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Soll ich es einfach endlich beenden?

30. März 2012 um 2:47 Letzte Antwort: 16. April 2012 um 23:29

Hallo liebe Leute ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Bitte lest euch alles durch und nicht nur die Hälfte, (ich weiß macht kein spaß so viel zu lesen, ist aber sehr wichtig für mich)

Fangen wir bei meinem Posttraumatischem Erlebnis an. Ich wurde mit 14. 1 1/2 Jahre regelmäßig missbraucht von dem Vater meiner ehemaligen besten Freundin, niemand hat etwas mitgekriegt weil er mich erpresst hat und mir gedroht hat meiner Familie etwas anzutun.

Seitdem hat es mit meinem psychischen Krankheiten angefangen, zuerst Erstickungsgefühle ich hab echt als da gelegn und gedacht jetzt krieg ich keine Luft mehr. Dadurch konnte ich meine Realabschluss nicht machen.

Mit Antidepressiva hat sich das im laufe der Zeit einiger Maßen eingekriegt meine Eltern dachten es sei einfach der Schulstress und auch ihre Scheidung die zu der Zeit war.

Als es dann mit dem Bewerben anfing, bekam ich immer öfter Panikattaken aus heiterem Himmel Todesangst jeden Tag. Jeder der sich damit auskennt, weiß was für ein Teufelskreis die angst vor der angst ist und genau da bin ich rein geraten.

Letztes Jahr war es wirklich so weit ich habe meinen Eltern bescheid gesagt was damals passiert ist. Da ich kurz vorm Suizid war weil ich mich nicht mehr vor die Tür traute meine Lebensqualität war 0 ich hatte kein Leben mehr. Alles was leute in meinem Alter (20) liebend gerne machen. Disco, Tanzen, Kino, Bars setzt für mich größte Panik Angst und Horror voraus. Selbst ganz normale Tätigkeiten, wie Arbeiten gehen, Einkaufen gehen...

Bin dann anschließend in eine Klinik gekommen in der ich auf neue Medikamente eingestellt wurde und mein Leben hat sich gebessert ich konnte wieder Arbeiten gehen, und mich einfach wieder auf den nächsten tag freuen, das war mein Ziel.

Leider haben diese Medikamente starke Nebenwirkungen un eine davon sind Blitze im Kopf und Epileptsiche Anfälle weiter ist das man gar nichts mehr fühlt man geistert duch die Gegend und ist nicht mehr sich selbst. Auch ist es ein doofes gefühl von etwas abhändig zu sein. Außerdem hat es starke auswirkung auf die Libido und das ist sehr beziehungsschädigend.

Seit 4 Wochen nehme ich die Tabletten nun nicht mehr und fühle mich genau wie letztes Jahr ich will nur noch sterben weil jeder Tag das pure Grauen ist.

Was noch dazu kommt, dass sich das Verhältnis zu meinr Mutter extrem verschlechtert hat weil sie auch nicht mehr weiter weiß. Das geht so weit das sie mich wirklich psychisch fertig macht mir einredet ich sei selbst schuld am missbrauch und das ich mcih nicht so anstellen soll. Sie mich nicht mehr sehen will. Mich rausschmeist und mir sagt das sie mich hasst. Sie meint es nicht bösesie ist nur am ende aber mit meinem Nervenkostüm würde ich dann am liebsten gegen den Baum fahren wenn man sowas von der eigenen Mutter gesagt bekommt.

Und das I-Tüpfelchen ist, das ich meine Ausbildung warscheinlich nciht schaffen werde da ich nicht arbeiten gehen kann.

Bitte helft mir, bin für jede Nachricht dankbar.

Bandit <3

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1. April 2012 um 21:36

Liebe Bandit,
ich wurde, als ich ein Kind, war auch missbraucht, ich schätze ca. 5 Jahre. Irgendwann trennte sich meine Mutter von meinem Stiefvater, ich entwickelte mich normal zum Teenaer, hatte Freunde und ging auf Partys, ich fühlte mich frei und ungezwungen. Ich machte den Real, danach das Abitur, anschließend eine Ausbildung und weil mir das nicht genug ist mache ich noch eine Ausbildung oder auch ein Studium.

