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Streit mit Mitbewohner

25. Oktober 2012 um 23:30 Letzte Antwort: 28. Oktober 2012 um 23:45

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe hier zum ersten Mal und ich weiß auch nicht recht, ob ich eine Frage habe oder einfach nur mal Meinungen dazu wissen möchte.

Auf den Punkt gebracht habe ich ein riesen Problem mit meinen Mitbewohner. Er ist 28, ich 25 und er spielt sich auf als gehöre ihm die Wohnung und als wisse er über alles Bescheid und vor allem als wisse er alles besser.

Aber erstmal zum Beginn, wie alles kam.

Vor 6 Jahren bin ich mit meinem Ex Freund zusammen gezogen, der mich dann über mehrere Monate betrogen hatte und schließlich von einen auf den anderen Tag ausgezogen ist (womit ich bis heute noch nicht fertig geworden bin). Ich konnte unsere Wohnung nicht mehr bezahlen und bin dann in eine WG zur Zwischenmiete für 3 Monate gezogen. Von dort aus ins Studentenwohnheim, zwischendurch hatte ich dann kurz gar kein richtiges zu Hause und vor 1,5 Monaten habe ich mich dann entschieden in eine WG zu ziehen. Hier haben mein Mitbewohner und noch eine andere Frau gewohnt, mit der ich mich sehr sehr gut verstanden habe! Aber jetzt ist sie ausgezogen und ich bin schon 1 Monat mit ihm allein.

Er ist unglaublich pingelig. Ihr müsst wissen, dass ich wirklich nicht unordentlich bin, normal eben. Aber laut ihm mache ich alles falsch. Ich wasche nicht richtig ab, sortiere Besteck falsch ein, mein Freund macht zu viel Dreck usw. Heute habe ich mal das Gespräch gesucht und gesagt, dass das mit Zurechtweiserei so nicht weitergehen kann. Ich bin ja schlielich kein Kind mehr! Er war total uneinsichtig. Die Sachen würden hier in der Wohnung schon immer so gemacht (er wohnt seit 4 Jahren hier) und daran ändert sich auch nichts. Wenn ich das nicht so mache wie er will, dann wird es hier richtig Stress geben usw. Ich hatte noch nie Probleme mit anderen Leuten, er ist wirklich der einzige. Er geht auch nie groß weg, nur zweimal die Woche morgens zur Uni und einmal in der Woche abends für 2h. Er ist immer da! Man begegnet ihm also zwangsläufig.

Ich schreibe momentan auch noch nebenbei an meiner Masterarbeit. Meine Nerven liegen wirklich blank! Mich regt das Ganze so auf, dass ich überhaupt nicht mehr nachdenken kann und der Abgabetermin rückt immer näher.
Ich bin jetzt innerhalb von 6 Jahren 5 mal umgezogen. Ich kann einfach nicht mehr. Jetzt spiele ich wieder mit dem Gedanken auszuziehen. Meine einzige Hoffnung ist der neue Mitbewohner, der zwar schon 1/2 Monat hier wohnt, dem ich aber bis jetzt seitdem nie wieder begegnet bin.

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26. Oktober 2012 um 4:27

Zu hause, aber doch nicht...
.. ich denke es gibt mittelfristig nur zwei möglichkeiten. entweder er geht, oder dann eben du. ob du ihn dann rausekeln willst, oder lieber gleich selbst gehst, das kannst du dir ja dann immer noch durch den kopf gehen lassen.

Die Masterarbeit und ein umzug auch noch, mit dem ganzen drum und dran.. das ist zu anstrengend.

Natürlich kannst du deine wohnsituation nicht einfach ausblenden. jedoch denke ich, es wäre am sinnvollsten, wenn du versucht deine kräfte möglichst zu bündeln und so gut es geht auf den master zu konzentrieren. vielleicht kannst du ein zwischendurch ein paar tage irgendwo anders unterkommen oder so...

anständiges arbeiten für den master scheint ja nicht möglich zu sein.. vielleicht ist es einfacher dich zu konzentrieren wenn du irgendwo anders bist..

wuensche dir auf jedenfall viel kraft.

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26. Oktober 2012 um 10:09
In Antwort auf sanjay_12905919

Zu hause, aber doch nicht...
.. ich denke es gibt mittelfristig nur zwei möglichkeiten. entweder er geht, oder dann eben du. ob du ihn dann rausekeln willst, oder lieber gleich selbst gehst, das kannst du dir ja dann immer noch durch den kopf gehen lassen.

