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Sohn verloren

18. November 2018 um 14:47

Hallo ,

mein Mann und ich hatten einen wundervollen kleinen Sohn, der leider im August verstorben ist.
Er war an Leukämie erkrankt und wurde nur drei Jahre alt.
Wir beginnen erst jetzt, langsam zu begreifen.
Die ersten Tage haben wir tatsächlich aufatmen können. Nach der langen Phase der Krankheit und des Leidens , ist er in unserem Beisein eingeschlafen. Es war, als ob wir gemeinsam "loslassen" konnten.
Der Einbruch kam aber sehr schnell.
Wir haben zusammen eine Therapie begonnen, die wir auch weiterhin noch besuchen.
Während mir die Therapie sehr gut tut, geht es meinem Mann kein Stück besser.
Er leidet unter Schlafstörungen, kann seine Arbeit nicht mehr richtig ausführen, ...
Ich wache nachts auf, weil er nicht mehr neben mir liegt, und finde ihn vor Fotos sitzen und weinen.
Er ist ständig gesundheitlich angeschlagen, er klagte sogar über ein Stechen in der Herzgegend. Alles psychisch bedingt.
Er kann nicht über unseren Sohn sprechen. Selbst wenn er nur beiläufig erwähnt wird, hat mein Mann sofort Tränen in den Augen. Dies versucht er jedoch so gut es geht zu verbergen.
Er wird nicht nur von unserem Psychologen betreut, sondern auch von einem Psychiater, der ihm Medikamente verschrieben hat.
Nun äußert er seit ein paar Wochen den Wunsch, wieder ein Kind zu bekommen.
Es ist , ganz klar, eine überstürzte Reaktion auf unsere Situation, doch das möchte er nicht verstehen.
Ich weiß nicht, wie ich ihm das ausreden soll, ohne ihn zu verletzen/enttäuschen ...

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18. November 2018 um 15:32

Mein aufrichtiges Beileid. Euch ist das schlimmste geschehen, was es gibt. Nicht jede Ehe hält das aus und jeder geht anders damit um. Ich glaube nicht, dass es da richtig oder falsch gibt.... um das zu ertragen. Auch der Kinderwunsch deines Mannes, kann ein Weg sein. Was spricht für dich dagegen? Kommt es dir wie Verrat vor ? Als würdest du dein Kind durch ein neues ersetzen?
Solange ein weiteres Kind seinerselbstwillen geliebt wird, kann es eine Bereicherung sein ohne die Trauerarbeit um euern Erstgeborenen zu unterbrechen und zu verdrängen. Euer Kind durfte eure Liebe spüren, er würde es sicher gern sehen, wenn ein weiteres Kind, sein Geschwisterchen, die selbe Liebe erfährt. Wenn es sich für dich auch irgendwann richtig anfühlt, ist das bestimmt das, was euch gut tut. Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft 

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18. November 2018 um 15:41

Danke für Deine Antwort ! 

Ich habe ihn noch nie so zusammenbrechen sehen, daher ist es nicht leicht, damit umzugehen.
Er weiß ja selbst nicht, wie er damit umgehen soll. 
Ich möchte ihn so gerne unterstützen, für ihn da sein. 
Wir versuchen auch gegenseitig unser Möglichstes. 
Wir sind viel an der frischen Luft, da meine Oma immer sagt, frische Luft würde helfen. 
Wir haben ganz liebe Nachbarn, die uns regelmäßig etwas zu essen vor die Tür stellen. Solche Gesten sind ungemein hilfreich. 
 

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18. November 2018 um 16:29
In Antwort auf user14131

Mein aufrichtiges Beileid. Euch ist das schlimmste geschehen, was es gibt. Nicht jede Ehe hält das aus und jeder geht anders damit um. Ich glaube nicht, dass es da richtig oder falsch gibt.... um das zu ertragen. Auch der Kinderwunsch deines Mannes, kann ein Weg sein. Was spricht für dich dagegen? Kommt es dir wie Verrat vor ? Als würdest du dein Kind durch ein neues ersetzen?
Solange ein weiteres Kind seinerselbstwillen geliebt wird, kann es eine Bereicherung sein ohne die Trauerarbeit um euern Erstgeborenen zu unterbrechen und zu verdrängen. Euer Kind durfte eure Liebe spüren, er würde es sicher gern sehen, wenn ein weiteres Kind, sein Geschwisterchen, die selbe Liebe erfährt. Wenn es sich für dich auch irgendwann richtig anfühlt, ist das bestimmt das, was euch gut tut. Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft 

Ich denke nicht, dass mein Mann und ich momentan die Kraft und Energie für ein weiteres Kind hätten.
Ein Geschwisterchen für unseren Sohn war immer geplant, aber aufgrund seiner Erkrankung, haben wir uns dagegen entschieden. 
Und jetzt fühle ich mich noch nicht dazu in der Lage. Ein Kind braucht Eltern, die psychisch stabil sind. 
Es kann ja sein, dass sich meine Meinung diesbezüglich bald ändert. Ich möchte auch überhaut keinen zeitlichen Rahmen setzen. 

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18. November 2018 um 16:40
In Antwort auf nika0607

Ich denke nicht, dass mein Mann und ich momentan die Kraft und Energie für ein weiteres Kind hätten.
Ein Geschwisterchen für unseren Sohn war immer geplant, aber aufgrund seiner Erkrankung, haben wir uns dagegen entschieden. 
Und jetzt fühle ich mich noch nicht dazu in der Lage. Ein Kind braucht Eltern, die psychisch stabil sind. 
Es kann ja sein, dass sich meine Meinung diesbezüglich bald ändert. Ich möchte auch überhaut keinen zeitlichen Rahmen setzen. 

ja, das ist wohl das schlimmste, was man erleben kann, das kind zu verlieren.
ihr macht im moment das sinnvollste, was man in dieser situation tun kann.
vielleicht gibt es auch noch selbsthilfegruppen in euer nähe, die ein ähnliches schicksal erlitten haben, reden tut immer gut.
passt bitte auf euch beide auf, dass ihr gut zueinander seid. 
alles andere bringt nur die zeit...
viel kraft 

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18. November 2018 um 16:56
In Antwort auf nika0607

Hallo , 

mein Mann und ich hatten einen wundervollen kleinen Sohn, der leider im August verstorben ist. 
Er war an Leukämie erkrankt und wurde nur drei Jahre alt. 
Wir beginnen erst jetzt, langsam zu begreifen.
Die ersten Tage haben wir tatsächlich aufatmen können. Nach der langen Phase der Krankheit und des Leidens , ist er in unserem Beisein eingeschlafen. Es war, als ob wir gemeinsam "loslassen" konnten. 
Der Einbruch kam aber sehr schnell. 
Wir haben zusammen eine Therapie begonnen, die wir auch weiterhin noch besuchen. 
Während mir die Therapie sehr gut tut, geht es meinem Mann kein Stück besser. 
Er leidet unter Schlafstörungen, kann seine Arbeit nicht mehr richtig ausführen, ...
Ich wache nachts auf, weil er nicht mehr neben mir liegt, und finde ihn vor Fotos sitzen und weinen. 
Er ist ständig gesundheitlich angeschlagen, er klagte sogar über ein Stechen in der Herzgegend. Alles psychisch bedingt. 
Er kann nicht über unseren Sohn sprechen. Selbst wenn er nur beiläufig erwähnt wird, hat mein Mann sofort Tränen in den Augen. Dies versucht er jedoch so gut es geht zu verbergen. 
Er wird nicht nur von unserem Psychologen betreut, sondern auch von einem Psychiater, der ihm Medikamente verschrieben hat. 
Nun äußert er seit ein paar Wochen den Wunsch, wieder ein Kind zu bekommen. 
Es ist , ganz klar, eine überstürzte Reaktion auf unsere Situation, doch das möchte er nicht verstehen. 
Ich weiß nicht, wie ich ihm das ausreden soll, ohne ihn zu verletzen/enttäuschen ... 
 

