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Sozialphobie Minderwertigkeitskomplexe..

27. April 2012 um 21:44

Liebe Gemeinde, ich leide unter einer Sozialphobie. Ich hasse es Menschen auf der Straße zu begegnen. Ich hasse es sie begrüßen zu müssen mich mit ihnen unterhalten zu müssen. Ich bin (klingt vielleicht doof aber..) einfach zu nett. Ich kann nie nein sagen und muss (so denke ich) immer für jeden da sein. Obwohl ich das nicht so gerne mache. Die Leute kennen meine freundliche Art und wären schockiert wenn ich mich mal "normal" verhalten würde. Ich habe Panik wenn es klingelt. Ich bekom Herzrasen. Renne schnell zum Fenster und versuch zu sehen wer es ist. Ich habe panik wenn das Telefon klingelt. Ich geh selten ran und hoffe dann das es niemend ist der etwas von mir will. Ich meide Kontakte und Einladungen nehm ich erst gar nicht an. Von ausen sieht man mir meine "Krankheit" überhaupt nicht an. Ich spiele meine Rolle gut. Ich muss sie spielen da ich einen 8 Jährigen Sohn habe. Ich möchte nicht das die anderen ihn wegen mir ausgrenzen etc. die Mütter ihren Kindern verbieten mit ihm zu spielen- weil die Mama verrückt ist. Ich hasse es an Elternabenden teilzunehmen (gehe meistens nicht). Wenn ich mal Zug fahre (fuhr ich vor 8 jahren das lezte mal) steige ich ein und schaue nicht wer drin ist. Ich schaue auf den Boden und ignoriere erst die Menschen für 1 Minute. Dann nach und nach blicke ich um zu schauen wie voll es wirklich ist und wer drin sitzt. Sozusagen erst wenn ich das Gefühl habe "jetzt bin ich uninteressant für die Leute-langweilig" Ich bewege mich auch in dieser "Phase" kaum um nicht noch mehr aufzufallen. Ich hasse es so sehr. Meistens tu ich dann so als würde ich was in meiner handtsche sucen. Tue so als sei ich ein "normaler" selbstbewusster Mensch. Aber in mir brodelts natürlich vor Nervosität. Ich leide unter Dyskalkulie. das bringt natürlic auch mein Selbstwertgefühl nicht gerade auf höhere Stufen. Schon in der Schule ar es so dass wenn ich zu spät kam und die Klassenzimmertür zu war, mich einfach nicht getraut hatte zu klopfen. Alle würden mich anschauen alle würden sich fragen warum.. etc. Ich kann nicht mal hinter einem Bus rennen wenn ich gerade ihn um Harresbreite verpasse. Ich schäme mich. Lieber warte ich drei Stunden als hinter dem Bus zu rennen oder dem Busfaher zeichen zu geben ich möchte noch rin er soll warten. Ich hasse es und hasste es mit meinem Kleinen in den Spieli zu gehen. Seit einigen Wochen versucht mich ne Freundin zu erreichen und ich geh nicht ran. Ich hab Angst das sie mich besuchen will. Ich kann es ihr nicht sagen das es mich in eine extreme Stresssituation bringt wenn jemand bei mir ist. Ich war letztens in einer Kindergeburtstagsparty eingeladen. Ich hab mich so unwohl gefühlt. Ich kante niemanden. Ich hab mich dann in das Kinderzimmer zurückgezogen und hab mich mit den Kindern beschäftigt. das war angenehmer als bei den Erwachsenen bzw Gleichaltrigen. Sie baten mich immer wieder herein zu kommen, doch ich meinete das es ok sei und das ich gerne hier sei. Die anderen Mütter nutzten das natürlich aus. Einer nach dem anderen brachte seine Kinder in Zimmer damit die "Babysitterin" auf sie Acht gibt. das war irgendwo schon erniedrigend für mich. Ich war traurig. Sie waren selbstbewusst rauchten und tranken ihrern Kaffee... Wenn ich mich mit jemandem unterhalten muss, werde ich leicht euphorisch. Weil ich so nervös bin. was soll ich reden wie halte ich das Gespräch am laufen. Ich bin nach dem Gespräch fix und fertig. das kostet mich so viel Kraft und Energie. Meistens denke ich noch den Rest des tages an diese Gespräch. was habe ich gesagt? was hätte ich nicht sagen sollen?was hätte ich doch so formulieren sollen?was denkt er/sie jetz von mir.. . usw. Eine Zeit lang konnte ich nicht mal den Müll raus bringen. Aus Angst im Treppenhaus ist ein Nachbar oder draußen beobachtet mich jemand. Ehrlich gesagt ist das bis heute so. Ich fühle mich ständig beobachtet. . Die Männer nutzen das natürlich auch oft aus. Meine Freundlicheart ja zu freundlich. Sie machen mich dann dumm an. lassen irgendwelche Sprüche ab. Ich fühle mich dann belästigt tu aber trotzdem nix. Bin zu nett und höflich. Ich bin nicht für diese Welt sagt mein mann dann immer. Wobei er ja auch nicht anders ist. In Wartezimmern bekomm ich schweissausbrüche. Ich möchte dann immer das Zimmer verlassen. Viele Menschenmengen machen mir Angst. Ich denk immer mir wird gleich as schlimmes passieren. Herzinfarkt etc. Wenn sich jemand neben mir sitzt, habe ich Angst das ich stinke etc. Überhaupt hab ich mit Gerüchen Probleme. Ich möchte immer angenehm richen. Schön aussehen freundlich sein.. perfekt möchte ich sein. Habe Angst das ich mal wegen meiner Herkunft bestraft werde. Denke an die Juden etc. (bin keine). Bin immer zu älteren Menschen besonders freundlich,weil ich die Vorurteile deren zu nichte machen will. Ausländer sind nicht immer schlecht.. usw kennt das jemand? Danke Euch jetzt schon für die Antworten.