Ich habe damals nach der Trennung meinem Bruder davon erzählt, kurze Zeit später meiner Mutter. Ich weiß wie du dich fühlst, wenn einem die Mutter Vorwürfe macht. In meinem Fall hat sie mir knallhart rangehauen, dass ich lüge und sie mir nicht glaubt. Mittlerweile habe ich aufgehört zuhoffen, dass sie es irgendwann einsehen wird, dass es so war... sie wüde es nie zugeben, welche Mutter will schon wahr haben, dass sie versagt hat - keine. Hake das Thema Mutter ab, sei freundlich zu ihr, aber distanziert. Ich kann ihr nicht böse sein, sie war selber eines seiner Opfer Gewalt, wurde aber nicht missbraucht. Zeige Größe so wie ich es tue und stehe darüber.

Dadurch ich dann angefangen habe zu verdrängen und meine Mutter mir eingeredet hat, dass das alles nicht wahr ist, habe ich den Fokus in meinem Leben auf meine Weiterentwicklung gelegt. Der Missbrauch rutschte in den Hintergrund und ich kümmerte mich um Sachen, die in diesem Moment wichtiger waren. Natürlich beschlich mich jeden Tag das Gefühl, dass aber was passiert ist damals und dass ich mir das nicht einbilde. Ich hatte, so paradox es klingt, jeden Tag die Zeit des Missbrauchs im Kopf - bis heute. Ich habe einfach nur funktioniert und das musste ich auch, damit ich normal leben konnte. Ich habe "überlebt" und dieser Modus hielt so lange an, bis ich im Berufsleben angekommen war.

Mit steigender Verantwortung im Beruf, stieg auch der Druck in mir und somit das Bedürfnis, endlich einen Schlussstrich darunter zu ziehen. Ich wollte das Kapitel "Missbrauch" abhaken, weil es mich in Drucksituationen immer wieder überfiel. Ich war nur am heulen, träumte schlecht und fühlte mich allein gelassen.

Seit einem Jahr bin ich in psychotherapeutischer Behandlung, beginnend mit einer Verahltenstherapie, welche mir Verhaltensmuster aufgezeigt hat, die ich mir durch den Missbrauch UNBEWUSST angeignet habe, nur um zu überleben/zu funktionieren. Da dieser Modus immer noch aktiv ist, lerne ich gerade, diese Macken abzulegen, welche damals hilfreich waren, mich jetzt aber als Erwachsener daran hintern, normal zu leben. Erst dann kann man auch mit einer Traumatherapie beginnen.

Ich wollte dich nicht zu labern, aber ich weiß wie es dir geht. Pack deine Ausbildung an - ich habe es auch geschafft. Stelle dich als Opfer dar, sondern gehe deinen Weg. Wenn man mich sieht, würde man NIEMALS denken, dass ich so eine Scheiße durchgemacht habe. (so Sachen wie mit der Axt durchs Haus rennen und alles kleinhacken,missbrauchen, Alkohol- und Gewaltexzesse)

Ich wünsche Dir alles Gute, schmeiße dein Leben nicht weg, nur weil damals so eine scheiße passiert ist. Wenn du nicht anfängst zu reden und dir durch den Hausarzt nicht helfen lässt, wird dir niemand helfen können, nur du hast es in der Hand.

Liebe Grüße
leiseflocke

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1. April 2012 um 23:01
In Antwort auf sharyl_12439830

Liebe Bandit,
ich wurde, als ich ein Kind, war auch missbraucht, ich schätze ca. 5 Jahre. Irgendwann trennte sich meine Mutter von meinem Stiefvater, ich entwickelte mich normal zum Teenaer, hatte Freunde und ging auf Partys, ich fühlte mich frei und ungezwungen. Ich machte den Real, danach das Abitur, anschließend eine Ausbildung und weil mir das nicht genug ist mache ich noch eine Ausbildung oder auch ein Studium.

