Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Soll ich es ihr sagen?

Soll ich es ihr sagen?

7. Mai 2014 um 18:23

Hallo ihr lieben,

schon seit längerer Zeit habe ich den Verdacht, dass irgendwas mit meiner Freundin nicht in Ordnung ist.

Angefangen hat das alles mit einer unerwiderten Liebe vor 2 Jahren zu ihrer besten Freundin, die ihr auch Hoffnungen gemacht hat. Sie kommt nicht davon los, spricht immer noch viel darüber, kontaktiert sie, setzt sie unter Druck z.B mit Sätzen wie: "Ich weiß, dass du mich auch liebst", Anrufen etc.

Ich arbeite auch mit ihr zusammen und sie hatte extreme Zitteranfälle, so sehr, dass sie sich nicht zusammenreißen konnte und ins Krankenhaus musste. Dort hat sie gesagt, es geht schon wieder, allerdings hat sie das immer noch. Ihre Lehrer beobachten bei ihr dass sie sich nicht konzentrieren kann und haben sie zum Arzt geschickt, der hat sie an einen Neurologen überwiesen, wo sie natürlich nicht hin gegangen ist. Sie hat schon 2x die Schule abgebrochen.

Wenn wir mit Freunden unterwegs sind, geht sie, ohne tschüß zu sagen. Also wenn wir in die Disko gehen, ist sie einfach verschwunden. Wenn wir mal grillen wollen, kommt sie einfach nicht, ohne abzusagen. Als Begründung sagt sie dann, dass es eh keinen Unterschied macht, ob sie kommt oder nicht.

Seit ca. einem halben Jahr bin ich enger mit ihr befreundet und mir ist aufgefallen, dass sie ihren Gegenüber sehr viel reden lässt. Sie stellt also immer Fragen, obwohl das Thema schon beendet ist. Wenn man sich also mit ihr trifft, redet man 3h nur über sich, weil sie nichts von sich erzählt. Wenn man nach ihr fragt, kommen immer kurze Antworten und eine Frage nach einem selbst.

Sie hat mich sehr oft um Rat gefragt, weil sie sich leer fühlt und nicht weiß, wer sie ist. Sie hat außerdem unkontrollierte Wutanfälle und Stimmungsschwankungen (wirft Sachen rum, tritt gegen Wände) und für mich - unverständliche Ansichten. Vor einem halben Jahr ungefähr hat sie mir die Freundschaft gekündigt, weil ich mich von meinem Freund getrennt habe, und aus ihrer Sicht nur über mich geredet hätte. Ich bin wirklich bereit, mich zu reflektieren - aber ich habe wirklich nicht viel gesagt, im Vergleich dazu, wie ich mich eigentlich gefühlt habe. Und sie hat alle 2h gefragt, wie es mir geht, hat es also irgendwo provoziert. Weil mir die Freundschaft aber wichtig war, habe ich mich wieder bei ihr gemeldet und wir sind uns wieder näher gekommen.

In dem Zeitraum, also den 3 Monaten, hat sie 2 Freundschaften gekündigt, aus genau denselben Gründen - die Leute würden ihr "nicht zuhören". Mit diesen Leuten hat sie aber mindestens 2 Jahre ihres Lebens verbracht. Auch mit einer ihrer besten Freundinnen provoziert sie immer wieder Streit und wirft ihr vor, keine Zeit für sie zu haben, obwohl sie weiß, dass sie beruflich momentan sehr eingespannt ist. Ihre Gründe sind für mich dann einfach nicht nachvollziehbar. Sie redet auch immer sehr abschätzig über Menschen, die ihr nahe stehen.


Ich habe ihr gesagt dass ich ihr Verhalten nicht in Ordnung finde, vorallem dass sie der Meinung ist "Freunde sind ihr egal und nerven". Irgendwas stimmt mit ihr nicht. Wenn man mit ihr spricht geht es auch nie um positive Sachen. Sie schreibt mir mitten in der Nacht und ich soll ihr sagen, wie sie sich nicht mehr leer fühlt. Das sind dann zum Teil stundenlange Gespräche, unabhängig davon, was ich gerade mache.Sie hat cuh meiner Meinung nach sehr verkehrte Vorstellungen - das Mädchen in das sie verliebt war, ist tollm hat ihr zugehört etc - sie aber am Ende stehen lassen, von ihren eigenen Freunden fühlt sie sich IMMER, egal was man tut, unverstanden. Ob man nur dasitzt und zuhört, ob man Ratschläge macht, es scheint vollkommen sinnlos zu sein.