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4. Mai 2012 um 14:12

Sozialphobie
hab ich auch. kenne ALLE punkte die du aufführst zur genüge aus meinem leben und versuche mich durchzukämpfen. seit 2006 ist es so schlimm dass ich damals meine ausbildung abbrechen musste. war dann 3 monate in einer psychosomatisch klinik. danach stetig in ambulanter therapie. 2008 dann nochmal für 2 monate in der klinik. danach weiter ambulante therapie. dann ging es mir besser, ich begann eine umschulung. bis 4 monate vor abschluss hielt ich durch. dann der zusammenbruch. wieder abgebrochen (unterbrochen. ich werd hoffentlich dieses jahr den scheiß beenden). wieder ambulante therapie.

meine erfahrung ist, dass ein leben mit sozialer phobie ein einziger kampf ist. manchmal wird man besser damit fertig, manchmal überfordert es einen. wichtig ist, immer dran zu bleiben. sich immer wieder situationen bewusst aussetzen vor denen man angst hat. wer wegläuft, hat das nächste mal nur noch mehr angst. bau übungen in deinen tag ein. damit mein ich nicht nur aussitzen bis die angst weg ist, sondern auch mal nein sagen üben oder jmd abweisen, wenn es einem unangenehm ist. ich kann mich noch gut an eine situation in der bahn erinnern. kam grad von der therapiestunde. in der bahn setzt sich ein stinkender obdachloser neben mich der getrunken hat. normalerweise wär ich steif und voller angst sitzengeblieben. zum einen weil ich angst hätte aufzufallen und zum andern weil ich IHN nicht zurückweisen wollte. ich hab dann einige minuten mit mir gehadert und bin dann aufgestanden und hab mich weggesetzt. prompt kam ein spruch von ihm "war ja klar dass sich miss fein wegsetzt!" ich hatte ein schlechtes gewissen ihm gegenüber aber ich wusste es war richtig. jeder andere hätte genauso gehandelt, weil man sich einfach unwohl fühlt in der situation. ich musste meine gefühle in dem moment "aushalten", aber im nachhinein hat es was gebracht. abgrenzen ist sehr wichtig. guck nach dir und deinen bedürfnissen. du kannst es nicht allen recht machen. halt die enttäuschung anderer aus. so läuft das nunmal. geben UND nehmen.

ich wünsch dir viel mut (das wurde mir auch immer gewünscht von therapeuten)

lg

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4. Mai 2012 um 23:50
In Antwort auf henda_11954970

Sozialphobie
hab ich auch. kenne ALLE punkte die du aufführst zur genüge aus meinem leben und versuche mich durchzukämpfen. seit 2006 ist es so schlimm dass ich damals meine ausbildung abbrechen musste. war dann 3 monate in einer psychosomatisch klinik. danach stetig in ambulanter therapie. 2008 dann nochmal für 2 monate in der klinik. danach weiter ambulante therapie. dann ging es mir besser, ich begann eine umschulung. bis 4 monate vor abschluss hielt ich durch. dann der zusammenbruch. wieder abgebrochen (unterbrochen. ich werd hoffentlich dieses jahr den scheiß beenden). wieder ambulante therapie.

