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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Ständig Angst mit körperlichen Symptomen

Letzte Nachricht: 7. November 2011 um 22:28
B
buket_12490486
07.11.11 um 19:26

Hallo,

vielleicht kennt das jemand und kann mir (w, 45) weiter helfen.

Seit ca. 2 Monaten leide ich unter ständiger Angst. Ich kann nicht mehr schlafen, habe einen Wahnsinnsdruck auf den Schläfen, kann nichts mehr essen, mir ist schwindelig und ich kann mich nicht mehr konzentrieren. Jede noch so kleine Herausforderung stellt eine extreme Stress-Situation dar.

Es kommt nicht von ungefähr, ich befinde mich in einer Situation, in der jeder mit Angst reagieren würde, nur machen mir die Symptome so zu schaffen, dass ich Probleme damit habe, die Situation zu meistern.

Es ist so viel auf einmal, dass ich überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Zur Zeit befinde ich mich im Scheidungsverfahren mit meinem Noch-Ehemann. Wir hatten uns vor 3 Jahren getrennt, weil er nur noch getrunken hat und ich täglich mit Psychoterror und Lügen zu kämpfen hatte.

Die Anwältin, die mir empfohlen wurde, ist leider mehr als passiv. Sein Haus, für das ich mit unterschrieben habe, zahlt er nicht mehr ab, so dass ich mit Sanktionen der Bank bis hin zu Lohnpfändung zu rechnen habe, notfalls muss ich deswegen in Privatinsolvenz. Da mir Fahrtkosten zur Arbeit nicht angerechnet werden, hätte ich dann jahrelang weniger als ein Hartz-4-Empfänger. Ich weiß nicht, wie ich damit meinen Beruf weiter ausüben soll und befürchte den sozialen Abstieg.

Mein Antrag auf Beratungskostenhilfe ist wegen eines Verfahrensfehlers meiner Anwältin abgelehnt worden. Ich kämpfe dagegen an, sonst habe ich auch noch ihre Rechnung zu zahlen, und das ist wegen des Streitwertes Haus nicht wenig.

Eine Rückforderung der Kindergeldkasse für meine Tochter seit 2009 habe ich erfolgreich abgewendet.

Mein kleines Enkelkind hat bis August bei mir gewohnt (mit Kindergarten und Nachmittags-Betreuung bei meinen Eltern, ich arbeite im Volltime-Job), weil meine Tochter nicht mit ihm zurecht gekommen ist. Seit September hat sie ihn zu sich genommen, aber mehr als einen halben Tag bekommt sie immer noch nicht hin. Er ist am Wochenende und mehrmals in der Woche bei mir. Das Wort Freizeit kenne ich gar nicht mehr.

Gesundheitlich fühle ich mich total am Boden und hab Angst, jeden Moment zusammen zu brechen. Jede Nacht liege ich wach und spüre die Schmerzen in meiner rechten Brust, für die sie keine Ursache gefunden haben. Meine Oma hat in meinem Alter beide Brüste verlorden.

Mein Freund, den ich sehr liebe und mit dem ich seit einem Jahr zusammen bin, hat leider seine Impotenz noch immer nicht ernst genommen und versucht gar nicht erst, etwas dagegen zu tun. Ich vermute psychische Gründe, er hat schlechte Erfahrungen gemacht und ich wollte geduldig sein. Aber ich weiß nicht, ob ich mein ganzes Leben ohne Sex sein möchte. Er ist ständig auf Montage und lehnt Angebote in der Nähe ab. Für ihn ist die Welt sehr in Ordnung, wenn er 4 oder 5 Tage im Monat da ist und ich bei ihm bin.

Jeden Tag graut mir davor, den Briefkasten zu öffnen und neue Hiobsbotschaften zu finden. Beispielsweise, dass jetzt mein Lohn gepfändet wird, dass ich keine Beratungshilfe genehmigt bekomme oder andere Dinge. Mein Noch-Ehemann droht damit, dass seine offenen Rechnungen für Strom und Gas irgendwann auch an mich gerichtet werden, weil ich damals in allen Verträgen mit stand. Mit meiner Anwältin kann ich nicht rechnen, sie hat mir im ersten Beratungsgespräch zwar gesagt, dass sie das abwenden könnte, mir dann aber geschrieben, dass sie diesbezüglich nichts für mich tun könne.

