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SOS!!!!!! Mein Sohn raucht mit 11 und überschreitet jede Grenze

23. April 2012 um 11:51 Letzte Antwort: 3. Mai 2012 um 1:13

Hallo Ihr Lieben,

ich habe einige Minuten habe ich vor dem Bildschirm gesessen und überlegt, ob ich mit dieser Problematik an die Öffentlichkeit gehe.

Lange schlaflose Nächte liegen hinter mir.
Ich bin starr und fühle mich wie wie in einer Blase gefangen, es ist schwer meine Gefühle derzeit überhaupt zu beschreiben.

Ich möchte es Euch trotz alledem gern erzählen;

Ich habe wie oben bereits erwähnt einen 11jährigen Buben.Er ist ein wirklicher Wildfang und hat mein Leben in den letzten Jahren wirklich mehr als nur verändert.

Bereits im Kleinkindalter war er sehr aktiv. Es gab kaum ruhige Phasen.
Ich lernte damit umzugehen.
Mit jedem neuen Lebensabschnitt wurde es schlimmer.
Es folgte die Trennung (mit 3 1/2 Jahren) von seinem Vater zurück in meine Heimat.
Der Vaterkontakt war eine Katastrophe!
Ich bemühte mich, das Verhältnis immer aufrecht zu erhalten und führ mehrmals im Jahr mit meinem Sohn zu ihm.

Der Vater brach irgendwann den Kontakt einfach ab und meldete sich gegebenfalls per Telefon bei uns.
Besonders wenn er persönliche Probleme mit seinen neuen Frauen hatte.

Ich hatte danach noch 2 feste Partnerschaften, die jedoch in die Brüche gingen.

Heute:

Leben seit 4 Jahren glücklich mit einem Mann zusammen.
Wir haben inzwischen ein Häuschen und fühlen uns wohl.

Naja fast wohl!
Wie kann ich mich zu 100 % gut fühlen, wenn mein Kind
entgleitet!?

Es fing vor ca 2 1/2 Jahren an.
Wut, Aggression, kein Interesse an Familie.......

Bis heute...und noch viel schlimmer.

Er macht was er will.
Er raucht, er lügt, er stiehlt, er trinkt heimlich..(letzteres habe ich gestern erfahren), er verlässt ohne Bescheid zu geben das Haus und beleidigt uns aufs heftigste.

Ich kann mit ihm nicht mehr kommunizieren, er hat keine Lust mehr etwas für die Schule zutun udn provoziert uns wo er nur kann.

Ich liebe ihn so sehr, doch stoss ich jetzt an meine Grenzen.
Ich kann nicht mehr!!!!!!
Ich kann die derzeitige Situation einfach nicht mehr ertragen.

Pubertät hin oder her, so kann es nicht mehr weitergehen.



Me

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23. April 2012 um 15:46

Es geht an ihm vorbei
...er hört uns einfach nicht mehr*kopfschüttel*.

Bestrafungen gehen an ihm vorbei.Wir haben ihm seine Freizeit entzogen, er geht trotzdem und mit aller Selbstverständlichkeit.
Wir drehen uns immer mehr im Kreis und alles leidet unter seinem "ego" Verhalten.

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24. April 2012 um 7:54

Ich habe uns Hilfe gesucht
Ich möchte Euch erst einmal "danke" sagen.
Ich fühle mich ein wenig erleichtert, denn ich habe es mir von der Seele geschrieben.

Dieser innere Konflikt, diese unerträgliche Situation und diese tiefe Lläufts allerdings iebe, die ich für meinen Sohn empfinde ruft ein große Leere herbei.

Ich habe nicht erwähnt, das ich mit ihm bereits beim Kinderpsychologen bin. Wir befinden uns immer noch in der Testung (Diagnostik). Es läuft alles bestens. Er macht wirklich gut mit und die Therapeuten sind begeistert.

Zuhause läufts allerdings anders.

Ich bin mir sehr bewusst, das der Vater eine genauso großen Stellenwert hat.
Leider konnte ich ihm dies nicht ermöglichen.
Ich habe den Kontakt immer aufrecht erhalten, dafür Sorge getragen,das er unser Kind aufwachsen sieht und bin die 500 Kilomter die uns trennen gefahren um den Kontakt nicht anreißen zu lassen.
Erfolglos!
Er hat sein Leben und da passt das Kind nicht rein!

