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Soziale Phobie - Panikattacken besiegt.

11. Juli 2008 um 17:07

Hallo,

wie ihr schon in der Überschrift lesen könnt, geht es in meinem Beitrag auch um soziale Phobien - Panikattacken und ich möchte euch allen, die auch drunter leiden, Mut machen...

Ich hatte psychisch bzw. mit köperliche Beschwerden auch so ziemlich alles an der Backe kleben... egal ob dies jetzt Schwindel war, Herzrasen, schlafstörungen, Unruhe, Bluthochdruck usw... das ganze wurde bei mir ausgelöst durch zuviel stress, schlafmangel und einfach keine ruhigen Minuten ...

Das ganze ist bei mir mittlerweile ein paar Jahre her, wie das ganze losging, nicht nur körperlich sondern eben auch mit den Panikattacken.. sprich ich konnte nicht mehr einkaufen gehen, nicht mehr Autofahren, also alles wo man mit vielen leuten auf einem raum ist... ich dachte jedes mal ich werd verrückt, ich werde ohnmächtig oder wie auch immer.. das übliche Programm halt...

In meiner schlimmsten Zeit war ich natürlich beim Doc und bekam auch Medis.. ganz klar, alleine kommt man so nicht mehr aus so einer Nummer raus...

und das von den Panikattacken habe ich ihm garnicht mehr erzählt - weil ich lange Zeit selber nicht genau wusste, was das ist etc...

Das heisst ich habe mir von dem her ganz alleine geholfen und mich der Angst gestellt... da einkaufen etc. lauter alltägliche Dinge sind, hab ich mich quasi alltäglich meiner Angst gestellt.. auch wenn es noch so hart und schlimm war für mich und ich hinterher platt war... egal.. immer wieder und immer wieder... es gibt ansonsten nicht viele Möglichkeiten damit man aus diesem teufelskreis wieder rauskommt... auch wenn man eine therapie macht kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man sich gemeinsam mit dem therapeuten den Ängsten stellt und sich damit glasklar konfrontiert....

lange Rede kurzer Sinn... ich habe mir ganz alleine geholfen ohne jegliche Hilfe und es geschafft .. heute kann ich wieder einkauufen gehen oder sonstwas ohne das ich glaube auszuticken ... und das ist einfach super und es soll euch ein bisserl Mut machen das, auch wenn man es nicht glaubt, wieder andere zeiten kommen wo es einem wieder gut geht und das leben wieder ganz anders aussieht...

Ich wünsch euch allen ein schönes We... und glaubt an Euch...

Liebe Grüsse
CAT

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11. Juli 2008 um 23:02

SCHÖN ZU HOREN....
dass du dich selber herausgezogen hast..es tut gut zu lesen, dass man diesem horror entkommen kann!!!

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12. Juli 2008 um 23:40
In Antwort auf juliet_12917867

SCHÖN ZU HOREN....
dass du dich selber herausgezogen hast..es tut gut zu lesen, dass man diesem horror entkommen kann!!!

Ich habs auch geschafft!
Hallo
ich hatte mit panikattacken zu kämpfen, weil ich mir zu viel nen Kopf gemacht habe, Über alle möglichen Dinge! Ich hatte jeglichen Lebensmut verloren und hatte so die Schnauze voll, von Atemnot und Ohnmachtsanfällen (Sterbeszenarien), dass ich dachte: Gut jetzt bringst du dich um! Ich hatte zum Beispiel angst vor körperlichen anstrengungen, weil ich dachte dann sterbe ich erst recht!

Also mein "Suizid" sah folgendermaßen aus: Solange laufen bis ich tot umfalle!
Nach 4km hatte ich panik, war ich k.o. war, ich war am ende und lief einfach weiter, dann nahm die panik ab! Mit jedem Kilometer mehr! Ich sagte mir ich bin ein Roboter, der hundertprozentig funktioniert, ich bin zu unendlicher Leistung fähig. Nach 13,5km dachte ich es reicht für heute.

Ich lebte immernoch und war weit davon weg an atemnot oder herzrasen zu sterben, war hellwach, verspürte keine Panik, weil ich mich ja als was Übermenschliches betrachtete.

Nächsten Tag blieb ich von einer Panik verschont, hattehin und wieder ein mulmiges Gefühl, ob nicht doch was kommt, aber es kam nichts. Nach ein paar weiteren Tagen war alles wieder normal!

Ich weiß gar nicht mehr, wie sich eine Panik anfühlt!

Mein Rat: Wenn man denkt, man leidet an einer schlimmen Krankheit (mit Panikattacken, weil man denkt jetzt werde ích sterben), und es ist das Körperliche ausgeschlossen, solange joggen bis es nicht mehr geht! das kann auch schon nach 1 km so sein. egal! dann eben weitergehen, wenn ne Panik kommt! weitzerlaufen! Man wird feststellen, das die Panik sich gar nicht auf das Körperliche auswirkt, sonst könnte man ja schlecht weiterlaufen (Laufen bedeutet hohen sauerstoffvberbrauch und anspruch des kreislaufs). Man wird feststellen, das die panik gar keine chance hat! klar FÜHLT man die Panik! Aber sie wirkt sich erst aus, wenn man sich deswegen verrückt macht! einfach hinnehmen! und laufen, laufen, laufen! mit jedem kilometer steigt das selbstvertrauen, das man top fit ist und nur die psyche einen streich spielt!

"Mein Körper ist ein Roboter der hundertprozentig von alleine funktioniert, ohne Selbstkontrolle! Ich brauch mich gar nicht um ihn zu kümmern, er kommt zu recht und nimmt sich von ganz alleine was er braucht. Luft zum Atmen, er isst wenn er hungrig ist, usw."

Mit diesem Prinzip schottet man die gestresste Psyche vom Körper ab. Die körperlichen Symptome bleiben aus. Man fühlt sich unbesiegbar. Man ist eine Maschine!

Wenn eine Panikattacke kommt hab ich mir meinen Spruch immer eingeredet und die Panik blieb aus!

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14. Juli 2008 um 20:15

Hi CAT
ich finde es beeindruckend wie du das alles geschafft hast..leide auch an vielen Ängsten und Phobien =( aber irgendwie schaffe ich das alles nicht..freue mich über post von Dir..liebe grüße

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