meine erfahrung ist, dass ein leben mit sozialer phobie ein einziger kampf ist. manchmal wird man besser damit fertig, manchmal überfordert es einen. wichtig ist, immer dran zu bleiben. sich immer wieder situationen bewusst aussetzen vor denen man angst hat. wer wegläuft, hat das nächste mal nur noch mehr angst. bau übungen in deinen tag ein. damit mein ich nicht nur aussitzen bis die angst weg ist, sondern auch mal nein sagen üben oder jmd abweisen, wenn es einem unangenehm ist. ich kann mich noch gut an eine situation in der bahn erinnern. kam grad von der therapiestunde. in der bahn setzt sich ein stinkender obdachloser neben mich der getrunken hat. normalerweise wär ich steif und voller angst sitzengeblieben. zum einen weil ich angst hätte aufzufallen und zum andern weil ich IHN nicht zurückweisen wollte. ich hab dann einige minuten mit mir gehadert und bin dann aufgestanden und hab mich weggesetzt. prompt kam ein spruch von ihm "war ja klar dass sich miss fein wegsetzt!" ich hatte ein schlechtes gewissen ihm gegenüber aber ich wusste es war richtig. jeder andere hätte genauso gehandelt, weil man sich einfach unwohl fühlt in der situation. ich musste meine gefühle in dem moment "aushalten", aber im nachhinein hat es was gebracht. abgrenzen ist sehr wichtig. guck nach dir und deinen bedürfnissen. du kannst es nicht allen recht machen. halt die enttäuschung anderer aus. so läuft das nunmal. geben UND nehmen.

ich wünsch dir viel mut (das wurde mir auch immer gewünscht von therapeuten)

lg

Danke
herzlichen dank für deine nachricht und aufmunternden worte Eine ausbildung hab ich auch schon abgebrochen wegen dieser scheisse. ich spielte schon immer in der schule den und in der klasse den "klassenclown" um nicht so negativ aufzufallen. Ich war immer unsicher und das merkten die leute manchmal. Dann spielte ich oft die gelangweilte aber in mir brodelte es natürlich.ich habe angst wenn ich die tür aufmache oder enn ich ans tel. rangehe,dass jemand was will von mir. etwas wozu ich gar keine lust und zeit habe. ich trau mich dann das der person nicht zu sagen. aus angst den jenigen zu enttäuschen. ich kann nicht nein sagen. das wird mich danach so sehr ärgern das ich anfangen erde (wie so oft) zu heulen. aus wut auf mich weil ich so feige bin. wut auf die person die was von mir will. sie hätte doch jemand anderen aufsuchen können etc. Bist du auch ein einzelgänger? ich bin immer allein und bins eigentlich gern. das aber auch nur weil mich ja eh niemand versteht. lg

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5. Mai 2012 um 10:46
In Antwort auf scout_12872121

Danke
herzlichen dank für deine nachricht und aufmunternden worte Eine ausbildung hab ich auch schon abgebrochen wegen dieser scheisse. ich spielte schon immer in der schule den und in der klasse den "klassenclown" um nicht so negativ aufzufallen. Ich war immer unsicher und das merkten die leute manchmal. Dann spielte ich oft die gelangweilte aber in mir brodelte es natürlich.ich habe angst wenn ich die tür aufmache oder enn ich ans tel. rangehe,dass jemand was will von mir. etwas wozu ich gar keine lust und zeit habe. ich trau mich dann das der person nicht zu sagen. aus angst den jenigen zu enttäuschen. ich kann nicht nein sagen. das wird mich danach so sehr ärgern das ich anfangen erde (wie so oft) zu heulen. aus wut auf mich weil ich so feige bin. wut auf die person die was von mir will. sie hätte doch jemand anderen aufsuchen können etc. Bist du auch ein einzelgänger? ich bin immer allein und bins eigentlich gern. das aber auch nur weil mich ja eh niemand versteht. lg