Sehr bitter!

Ich habe in den letzten Wochen sehr bewusst reflektiert und erkenne auch eingefahrene Muster meinerseits.

Ich habe ihm sehr viel abgenommen. Habe jahrelang kompensiert und alles für ihn getan.
Er hatte wenig, bis gar keine Pflichten.

Ein großer Fehler, das weiß ich heute.

Das größte Problem ist jedoch, das er uns nicht mehr wahrnimmt.
Er geht aus dem Haus und dreht sich nicht einnmal mehr um. Soll heißen, dass er einfach abhaut.

Wir können ihn nicht mehr halten.
Das ist die größte Verzweiflung!

Wie können wir ihn wieder auf den richtigen Weg bringen?
Er findet sich einfach nicht mehr!

Gestern:

Ich habe den Kinderarzt konsultiert.
Wir redeten lang, sehr lang miteinander (ohne dem Kind).

Einweisung in eine Fachklinik für Kinder und Jugendpsychatrie!

Das klingt sehr befremdlich doch es gibt gerade keinen anderen Weg.

Er muss wieder zu sich finden sonst gleitet er uns davon ( gerade sehr traurig bin).





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24. April 2012 um 8:04

Überarbeiteter Text "Ich habe uns Hilfe gesucht"


Ich möchte Euch erst einmal "danke" sagen.
Ich fühle mich ein wenig erleichtert, denn ich habe es mir von der Seele geschrieben.


Dieser innere Konflikt, diese unerträgliche Situation und diese tiefe Liebe die ich für meinen Sohn empfinde ruft eine große Leere herbei.

Ich habe nicht erwähnt, das ich mit ihm bereits beim Kinderpsychologen bin. Wir befinden uns immer noch in der Testung (Diagnostik). Es läuft alles bestens. Er macht wirklich gut mit und die Therapeuten sind begeistert.

Zuhause läufts allerdings anders.

Ich bin mir sehr bewusst, das der Vater eine genauso großen Stellenwert hat.
Leider konnte ich ihm dies nicht ermöglichen.
Ich habe den Kontakt immer aufrecht erhalten, dafür Sorge getragen,das er unser Kind aufwachsen sieht und bin die 500 Kilomter die uns trennen gefahren um den Kontakt nicht abreißen zu lassen.
Erfolglos!
Er hat sein Leben und da passt das Kind nicht rein!

Sehr bitter!

Ich habe in den letzten Wochen sehr bewusst reflektiert und erkenne auch eingefahrene Muster meinerseits.

Ich habe ihm sehr viel abgenommen. Habe jahrelang den Vaterverlust kompensiert und alles für ihn getan.
Er hatte wenig, bis gar keine Pflichten.

Ein großer Fehler, das weiß ich heute.

Das größte Problem ist jedoch, das er uns nicht mehr wahrnimmt.
Er geht aus dem Haus und dreht sich nicht einnmal mehr um. Soll heißen, dass er einfach abhaut.

Wir können ihn nicht mehr halten.
Das ist die größte Verzweiflung!

Wie können wir ihn wieder auf den richtigen Weg bringen?
Er findet sich einfach nicht mehr!

Gestern:

Ich habe den Kinderarzt konsultiert.
Wir redeten lang, sehr lang miteinander (ohne dem Kind).

Einweisung in eine Fachklinik für Kinder und Jugendpsychatrie!

Er steht nun auf dieser Warteliste.

Das klingt sehr befremdlich doch es ist für ihn (vielleicht) der richtige Weg.

Er muss wieder zu sich finden sonst gleitet er uns davon ( gerade sehr traurig bin).

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24. April 2012 um 23:00

Keine leichte Entscheidung
Allein das Wort "Psychatrie" wirkt bei vielen, wie auch bei dir hart.
Ich vermute, dass liegt an den Bildern die wir in unseren Köpfen haben.
Irre oder dissoziale Persönlichkeiten......

Ich habe andere Erfahrungen gemacht, die tatsächlich zeigen, das viele Kidis wieder lernen den richtigen Kurs zu nehmen.

Er bricht gerade aus. Findet sich selbst nicht mehr und versucht die absolute Freiheit zu entdecken.

Wir reden...und reden...und erreichen ihn nicht mehr.
Es ist gefährlich jetzt nichts zutun.