Ich hab ihr alles mögliche vorgeschlagen: Listen zu machen, was sie erreichen will im Leben, was an ihrem Leben zu ändern (mehr Zeit für sich, weniger arbeiten), habe ihr von meinen Erfahrungen erzählt und habe mit ihr stundenlang über alles geredet - es ändert sich nichts. Einmal hat sie mich danach angerufen, nachdem ich den Satz geschrieben habe: "Du kannst dir da nur selbst raus helfen" Im Zusammenhang von: vorher eintausend Vorschläge, am Ende der Satz, dass der Entschluss, was zu ändern, von ihr kommen muss. Dafür hat sie mich mitten in der Nacht zusammen geschrien, sie könne sich nicht mehr selbst helfen, wie ich sowas denn sagen könnte. Danach entschuldigt sie sich und versteht nicht, dass ich mich dadurch verletzt fühle. Wenn ich darauf zu sprechen komme, meint sie, das sei ja schon lange her, also nicht der Rede wert. (ca. 3 Monate her)

Sie meinte, sie provoziert Streit bewusst, um was zu fühlen, da sie sonst nur Leere fühlt. Alles was ihr früher Spaß gemacht hat macht ihr keinen Spaß mehr. Wenn sie irgendwo ist, ist sie immer überschwänglich freundlich. Macht viele Witze. Zuhause weint sie stundenlang krampfartig und meint, sie "wisse den Grund nicht" und vieles könne sie mir auch nicht erzählen.

Sie meint, sie vertraut grundsätzlich niemandem, auch mir nicht, weil man ja sowieso nur enttäuscht wird.

Ich vermute, dass sie eine psychische Krankheit hat. Borderline/Depression? Sie war schon beim Psychologen, den hat sie angelogen. Sie meint sie sei immer für alle "der @rsch" - Ist sie am Ende auch, weil einfach jedem irgendwann die Ideen ausgehen, was mit ihr los sein könnte und wofür man noch Verständnis haben soll. Wenn man wissen würde, was mit ihr los ist, könnte man sich da rein versetzen. Menschen, die an so etwas "erkrankt" sind haben ja auch andere Denkprozesse. Ich möchte sie verstehen. Aber ich weiß nicht mehr wie.

Ich habe morgen einen Termin beim Sozialpsychatrischen Dienst, weil ich wissen möchte, was ich als Freund für sie tun kann. Selbst hin schleifen kann ich sie nicht. Dort lügt sie nur.

Sie möchte eigentlich Hilfe. Sie weiß auch, was sie falsch macht, aber kann es nicht alleine durch ziehen, sagt sie. Wenn ich ihr aber 5 Sachen vorschlage, macht sie was komplett anderes, meistens das, was die meisten negativen Auswirkungen hat. Ich kann ihren Denkprozess einfach nicht verstehen. Ich hab das Gefühl, ich bin am Ende meiner Kräfte.

Ich weiß aber nicht, ob ich ihr erzählen soll, dass ich da war. Ich habe Angst, dass sie wütend wird.

Was würdet ihr machen? Ich kann sie doch nicht einfach sich selbst überlassen. Ich bin fast die einzige, die davon weiß.

Hat jemand auch jemanden der betroffen ist oder es schon mal selbst erlebt? Habt ihr Ratschläge für mich?

Mehr lesen

8. Mai 2014 um 18:35

Hallo
Also ich bin jetzt kein Arzt aber durch aus vom Fachgebiet. Aber denoch steht es mir fehrn übers Internet eine Diagnose zu stellen.

Aber für mich hört sich das erstmal für eine Borderline Erkrankung an, was dann auch in dem meisten Fällen mit einer Depression geprägt ist.

Eine Denkweise von einen zu verstehen der unter depressionen leiden, ist in der Tag sehr schwierig, und heutig nicht nachvollziehbar.
Aber mit einer totalen Sicherheit kann ich dir sagen das ihr nicht alle Menschen egal sind, und du anscheint eine wichtige Persohn bist.

Tuen kannst du nicht viel, außer da zu sein um zu zuhören.
Du kannst dich selbt auch bei den nächsten Krankenhäuser bzw. Bei psychiatrischen Einrichtungen informieren.
Die bieten des öfteren Informations Veranstaltungen für Menschen an die in ihrem Umfeld mit psychisch Kranken zu tuen haben.

Ich schreibe grad vom Handy und hab das nicht genau raus lesen können.
Aber du redest von einer Freundin? Und die ist lesbisch? Habe ich das richtig verstanden?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook