Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Ständig Angst Hypochonder?

Ständig Angst Hypochonder?

8. Juli 2009 um 18:23

Hallo, ihr Lieben
Bevor ich auf mein eigentliches Problem zu sprechen komme, möchte ich etwas ausholen.
Ich bin 24 Jahre alt und kenne es von klein auf, dass mein Vater sich Krankheiten, teilweise umgeben von großer Panik, einbildete. Vielleicht sind sie nicht immer eingebildet, aber oft hatte er nur Druck auf den Ohren und hatte lautstark Angst taub zu werden mit Notfallbehandlung etc. Das ist auch heute nicht anders. Groß geworden ist er in einem Haus mit seiner Oma, die ebenfalls so gewesen ist.
Ich habe das Gefühl, dies wurde mir übertragen. Aber nun zu meiner Geschichte.
Vor über 8 Jahren bekam ich einen Freund, vor 8 Jahre hatten wir das erste Mal Sex (ohne Kondom). Dieser Freund hatte als Kleinkind Bluttransfusionen (ich erinnere mich nicht wieviel) und er erzählte mir seine Mutter hätte ihn auf HIV testen lassen. Ich erinnere mich nicht mehr, ob ich gefragt habe, ich hab es vergessen, aber ich denke, dass ich doch so vernünftig war zu Fragen wie der Test ausging. Nun jedenfalls hab ich seit Jahren Panik. Ich weiß, es wär der einfachste Weg einen Test machen zu lassen, aber die Angst quält mich so stark, dass ich mich scheue.
Ich muss dazu sagen, dass bei mir immer wieder mal Blutuntersuchungen gemacht wurden, der letzte vor einer Woche und es gab keinen Wert, der nicht im Normbereich lag. Parallel hat man einen Ultraschall gemacht, Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Galle und Magen alles ok. Auch meine Untersuchungen zur Krebsvorsorge, Brustabtasten usw. liegen in einem Schulnotenbereich von einer 1- (laut Arzt). Ich habe sonst keine Beschwerden, bin kerngesund.
Das Problem - dauernd bilde ich mir ein meine Lymphknoten würden Schmerzen. Ich drücke überall am Hals rum, probiere, drehe den Kopf auf diverse Art und Weisen um zu testen, ob alles normal ist. Dick sind sie jedenfalls nicht, auch bei der Krebsvorsorge beim Frauenarzt sind jedes Jahr die Lymphknoten an Brust und Leisten unauffällig. Vor 4 Jahren waren meine Lymphknoten ein Weilchen geschwollen - meine ich - durch mein Abtasten. Schon als kleines Kind habe ich mir Krankheiten eingebildet, das ist nicht nur jetzt so. Ich war schon bei Krebs, Tumoren usw.
Momentan hab ich zu viel Freizeit und komme dabei auf all solche Gedanken und kann an nichts anderes denken vor Angst. Ich hab ein super Blutbild, bin selten krank und wenn dann ist es meist schnell vorbei, Organe sind ok und dennoch hab ich Angst. Es spricht zwar so viel dagegen, aber sagt das mal einen Hypochonder wie mir
Was ist eure Meinung zu meiner Geschichte? Ich bin für jede ernstgemeinte Hilfe dankbar
Liebe Grüße
Bonnie

Mehr lesen

9. Juli 2009 um 12:40


niemand da, der Lust hat mit mir darüber zu reden? Wäre echt schön, wenn mir jemand seine Gedanken dazu verraten könnte.

Liebe Grüße

Gefällt mir

9. Juli 2009 um 14:22
In Antwort auf bonnie19851


niemand da, der Lust hat mit mir darüber zu reden? Wäre echt schön, wenn mir jemand seine Gedanken dazu verraten könnte.

