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Sozial phobie... kennt sich jemand mit aus?

23. August 2012 um 21:43

Mich würde es mal interessieren, ob das jemand von euch kennt.
Wie machte es sich bei euch bemerkbar?
Welche Symptome?
Wie kamt ihr da raus?
Und und und...

Habe den Verdacht dieses zu haben.

Würde mich sehr eure Erfahrungen freuen.

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27. August 2012 um 22:20

Darax
Jaa so was du beschreibst kennr ich nur zu gut!
Wenn ich in Kontakt mit fremden Menschen gehen muss rede uch sie zwar an, aber auch nur um deswegen, weil ich nicht will dass sie schlecht über mich denken und ich überspiele die Angst mit viel Lächeln und Lachen.
Aber in meinem Inneren sieht es ganz anders aus als ich bach außen hin vorgebe.
Ständige Angst erwas falsch zu machen und dann passieren auch noch fehler.
Und und und....
Ich dachte immer es sei normal,
aber vor kurzem ist mir bewust geworden, dass ich wirklich quasi in ständiger Angst lebe.
Ich war früher ganz anders.
Virlleicht kommt es daher, dass ich mich heute viel negativer sehe als ich eigentlich bin.
Keine Ahnung...
Ich hoffe dass das der Psychologe für mich heraus findet.

Den Termin Mittwoch muss ich leider verschieben, weil ich mir diesen Therapeuten nicht leisten kann. Ich brauche einen Kassenberechtigten.
Hoffe dass ich da auch schnell an einen Termin komme.

Danke für deine ausführliche Antwort

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29. August 2012 um 6:15

Ich weiß nicht wirklich was eine Sozial Phobie ist..
aber ich denke vieleicht hab ich es.. früher war ich wirklich anders aber als ich Schule gewechselt hab wurde ich zuerst eine weile lang gemobbt & das hat mein Selbstbewussein stark beeinträchtigt und ich merke erst jedz (da es in letzter Zeit immer schlimmer geworden ist) dass es so nicht mehr weiter geht.. ich hab 0 selbstbewusstsein bin schüchtern und fühle mich übelst hässlich & fett und hab ne riesiege nase & schlimme Augenringe und ich kann das alles nicht mehr verarbeiten ich weine so offt wegen meinem Aussehen.. und wenn ich mit mehreren Leuten raus gehe traue ich mich nicht wirklich was zu sagen und habe angst Fehler zu machen & alles.. ich weiß nicht wie ich mir helfen kann ich weiß nur eins : so kann ich nicht Leben! das ist nicht mehr normal.. ich fange manchmal grundlos an zu weinen weil ich denke dass die leute mich ausschliesen oder mich ignorieren usw. hatt vieleicht jemand nen tipp für mich bevor es noch schlimmer wird? mit Psychologen und sowas hab ich es noch nicht probiert.. hilft sowas überhaupt? oder sollte ich lieber etwas an meinem aussehen verändern so dass ich mich nichtmehr so hässlich fühle &vieleicht so wieder mein selbstbewusstsein wieder erlange? bitte meldet euch wenn ihr nen tipp habt oder es euch genauso geht..

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29. August 2012 um 9:43

Kenne mich nicht wirklich damit aus, habe aber nen Bekannten, den es betrifft.
Ich kann daher nur aus Sicht von außen Schildern, wie das bei ihm abgelaufen ist. Wie es in ihm drinnen aussieht weiß ich nicht.

Am Anfang hielten wirs eben einfach nur für seine "Macke".
Es hat ja nicht gleich jeder, der lieber unter sich ist und Menschenansammlungen meidet gleich ne Sozialphobie.

Allerdings wurde es bei ihm zunächst langsam, dann von Tag zu Tag schlimmer.
Am Anfang mied er eher Situationen, in denen er sich vielen fremden Menschen stellen musste. z.B. Geburtstage außerhalb der altbekannten Clique. Dass er von heute auf morgen (weil er lt. eigener Aussage "keinen Bock mehr" hatte) seinen Job gekündigt hat, hielten wir eben für unvernünftig. - Heute ist klar, was die Ursache war.

Irgendwann kam er auch innerhalb des Freundeskreises nur noch, wenn nur wenige Personen anwesend waren, beschränkte es nachher auf bestimmte Personen und kam dann nur noch zu diesen nach Hause, wenn sie allein waren.
Zum Schluss beschränkte sich der Kontakt nach außen rein auf meinen Ex, den er irgendwann auch nur besuchte solange ich nicht anwesend war. Bis auch er wochenlang nur per Internet Kontakt zu ihm hatte.