Ich habe damals nach der Trennung meinem Bruder davon erzählt, kurze Zeit später meiner Mutter. Ich weiß wie du dich fühlst, wenn einem die Mutter Vorwürfe macht. In meinem Fall hat sie mir knallhart rangehauen, dass ich lüge und sie mir nicht glaubt. Mittlerweile habe ich aufgehört zuhoffen, dass sie es irgendwann einsehen wird, dass es so war... sie wüde es nie zugeben, welche Mutter will schon wahr haben, dass sie versagt hat - keine. Hake das Thema Mutter ab, sei freundlich zu ihr, aber distanziert. Ich kann ihr nicht böse sein, sie war selber eines seiner Opfer Gewalt, wurde aber nicht missbraucht. Zeige Größe so wie ich es tue und stehe darüber.

Dadurch ich dann angefangen habe zu verdrängen und meine Mutter mir eingeredet hat, dass das alles nicht wahr ist, habe ich den Fokus in meinem Leben auf meine Weiterentwicklung gelegt. Der Missbrauch rutschte in den Hintergrund und ich kümmerte mich um Sachen, die in diesem Moment wichtiger waren. Natürlich beschlich mich jeden Tag das Gefühl, dass aber was passiert ist damals und dass ich mir das nicht einbilde. Ich hatte, so paradox es klingt, jeden Tag die Zeit des Missbrauchs im Kopf - bis heute. Ich habe einfach nur funktioniert und das musste ich auch, damit ich normal leben konnte. Ich habe "überlebt" und dieser Modus hielt so lange an, bis ich im Berufsleben angekommen war.

Mit steigender Verantwortung im Beruf, stieg auch der Druck in mir und somit das Bedürfnis, endlich einen Schlussstrich darunter zu ziehen. Ich wollte das Kapitel "Missbrauch" abhaken, weil es mich in Drucksituationen immer wieder überfiel. Ich war nur am heulen, träumte schlecht und fühlte mich allein gelassen.

Seit einem Jahr bin ich in psychotherapeutischer Behandlung, beginnend mit einer Verahltenstherapie, welche mir Verhaltensmuster aufgezeigt hat, die ich mir durch den Missbrauch UNBEWUSST angeignet habe, nur um zu überleben/zu funktionieren. Da dieser Modus immer noch aktiv ist, lerne ich gerade, diese Macken abzulegen, welche damals hilfreich waren, mich jetzt aber als Erwachsener daran hintern, normal zu leben. Erst dann kann man auch mit einer Traumatherapie beginnen.

Ich wollte dich nicht zu labern, aber ich weiß wie es dir geht. Pack deine Ausbildung an - ich habe es auch geschafft. Stelle dich als Opfer dar, sondern gehe deinen Weg. Wenn man mich sieht, würde man NIEMALS denken, dass ich so eine Scheiße durchgemacht habe. (so Sachen wie mit der Axt durchs Haus rennen und alles kleinhacken,missbrauchen, Alkohol- und Gewaltexzesse)

Ich wünsche Dir alles Gute, schmeiße dein Leben nicht weg, nur weil damals so eine scheiße passiert ist. Wenn du nicht anfängst zu reden und dir durch den Hausarzt nicht helfen lässt, wird dir niemand helfen können, nur du hast es in der Hand.

Liebe Grüße
leiseflocke

Hallo Leiseflocke
Vielen Dank für die Antwort es tut gut zu wissen das man nicht allein ist, bei mir ist das schlimmste halt wirklich meine Agoraphobie, Angststörung und Panikattaken. Der Missbrauch beschäftigt mich kaum noch, nur noch in Alpträumen.

Liebe Grüße

bandit

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7. April 2012 um 0:55

Das frag ich mich auch oft.
Erlich gesagt würde ich diese Frage nie beantworten.
Denn ich will ganz sicher nicht dass du aufgibst.
Aber das Recht darauf will ich dir auch nicht absbrechen.

Wie es dir geht kann ich auch nur bedingt nach empfinden. Bin zwar nur 2 Jahre älter und wurde auch als Kind missbraucht. Aber das ist bei jeden anders. Obendrein bin ich ein Kerl... was es in dem Fall nicht wircklich einfacher macht.

