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Soziale Versagensängste

11. September 2007 um 17:07 Letzte Antwort: 14. September 2007 um 9:01

hallo,

ich habe das Problem, dass ich, wenn ich unter Leuten bin, egal ob allein oder Gruppe, ich immer das Gefühl habe, ich müsste einer bestimmten Norm entsprechen. ich setze mich selber wahnsinnig unter Druck. ich hab das Gefühl ich müsste immer 'perfekt' sein, bzw. dürfte nur einen Teil, einen sozusagen akzeptablen Teil, von mir offenbaren, den anderen müsste ich versteckn bzw. darf ich nicht leben. ich habe Angst, nicht gut genug für diese Menschheit zu sein. immer wenn ich, z.B. mit meinen Nachbarn rede, ist es so, dass ich den Moment herbeiersehne, wenn sie wieder verschwinden,nicht weil ich sie nicht mag, ganz im Gegenteil ,je mehr ich jemanden mag, desto schlimmer ist dieses Versagensgefühl, sondern weil ich Angst habe, dass ich irgendwelche Seiten an mir habe, die das Gegenüber scheiße findet etc.

ich denke es hängt auf jeden Fall mit meinem Erziehungsstil zusammen, dass mir immer vermittelt wurde, ich wäre nicht in Ordnung, nur halt unter ganz bestimmten Bedingungen akzeptabel etc. so musste ich einen Teil von mir verdrängen, ..bzw. unterdrücken, weil ich immer dann glaube, es ist ein schlechter Teil von mir und ich müsste mich für mich, d.h. für mein eigentliches Selbst, was ich ja tatsächlich bin, und niemand sonst anders, schämen..d.h. das was ich wirklich bin, ist nicht akzeptiert worden, ich durfte es nicht leben und wenn doch Funken davon rüberkamen, wurde es verpönt. so fast wortwörtlich hat es meine Mutter ausgedrückt, bzw. drückt sie es aus: "du musst nicht jedem zeigen, was für eine du bist.." das hat mich total verunsichert..auch einfach leben, lachen etc. halt, lebendig sein in dem Moment, habe ich richtig verlernt, weil es immer unpassend, bzw. unerwünscht war..ich darf einfach nicht ich selbst sein..dieses Selbst habe ich immer das Gefühl ist schlecht und nicht lebenswert..

kann mir jemand da weiterhelfen??
vielen Dank und liebe grüße

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11. September 2007 um 17:41

"Soziale Versagensängste "
Hallo leilaforerver!

Ich weiß das klingt jetzt leichter als getan, aber versuch einfach darauf

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11. September 2007 um 17:43

Darf ich fragen,
wie alt Du bist? Wohnst Du noch bei Deinen Eltern?

Du hast Dir Deine Frage eigentlich selbst beantwortet. Solche Ängste entwickeln sich durch die Erziehung. Ich kenne das Problem auch - nur nicht so krass wie Du. Ich habe im Laufe der Jahre meine Unsicherheit überwunden.

Das Problem liegt eigentlich in erster Linie bei Deinen Eltern, den sie haben genau dieselbe Unsicherheit. Sie beschränken sich und Dich mit dem Gedanken: Was könnten die Leute sagen. Und sicherlich verurteilen sie auch andere Menschen, die ihrer Meinung nach zu selbstbewusst sind. Sie haben immer zu hohe Erwartungen an Dich gestellt und Dich nicht so angenommen, wie Du wirklich bist.

Versuche Dich von Deinen Eltern etwas abzulösen.
Denk daran, Du musst nicht jedem gefallen - auch nicht Deinen Eltern. Es ist niemand perfekt.
Ich selbst habe festgestellt, dass niemand Anstoß daran nimmt, wenn man authentisch ist - im Gegenteil, erst dann wissen ja die Leute, woran sie sind.
Und ich persönlich mag auch die Menschen am liebsten, bei denen ich weiß, woran ich bin, auch wenn sie nicht perfekt sind.

Du darfst Dich nicht selbst beschränken, sei ehrlich zu Dir selbst. Das geht sonst irgendwann nach hinten los. Ich wette, Deine Nachbarn sehen Dich nicht so, wie Du Dich siehst.

Probiere es doch einfach aus, sei offen, lache wenn Du es willst. Sag auch Deine Meinung, auch wenn sie nicht mit den anderen übereinstimmt. Du hast ein Recht darauf, so zu sein, wie Du bist. Wer sollte Dich denn für Deine Art bestrafen?

Du hast noch einen langen Weg vor Dir, aber mit Deiner Erkenntnis bist Du bereits auf dem richtigen.

LG von biene

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11. September 2007 um 17:45
In Antwort auf marika_12709177

"Soziale Versagensängste "
Hallo leilaforerver!

Ich weiß das klingt jetzt leichter als getan, aber versuch einfach darauf

Text nicht richtig
Sorry, irgendwie hat der meinen Text nicht
vollständig abgeschickt...