Gegenwärtig ist es, das einzigste was ihm hoffentlich wieder auf den richtigen Kurs bringt.
Es ist keine Strafe, es ist eine Hoffnung, denn sein Sozialverhalten ist absolut gestört.

Ich fühle mich trotz alledem sehr angespannt.

Ich rede nicht über den bevorstehenden Aufenthalt. Ich werde es mit ihm besprechen, wenn der Tag näher rückt und bin für ihn da.

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25. April 2012 um 7:37

Hilfe holen
Hallo, du musst dir hilfe holen. Nur bring dein Sohn nicht weg. Das wird mit sicherheit nach hinten l

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25. April 2012 um 18:29

Die Liebe wird nicht erkannt - Also muss heimliches Mitleid her..
Hi, ich bin selbst ein Bube. Jedoch bereits ein 33ig Jähriger.
Ich bin per Zufall hierher glangt. Wegen eines anderen Beitrags.

Ich hab aber nun auch dieses Thema gelesen und dachte ich schreib auch mal was dazu.
Ich war selbst auch ein Wilder Kerl als junger Mann. Hatte sogar Phasen wo ich kein Bock mehr hatte, weder mit meinem Vater noch mit meiner Mutter zu Sprechen.
Ich machte eins auf Schweigen total und für immer und ewigs nicht sprechen wollen mit den Eltern.
Natürlich Sprach ich irgendwann dann doch wieder.

Mein Rat an dich (wobei ich dich nicht kenne, als bitte mit Vorsicht geniessen was ich dir rate. Schliesslich kenn ich weder deinen Sohn, noch wirklich deine reale Situation noch eben dich):
Überhäufe deinen Sohn mit Liebe. Ich meine wirklicher Liebe. Keine Motzliebe.
Zeig ihm das du ihn Schätz, selbst dann wenn er irrsinniges Zeugs macht wie Rauchen.

Zuallererst würde ich überhaupt nicht mehr ihn aufs Rauchen ansprechen. Das nützt nämlich nix. Er wirds ja so oder so machen und sowiso in Abwehrstellung gehn, sobald du vesuchst im ein schlechtes Gewissen einzureden.

Das Schlechte Gewissen macht er sich nämlich heimlich, glaub mir. Er motzt, aber sobald er draussen für sich selbst ist, macht er sich zumind. irgendwelche Gedanken über euch. Da bin ich mir sicher.
Seine Einstellung mag sich zwar dadurch nicht ändern, jedoch ist er so oder so Empfänglich auf Schlechtes Gewissen.
Daher rate ich eher auf wirklich Brave Mutter zu spielen.

Zeig ihm, das du in nicht hasst, sondern das du nur ohne Schreie auf ihn reagieren kannst. Dann wird er innerlich erstaunt sein und obwohl er sich dadurch nicht ändern wird, wird er noch tieferes Gewissen sich selbst machen, wenn er dann mal draussen für sich selbst ist.

Wenn du es geschaft hast, das er dich irgendwann nur noch mit mühe anmotzend reagieren kann, weil du selbst bereits nicht mehr Motzt sondern die Liebe Mutter bist. Erst dann kannst du anfangen zwischendurch mal ein Schlechtes Gewissen Bewusst mit Sätze ihm zu vermitteln.
Aber ohne Befehlssatz, sondern nur als Erwähnung so nebenbei. Und nur kurz.

Das reicht alle mal, das er sich anfängt zu fragen: "Mach ich was falsch in meinem Leben. Tun mir meine Kollegen nicht gut, trotz Fun mit Ihnen?!".
USW.

Wenn du stehts auf Motzen, Klagen und Aggression wert weiterhin wert legst, dann wirst du damit riskieren das er seine Stellung mit die er mittlerweile hat, verhärtet. So verhärtet das er villeicht sich soweit gehen lässt, das es sehr tief mit ihm gehen kann.

Er muss Erfahren das Zuhause sein Zuhause ist, und er sich im schlimmsten Falle zuhause verkrichen kann, wenn er von den Kollegen nichts mehr wissen will. Sprich wirklich sich von Verhalten der Kollegen distanzieren will.

Erfährt er das nicht, dann wird ihm sein Zuhause/Zuflucht, die Kollegen und noch mehr Rauchen sein (sprich, Party sein.). Denn Party ist ablenkung vor Probleme.