Als Kind konnte ich es noch ganz gut verdrängen. Aber ab den letzten Jahren der Schulzeit ist dann viel "hoch gekommen". Selbstbewusstsein ging in den Keller. Bezihungsfähig war ich so garnicht, vorallem da mir Berührungen damals sehr unangenehm waren. Kerle waren mir zunehmend unsympatisch, Mädchen versetzten mich in Panik.
Die Schule war kein Porblem drotz LRS und der Tatsache dass ich kaum was dafür gemacht hab.
Dann aus der Schule direckt in eine Lehre, die mich aber garnicht gefodert hat. Hab ich denoch durchgezogen ohne großes Interresse und wurde dennoch besster der Firma. Ab innerlich war ich schon kapput. Mein Jop war es 14 Webaschinen am Laufen zuhalten. Man läuft eigendlich nur rum konntrolirt Stoff, sucht unter 5000 Fäden der der gerissen ist und bindet ihn wider ein. Dabei ist man von der Ausenweltabgeschlossen und es ist dauernd so laut das man nur mit Gehörschutz arbeiten kann.
Das bedeudete viel Zeit zum nachdenken, was eigendlich alles noch schlimmer gemacht hat. Dieses ständige grübeln.
In der Zeit hate ich auch mein ersten Suizidversuch, der aber unerkant blieb.
Bis dahin hat es auch niemand gewusst, bis ich irgendwann bei einer guten Freundin zusammen gesungen bin und ihr alles gesagt hab. Das hat schon sehr geholfen.

Nach der Ausbildung hab ich das Apitur in Angrif genommen. Die erneute Schule hat mich weitest gehend wider abgelenkt. Doch da kam was hin zu was ich absolut noch nicht kannte.
Regelrechte rejalitätsfremde Zustände in denen ich extreme Minderwertigkeitskomplexe hatte, die so weit gingen dass ich es fast als Pflicht gegen über anderren sah mir ein Ende zu setzen.
Aber auch Ängste die unbegründet waren. So über kam mich einmal die Angst er hätte mich damals mid HIV infizirt haben und ich könnte nun anderre unbewusst anstecken, über Wunden oder wenn ich seltsamer weisse doch Sex haben sollte.
Eigendlich hätte ich es besser wissen müssen, dass ich es nicht haben konnte zu der Zeit da es da schon längst ausgebrochen wäre ohne Behandlung und weil mein Blut über Blutspenden schon getestet war.
An so was dacht ich in solchen Phasen aber nicht. Die Beamte die das Blut abgenommen hat hat mich an eine Psychiaterin weiter geleidet, besser gesagt an die Amtspsychaterin. Ob wohl ich Bedenken hatte in der Klinik zu landen bin ich zu ihr... was vieleicht ein Fehler war.
Nach dem ich ihr alles, einschlieslich der Suizidversucher, erzählt hab, Sagte sie zu mir das ich als "junger starker Mann" das doch verkraften kann und ich mich nicht so haben soll.
Ich weiß noch dass mich das wie ein Schlag getroffen hab und ich benommen raus gekommen bin.
Seid dem hab ein noch größerres Proplem mit Diskriminierung. Ich konnte es schon vorher nicht leiden. Aber da waren es wircklich wichtige Sachen und meist wurden Frauen benachteiligt. Doch seid da konnen es Kleinigkeiten sein, schon getrente WC können mich aufregen. Oder wenn ich ungefragt zu den "Männern" gezählt werde.
Hat vieleicht auch dazu geführt dass ich ab da mich weigerte das Stockwerk zu wechseln und lieber die Damentolete benutze. Was überwiegend tollerrit wird.
Ich glaub seit her fühle ich mich nicht mehr richtig wohl als Kerl... und ich streube mich nochmerh gegen Geschlechterrollen.
Nach dem ich einige Zeit verstrichen lassen hab und meinen 3. Versuch hinter mir hatte, den anscheinend nur meine Katze mit bekamm, hab ich erneut von selbst nach Ärzten gesucht.
Auch eine Hilfsorganisation hat mir alle ihre Kontakte gegeben. Aber jedesmal hatte der Arzt keine freie Stelle, heufiger war es aber so das ich abgelehnt wurde weil ich mänlich bin. Endweder wurde mir gesagt sie oder er hätten sich auf Frauen mit solchen Problemen spezialisirt oder man arbeitet bei sowas mit Gruppen in denen nur Frauen sind.
Das und die gefühlte Tatsache dass ich schief angesehen würde wenn ich zu geb mich nach körperlicher Nähe zusehen haben in mir ein ganz unangenehmes Gefühl der Eifersucht auf Frauen auf kommen lassen. Weis nicht warum nicht gegen über Kerlen... vieleicht weil ich mit ihnen eh nicht klar kam.
Einmal hat es sich ganz deutlich gezeit als eine Freundin von mir sich in einem Clup mit einigen "amüsiert"
hat. Auf der einen Seite war ich froh für sie Dass sie jemanden gefunden hat. Auf der anderren Seite war ich brenend eifersüchtig dass sie das ausleben kann was mir fehlt und was mich langsam kapput macht.
Und da sie ja eine gute Freundin ist fühlte ich mich auch noch shlecht weil ich eifersüchtig wahr...
Ich denk das war eine der wenigen Male wo ich etwas "typisch mänliches" gemacht hab. Diese 3 Gefühle hab ich in Alkohol erträngt... mit wenig Erfolg. Ich war halb im Koma, wusste leider immer noch alles. Und da meine innerre Blokate gelöst war bin ich weinend zusammen gebrochen...
Das war eine intelligente Lösung von mir.