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11. September 2007 um 22:36
In Antwort auf marika_12709177

Text nicht richtig
Sorry, irgendwie hat der meinen Text nicht
vollständig abgeschickt...

Hallo!!
versuch`s doch bitte noch mal..!!

würd mich freuen, deine Antwort zu lesen.

l.g.

leila

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11. September 2007 um 22:37
In Antwort auf jaynie_11919347

Darf ich fragen,
wie alt Du bist? Wohnst Du noch bei Deinen Eltern?

Du hast Dir Deine Frage eigentlich selbst beantwortet. Solche Ängste entwickeln sich durch die Erziehung. Ich kenne das Problem auch - nur nicht so krass wie Du. Ich habe im Laufe der Jahre meine Unsicherheit überwunden.

Das Problem liegt eigentlich in erster Linie bei Deinen Eltern, den sie haben genau dieselbe Unsicherheit. Sie beschränken sich und Dich mit dem Gedanken: Was könnten die Leute sagen. Und sicherlich verurteilen sie auch andere Menschen, die ihrer Meinung nach zu selbstbewusst sind. Sie haben immer zu hohe Erwartungen an Dich gestellt und Dich nicht so angenommen, wie Du wirklich bist.

Versuche Dich von Deinen Eltern etwas abzulösen.
Denk daran, Du musst nicht jedem gefallen - auch nicht Deinen Eltern. Es ist niemand perfekt.
Ich selbst habe festgestellt, dass niemand Anstoß daran nimmt, wenn man authentisch ist - im Gegenteil, erst dann wissen ja die Leute, woran sie sind.
Und ich persönlich mag auch die Menschen am liebsten, bei denen ich weiß, woran ich bin, auch wenn sie nicht perfekt sind.

Du darfst Dich nicht selbst beschränken, sei ehrlich zu Dir selbst. Das geht sonst irgendwann nach hinten los. Ich wette, Deine Nachbarn sehen Dich nicht so, wie Du Dich siehst.

Probiere es doch einfach aus, sei offen, lache wenn Du es willst. Sag auch Deine Meinung, auch wenn sie nicht mit den anderen übereinstimmt. Du hast ein Recht darauf, so zu sein, wie Du bist. Wer sollte Dich denn für Deine Art bestrafen?

Du hast noch einen langen Weg vor Dir, aber mit Deiner Erkenntnis bist Du bereits auf dem richtigen.

LG von biene

Danke für deinen tipp
l.g

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12. September 2007 um 21:54

Antwort
Gut, ich bin nicht authentisch, hatte aber zeitweise die Probleme gleichen Maßes "perfekt sein" wollen, in allem, allen Gefallen wollen. Nicht wie du, eher "Honigkuchenpferddenken", nett sein, ja sagen, hauptsache gefallen, den Erwartungen entsprechen. Ich wurde nicht respektiert, ja nicht mal bemerkt. Erst seitdem ich kraft habe, die Türen zuzuknallen, wenn ich alleine sein will, mal mehr (bei neugiriegen Bekannten), mal weniger (bei guten Freunden), so mache ich das. Und komischerweise werde ich seitdem erst respektiert, dass man sich für mich interessiert.

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13. September 2007 um 9:25
In Antwort auf an0N_1265453299z

Antwort
Gut, ich bin nicht authentisch, hatte aber zeitweise die Probleme gleichen Maßes "perfekt sein" wollen, in allem, allen Gefallen wollen. Nicht wie du, eher "Honigkuchenpferddenken", nett sein, ja sagen, hauptsache gefallen, den Erwartungen entsprechen. Ich wurde nicht respektiert, ja nicht mal bemerkt. Erst seitdem ich kraft habe, die Türen zuzuknallen, wenn ich alleine sein will, mal mehr (bei neugiriegen Bekannten), mal weniger (bei guten Freunden), so mache ich das. Und komischerweise werde ich seitdem erst respektiert, dass man sich für mich interessiert.

Genau das ist es,
cosmopolitan, man muss lernen, sich keine großen Gedanken mehr zu machen, wie Andere über einen denken könnten. Das Ziel, allen gefallen zu wollen, führt nur dazu, von anderen manipuliert zu werden. Auch "NEIN" sagen zu können, wenn man etwas nicht will, schafft Respekt.

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13. September 2007 um 12:06

Hi
Ich denke der erste Schritt, Dich so zu zeigen, wie Du bist, ist zu akzeptieren, daß Du, wie alle anderen auch, nicht perfekt bist. Es sind die Macken, die einen Menschen liebenswert machen und je mehr Du nach außen hin perfekt wirkst, umso weniger werden sich die Menschen wahrscheinlich auch Dir anvertrauen, weil sie sich schlecht fühlen neben einer "perfekten" Person (die mit Sicherheit auch nich perfekt ist).