Zumind. würde ich diesen Weg versuchen zu gehn.
Dabei aber natürlich stehts weiterhin wachsam bleiben, wie sein Weg sich weiterentwickelt.

Tun kannst du ansonsten nicht viel. Meine Mutter damals, hat sich den Kopf zerbrochen. Ich tat jedoch trotzdem was ich wollte.
Das problem war einfach gesagt bei mir die Kollegen und trotz allem der Spass am Rauchen. Nicht umsonst Ruachen die meisten Menschen. Es hat ja auch Unterhaltungsfaktor.

Villeicht kriegst du heraus was ihn anderweitig genau gleich Unterhalten könnte, ohne dabei auf das Rauchen anspielen zu müssen.
Erzähl ihm das er ca. 150.-Euro im Monat mehr hätte, würde er nicht Rauchen. Erzähl ihm, das er ja mal wusste wie es war ohne zu Rauchen und er denn Tag auch so als Unterhaltung sah (sag ihm aber nicht das nicht Rauchen auch geht oder sowas). Auch nicht das er sich andere Unterhaltungen statt Rauchen suchen soll. Sowas nützt garnix.

Weisse ihn nur darauf hin, das er bevor er geraucht hatte, ja auch so sein Leben als normalen Alltag Unterhaltung kannte.

Stellt rauchen also nicht als was Negatives dar. Höchstens wens ums Geld geht.

Viel Glück bei allem. Meistens werden die Söhne mit ca. 28ig wieder ruhiger. Egal was sie in der Vergangenheit erlebt haben. Ab ca. 25 bis 35 wird alles ruhiger und man sieht mehr in seinem Leben was man falsch gemacht hat und auch was man villeicht an seinen Eltern ect. hätte akzeptieren können.
Genau so ist es aber auch für die Eltern. Deshalb sag ich; Um so eher du dinge zumind. oberflächig akzeptierst um so eher kannst du ruhiger an das rangehn ohne etwas zu verhärten.
Ausser er Stillt was oder so. Dann, bei so sachen würde ich Mächtig Schimpfen. Denn sowas gilt nicht mehr auf nur ihm persönlich, sondern hat auch was mit anderen zu tun. Und sowas macht mann nicht. Wenn er Inteligenz besitzt wird er das so oder so einsehn, wenn du ihn bei besonders solch sachen, zurecht weisst.

Bei so Sachen ist also Schreien ect. sogar richtiger als Akzeptant. Das ist meine Meinung. Und das wird er auch früher oder später dann selbst einsehen. Denn das hat, wie gesagt, nichts mehr mit was persönliches zu tun (wie zb. das Rauchen). Bei sowas schadet er andere, und das ist ihm so oder so bewusst.

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30. April 2012 um 17:14

...
Eins vorweg...wenn ich hier lese das Eltern ihre Kinder auf die Straße setzen, egal aus welchem Grund, dann empfinde ich nur Hass für solche Personen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich an der Stelle des Kindes, lieber zur Not auf der Straße verrecken würde, als zu meinen Eltern, welche ihr eigenes Kind, man stelle sich das mal vor, auf die Straße setzen, nur weil man eine kleine Außeinandersetzung hatte (was das Stehlen nun mal ist), zurückzukehren. Solche "Erziehungsmaßnahme" sind genau das Falsche und Grund dafür das manche Kinder gewalttätig und eine Zukunft ohne Perspektive haben.

Zu deinem Problem: Manche Eltern betrachten das Kind als Teil ihrer selbst, der funktionieren muss. Funktioniert das Kind nicht, wird nicht nach den wahren Gründen gesucht, sondern zum Beispiel die Ursache beim Lehrer oder einer Krankheit gesucht. Wichtig ist zu wissen, das Kinder ab fünf Jahren alles für ihre Eltern tun. So geht ein gesund gebundenes Kind nur für seine Eltern zur Schule, und nicht weil es dies als wichtig für sein Leben erkennt. Ist diese Beziehung aber gestört, leidet auch das Sozial- und Leistungsverhalten des Kindes außerhalb des Elternhauses. Von daher solltest du zuerst an deiner Beziehung zu deinem Kind arbeiten, anstatt ihn direkt in die Psychatrie einzuweisen.