Tja... und heute. Zwei Mädchen haben sich bis jetzt je für mich interresirt. Die eine wollte nur Sex und lies mich wohl enteuscht fallen als ich ihr es gebeichtet habe... Und die andere hat selbst Probleme und ist nicht bezihungsfähig nach eigener Ausage. Selbst kann ich nimanden ansprechen...
Ich bin 22, hab bald den höchsten allgemeinen Schulabschluss Deutschlands in der Tasche, bin ungewollt Jungfrau, hab Angst vor Nähe, hab keine Ahnung mehr was ich werden will und steh manchmal halb vor dem nächsten Versuch.



Ich sag mir immer das es Millionen gibt die mit mir tauschen wollen... aber das macht nicht glücklicher.
Wenn ich aber so was wie dein Text lese fühl ich mich irgendwie nicht mehr so "allein" damit. Ob wohl ich mir wünschen würde das es jeden hätte erspart bleiben können.

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16. April 2012 um 23:29
In Antwort auf makaio_12113686

Das frag ich mich auch oft.
Erlich gesagt würde ich diese Frage nie beantworten.
Denn ich will ganz sicher nicht dass du aufgibst.
Aber das Recht darauf will ich dir auch nicht absbrechen.

Wie es dir geht kann ich auch nur bedingt nach empfinden. Bin zwar nur 2 Jahre älter und wurde auch als Kind missbraucht. Aber das ist bei jeden anders. Obendrein bin ich ein Kerl... was es in dem Fall nicht wircklich einfacher macht.

Als Kind konnte ich es noch ganz gut verdrängen. Aber ab den letzten Jahren der Schulzeit ist dann viel "hoch gekommen". Selbstbewusstsein ging in den Keller. Bezihungsfähig war ich so garnicht, vorallem da mir Berührungen damals sehr unangenehm waren. Kerle waren mir zunehmend unsympatisch, Mädchen versetzten mich in Panik.
Die Schule war kein Porblem drotz LRS und der Tatsache dass ich kaum was dafür gemacht hab.
Dann aus der Schule direckt in eine Lehre, die mich aber garnicht gefodert hat. Hab ich denoch durchgezogen ohne großes Interresse und wurde dennoch besster der Firma. Ab innerlich war ich schon kapput. Mein Jop war es 14 Webaschinen am Laufen zuhalten. Man läuft eigendlich nur rum konntrolirt Stoff, sucht unter 5000 Fäden der der gerissen ist und bindet ihn wider ein. Dabei ist man von der Ausenweltabgeschlossen und es ist dauernd so laut das man nur mit Gehörschutz arbeiten kann.
Das bedeudete viel Zeit zum nachdenken, was eigendlich alles noch schlimmer gemacht hat. Dieses ständige grübeln.
In der Zeit hate ich auch mein ersten Suizidversuch, der aber unerkant blieb.
Bis dahin hat es auch niemand gewusst, bis ich irgendwann bei einer guten Freundin zusammen gesungen bin und ihr alles gesagt hab. Das hat schon sehr geholfen.

Nach der Ausbildung hab ich das Apitur in Angrif genommen. Die erneute Schule hat mich weitest gehend wider abgelenkt. Doch da kam was hin zu was ich absolut noch nicht kannte.
Regelrechte rejalitätsfremde Zustände in denen ich extreme Minderwertigkeitskomplexe hatte, die so weit gingen dass ich es fast als Pflicht gegen über anderren sah mir ein Ende zu setzen.
Aber auch Ängste die unbegründet waren. So über kam mich einmal die Angst er hätte mich damals mid HIV infizirt haben und ich könnte nun anderre unbewusst anstecken, über Wunden oder wenn ich seltsamer weisse doch Sex haben sollte.
Eigendlich hätte ich es besser wissen müssen, dass ich es nicht haben konnte zu der Zeit da es da schon längst ausgebrochen wäre ohne Behandlung und weil mein Blut über Blutspenden schon getestet war.
An so was dacht ich in solchen Phasen aber nicht. Die Beamte die das Blut abgenommen hat hat mich an eine Psychiaterin weiter geleidet, besser gesagt an die Amtspsychaterin. Ob wohl ich Bedenken hatte in der Klinik zu landen bin ich zu ihr... was vieleicht ein Fehler war.
Nach dem ich ihr alles, einschlieslich der Suizidversucher, erzählt hab, Sagte sie zu mir das ich als "junger starker Mann" das doch verkraften kann und ich mich nicht so haben soll.
Ich weiß noch dass mich das wie ein Schlag getroffen hab und ich benommen raus gekommen bin.
Seid dem hab ein noch größerres Proplem mit Diskriminierung. Ich konnte es schon vorher nicht leiden. Aber da waren es wircklich wichtige Sachen und meist wurden Frauen benachteiligt. Doch seid da konnen es Kleinigkeiten sein, schon getrente WC können mich aufregen. Oder wenn ich ungefragt zu den "Männern" gezählt werde.
Hat vieleicht auch dazu geführt dass ich ab da mich weigerte das Stockwerk zu wechseln und lieber die Damentolete benutze. Was überwiegend tollerrit wird.
Ich glaub seit her fühle ich mich nicht mehr richtig wohl als Kerl... und ich streube mich nochmerh gegen Geschlechterrollen.
Nach dem ich einige Zeit verstrichen lassen hab und meinen 3. Versuch hinter mir hatte, den anscheinend nur meine Katze mit bekamm, hab ich erneut von selbst nach Ärzten gesucht.
Auch eine Hilfsorganisation hat mir alle ihre Kontakte gegeben. Aber jedesmal hatte der Arzt keine freie Stelle, heufiger war es aber so das ich abgelehnt wurde weil ich mänlich bin. Endweder wurde mir gesagt sie oder er hätten sich auf Frauen mit solchen Problemen spezialisirt oder man arbeitet bei sowas mit Gruppen in denen nur Frauen sind.
Das und die gefühlte Tatsache dass ich schief angesehen würde wenn ich zu geb mich nach körperlicher Nähe zusehen haben in mir ein ganz unangenehmes Gefühl der Eifersucht auf Frauen auf kommen lassen. Weis nicht warum nicht gegen über Kerlen... vieleicht weil ich mit ihnen eh nicht klar kam.
Einmal hat es sich ganz deutlich gezeit als eine Freundin von mir sich in einem Clup mit einigen "amüsiert"
hat. Auf der einen Seite war ich froh für sie Dass sie jemanden gefunden hat. Auf der anderren Seite war ich brenend eifersüchtig dass sie das ausleben kann was mir fehlt und was mich langsam kapput macht.
Und da sie ja eine gute Freundin ist fühlte ich mich auch noch shlecht weil ich eifersüchtig wahr...
Ich denk das war eine der wenigen Male wo ich etwas "typisch mänliches" gemacht hab. Diese 3 Gefühle hab ich in Alkohol erträngt... mit wenig Erfolg. Ich war halb im Koma, wusste leider immer noch alles. Und da meine innerre Blokate gelöst war bin ich weinend zusammen gebrochen...
Das war eine intelligente Lösung von mir.

