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Stress der zum gesundheitlichen Problem wird.. bin verzweifelz

29. April 2016 um 22:13

Hallo ihr Lieben,

Ich wende mich etwas verzweifelt an euch hier.
Meine Situation ist die folgende: ich studiere momentan und leide unter großem Stress und psychischem Druck, den ich mir selbst auferlege.
Angefangen hat der richtige "Wahnsinn" etwa zu Silvester, als ich bemerkt habe dass meine Oberweite gewachsen ist (bin bereits 21) und gedacht hab ich sei schwanger. Es folgte eine Zeit von Verzweiflung, und depressiven Gedanken. Ich habe mehrere Tests gemacht, die allesamt negativ ausfielen, war beim frauenarzt, hab bluttests gemacht.. alles negativ.. aber meinw Gedanken waren nur: "aber ich bilde mir das ja nicht ein, irgendwas läuft hier falsch, ich bin bestimmt doch schwanger".
Dies hat sich dann über zwei Monate hingezogen, und dann gings los mit körperlichen Beschwerden. Ich hatte ständig Kopfschmerzen, Bauschmerzen, Veratopfung, Übelkeit, keinen Apettit, schlechte Laune, keine Lust auf gar nichts.
Darunter hat auch meine Beziehung schrecklich gelitten, ich hatte ständig Schuldgefühle meinem Freund so etwas zuzumuten.
Dann kam die Prüfungszeit auf der Uni und ich war noch mehr gestresst.
Dann kam kurze Besserung (vermutlich weil Ferien waren) und ich war erleichtert von dem schwanger-wahn losgekommen zu sein.
Aber nur zwei Wochen später (Anfang März) hatte ich wieder Schwangerschaftsanzeichen.. (was vermutlich einfach Nebenwirkungen von meiner Hormonapirale sind) und die dauern bis jetzt an.. ich bin wieder hinundhergerissen zwischen "ich bilde mir das alles nur ein" und "ich bin todkrank". Jetzt kam hinzu dass ich seit ein paar Tagen immer Blut im Stuhl habe (Arzttermin am Montag) und nicht mehr weiß wie och damit umgehen soll.
Ständig habe ich irgendwelche Beschwerden, fühle mich nie gesund und hab Angst durch meine Prüfungen zu fallen.

Ich hab jetzt angefangen Sport zu machen zum Ausgleich.. aber was meint ihr? Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen? Bin mit meinem Latein am ende.

Liebe Grüße, Caro

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3. Mai 2016 um 12:39

Dein Körper kann nicht mehr!
Hallo Carolina,
ich kenne deine Symptome sehr gut. Ich habe zwar nicht direkt diese Schwangerschaftsangst doch ich denke man kann das vergleichen. Du setzt dich einfach viel zu sehr unter Druck. Dein Körper zeigt dir ganz klar und deutlich das er nicht mehr kann und das du auf ihn Rücksicht nehmen musst. Ich hatte von Schwindelanfällen über dauerhafte Übelkeit, Bauchschmerzen und und und alles. Ich bin von einem Arzt zum anderen gerannt bis mir nahegelegt wurde ich solle zum Therapeuten gehen. Anfangs wollte ich das nicht einsehen doch irgendwann wurden die Beschwerden und meine Angst immer schlimmer und ich dachte mir ich habe nichts zu verlieren. Meine Therapeutin hat mir das klar gemacht, das man nicht jedes Ziepen im Körper interpretieren soll. Man hatte dieses Ziepen auch schon vorher doch da hat man solchen Kleinigkeiten nicht so viel Beachtung geschenkt. Ich habe mir einige Bücher mit Entspannungstechniken besorgt. Ich versuche das Leben leichter zu nehmen. Es kann nicht immer alles klappen. Und was passiert wenn du ein Semester wiederholen musst? Wenn du ganz ehrlich bist GAR NICHTS. Versuche dich zu entspannen und dir bewusst Ruhephasen zu gönnen in denen du dich entspannst und nur auf dich konzentrierst. So lernst du dich und deinen Körper viel besser kennen. Mir geht es damit schon viel besser. Natürlich kommen manchmal wieder diese Angstgedanken das kann doch nicht normal sein etc. Ich brauche dann auch wieder ein bisschen länger bis ich mich eingependelt habe. Aber ich schaffe es und du wirst es auch schaffen. Viel Glück und vor allem gute Besserung

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3. Mai 2016 um 23:45
In Antwort auf mala_12724223

Dein Körper kann nicht mehr!
Hallo Carolina,
ich kenne deine Symptome sehr gut. Ich habe zwar nicht direkt diese Schwangerschaftsangst doch ich denke man kann das vergleichen. Du setzt dich einfach viel zu sehr unter Druck. Dein Körper zeigt dir ganz klar und deutlich das er nicht mehr kann und das du auf ihn Rücksicht nehmen musst. Ich hatte von Schwindelanfällen über dauerhafte Übelkeit, Bauchschmerzen und und und alles. Ich bin von einem Arzt zum anderen gerannt bis mir nahegelegt wurde ich solle zum Therapeuten gehen. Anfangs wollte ich das nicht einsehen doch irgendwann wurden die Beschwerden und meine Angst immer schlimmer und ich dachte mir ich habe nichts zu verlieren. Meine Therapeutin hat mir das klar gemacht, das man nicht jedes Ziepen im Körper interpretieren soll. Man hatte dieses Ziepen auch schon vorher doch da hat man solchen Kleinigkeiten nicht so viel Beachtung geschenkt. Ich habe mir einige Bücher mit Entspannungstechniken besorgt. Ich versuche das Leben leichter zu nehmen. Es kann nicht immer alles klappen. Und was passiert wenn du ein Semester wiederholen musst? Wenn du ganz ehrlich bist GAR NICHTS. Versuche dich zu entspannen und dir bewusst Ruhephasen zu gönnen in denen du dich entspannst und nur auf dich konzentrierst. So lernst du dich und deinen Körper viel besser kennen. Mir geht es damit schon viel besser. Natürlich kommen manchmal wieder diese Angstgedanken das kann doch nicht normal sein etc. Ich brauche dann auch wieder ein bisschen länger bis ich mich eingependelt habe. Aber ich schaffe es und du wirst es auch schaffen. Viel Glück und vor allem gute Besserung

Danke
Für diese wahnsinnig liebe Antwort!
Ich denke auch, dass mein Körper mir zeigen will, dass es ihm reicht. Kaum ist ein Symptom weg, kommt schon das nächste...
Ich habe mich jetzt an die psychologische Studentenbetreuung gewandt, habe nächste Woche einen Termin. Die sind genau für solche Anliehen da und ich hoffe dass man mir zeigt wie ich aus diesen Panikattacken rauskomme.
Ich weiß auch gar nicht wieso ich diese panische Angst vorm schwanger sein habe. Ich mein, klar.. ich bin noch jung und es wäre blöd im Studium aber ich hab keinen Plan warum sich meine Angst da so drauf fokussiert..
Aber es freut mich sehr für dich, dass du gelernt hast mit dem Stress besser umzugehen. Weil du auch recht hast damit dass es total schnurz ist ob ich ein Semester länger brauch.. ich steck mir selbst viel zu hohe Ziele..
Ich bin wirklich sehr dankbar für die Aufmunterung und hoffe dass auch ich diesen Weg, den du gefunden hast, bald einschlagen kann.
Liebe Grüße

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