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Soziale Phobie und ich vereinsame immer mehr...

18. März 2015 um 22:32

Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, aber allmählich fange ich echt an zu verzweifeln...
Ich leide sehr darunter dass ich mich nicht richtig unterhalten kann. Egal mit wem, sobald ich mit jemandem alleine bin werde ich so nervös und angespannt dass mein Kopf völlig leer ist und mir einfach absolut garnichts mehr einfällt worüber ich mich mit dieser Person unterhalten könnte, egal wie sehr ich es auch möchte! Es ist einfach nur schrecklich, ich merke wie Leute sich von mir abwenden, Bekanntschaften erst garnicht wirklich zu stande kommen, weil die Menschen mich komisch finden, nicht wissen was sie mit mir reden sollen und mich einfach nur langweilig finden. Selbst Freunde von früher distanzieren sich immer mehr von mir und ich merke wie sie sich eher zu dritt mit jemandem treffen möchten, weil es ihnen wahrscheinlich mit mir allein unangenehm ist, so wie mir selbst natürlich auch...Ich leide schon seit der Pubertät an starken Komplexen was mein Äußeres betrifft und war dadurch schon immer unsicher weil ich mich in vielen Situationen oft einfach total unwohl fühle und dadurch automatisch schon unentspannt bin und nun kommt seit Jahren auch noch dieses Problem dazu. Ich beneide alle anderen Menschen, die sich so unbeschwert mit anderen stundenlang unterhalten können. Oft versuche ich dann krampfhaft irgendwelche Themen zu finden, wobei mein Gegenüber das auch spürt und ihm die Lust vergeht sich weiter wirklich ernsthaft mit mir zu unterhalten, was mir jedes mal schrecklich unangenehm ist
Das schlimmste ist wenn es um das Kennenlernen von Männern geht...Ich hab wirklich schon viele sehr nette, offene, redefreudige Männer kennen gelernt aber nie entwickelt sich mehr daraus, was ja auch verständlich ist wenn ich sie total langweile und sie nicht wissen was sie mit mir reden sollen, irgendwann vergehen auch dem redefreudigsten Menschen die Gesprächsthemen. Die ersten Treffen verlaufen meistens noch super, weil ich die Person da noch nicht wirklich kenne und viele Standard Themen im Kopf habe über die man sprechen kann, aber sobald es tiefgründiger wird, fällt mir garnichts mehr ein und es ist wie ein komplettes Blackout. Ich sitze da und denke die ganze Zeit darüber nach was ich denn sagen oder fragen könnte, ich hab schon gar keine Lust jemand neues kennen zu lernen weil diese Treffen einfach sehr anstrengend für mich sind und es sowieso immer in einer Enttäuschung endet. Es ärgert mich so sehr und macht mich einfach nur schrecklich traurig weil ich dadurch schon wirklich tolle Männer vergrault habe und einfach schon aufgegeben habe jemals eine richtige Beziehung führen zu können. Erst jetzt habe ich wieder zweimal diese Erfahrung machen müssen Ich vereinsame immer mehr und weiß nicht wie das so weiter gehen soll, allmählich zerbreche ich daran Ich bin schon auf der Suche nach einem Therapieplatz aber überall sind es monatelange Wartezeiten, aber so kann es einfach nicht weiter gehen. Ich merke wie ich immer weiter in Depressionen verfalle und auf garnichts mehr Lust habe, würde am liebsten einfach den ganzen Tag zuhause bleiben, kann mich zu nichts mehr aufraffen.. Geht es jemandem vllt genauso? Könnte eine Therapie mir bei diesem Problem überhaupt helfen? Leider ist der Text etwas länger geworden aber musste einfach mal alles rauslassen weil ich mich mit niemandem darüber aussprechen kann und würde mich über jeden Tipp von euch freuen..

mfg,

MissIndependent23

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22. März 2015 um 15:24

....
Ja ich war mir lange Zeit auch unsicher ob so ein Problem ein Grund für eine Therapie ist, aber es nimmt allmählich große Ausmaße an, die mein Leben immer mehr beeinflussen und mich immer mehr vereinsamen lassen. ich finde halt auch keine Lösung dafür und dann denk ich mir, ich kann das doch nicht einfach so hinnehmen und so weiterleben, dann werde ich ja nie richtig glücklich sein. vllt gibt es ja Möglichkeiten mir da rauszuhelfen bzw herauszufinden wo die Ursachen liegen, dass ich solche Schwierigkeiten habe in meiner Kommunikation und warum ich so unsicher bin. Ich bin halt immer nur der Zuhörer und diejenige die allen Ratschläge gibt aber von mir selbst etwas zu erzählen fällt mir sehr schwer, ich denke immer es interessiert eh keinen und ich bin total angespannt sodass mir am ende eh nichts mehr wirklich einfällt...Also wirklich jemanden der mir, so wie du es ausdrückst, Ballast abnehmen kann, hab ich nicht. Auch habe ich noch niemandem von meinem Problem erzählt, weil es mir sehr unangenehm ist und ich niemandem so weit vertraue, dass ich es ihm erzählen könnte.Ich denke einfach jeden Tag darüber nach und es macht mich immer depressiver, so macht das Leben keinen Spaß mehr... und wer außer ein Therapeut könnte mir da sonst eventuell raushelfen?

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24. März 2015 um 7:41

Eine
Sozialphobie ist natürlich ein Grund für eine Therapie. Dass eine Depression dazu kommt, ist nicht ungewöhnlich.
Lass dich auf die Wartelisten schreiben, sonst dauert es noch länger.

Der Angst sollte man sich stellen, damit sie kleiner wird

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