Ich kann mich noch sehr gut an eine Situation erinnern, als er zusammen mit uns einkaufen war. Ein ganz normaler Lebensmitteleinkauf im Supermarkt. Er fing plötzlich an zu zittern und hatte den Schweiß auf der Stirn stehen.



Es ist schwer jmd bei sowas zu helfen.
Hilfe bedeutet in einem solchen Fall Nähe zu anderen, was gerade sein Problem ist. Wenn er sich nichtmal mehr unter Freunden, die er seit dem Kindergarten kennt, wohlfühlt, wie soll er sich da jmd öffnen können, der ihm tatsächlich helfen kann?

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3. September 2012 um 17:12

Ja SozialPhobie kenn ich...
Hallo Ihr lieben,

ich bin da auch schon mal durchgegangen. Wirklich schrecklich ist das.

Das fing an als ich etwa 15 war. (Vor 20 Jahren)
Meine Eltern hatten sich zu der Zeit getrennt. Meine Kindheit war sehr schwierig. Die Symptome wurden immer schlimmer. Hatte dazu auch noch Schlafstoerungen. Hab mich auch nicht mehr in die Schule getraut, nicht in oeffentlich Verkehrsmittel, nicht in den Supermarkt, Einkaufszentrum. Das waren auf einmal alles Orte des Grauens. Es war so als wenn alle Leute mich beobachten wuerden und mich be- und verurteilen wuerden mit ihren Blicken. Ich war dann gar nicht mehr in mir selbst, sondern es war so als stuende ich ausserhalb meiner selbst, als muesste ich eine Rolle in einem Film spielen den ich nicht kenne. Hab auch Schwindel- und Panikattacken bekommen. Zum Schluss hab ich mich nicht mehr aus dem Haus getraut. Richtig schlimm. Komischerweise war es dann (fast) auf einmal weg, als ich in eine Beziehung reingeschlittert bin. Damit war es dann aber nicht erledigt!

Urploetzlich, nach etwa 3 Jahren, packte mich die gleiche Phobie mit aller Macht noch einmal. Auf der Arbeit konnte ich die leichtesten Taetigkeiten nicht mehr erledigen, so dass ich mich krankschreiben lassen musste. Hab mir einen Psychologen gesucht und dann eine Therapie angefangen. Nach etwa 2 monatiger Psychotherapie hab ich mich dann wieder auf die Arbeit getraut (das hat sehr viel Ueberwindung gekostet, aber mit Hilfe meines Therapeuten hatte ich mittlerweile wieder ein (kleines) Selbstwertgefuehl... Die Therapie hat 7 Jahre gedauert, wobei die Phobie nur die Spitze des Eisberges war. Es gab soooo viel aufzuarbeiten. Und ich glaube, dass so eine Phobie ein starkes Warnsignal ist, dass etwas mit einem ganz gehoerig nicht stimmt. (Im Sinne von: man eigentlich ein oder mehrere ganz andere Probleme hat)

Ich kann nur raten: sucht Euch eine psychologische Begleitung um die Ursachen zu bearbeiten und dann seid Ihr es fuer immer los. Es ist wirklich grauenvoll sich nicht mehr unter Menschen zu trauen und alle Blicke fehl zu interpretieren. Wenn ich daran zurueckdenke gruselt es mich wirklich. Ganz schreckliche Zeit.

Ich hab vollstes Mitgefuehl fuer alle Leidenden!
Es gibt auch Selbsthilfegruppen. Die helfen auch. Auch wenn es (oh Grauen) Gruppen sind. Da fuehlt man sich auch mit Sozialphobie erstmal aufgehoben und meist koennen die anderen einem auch helfen einen geeigneten Therapeuten zu finden.

Nicht die Hoffnung aufgeben.
Greift Euch die gelben Seiten und sprecht ein paar Therapeuten auf's Band (meistens koennen die grad nicht rangehen, aber die rufen zurueck, wenn man die Nr. hinterlaesst) wg eines Erstgespraeches (ist umsonst) und der hilft Euch dann, falls noetig, eine Therapie von der Krankenkasse finanziert zu bekommen (so war's bei mir). Normalerweise zahlen die Krankenkassen eine Therapie bei Sozialphobie, weil man ja sonst arbeitsunfaehig ist/bleibt.

Also, wenn Ihr noch Fragen habt... ich bin da. Ok?
Ganz liebe Gruesse
Kopf hoch - so schlimm wie Ihr denkt dass Ihr seid, seid Ihr ganz bestimmt nicht, auch wenn sich das so anfuehlt. Euer Gefuehl (be)truegt. Ganz im Gegenteil: Ihr seid liebenswerte, ganz normale Menschen!

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