Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Starke emotionale Abhängigkeit zerstört meine Existenz

Letzte Nachricht: 29. November 2011 um 23:43
M
marcy_12338758
28.09.11 um 13:33

hallo an alle...
ich habe das schon in abhängigkeits-forum gepostet, weiß aber nicht, ob es nicht da richtiger am platz ist...
jedenfalls suche ich ziemlich dringend irgendwelche kleine hilfe,rat, oder einfach meinung.

hoffe auf einen guten rat, oder aufmunterung, ..

ich bin 23 jahre alt.
seit kindheit geht es mir nicht sehr gut. ich hatte nie notwendige zuneigung bekommen und in meinem leben hat es nie mutter und vaterfigur gegeben. ich wurde von einer sehr strengen und gefühlskühlen großmutter großgezogen und ich litt seit früher kind sehr stark an liebemangel und daran, dass ich kein "normales"; liebevolles familienzuhause habe.
meine kindheit, meine vergangenheit waren mir so unerträglich, dass ich mit volljährigkeit alleine in ein anderes land gezogen bin, um neu anzufangen.

Nun gibt es in meinem Leben große probleme, die aus der vergangeheit stammen.

Ich klammere extrem an menschen, die sich jemals um mich lieb gekümmert haben, ich verliebe mich in ältere Frauen (obwohl ich keine lesbische natur habe), die mir Mutter ersetzen. Ich brauche unendlich viel liebe und zuneigung.

das problem ist das ich das nicht kriege.
eine 58 jährige frau, in die ich mich vor 4 jahren verliebt habe, ist amtsbekannt schizophren und hat mich extremst fertig gemacht, sie hat meine seele , gesundheit ganze existenz und niederzermetzelt . trotzdem bin ich ihr ein ganzes jahr außer kontrolle über mich selbst nachgelaufen, bis es zu einer gerichtsverhandlung wegen stalking gekommen ist. da bin ich nur wegen ihrer krankheit (sie hat auch viel dazugelogen) gerichtlich halbwegs gut davon gekommen.

jetzt bin ich diese frau in meiner seele los, (abgesehen von den schweren verletzungen die nicht heilen wollen..) aber seit einem halben jahr schon von einer weiteren person emotional abhängig (von einem mann fast meines alters). er mag mich anscheinend nicht so sehr wie ich ihn. aus meiner erfahrung und meiner erschöpfung heraus stalke ich ihn nicht. ich schreibe ihm keine sms, keine mails, wenn dann 1x im monat... ich laufe ihm nicht nach.
er merkt kaum was von mir in seinem leben. er weiß von meinen gefühlen bescheid, denke ich.
ich habe mich mit ihm verliebt , nachdem er sich sehr sehr rührend um mich gekümmert hat, als ich ganz tief unten war.
er ist aber ein macho-typ, mit dem man nicht viel anfangen kann und ich habe keine illusionen.

aber ich leide wie ein hund ohne diese personen.
ohne menschen, die mir Familie, Mutter, Vater und Zuhause in meiner seele ersetzen. ich meistere nur kaum meinen alltag, obwohl ich keinen leichten beruf habe (opernsängerin) , kann kaum singen weil ich so sehr blockiert bin, kriege immer neue und neue krankheiten aus meinem leid heraus (schilddrüsenknoten, herzrhythmusstörungen etc) .ich kriege einfach keine Luft ohne diese personen.

innerlich tue ich die ganze zeit nur laut schreien und weinen, nach ein bisschen liebe, zuneigung, wärme , nähe und anhänglichkeit.

mittlerweile geibt es psychiatrische diagnosen - Abhängige (asthenische) persönlichkeitsstörung (eben das was ich beschrieben habe, ohne diese menschen nicht leben zu können), Depression, posstraumatische Belastungstörung (nach der aktionen der älteren schizophrenen Frau) und psychosomatische Störung (körperliche Krankheiten aus dem Leid).

Bin seit ende letztes Jahres in psychotherapie, aber es hilft kaum. ich weiß bescheid über die Ursachen meiner Probleme, kann aber nichts mit meiner starken Sehnsucht nach Geborgenheit, Nähe und Zuneigung machen. momentan dreht sich mein Leben nur um diesen Mann (früher waren das eher ältere Frauen), den ich seit monaten kaum sehe und mit dem ich kaum Kontakt habe (ich wage mich auch nicht, ihn zu kontaktieren, weil ich enorme Angst vor neuen Zurückweisungen habe).
Als ich mit ihm mehr im Kontakt war, habe ich ihn auch versucht zu bemuttern - es geht um Nähe.

Ok, Liebeskummer ist klar.
ABER das kann nicht monate- und jahrelang so gehen, dass ich nur mehr am Boden liege und mich sozial absolut abkapsele, meine freunde nicht sehen möchte ,immer verschlossener, kaputtter und unglücklicher werde... und nicht ohne eine Person atmen kann!!!! Irgendwie muss ich lernen, mich selbst so sehr zu lieben, dass ich mir wichtiger werde als ein liebesobjekt der nicht will. Das ich mich gut genug selbst um meine Seele kümmern kann.
das einzige , was ich jetzt kann, ist Alprazolam zu werfen, falls es "gar nimma geht".

Sorry, dass es so lang geworden ist und Danke , wenn jemand das gelesen hat..

Liebe Grüße

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R
rhona_12639307
29.11.11 um 23:43

Phuuu
Also erstmal Respekt das du dich offenbarst und über deine Ängste und gefühle sprichst!
Ich habe sowas ähnliches wie du nur noch nicht ganz so schlimm und stark!
Also mir hat es auch immer an liebe Zuneigung, Geborgenheit, Sicherheit, etc. Gefehlt!!

Ich habe sehr oft über die Ursachen nachgedacht: ich denke es fehlt diran Selbstbewusstsein, du liebst dich selbst nicht erwartest/ wünschst es dir aber von anderen! Das geht nicht! Du musssssst dich selber lieben lernen, zufrieden sein mit dir und dich abfinden damit das du ein sehr emotionaler Mensch bist! Und glaube mir fängst du an dich selbst zu lieben, wirst du merken wie andere genauso anfangen sich zu lieben zu schätzen, und dir das zu geben was du brauchst! Es wird kein leichter weg und du wirst auch enttäuscht sein wenn dir jemand nicht so stark zeigt wie er dich liebt wie du es tust, aber du musst damit leben können denn sonst wirst du die meisten immer wieder verjagen!!

Lg

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