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Soziale phobie

23. Dezember 2007 um 13:22

ich habe auf www.psychotherapiepraxis.at eine selbsttest über soziale phobie gemacht.

und so wie das ergebnis ausschaut, leide ich unter dieser angst.

ich habe angst vor anderen, fremden. besonders vor gleichaltrigen. ich traue mich nicht, ich selbst zu sein, meine meinung zu äußern usw. aus angst vor ablehnung oder kritik. :/

ich mache schon seit 3 jahren eine therapie...und in wenigen monaten ist sie zu ende.

wie kann ich es bloß endlich schaffen, diese soziale angst zu überwinden?

ich habe immer den eindruck, niemnd kann mich leiden, und ich bin auch nicht wirklich beliebt. habe 3 freunde. und einen festen freund. ich habe immer angst, seine freunde kennenzulernen.

ich bin so still... ich krieg den mund einfach nicht auf.
und ich halte alle anderen für etwas besseres. sie haben hobbies, leidenschaften... eine eigene meinung, ihren eigenen stil...
irgendwie kann ich meinen gar nicht finden.

hilfe... ich bin total unglücklich.

was kann ich bloß nunternehmen...

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23. Dezember 2007 um 16:16

Hallo syness6
Normalerweise halte ich nichts davon, wenn man immer die Schuld bei Eltern oder in der Vergangenheit sucht.( Bringt meistens auch nichts, ausser Anklagen)
Manchmal kommt aber doch so etwas wie ein schwaches Selbstbewußtsein aus dieser Richtung. Wurde selbst nicht so sehr zum selbstbewußt sein, erzogen. Und habe da leider auch bei meinem Sohn dann viele Fehler gemacht, und sein S. nicht gerade gestärkt.
Wurdest du oft kritisiert ?
Wenig gelobt ?
Bei mir hat sich das jetzt sehr verbessert gegen früher. Allerdings habe ich schon noch etwas Schwierigkeiten, wenn ich zum Beispiel mit vielen Leuten am Tisch sitze, muß ich innerlich oft anlauf nehmen, bis ich den Mund aufmache. Dann fallen mir Andere oft ins Wort, als hätte ich gar nichts gesagt.
Aber ich glaube auch das wird so mit den Jahren noch besser werden.
Diese Befürchtungen oder diese Gedanken, niemand kann Dich leiden,das haben sehr viele Menschen habe ich schon gemerkt. Ich würde sagen, vielleicht
80 Prozent davon, ist aber Einbildung, und entspricht nicht der Wirklichkeit. Natürlich können die Menschen oft besser damit umgehen, wenn sie Andere treffen, die gleich ihre Meinung sagen, weil manche dann vielleicht umgekehrt denken, der sagt nichts, weil er mich nicht leiden kann.

Was vielleicht nicht schlecht wäre, irgentwelche Gespräche in der Gruppe zu führen, mit Menschen die ähnliche Probleme haben.

Manchmal gibt es ja auch Selbsthilfegruppen, wenn das auch nicht ganz das gleiche Problem wäre, was die Selbsthilfegruppe anbelangt, aber Du würdest lernen, in einer Gruppe den Mund auf zu machen.
Manchmal liegen von der ev. Kirchengemeinde oder beim Gesundheitsamt oder so Zettel aus wo man Selbsthilfegruppen finden kann.
Probiere mal etwas in der Richtung aus.



Liebe Grüsse

Florena

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23. Dezember 2007 um 23:26

Ich kenne das problem
Da kann ich dir wirklich nur sagen, dass geht mir genauso. Aber das es wirklich eine Krankheit ist, davon hab ich noch nichts gehört. Aber wie ich deinen Eintrag gelesen hab, da hab ich mir wirklich gedacht: mir geht es genauso!

Ich hab auch angst mich mit fremden Menschen zu treffen, ja sogar mit ihnen zu telefonieren. DAs ist wirklich blöde. Ich hab auch nicht viele Freunde und mir geht es auch immer so, dass ich denke andere sind besser als ich. Aber geht es dir nicht auch so, dass die wenige freunde die du/ich haben, dann auch wirklich gute freunde sind?


Mein Freund dagegen, hat damit überhaupt kein Prob, versteht das glaub aber auch nicht so wirklcih. Wie ist es bei dir??

lg

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25. Dezember 2007 um 12:19

Danke für die antworten.
hm, na der grund war eben, um mal zu testen, wies bei mir egtl aussieht, weil ich ja sozial so ängstlich bin.

im augenblick gehts mir besser. ich habe oft solche phasen indenen es mir richtig schlecht geht. ich bin überempfindlich und sensibel. muss wegen kleinigkeiten weinen oO (gestern hab ich mir bei youtube alfred kwak reingezogen. seine eltern werden überfahren und ich bekomm einen heulkrampf, war noch stunden danach tieftraurig. ich finde das nicht mehr normal. ein bissen traurig kann man ja sein, aber SO?!)

ich finde mich eben unbeliebt. menschen, die offen und lustig sind, sind beliebt bei anderen und kommen immer gut an.

ich denke schon, dass ich oft kritisiert wurde. als ich in die grundschule kam, hatte ich eine lese- und rechtschreibschwäche. auch in mathematik hatte ich riesengroße schwierigkeiten. ich konnte nicht mal 5 und 5 zusammenzählen. meine lehrerin war mit mir am verzweifeln, meine mitschüler haben mich ausgelacht und meine eltern haben mich auch manchmal fertig gemacht deshalb. "du hast wohl stoh im kopf", hieß es. ich war immer so traurig. und hab mich damals unbewusst glaub ich, schon minderwertig gefühlt.
eigentlich müsste ich heute selbstbewusstsein haben, weil ich schulisch keine probleme mehr habe. auf der hauptschule wurde ich jedes jahr klassenbeste. ich gehe jetzt sogar auf eine weiterführende schule, um den realschulabschluss zu machen.

aber ich habe immer noch das gefühl, dass ich nichts kann.

ich finde aber auch, dass man sein selbstwertgefühl nicht von anderen abhängig machen sollte - wenn das mal so einfach wäre!!!
ich will auch nicht perfekt sein. niemand ist perfekt. aber ich würde mich wenigstens normal mit anderen unterhalten können. ohne irgendwelche hemmungen.

ich traue mich mehr unter leute als früher. letzens bin ich ganz allein in einen schwimmverein gegangen.

ich hab aber immer so fürchterliche bauchschmerzen, wenn ich irgendwo hingehe, wo ich niemand kenne.

viele liebe grüße

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