Was du tun kannst:

- Zeit nehmen, im Sinne von unverplanter Zeit, ohne Programmpunkte und Hektik

- ein hohes Maß positiver Zuwendung; Stärken betonen

- aggressives oder anderes negatives Verhalten niemals ignorieren, sein Missfallen - auch mit der Mimik - deutlich äußern ohne in endloses Schimpfen und Meckern zu verfallen

- Mitgefühl zeigen ("Puh, das sind wirklich viel Hausaufgaben!")

- Mach dir klar, dass ein Kind die Folgen seines Handelns nicht abschätzen kann. Deshalb treffen Eltern die Entscheidungen (zum Beispiel dünne oder dicke Kleidung), Kinder treffen höchstens Unterentscheidungen (zum Beispiel die Farbe der Hose)

- ganz wichtig ist auch das du den Zeitrahmen vorgibst, zum Beispiel für Hausaufgaben. Macht dein Kind nicht mit oder verfällt ins Schimpfen, nicht ins Zurück-Meckern verfallen!!! Gehe aus der Situation (Raum verlassen) und sage dem Kind, dass der geplante Tagesablauf erst weitergehen kann, wenn es die Aufgabe erfüllt hat

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2. Mai 2012 um 2:15

Fast meine geschichte
als kleinkind war ich immer das vorzeigemädchen. nie geweint, nie gejammert, alles mitgemacht. meine eltern trennten sich als ich vier jahre alt war. mein vater war lange einfach weg. einige jahre später dann loser kontakt. mehr schlecht als recht. meine mutter hatte oft wechselnde partner. als ich in die pupertät kam fing ich an zu rebellieren. ich habe ebenfalls mit 11 angefangen zu rauchen. trinken, party machen, nächtelang um die häuser gezogen. hab mir nichts mehr sagen lassen. schule boykottiert. meine mutter hatte nie zeit für mich. war immer arbeiten, tag und nacht (gaststättengewerbe) und hat getrunken. du erzählst nicht viel zu der beziehung zu deinem sohn und zu deinen lebensumständen. denke aber das ist auch nicht so wichtig zu wissen, um zu merken dass ihr euch dringend professionelle hilfe suchen solltet. kein kind verhält sich aus heiterem himmel so. ich kann mir vorstellen dass er nicht nur unter der trennung zu seinem vater gelitten hat sondern auch unter dem wechsel deiner partnerschaften. ein kind sehnt sich nach stabilität und sicherheit. denke grade für ein jungen ist der vater als rollenbild auch sehr wichtig.

lass dir/euch helfen. es ist keine schande sich eingestehen zu müssen, nicht weiterzukommen. meine mutter hat damals keine hilfe angenommen. sie hat mich einfach zu meinem vater geschickt. von da bin ich dann abgehauen und mit 15 im heim gelandet. so muss es nicht laufen. ihr könnt das sicherlich schaffen

lg und alles gute

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2. Mai 2012 um 2:25
In Antwort auf henda_11954970

Fast meine geschichte
als kleinkind war ich immer das vorzeigemädchen. nie geweint, nie gejammert, alles mitgemacht. meine eltern trennten sich als ich vier jahre alt war. mein vater war lange einfach weg. einige jahre später dann loser kontakt. mehr schlecht als recht. meine mutter hatte oft wechselnde partner. als ich in die pupertät kam fing ich an zu rebellieren. ich habe ebenfalls mit 11 angefangen zu rauchen. trinken, party machen, nächtelang um die häuser gezogen. hab mir nichts mehr sagen lassen. schule boykottiert. meine mutter hatte nie zeit für mich. war immer arbeiten, tag und nacht (gaststättengewerbe) und hat getrunken. du erzählst nicht viel zu der beziehung zu deinem sohn und zu deinen lebensumständen. denke aber das ist auch nicht so wichtig zu wissen, um zu merken dass ihr euch dringend professionelle hilfe suchen solltet. kein kind verhält sich aus heiterem himmel so. ich kann mir vorstellen dass er nicht nur unter der trennung zu seinem vater gelitten hat sondern auch unter dem wechsel deiner partnerschaften. ein kind sehnt sich nach stabilität und sicherheit. denke grade für ein jungen ist der vater als rollenbild auch sehr wichtig.

lass dir/euch helfen. es ist keine schande sich eingestehen zu müssen, nicht weiterzukommen. meine mutter hat damals keine hilfe angenommen. sie hat mich einfach zu meinem vater geschickt. von da bin ich dann abgehauen und mit 15 im heim gelandet. so muss es nicht laufen. ihr könnt das sicherlich schaffen

lg und alles gute

Ps
mit hilfe suchen, mein ich nicht ihn irgendwo in eine klinik schicken und hoffen dass er als neuer mensch wiederkommt. ich meine eine gemeinsame mutter/kind-therapie. wollte das gern noch hinzufügen, weil ich weiter unten was von psychiatrie gelesen hab. das problem liegt nämlich sicherlich nicht nur bei deinem sohn.