Liebe Grüße

Hey
habe gerade deinen Beitrag gelesen und kann vollkommen nachvollziehen, wie du dich fühlst.
Bei mir ist es jetzt genauso. Mein Vater war auch immer so wie deiner. Hinter allem etwas schlimmes vermutet und sei es nur ein Pieksen im Ohr. Meine Oma (also seine Mutter) war auch so. Sie hat sich immer eingeredet sie sei Herzkrank. Im Altenheim ist dann später rausgekommen, dass das Herz das gesündeste Organ in ihrem Körper war. Jedenfalls ist mein Vater vor zwei Jahren zum Arzt gegangen, da seine Knie immer wehtaten. Ja im Endeffekt wurde dann ein Tumor (bösartig) in der Lunge festgestellt. Und mit dem Wissen lebten wir jetzt 2 Jahre lang. Ich habe mir nie etwas anmerken lassen, habe meine Angst und Trauer runtergeschluckt. Am 12.Mai diesen Jahres ist er dann auch gestorben. Das ist jetzt erst knapp 8 Wochen her, also noch relativ frisch.
Und eine Woche später (über Pfingsten) hatte ich dann eine Magen-Darm-Grippe, aber meine Mutter,mein Bruder und meine Oma auch. Aber ich habe mich seitdem nicht wirklich erholt. Die Tage danach war ich einfach nur müde, schlecht drauf. Dann fing es an, dass bei einer Blutuntersuchung (für ein Praktikum) rausgekommen ist, dass ich einen leicht erhöhten Leukozytenwert hatte und einen leicht erhöhten TSH -Wert. Habe meine Schilddrüse aber bisher noch nicht untersuchen lassen. Wobei ich dazusagen muss, dass meine Mutter vor knapp 10 Jahren auch Probleme mit der Schilddrüse hatte und ihr die sogar entfernt werden musste. Doch dann fing plötzlich mein Rücken an wehzutun, meine linke Seite vorne im Brustbereich, der Arm. Ich hatte höllische Angst davor, dass etwas mit meinem Herzen ist. Ruhe-EKG und abhören hat nichts ergeben. Also laut meines Arztes hatte mein EKG eine sehr schöne Zeichnung. War beim Orthopäden schon zwei mal, weil ich total ausgerenkt bin. Jetzt tut mir nach einem Auffahrunfall meine Halswirbelsäule weh und habe Kopfschmerzen. Jetzt vermute ich natürlich etwas schlimmes hinter den KOpfschmerzen. Jeder sagt mir, dass kommt von der HWS und alles andere ist psychisch bedingt. Habe morgen einen Termin beim Psychotherapeuten, denn ich habe seit Wochen fast jeden Tag Depressionen, muss weinen (vor allem abends kurz vorm schlafen gehen). Ich habe Angst plötzlich umzufallen und tot zu sein. Oder etwas schlimmes zu haben und nicht zu wissen wann es zuende ist. Generell Angst davor was ist nach dem Tod? All sowas beschäftigt mich derzeit, vor allem weil ich nichts zu tun habe. Schule ist vorbei, habe mein Fachabi gemacht dieses Jahr (Abschlussklausuren waren 2 Tage nach dem Tod meines Vaters. Hab's durchgezogen, runtergeschluckt, durchgezogen und letztendlich nen Durchschnitt von 2,8 gehabt). Doch jetzt hjabe ich bis August wenn mein 6-monatiges Praktikum beginnt nichts zu tun. Und grüble immer über diesen Mist nach. Ich habe einfach Angst davor, dass es das jetzt schon war. Das ich solange zur Schule gegangen bin (bin übrigens 20) und jetzt beginnt das Leben erst richtig doch was kommt für mich noch? Bekomme ich den Job, den ich gerne haben möchte? Werde ich gut leben können? Werde ich meinen Traum (in den USA zu leben) jemals verwirklichen können? Das sind meine Ängste, die noch oben drauf kommen auf die,dass ich körperlich etwas haben könnte.

Wahrscheinlich bin ich auch ein Hypochonder....oder auf dem Weg dahin, einer zu werden. Doch das will ich nicht. Erstens weil ich mich nicht selbst unglücklich machen will und eigentlich mein Leben genießen möchte (was mir im Moment einfach nicht gelingen will....obwohl ich übermorgen mit meiner Mutter für 2 Wochen an die Ostsee fahre...zum ausspannen und auf andere Gedanken kommen...ob mir das gelingt weiß ich nicht)....und zweitens mach ich mit meinen Gedanken und Depressionen ja auch meine Mutter unglücklich. Erst der Mann, jetzt das Kind. Das kann nicht gut sein. Und ich will ihr auch keinen Kummer bereiten. Deshalb hoffe ich mal, dass ich wirklich nichts habe und dass mir der Therapeut helfen kann.

Gefällt mir

9. Juli 2009 um 17:57

Hallo
Hallo Bonnie,

ich habe deinen Beitrag gelesen und muß dir sagen ich kenne dieses Gefühl. Du bist gesund, und hast kein HIV. Das hätte man schon längst gemerkt. So lange lebt man nicht ohne Symptome mit dieser Krankheit.

Ich weiß noch bei meiner 1. Schwangerschaft habe ich mich auch testen lassen. Die warterei war ein Albtraum. Man weiß das man es nicht hat, aber trotzdem macht man sich solche Gedanken das man am schluß doch glaubt man hat die Krankheit.

Ich gebe dir den Tip dich einfach Testen zu lassen. Sonst kommst du nie zur Ruhe. Ich weiß wovon ich rede. Ich erwarte jetzt mein 2. Kind vom selben Mann und habe mich wieder Testen lassen und habe mich wieder Wahnsinnig gemacht obwohl es keinen Grund dafür gibt.

Meine Freundin ist vor 3 Jahren an Krebs gestorben. 3 Monate nachdem sie ihr Kind entbunden hat.
Jetzt bin ich schwanger, und habe panische Angst davor, das man bei der Geburt auch so eine schlimme Krankheit findet. Immer wenn ich schmerzen im Unterleib habe (obwohl es eigentlich die Mutterbänder sind) kriege ich Angst und stelle mir gleich das schlimmste vor. Bin sowieso seit kurzem wieder super Ängstlich. Mein Blutbild ist in Ordnung und ich habe auch nicht die Symptome die sie gehabt hat, aber wie Angst ist Angst.

Du wirst sehen, es ist alles in Ordnung...

Lieben Gruß

Strawberry

Gefällt mir

9. Juli 2009 um 19:46

Hi
wenn du so gesund bist und alle Untersuchungen ok sind dann mach dir keine Gedanken. Dann ist doch alles ok. Lenk dich ab und verbringe dein Leben blos nicht über Krankheiten nachzudenken.

Gefällt mir

9. Juli 2009 um 19:51

Nein
du hast kein HIV, denn das hättest du längst gemerkt, da wäre dein Blut nicht ok.

Ich hatte schon so oft Sex ungeschützt, ja nicht ok ich weiss, sogar einige ONS und mach mir auch nicht die Panik, bin gesund mir gehts gut, HIV würde man schon merken.

Bin jetzt auch schwanger und kerngesund.

Keine Angst du bist auch gesund, mach dir keine Gedanken.

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Geschenkbox

Teilen

Das könnte dir auch gefallen