Die Masterarbeit und ein umzug auch noch, mit dem ganzen drum und dran.. das ist zu anstrengend.

Natürlich kannst du deine wohnsituation nicht einfach ausblenden. jedoch denke ich, es wäre am sinnvollsten, wenn du versucht deine kräfte möglichst zu bündeln und so gut es geht auf den master zu konzentrieren. vielleicht kannst du ein zwischendurch ein paar tage irgendwo anders unterkommen oder so...

anständiges arbeiten für den master scheint ja nicht möglich zu sein.. vielleicht ist es einfacher dich zu konzentrieren wenn du irgendwo anders bist..

wuensche dir auf jedenfall viel kraft.

Es wird wohl keine andere Möglichkeit geben...
Danke für deine Antwort. Ich glaube du hast recht, auf kurz oder lang werde ich wohl doch ausziehen müssen. Aber nicht jetzt. Ich bin ja schon während der Masterphase hier eingezogen. Aber ich von so wütend, dass er mir alles kaputt macht, nachdem ich jahrelang hart gearbeitet habe.

Ich habe erstmal beschlossen nur noch im Zimmer zu essen und mein eigenes Besteck und Teller zu benutzen. Dann Brauch er sich nicht mehr übers abwaschen und einräumen beschweren. Mein Zeug wasche ich ab und der Rest bleibt stehen. Müll habe ich sowieso schon eigenen.
Heute bin ich wieder dran die Gemeinschaftsräume zu putzen. Ich hab so Angst, dass wieder was falsch ist...
Würdet ihr das genauso machen? Also einfach eigenes Geschirr benutzen? Nur noch eigene Dinge verwenden?

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28. Oktober 2012 um 23:45
In Antwort auf wren_11858665

Es wird wohl keine andere Möglichkeit geben...
Danke für deine Antwort. Ich glaube du hast recht, auf kurz oder lang werde ich wohl doch ausziehen müssen. Aber nicht jetzt. Ich bin ja schon während der Masterphase hier eingezogen. Aber ich von so wütend, dass er mir alles kaputt macht, nachdem ich jahrelang hart gearbeitet habe.

Ich habe erstmal beschlossen nur noch im Zimmer zu essen und mein eigenes Besteck und Teller zu benutzen. Dann Brauch er sich nicht mehr übers abwaschen und einräumen beschweren. Mein Zeug wasche ich ab und der Rest bleibt stehen. Müll habe ich sowieso schon eigenen.
Heute bin ich wieder dran die Gemeinschaftsräume zu putzen. Ich hab so Angst, dass wieder was falsch ist...
Würdet ihr das genauso machen? Also einfach eigenes Geschirr benutzen? Nur noch eigene Dinge verwenden?

Zu Hause
.. wie's der/die Unentschiedene bereits sagte: "oder doch nicht".

Du machst das einzig Richtige: Trennung (räumlich, Abwasch, Müll usw.). Anders scheints mit diesem Studienversager (2einhalbMal die Woche an der Uni pro Woche für'n paar Stunden; wohnt *schon * 4 Jahre dort; wie bitte? Bitte lach' drüber, Du bist da doch wohl viel zielstrebiger) nicht anders zu gehen. *Sein* Traumberuf ist wohl eher "Reichsblockwart", da's zum Beamten nicht reicht.
Macht *der* mit der/m nächsten MitbewohnerIn nicht anders ...

Klinke Dich aus, suche Dir externe Möglichkeiten, zu arbeiten. Zieh' Dein Ding durch, es geht um DICH (!). Wenn Du *zuHause* bist / sein musst, klare Ansage: "Das ist mein Bereich / Ich arbeite / Die Tür ist zu. Und bleibt zu!". Manche begreifen's nicht anders.
Und Gedanken, irgendetwas falsch beim Putzen zu machen, solltest Du Dir gar nicht machen. Du bist nicht dazu da, irgendjemand etwas beim Putzen etwas Recht zu machen (ausgenommen: Deine eigenen Ansprüche). Sondern Dein Studium abzuschließen, Punkt.
Wenn *er* keine anderen Möglichkeiten mehr sieht, sich über andere stellen zu wollen, als übers Putzen, naja (*kotz*) ...

Eine WG-erfahrene Susanne

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