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2. Mai 2012 um 2:29

Verrat
wenn man seine kinder wegschickt nimmt das kind es eher als ein nicht-gewollt-werden auf. so war es zumindest bei mir. daraus resultiert dann dass gefühl "ich bin böse" "ich bin nicht liebenswert" "ich bin nich gut" "keiner will mich" usw... psychiatrie halte ich für eine schlechte idee. es gibt so viele andere dinge die man vorher versuchen kann.

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2. Mai 2012 um 2:38

@sherridan
so viel unreflektiertheit ist verdammt traurig. du hast keine ahnung was du deinem kind damit antust.

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2. Mai 2012 um 7:49

Selbsterkenntnis
Es ist immer ein Thema der ganzen Familie, da stimme ich Euch zu.
Ich/wir haben uns lang damit auseinandergesetzt und alles reflektiert.
Die Trennung ist ein wichtiger Aspekt und auch die 2 weiteren Partnerschaften. Doch seitens der Stabilität hat sich nichts verändert.

Ich bin immer für meinen kleinen Mann da. Bin an seiner Seite und reiche ihm die Hand, dass war nie anders.
Ich bin freiberuflich tätig und kann meine Arbeit so legen, das ich immer Zeit für ihn habe.

Ich arbeite sehr viel mit Kindern und müsste wissen womit ich es zutun habe.Doch ich bin sprachlos und sehr verzweifelt.

Ich habe anfänglich versucht selbst die Fäden zu halten und ihn erst einmal beobachtet. Ich war zu jeder Zeit ganz nah und doch so weit weg,

Er lässt mich nicht mehr zu sich. Er bricht aus. Er raucht, er trinkt er hat Freunde, die 15-17 Jahre alt sind.

Mein Sohn identifiziert sich mit ihnen und er entfernt sich immer mehr von uns.

Die Entscheidung diesen Weg zu gehen ist lang überdacht und für uns,derzeit der einzigste Wegweiser.



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2. Mai 2012 um 9:29

Sherridan
kann man nur hoffen dass es IN deinem sohn auch so aussieht. erfolg im beruf sagt nich immer was aus über das seelische befinden. wird leider oft gleichgestellt. meinem vater war/ist auch immer wichtiger gewesen dass ich erfolgreich im leben steh und gut ausseh, als mal verstehen zu lernen warum es mir nicht gut geht.

ich will dir nichts unterstellen und vielleicht hat es deinem sohn auch nicht geschadet, aber deine methode kann ich nicht unterstützen und möchte andere davor warnen so einen schritt zu gehen.

lg

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2. Mai 2012 um 12:26

Deine meinung
ich bin für einen liebevollen umgang in dem man grenzen setzt. schlagen und rauswerfen kommt für mich nicht in frage und für viele andere gott sei dank auch nicht.

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3. Mai 2012 um 1:13
In Antwort auf lucie_12344746

Es geht an ihm vorbei
...er hört uns einfach nicht mehr*kopfschüttel*.

Bestrafungen gehen an ihm vorbei.Wir haben ihm seine Freizeit entzogen, er geht trotzdem und mit aller Selbstverständlichkeit.
Wir drehen uns immer mehr im Kreis und alles leidet unter seinem "ego" Verhalten.

...
Hallo!

Was tut ihr, wenn er mit aller Selbstverständlichkeit geht? Trotz Verbot? Ein Verbot bringt nur etwas, wenn es für das Kind nachvollziehbar ist und auch durchgesetzt wird. Laßt ihr ihn resigniert ziehen oder holt ihr ihn zurück?

Ich denke nicht, daß der (mehr oder weniger) Verlust des Vaters der Auslöser für so ein extremes Verhalten ist. Immerhin hast du seit vier Jahren einen Lebenspartner der mit euch zusammen eine neue Familie bildet und sicherlich auch für den Jungen da sein wird und den er als männliches "Leitbild" akzeptieren kann. Die Trennung der Eltern ist nicht immer und ganz sicher nicht für alle Probleme Grund und Ursache.