Prinzipiell hat Deine Ma schon recht mit den Worten: "du musst nicht jedem zeigen, was für eine du bist..", denn bei manchen Menschen kann man damit auf die Fresse fliegen (sry für den rohen Ausdruck), aber man kann zumindest versuchen herauszufinden, ob jemand vertrauenswürdig ist. Sie wollte, denk ich, Dich nur vor negativen Erfahrungen schützen. Das wollen die Eltern immer, aber manche Erfahrungen müssen gemacht werden, eben wie enttäuschtes Vertrauen und menschliche Irrtümer, auch wenn ich im Nachhinein auf beides hätte verzichten können, weil es einfach zu tiefst schmerzende Erfahrungen sind, aber es hilft beim Erwachsenwerden und muß halt sein.

Akzeptier Dich, wie Du bist. Wer Dich so nicht akzeptiert, hat in Deinem Leben nix verloren (ok, is leicht gesagt, ich selbst habe zwei Menschen, die ich sehr mag, die mich aber nicht akzeptieren und irgendwann den Kontakt abgebrochen haben. Das war ein schlimmes Gefühl und ich versuche immer noch, daß sie wieder mit mir normal reden und sich die Situation normalisiert, aber das Leben geht dann dennoch weiter. Ich habe jetzt halt im wesentlichen 5 Handlungsstränge in meinem Leben und das ist nur einer davon. Ich werde mich nicht mehr verbiegen, weil es genug Leute gibt, die mich so akzeptieren, wie ich bin.). Akzeptier Du Dich auch so. Öffne Dich einem Menschen, bei dem Du sicher bist, daß er Dich nich enttäuschen will. Wenn Du einmal die Kraft hattest, dann geht das immer wieder.

LG

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13. September 2007 um 21:37

Hallo nochmal
Hallo (nochmal) leilaforerver !

Eigentlich wurde das was ich dir ja
eigentlich antworten wollte- wenn es denn
geklappt hätte - schon von den anderen
aufgegriffen... aber wenn du lust hast könnten wir uns auch mal über mail schreiben und darüber reden, denn ich kann
dein problem zum teil ganz gut nachvollziehen,da es mir manchmal auch ähnlich geht...!

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14. September 2007 um 0:02
In Antwort auf callum_12660881

Hi
Ich denke der erste Schritt, Dich so zu zeigen, wie Du bist, ist zu akzeptieren, daß Du, wie alle anderen auch, nicht perfekt bist. Es sind die Macken, die einen Menschen liebenswert machen und je mehr Du nach außen hin perfekt wirkst, umso weniger werden sich die Menschen wahrscheinlich auch Dir anvertrauen, weil sie sich schlecht fühlen neben einer "perfekten" Person (die mit Sicherheit auch nich perfekt ist).

Prinzipiell hat Deine Ma schon recht mit den Worten: "du musst nicht jedem zeigen, was für eine du bist..", denn bei manchen Menschen kann man damit auf die Fresse fliegen (sry für den rohen Ausdruck), aber man kann zumindest versuchen herauszufinden, ob jemand vertrauenswürdig ist. Sie wollte, denk ich, Dich nur vor negativen Erfahrungen schützen. Das wollen die Eltern immer, aber manche Erfahrungen müssen gemacht werden, eben wie enttäuschtes Vertrauen und menschliche Irrtümer, auch wenn ich im Nachhinein auf beides hätte verzichten können, weil es einfach zu tiefst schmerzende Erfahrungen sind, aber es hilft beim Erwachsenwerden und muß halt sein.

Akzeptier Dich, wie Du bist. Wer Dich so nicht akzeptiert, hat in Deinem Leben nix verloren (ok, is leicht gesagt, ich selbst habe zwei Menschen, die ich sehr mag, die mich aber nicht akzeptieren und irgendwann den Kontakt abgebrochen haben. Das war ein schlimmes Gefühl und ich versuche immer noch, daß sie wieder mit mir normal reden und sich die Situation normalisiert, aber das Leben geht dann dennoch weiter. Ich habe jetzt halt im wesentlichen 5 Handlungsstränge in meinem Leben und das ist nur einer davon. Ich werde mich nicht mehr verbiegen, weil es genug Leute gibt, die mich so akzeptieren, wie ich bin.). Akzeptier Du Dich auch so. Öffne Dich einem Menschen, bei dem Du sicher bist, daß er Dich nich enttäuschen will. Wenn Du einmal die Kraft hattest, dann geht das immer wieder.

LG

Danke.
vor allem deine letzten Sätze und Worte haben mich sehr inspiriert..

danke dir nochmal

leila..

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14. September 2007 um 9:01
In Antwort auf eeva_12236468

Danke.
vor allem deine letzten Sätze und Worte haben mich sehr inspiriert..

danke dir nochmal

leila..

Oh neuer Nick?
oder verwechsel ich jetz was?

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