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SSRI und Alkohol

27. Oktober 2004 um 22:59

Wollte mal fragen ob hier jemand Erfahrung mit SSRI hat? Habe gehört wenn man das nimmt und Alkohol trinkt ist man schon nach einem Glas Bier volltrunken...

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28. Oktober 2004 um 16:38

Was ist das?
Eine chemische Droge?
Was "pflanzliches" wie Mariuana?
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Fragende Grüße, Aki

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28. Oktober 2004 um 17:08
In Antwort auf zilpah_12489582

Was ist das?
Eine chemische Droge?
Was "pflanzliches" wie Mariuana?
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Fragende Grüße, Aki

Das ist das
Depression

Medikamente: Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

SSRI hemmen die Wiederaufnahme von Serotonin. Die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wirken speziell auf den Botenstoff Serotonin. SSRI führen dazu, dass Serotonin nicht wieder in die Nervenzellen aufgenommen und inaktiv gemacht wird. So wird der Mangel an Serotonin, der bei einer Depression auftritt, ausgeglichen. Ob allerdings der Mangel an Serotonin ausschließlich für das Auftreten einer Depression verantwortlich ist, wird kontrovers diskutiert. Insgesamt hat sich die Wirksamkeit der SSRI mit denen der trizyklischen Antidepressiva, die unspezifisch die Wiederaufnahme verschiedener Neurotransmitter hemmen, in vielen Untersuchungen als gleichwertig erwiesen.



SSRI haben weniger Nebenwirkungen. Die Wirkung auf die Beschwerden gleicht denen der trizyklischen Antidepressiva und ist stimmungsaufhellend und antriebssteigernd. Eine dämpfende Wirkung, wie sie einige trizyklische Antidepressiva haben, besitzen die SSRI nicht. Dafür gelten sie aber als verträglicher, obwohl auch hier störende Nebenwirkungen auftreten können.



Verschiedene Wirkstoffe mit gleicher Wirkung. Wie bei den trizyklischen Antidepressiva gibt es auch bei den selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmern mehrere Wirkstoffe. Dazu gehören:
Citalopram
Fluoxetin
Fluvoxamin
Paroxetin
Sertralin




Neuere Entwicklungen im Bereich der Antidepressiva sind die selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI). Sie hemmen sowohl die Wiederaufnahme von Serotonin, als auch die Wiederaufnahme von Noradrenalin. Diese Behandlung ist gezielt im Hinblick den Mangel an diesen beiden Botenstoffen bei Depressionen entwickelt worden. Wirkstoffe der "neuen, dualen SNRI" sind u.a.:

Mirtazapin
Nefazodon
Venlafaxin
Der Wirkstoff Reboxetin ist ein gezielter Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Er wirkt stimmungsaufhellend bei leichten bis mittelschweren Depressionen.



lg, andrea

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31. Oktober 2004 um 10:50

Hallo Raynie....
ich nehme seit 6 wochen cipralex - meine psychiaterin hat mir allerdings während der einnahmezeit von alkohol abgeraten. gehe doch mal auf die seite www.panik-attacken.de. hier gibt es im forum einen bereich über medikamenten ect. - dort kann dir sicherlich jemand von seinen erfahrungen berichten.

grüsse vom narrenkaeppi

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26. Januar 2008 um 2:16

SSRI und Alkohol
Prinzipiell sind Medikamente und Alkohol immer Scheisse. Aber in dem speziellen Fall: Alk verusacht keine erhöhten Nebenwirkungen, solange er moderat genossen wird. Bei chronischen Alkoholikern müssen SSRI jedoch zwangsläufig wirkungslos sein, denn alle alle SSRI bauen auf einen verminderten Abbau von Serotonin im Gehirn auf. Eine wichtige Grundsubstanz für Serotonin ist jedoch Pantothensäure, auch als Vitamin B5 bekannt, ein gesunder Mensch bekommt das ausreichend über die Nahrungsmittel. Ein Alkoholiker hat stets einen Mangel an diesem Vitamin, und bildet somit auch praktisch kein Serotonin im Gehirn...und wo keins da ist, kann mann den Spiegel auch nicht dadurch erhöhen, dass man den natürlichen Abbau verzögert. Da die SSRI-Hemmer darauf setzen, vorhandenes Serotonin länger im Hirnkreislauf zu halten, einem Chronischen Alkoholiker jedoch das Vitamin überhaupt zur Bildung von Serotonin fehlt, kannst Dir vorstellen dass so eine Behandlung wirkungslos bliebe. Gilt wie gesagt für Chronische Alkoholiker, erst dann bildet sich der B5-Mangel...ab und an ein Glas Wein dürfte ansonsten kein Problem auch bei SSRI-Behandlung sein.

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