Tja... und heute. Zwei Mädchen haben sich bis jetzt je für mich interresirt. Die eine wollte nur Sex und lies mich wohl enteuscht fallen als ich ihr es gebeichtet habe... Und die andere hat selbst Probleme und ist nicht bezihungsfähig nach eigener Ausage. Selbst kann ich nimanden ansprechen...
Ich bin 22, hab bald den höchsten allgemeinen Schulabschluss Deutschlands in der Tasche, bin ungewollt Jungfrau, hab Angst vor Nähe, hab keine Ahnung mehr was ich werden will und steh manchmal halb vor dem nächsten Versuch.



Ich sag mir immer das es Millionen gibt die mit mir tauschen wollen... aber das macht nicht glücklicher.
Wenn ich aber so was wie dein Text lese fühl ich mich irgendwie nicht mehr so "allein" damit. Ob wohl ich mir wünschen würde das es jeden hätte erspart bleiben können.

Lieber grenouille1989,
ich möchte dir etwas Mut machen, auch wenn es hier nur in einem Forum ist. Ich weiß wie es ist, wenn andere nur das Äußere sehen und nicht das was in einem vorgeht. Es ist wie ein Kampf mit sich selber. Ich bin erfolgreich und mache eher den Kumpeltypen, gleichzeitig aber merkt man, dass in mir drin eine tiefe Trauer herrscht.Ich leide seit einem halben Jahr an einer Depression, weil ich zur Zei sehr sehr unglücklich mit meinem Leben bin und versuche etwas zu ändern. Es gab Zeiten da habe ich mir selber wehgetan weil ich so wütend und verzweifelt war. Ich habe mich besoffen, habe jeden Tag das Klo von Innen gesehen und mich manchmal gefragt, warum ich eigentlich noch am Leben bin. In meinem bisherigen Leben habe ich schon immer polarisiert. Man erinnerte sich an mich, meistens sprang ich im Bekannten- und Familienkreis immer etwas aus der Reihe.
Vielleicht bist du immer noch in deiner Selbstfindungsphase, weißt noch nicht so Recht wo dein Platz ist. Du bist sicher sehr intelligent oder denkst dass du auf andere so wirkst, obwohl du dir manchmal einredest, dass es garnicht so ist. Ich denke, dass du Potenzial hast, deine negative Energie jedoch nicht gegen dich selber richten, sondern diese für etwas Gutes nutzen solltest. Beginne mit Dir selber ins Reine zu kommen, fange eine Therapie an. Unbewusst kann das schon sehr hilfreich sein, es reicht schon wenn du jemanden hast, bei dem du deinen Psychomüll lagern kannst. Was die Psychoamtsärztin damals gesagt hat, würde ich mal ganz ganz schnell vergessen, denn die gute Frau hatte einfach mal keine Ahnung, est recht nicht, was ihre Wortwahl betrifft. Hatte in meiner Kindheit ein ähnliches Erlebnis. Als ich meiner Mutter von dem Misbrauch erzählt hatte, waren wir später bei einer Familientherapeutin, keine Ahnung was das war. Dies Frau hatte damals wortwörtlich gemeint, dass wir einfach "einen Deckel drauf machen sollten", nur weil ich damals als Kind Angst hatte die Wahrheit vor ihr zu sagen. Diese Frau war einfach nur hohl!Sie hatte nicht den Ernst der Lage erkannt. Nun muss ich mir aus eigenen Kräften helfen, denn jetzt bin ich mein eigener Herr....
Ich sage mir immer: Wer einen großen Schritt nach vorne gehen möchte, muss zwei kleine Schritte nach hinten gehen!

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