Einzelgänger
man macht sich automatisch zum einzelgänger mit so einer krankheit. ich kann nur wirklich zur ruhe kommen und kraft tanken wenn ich alleine mit meiner katze zuhause bin. nur dann hab ich keine innere anspannung. ich hab meinen freund und eine wirklich gute freundin die ich seit knapp 12 jahren kenne (damals im heim kennengelernt). ich hab viele bekannte, unter denen auch sehr liebe menschen sind, die ich aber immer wieder vertröste mit treffen, weil ich momentan ein echtes problem habe überhaupt vor die tür zu gehen. bahnfahren ist für mich eine riesen hürde. vorallem, wenns in tunnel geht und ich da nich einfach rausspazieren kann, wenn ich panik bekomme. generell ist das ein großes problem für mich, nicht 100% die kontrolle zu haben. nicht zu wissen was kommt. die situation nicht lenken zu können. irgendwo nich einfach weg zu können (einkaufen/schlange stehen, friseur, s-bahn-tunnel usw). das mit dem telefon hab ich so gelöst dass ich immer den anrufbeantwortet an hab. ich hör mir dann an wer was will und entscheide dann, ob ich drangehe. wer nich draufspricht, bei dem wars nich wichtig. man muss nicht immer erreichbar sein. an die tür gehe ich nur wenn ich jmd erwarte. unangekündigte besuche stehen bei mir vor der tür. das wissen meine leute und machen es nich. ansonsten, immer wieder üben, üben, üben. dinge machen vor denen man angst hat. was soll schon schlimmes passieren, wenn du jmd sagst dass du keine zeit/lust hast?! ist doch das normalste der welt. im schlimmsten fall ist die person bissl eingeschnappt, aber wenn ihr was an dir liegt und sie dich nicht nur ausnutzen will, wird sie dir nicht böse sein. du solltest dringend was tun. erstens weil das kein leben ist was du da führst und zweitens weil dein sohn gefährdet ist sich deine ängste abzugucken. auch wenn du deine rolle gut spielen magst, kinder merken viel mehr als wir denken. bist du in therapie??

lg

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6. Mai 2012 um 1:15
In Antwort auf henda_11954970

Einzelgänger
man macht sich automatisch zum einzelgänger mit so einer krankheit. ich kann nur wirklich zur ruhe kommen und kraft tanken wenn ich alleine mit meiner katze zuhause bin. nur dann hab ich keine innere anspannung. ich hab meinen freund und eine wirklich gute freundin die ich seit knapp 12 jahren kenne (damals im heim kennengelernt). ich hab viele bekannte, unter denen auch sehr liebe menschen sind, die ich aber immer wieder vertröste mit treffen, weil ich momentan ein echtes problem habe überhaupt vor die tür zu gehen. bahnfahren ist für mich eine riesen hürde. vorallem, wenns in tunnel geht und ich da nich einfach rausspazieren kann, wenn ich panik bekomme. generell ist das ein großes problem für mich, nicht 100% die kontrolle zu haben. nicht zu wissen was kommt. die situation nicht lenken zu können. irgendwo nich einfach weg zu können (einkaufen/schlange stehen, friseur, s-bahn-tunnel usw). das mit dem telefon hab ich so gelöst dass ich immer den anrufbeantwortet an hab. ich hör mir dann an wer was will und entscheide dann, ob ich drangehe. wer nich draufspricht, bei dem wars nich wichtig. man muss nicht immer erreichbar sein. an die tür gehe ich nur wenn ich jmd erwarte. unangekündigte besuche stehen bei mir vor der tür. das wissen meine leute und machen es nich. ansonsten, immer wieder üben, üben, üben. dinge machen vor denen man angst hat. was soll schon schlimmes passieren, wenn du jmd sagst dass du keine zeit/lust hast?! ist doch das normalste der welt. im schlimmsten fall ist die person bissl eingeschnappt, aber wenn ihr was an dir liegt und sie dich nicht nur ausnutzen will, wird sie dir nicht böse sein. du solltest dringend was tun. erstens weil das kein leben ist was du da führst und zweitens weil dein sohn gefährdet ist sich deine ängste abzugucken. auch wenn du deine rolle gut spielen magst, kinder merken viel mehr als wir denken. bist du in therapie??

