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Sollte ich mir Hilfe suchen?

13. Mai 2014 um 13:17

Hallo, erstmal Entschuldigung das der Text so lang wird. Ich muss aber alles mal aufschreiben und wollte eure Meinung wissen ob ich übertreibe oder ob ich mich doch professionelle Hilfe suchen soll.
Eigedlich müsste es mir gut gehen ich hab eine abgeschlossene Ausbildung , mein Abi nachgemacht und möchte bald anfangen zu studieren. Ich hab einen tollen Freund der immer für mich da ist genauso wie meine Familie.
Trotzdem geht es mir immer wieder ziemlich schlecht, vorallem wenn ich mit mir und meinen Gedanken alleine bin, ich grübel über alles nach und male mir aus was denn alles schief gehen könnte. Ich werde total schnell müde und schlaf auch sehr oft tagsüber mehrere Stunden. Ich schäme mich für so ziemlich alles , und wenn es nur ist das meine Mitschüler sehen wie ich an ihnen vorbei laufe. Oder wenn ich irgendwas gesagt hab mache ich mir einen Kopf darüber was sie jetzt von mir halten oder hintenrum über mich reden, obwohl eigendlich alle immer freundlich sind und auch auf mich zukommen. Jedesmal wenn ich was mit Freunden mache denke ich sie haben ein nächste Mal bestimmt keine Lust auf mich haben und mich komisch oder langweilig finden. Jede Kritik lege ich auf die Goldwaage und trage es noch tagelang mit mir rum. Wirklich viele Freunde hab ich nicht, eigendlich nur eine richtig gute und ansonsten kenne ich zwar viele aber ich mache nur sehr selten was mit ihnen so da natürlich keine Festere Bindung zu Stande kommt, ich halte allerdings auch nichts aufrecht aus Angst sie könnten mich ablehnen oder nerven. Alles was ich mir vornehme ziehe ich nicht durch weil ich mich einfach oft nicht überwinden kann.
In letzter Zeit denke ich öfter mal darüber nach wie es wäre wenn ichh mich einfach umbringen würde , eigendlich will ich es nicht wirklich es gibt ja auch schöne momente aber so oft würde ich mir einfach wünschen im erdboden zu versinken oder nie da gewesen zu sein .
Lust auf Sex hab ich auch nicht
Vor 4 Jahren hat es auch angefangen nicht mehr wirklich normal zu essen , dann hab ich mich zwei Jahre lang nur runtergehungert , ich war deswegen nur bei einem Vorstellungsgespräch bei einer Beratungsstelle wo eine Freundin mich hingeschleppt hat danach bin ich dort aber nie wieder hingegangen obwohl sie mir helfen wollten. Meine Eltern haben meine nie diagnostizierte Essstörung eigendlich auch Verdrängt und das obwohl sie mich immer wieder auf die Waage stellten oder mich unter Tränen dazu brachten ein Brot zu essen weil ich sonst nicht aus dem Haus hätte gehen lassen. Ich dachte wenn ich dünn bin bin ich wenigstens hübsch und hab eine sache wofür ich bewundert werde, wenn mir gesagt wurde das ich so dünn bin das es fast eklig ist hab ich mich gefreut .Ich hab sachen gekaut und wieder ausgespukt was ich mit Essen gemacht habe war wirklich extrem Ekelhaft vorallem wenn ich alleine war. Dann hatte ich eine Phase in denen ich das essen in mich reingestopft hab bis mir schlecht wurde. Momentan hab ich zwar nicht so große Gewichtsschwankungen aber meine Ernährung ist immernoch ein Thema das mich sehr beschäftigt und wenn ich ehrlich bin auch wenn mir alle sagen ich wäre viel zu dünn gewesen will ich es trotzdem wieder sein.
Gleichzeitig hab ich mit 16( Jetzt bin ich 22) angefangen mehrmals die Woche Drogen ( Amphetamine , Kokain, MDMA, Marihuanna )zu nehmen, zwar war ich nicht süchtig aber habe es sehr regelmäßig ( mehrmals die Woche) zu nehmen die meine Stimmung auch runterzog. Das Ging etwa 2 Jahre dann wurde es unregelmäßig, momentan nur alle paar Monate.
Das Resultat waren immer wieder Panikattacke mit Todesangst, ich konnte nur noch in meinem Zimmer sein, immer wenn ich vor die Tür sollte war es die reinste Folter für mich, alles war unrealistisch aber auch die Phase hab ich dann einfach ausgestanden , mit etwas Hilfe von meinem Exfreund.
Andererseits habe ich auch Angst mich an jemanden zu wenden sei es ein Arzt oder an Freunde/Familie, ich hab Angst davor das mir gesagt wird ich wäre faul und das ist alles normal und ich solle mich nicht so anstellen. Meine beste Freundin sagt mir manchmal auch ganz deutlich das ich selbst dran Schuld bin und mich selber mal akzeptieren soll und nicht in Selbstmitleid versinken solle. .Oder mal ein paar Vitamine essen soll oder an die frische Luft gehen müsste. Ihr hab aber natürlich auch nicht alles so erzählt wie hier, nach aussenhin habe ich immer alles überspielt und meine Ausbildung fertig gemacht
Wer bis hier hin gekommen ist schonmal vielen Dank

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14. Mai 2014 um 8:01

Beim Doc durchchecken lassen
Erstmal Hände weg von den Drogen - du hast schon selber gemerkt das es nicht gut für dich ist.

Ich würde dir empfehlen einfach mal zum Hausarzt zu gehen und dich kpl. durchchecken zu lassen. Die Müdigkeit kann z.B. eine leicht zu behebende Mangelerscheinung (z.B. Eisen) sein.

Wie ist denn aktuell dein Essverhalten ?

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13. Juni 2014 um 18:12

Wenn du es allein nicht schaffst, hol dir Hilfe!
Hallo,
obwohl ich noch sehr jung bin, ging es mir so ähnlich wie dir. Zum Glück habe ich es alleine geschafft und hatte keine Essstörung.
Nun zu dir. Du solltest dir Hilfe holen und versuchen, den anderen klarzumachen, dass sie das alles ernst nehmen sollten und das du Hilfe brauchst. Du hast Glück, dass du nicht süchtig von den Drogen bist. Deine Freundin hat ja vielleicht Recht, aber sie sollte dir helfen und dir in deinem zustand nicht vorwerfen, dass du selber Schuld bist. Mach einen Termin und lass dich beraten.
Ich hoffe du bekommst mehr Selbstbewusstsein und wieder Freude am Leben, denn das Leben ist immer lebenswert.

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