Wir Frauen haben da meistens einen ausgeprägteren "Familienerhaltungstrieb" und damit auch schneller ein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber weil wir ihnen ja (wie egoistisch!!) etwas genommen haben (nämlich den Vater) als Männer. Nur vergisst man dabei sehr schnell daß eine Trennung nicht mal eben so von irgendwo angeflogen kommt sondern in der Regel eine Vorgeschichte hat. Und dann darf man sich doch die Frage stellen was für Kinder besser ist: eine zwanghafte, nicht mehr intakte "Familie" in der eigentlich nichts mehr zusammen paßt sondern im günstigen Fall nur noch nebeneinander her läuft oder das Zusammenleben im ungünstigsten Fall aus Streitereien und permanenten Spannungen besteht oder eine Trennung und ein Ende dessen.

Du schreibst daß die Freunde deines Sohnes deutlich älter sind. Warum dein Sohn das toll und cool usw. findet von Älteren akzeptiert zu werden ist denke ich mal klar. Welcher 11-jährige würde das nicht? ABER: Warum akzeptieren die (deutlich) älteren ihn? Was haben sie davon? Spinnen wir den Gedanken mal weiter. Was muß er tun, darstellen, beweisen.... damit das so bleibt? Welchen Druck ist er dort ausgesetzt?

Wenn du mit deinem Sohn bereits in kinderpsychatrischer Behandlung bist, ist denke (hoffe) ich mal auch ein Intelligenztest gemacht worden. Damit meine ich nicht, daß seine Intelligenz unter dem Durchschnitt liegt, im Gegenteil! Hast du mal überlegt ob er vielleicht auch unterfordert sein könnte? Hochbegabung wird oft weder von Eltern noch von Lehrern wahrgenommen und kann auch zu extremen Verhaltensweisen führen.

Noch ein Ansatz und ich denke mal darüber wirst du mit dem Therapeuten auch gesprochen haben: mein erster Gedanke war ADHS. (Ich weiß sehr genau wovon ich rede, ich habe selbst einen Sohn mit ADHS und wir haben harte Zeiten hinter uns.) Auch wenn das heute leider eine Modediagnose ist. ADHS äußert sich auf sehr sehr unterschiedliche Weise. Es gibt keine einheitlichen Symptome an denen sich diese Diagnose festmachen läßt, keinen Bluttest der irgendwas nachweisen könnte und das in der Gesellschaft verbreitete Bild von Kindern die über Tische und Bänke springen, nicht auf einem Stuhl sitzen können und ihre Umwelt durch extreme Hyperaktivität an den Rand der Verzweiflung bringen stellt eben nur einen sehr kleinen Teil des Problems dar. ADHS besteht eben nicht nur wie der Name vermuten läßt aus Aufmerksamkeit und Hyperaktivität. Mir hat z.B Gerhild Drüe sehr geholfen. Als ich nicht mehr weiter wußte habe ich sie auch einfach angerufen.

Auch, wenn viele aufschreien und sich alleine schon der Begriff grade im Zusammenhang mit Kindern erstmal furchtbar anhört, ich denke daß der Schritt in Richtung einer GUTEN Kinderpsychatrie nicht falsch ist. Es geht ja nicht darum sich eines Problems zu entledigen oder das Kind "abzuschieben". Es geht darum Hilfe und Lösungen zu finden, nicht nur für das Kind sondern auch und vor allem für die Eltern. Und so wie du die Situation beschreibst, wäre es für mich auch der einzige sinnvolle Schritt deinen Sohn völlig aus dem derzeitigen Umfeld heraus zu nehmen. Sowohl das häusiche Umfeld mit sämtlichen eingefahrenen Verhaltensweisen und Problemen als auch das schulische Umfeld und seine "Freunde". Sozusagen einen dicken Strich ziehen und dem Jungen die Möglichkeit geben ohne Druck, Zwang, Erwartungshaltungen seiner Bezugspersonen die eigene Persönlichkeit (wieder) zu finden. Wenn das geschafft ist und es wird sicherlich für alle, auch für euch ein langer Weg zurück sein, solltet ihr auch über einen Schulwechsel nachdenken. Evtl. macht auch eine andere Schulform Sinn.

Ich wünsche euch alles Gute
LG
Maja

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