Mein Noch-Ehemann beschließt regelemäßig, sich tot zu trinken und schiebt alles auf mein Gehen damals. Immer wieder zweifele ich an mir selbst und fühle mich schlecht, einen alkoholkranken Menschen sich selbst überlassen zu haben. Aber ich denke, da bin ich weitestgehend drüber weg. Nur - wenn er wirklich - ich wage es kaum auszusprechen - werde ich das ewig mit mir rumtragen...

Ich möchte die Zeit meistern und mein Möglichstes tun, nur fühle ich mich total fertig und am Boden, ich kann mich auf meine Konstitution einfach nicht mehr verlassen und habe immerzu panische Angstattacken, komme überhaupt nicht mehr zur Ruhe.

Das Schreiben hat jedenfalls schon mal gut getan. Es wäre schön, wenn mir jemand raten könnte.

LG Mary







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L
lark_11906185
07.11.11 um 21:49

Hallo
Ich schreibe gleich meinen ersten Gedanken. Sei froh das du von deinem Alkoholkranken Noch Ehemann weg bist! Und mach dir bitte kein Vorwürfe! Er hätte sicherlich dein Leben komplet so zerstört wie er sein eigenes auch zerstört hat.
Man lebt nur einmal, und man kann nicht sein ganzes leben rücksicht auf andere nehmen, wenn man nebenbei sein eigenes Leben kaputt macht!
Ich habe so einen fall in meiner familie. Meine liebe nette Oma hat sich von einem Alkoholiker das ganze leben zerstören lassen.... jetzt ist sie 67 Jahre. Nun ist sie der Meinung es wäre zuspät weg zuziehen... und so war und ist ihr ganzes leben ein großer scherbenhaufen voller angst. Alkoholkranke menschen schaffen soo selten den absprung in ein alkoholfreies leben!

Ich leide auch unter Angststörungen. Ich habe den Beitrag eine Zeile unter dir geschrieben.

Aber ich bin der guten Hoffnung das irgendwann alles besser wird... auch wenn es mir jetzt schon wieder vor dem ins bett gehen graut....
Nachdem ich heute wieder mal fast einen ganzen Tag geheult habe vor verzweiflung und weil ich meinen Freund vermisse und der angst heute wieder alleine schlafen zu müssen, denke ich das das wieder weg geht.

Warst du schon mal bei einem Phsychater? Ich werde mir da jetzt einen Termin holen. Denke alleine bekommt man das nicht in den griff.

Ich wünsch dir noch einen schönen Abend.

LG Sarah

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D
daina_11897614
07.11.11 um 22:28
In Antwort auf lark_11906185

Hallo
Ich schreibe gleich meinen ersten Gedanken. Sei froh das du von deinem Alkoholkranken Noch Ehemann weg bist! Und mach dir bitte kein Vorwürfe! Er hätte sicherlich dein Leben komplet so zerstört wie er sein eigenes auch zerstört hat.
Man lebt nur einmal, und man kann nicht sein ganzes leben rücksicht auf andere nehmen, wenn man nebenbei sein eigenes Leben kaputt macht!
Ich habe so einen fall in meiner familie. Meine liebe nette Oma hat sich von einem Alkoholiker das ganze leben zerstören lassen.... jetzt ist sie 67 Jahre. Nun ist sie der Meinung es wäre zuspät weg zuziehen... und so war und ist ihr ganzes leben ein großer scherbenhaufen voller angst. Alkoholkranke menschen schaffen soo selten den absprung in ein alkoholfreies leben!

Ich leide auch unter Angststörungen. Ich habe den Beitrag eine Zeile unter dir geschrieben.

Aber ich bin der guten Hoffnung das irgendwann alles besser wird... auch wenn es mir jetzt schon wieder vor dem ins bett gehen graut....
Nachdem ich heute wieder mal fast einen ganzen Tag geheult habe vor verzweiflung und weil ich meinen Freund vermisse und der angst heute wieder alleine schlafen zu müssen, denke ich das das wieder weg geht.

Warst du schon mal bei einem Phsychater? Ich werde mir da jetzt einen Termin holen. Denke alleine bekommt man das nicht in den griff.

Ich wünsch dir noch einen schönen Abend.

LG Sarah

Hallo Sarah
ja das kenne ich auch mein Vater war auch Alkohokank
und meine Mutter ist auch bei im gebliben sind nun beide
schon lange tot mein Vater hat auch unser leben zertört
ja ich hate auch Angstzutände habe es aber geschaft es kommt noch mal wieder die angst aber ich kann gut damit
um gehen
Lg Anna


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