloren. Ein Jahr später meinen Opa und zwei Jahre darauf meine Oma. Nach dem Tod von meinen Eltern habe ich mich meinen Eltern immer bewußt fröhlich gegeben, ich wollte nicht, dass sie noch trauriger werden, wenn sie sehen wie ich leide. Nach circa. 4-5 Wochen nach dem Tod meines Bruders konnte ich kaum noch das Haus verlassen, hatte ständig das Gefühl, ich müßte auf die Toilette und Autofahren wollte ich auch nicht mehr. Dann habe ich bald darauf meine erste große Liebe kennengelernt und mein Leben hat sich wieder ohne "angst" eingependelt. Jahrelang hatte ich keinerlei körperliche Symptome mehr. Habe auch in der zwischenzeit gelernt, mehr über den Tod meines Bruders zu sprechen usw. Im März letzten Jahres hatte ich eine sehr sehr streßige Zeit auf Arbeit. Ich bin Assistentin der Geschäftsleitung und mußte mich auf mehrere Prüfungen für meine Weiterbildung vorbereiten. Hier war ich so durch den Wind und so gestreßt durch die Angst vor der Prüfung, dass mir die ganze Situation und die ganzen körperlichen Symptome von damals wieder eingefallen sind und ich hatte tierische Angst, wieder diese körperlichen Probleme zu bekommen. Wie das dann immer so ist, habe ich damit den Teufelskreis gestartet. Ich habe mich immer mehr unter druck gesetzt und war wirklich fertig mit den Nerven (hauptsachlich die Angst zu Versagen bei der Prüfung hat mich fertig gemacht). Nach meiner Prüfung mußte ich 2 Wochen krankgeschrieben werden. Ich war zu nichts mehr in der Lage, ich hatte auf Arbeit das Gefühl, dass mich meine Beine nicht mehr tragen und dass alles nur noch unwirklich erscheint. Ich hatte ein Kloßgefühl im Hals. Da ich sowieso Schilddrüsenprobleme habe, hat meine Hausärztin gleich alles auf den Streß geschoben, mit meiner Schilddrüse hätte das nichts zu tun. Meine Kollegin hat mir damals die Johanniskrauttabletten von Aldi empfohlen. Das Kloßgefühl habe ich über Monate mal mehr mal weniger gehabt.Das war eigentlich das einzige Symptom was ich hatte. Inzwischen war ich sogar immer der Annahme, dass es was mit meinem sehr verspannten Nacken zu tun hatte, denn im Oktober waren wir dann auch 4 Wochen im Urlaub und alle bösen Gedanken und das Kloßgefühl im Hals waren wie weggeblasen. Jetzt dachte ich, dass es mir so gut geht, dass ich die Tabletten absetzten kann, da sie ja sowieso so eine geringe Dosierung haben (180 mg) dass sie ja eigentlich nur eine Placebowirkung haben. Jetzt mache ich mich gerade so verrückt, dass ich denke, ich kann ohne die Dinger nicht, was ist wenn es mir wieder schlecht geht (Kloßgefühl bereits seit gestern wieder da). Kann man danach süchtig werden oder ist das jetzt lediglich eine Psychische Abhängigkeit? Was würdet ihr machen?

Mehr lesen

V
vicco_12889616
15.01.07 um 19:36

Das muss nicht sein!
Hallo,

bei Johanniskraut könnte ich mir sehr schlecht vorstellen, dass die wirklich abhängig machen, ist ja alles auf pflanzlicher Basis, wahrscheinlich sind es nur Deine Gedanken, die Dir diese Schreckensvisionen vorgaukeln. Du musst jetzt stark sein, und an sich glauben, und garnicht versuchen, da dran zu denken bzw. zu glauben, dass die Tabletten süchtig machen könnten. Es ist einfach nur Deine Eistellung, die Dich dahin treibt, dass Du abhängig bist von diesen Tabletten. Denk immer dran, mit unseren Gedanken, können wir auch unsere Gefühle steuern. Und das tust Du wahrscheinlich grade...

Gruss,
chullain

Gefällt mir

A
an0N_1198788499z
26.01.07 um 2:04

Hey...
was hältst du denn von einer therapie. ich habe mir auch vorgenommen, eine zu machen. meine probleme, bzw. schicksalsschläge sind nicht annähernd so gravierend wie deine, aber ich merke, dass ich damit nicht allein fertig werde und hilfe in anspruch nehmen möchte. Rede darüber, du musst sicher einiges aufarbeiten, dir praktisch erstmal viel von der seele reden, um frei und stark für neue taten zu sein. diese angst und schmerzen, die sich dann bemerkbar machen, entstehen durch verdrängte, seelisch schmerzende gedanken etc. mach dich frei davon. wünsch dir kraft.

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige
S
sinja_12117771
16.02.07 um 6:05

Ich weiss von was du redest...
...mir ging/geht es sehr ähnlich! vor 2 jahren nahm sich mein damaliger freund nach einem (nach mir kleinen) streit das leben und hinterliess einen abschiedsbrief der mir sehr belastete. ein jahr später verlor ich im 4ten monat mein kind und vor einem halben jahr nahm sich mein bruder auch noch das leben. seit dem bin ich recht gefühlskalt geworden und konzentriere mich wirklich nur noch auf die arbeit, wobei ich langsam merke, dass mich das langsam kabutt macht (untergewicht, kreislaufstörungen, keine sozialen kontakte etc.) leider weiss ich auch nicht was man dagegen machen kann.---> aber man kann auch nur durch placebos süchtig werden, es ist die "geste", also dass man etwas nehmen muss, die die handlung zur sucht macht! (du kannst auch so gut radieschensüchtig sein, z.b. wenn du nur einschlafen kannst, wenn du vorher ein radieschen isst, blödes beispiel aber es ist so)

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers
Anzeige