lg

Kenn ich soooooooooo gut
Hello friend, ich danke für deine Nachricht. Meine Eltern waren sehr streng (war noch nie in einer Disco etc). Ich musste immer pünktlich daheim sein,all meine Freundinen waren schlecht für meine Mutter. Meine Mutter hat mich so krank gemacht,dass weiss ich. Sie ist launisch und nutzt mich immer noch aus. Sie ist eiskalt und hat auch damals meinen Vater ständig provoziert. Er schrie und hustete stark wenn er sauer auf sie war. Meine Mutter lachte nur dabei. Ich bat sie immer damit aufzuhören, sonst stirbt er noch an enem Herzinfarkt. Er ist auch wirklich mit 58 an einem Herzinfarkt verstorben. Ich besuche meine Mutter sehr ungern. Wenn ich dort bin schaue ich ständig auf die Uhr (vielleicht weil ich mich damals immer so beeilen musste) und möchte so schnell wie möglich wieder daheim sein bei meinem Mann.
Ich hasse Veränderungen in meinem Leben. Ich bekomm Panik das es nicht gut enden wird. Urlaub fahren kann ich gar nicht. Ich denke immer, wenn ich im Urlaub bin, werde ich sterben. Deshalb bevorzuge ich mein Leben ganz normal ohne Veränderungen fortzuführen. Die Menschen kennen mich immer freundlich. Wenn mir einmal nicht danach ist versuche ich es trotzdem. Und wenn ich mich normal verhalte (weil ich schlecht gelaunt bin oder der jenige mir nicht so symphatisch ist) fragen sie gleich ob as passiert sei. Weil sie es nicht gewohnt bin von mir. Ich mache immer in ganz doofen Zeiten Kehrwoche aus Angst es könnte jemand mich im Treppenhaus sehen und Kritik über meine Reinigung ausüben etc. Wenn jemand lacht denk ich sofor das sie mich auslachen und fühle mich sehr unwohl dabei. Wenn ein Bus vorbeifährt bekomm ich Panik weil da viele Leute drinn sind die mich alle anschauen werden. Ich dreh mich dann meistens um. Im Auto wenn ich an der Ampel stehen muss hasse ich es wenn links und rechts Autofahrer anhalten. Ich bin dann schweissgebadet und schaue nur auf die Ampel. Fühle mich dann von ihnen beobachtet. Ich mag Regenwetter weil ich mich da so schön unter meiem Schirm verstecken kann. Oder im Winter wenn es morgens noch so dunkel ist... wenn im Laden ne Schlange an der Kasse ist, stell ich mich schon gar nicht an. Ich warte oder lass die Sachen und verschwinde. Wenn ich mal drann bin, bereite ich mein Geld oder EC Karte schon vor, damit ich schnell wieder abhauen kann. Ich hab auch einen AB immer an. Wenn es wichtig ist denk ich, dann wird der jenige draufsprechen und ich ihn zurückrufen. Nein Therapie mach ich nicht. manchmal stehe ich in der Stadt in einer Ecke und warte minutenlang. Einfach so. Weil ich nicht weiss was ich machen soll. Bin immer nervös. Habe immer einen Tagesplan im Kopf. Und wenn dieser wegen Besuch oder Telefonat aus dem Ruder kommt bin ich total angespannt. das macht mich fix und fertig. kann an diesem tag dann gar nichts mehr machen und stehe wie angewurzelt vor dem Fenster und überlege. Ich finde nicht einmal einen Job weil ich so nervös bin wie die Mitarbeiter auf mich reagieren. Ich kann nicht mal telefonieren wenn jemand neben mir steht oder im Raum ist. Ich denke er wird mich danach auslachen... Ich versuche immer inteligent,weise und gebildet zu wirken weil das mein Selbstwertgefühl stärkt. Doch leider klappt es nicht immer so wie ich es mir wünsche. Aus lauter Aufregung verplappere ich mich und gebe viel zu viel von mir Preis. Sachen die ich danach bereue sie gesagt zu haben. Bei Gesprächen werde ich euphorisch. Übertreibe es mit der Freundlichkeit und mache mich zum Kasper. Das kostet mich so viel Energie... gibt noch so vieles zu erzählen lg

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6. Februar 2014 um 10:36

Liebe dariusa ....
Ich weiß der Post hier ist schon älter.. Doch da es bei mir zur zeit sehr schlimm ist mit der Sozialen Phobie bin ich durch googlen auf deinen Text gestoßen und ich war ein Bischen schockiert alles aber wirklich alles trifft auch auch mich zu .. Ich habe übrigens auch ein Kind . Jedenfalls schreibe ich nun hier mit der Hoffnung das du es liest und mit antwortest denn keiner der Menschen die mir nahe stehen können auch nur im geringsten nachempfinden wie es ist mit dieser Angst zu leben . Schön wäre es sich mit dir ein Bisschen auszutauschen denn man sagt ja schließlich geteiltes leid ist halbes leid . Ich hoffe du meldest dich und antwortest auf meine Nachricht .Ganz Liebe Grüße

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