Warum ausreden? 

willst du kein Kind mehr? 

alles Liebe euch. 

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18. November 2018 um 17:09
In Antwort auf fresh0089

Warum ausreden? 

willst du kein Kind mehr? 

alles Liebe euch. 

Doch, ich möchte noch ein Kind.
Jetzt fühle mich aber nicht in der Lage dazu. 
Wir sind noch relativ jung, mein Mann 27, ich 28, da haben wir genug Zeit, erstmal wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. 

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18. November 2018 um 19:39
In Antwort auf nika0607

Doch, ich möchte noch ein Kind.
Jetzt fühle mich aber nicht in der Lage dazu. 
Wir sind noch relativ jung, mein Mann 27, ich 28, da haben wir genug Zeit, erstmal wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. 

Ich wünsche euch ganz viel Kraft. Fühle dich gedrückt von mir. 

gibt euch Zeit. Besucht weiterhin die Therapeuten. Ihr schafft das. 

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18. November 2018 um 20:15

Wir sind momentan auf Wohnungssuche. In unserer jetzigen Wohnung haben wir zu dritt gelebt. Zu zweit fühlt es sich einfach einsam und falsch an, zudem halten wir es nicht aus, ständig das Zimmer unseres Sohnes sehen zu müssen. 
Mein Mann wäre sogar dafür, in eine ganz andere Stadt zu ziehen, je weiter weg, desto besser. Ich glaube nicht, dass die Entfernung es besser machen würde. 

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18. November 2018 um 20:37

So kann mein Mann momentan noch nicht denken. Er will nur weglaufen. 
Ich weiß nicht, ob man das verstehen kann. 
Wir hatten erst letzte Woche eine Wohnungsbesichtigung. Dabei wurden wir gefragt, ob wir schon ein Kind haben, da es ein Zimmer gab, welches als Kinderzimmer genutzt werden könnte.
Mein Mann sagte nein, ich sagte ja. 
Auf solche Situationen sind wir noch nicht vorbereitet. 

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18. November 2018 um 23:13

Ich möchte euch mein tiefempfundenes Beileid aussprechen. Es müssen unsägliche Schmerzen sein, sein Kind zu verlieren...

Liebe nika, bleibe mit deinem Mann im Gespräch. Ich kann seinen Wunsch nach einem Baby verstehen, aber auch dich, du bist noch nicht bereit.

Hört euch gegenseitig aufmerksam zu und dann könnt ihr bestimmt eine gemeinsame Entscheidung treffen, ob ihr noch wartet oder es noch einmal mit einem Baby versuchen wollt.
Ihr werdet euren Sohn immer bei euch im Herzen haben und er wird auch nicht ersetzt werden!
Ich wünsche euch für die kommende Zeit viel Kraft und Raum um zu trauern. Alles Gute und Liebe für euch! 

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19. November 2018 um 7:30

Ich habe auch Angst davor, dass wir das zweite Kind ebenfalls verlieren könnten. 
Man kann dieses Gefühl einfach nicht abschalten. 
Unser Sohn war fast sein ganzes Leben krank. Ich möchte das kein zweites Mal erleben. 

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19. November 2018 um 19:36

Es tut mir furchtbar leid, was euch passiert ist. 
Ich wünsche euch beiden viel Kraft bei eurer Entscheidung und dass ab jetzt alles gut wird.
nimm dir die Zeit, die du brauchst, überstürze es jetzt nicht, dann werdet ihr euren Weg finden.

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19. November 2018 um 21:34

Unser Sohn hatte ALL , die bricht sogar häufig bei Kindern unter 5 Jahren aus.  

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19. November 2018 um 21:44

Meine Eltern rauben mir den letzten Nerv.. 
Sie haben meinem Mann und mir einen Artikel über Leukämie mitgebracht, in dem es um ein geheiltes Kind ging. Sie glaubten, das würde uns interessieren. 
Sie müssen die ganze Krankheitsgeschichte unseres Sohnes immer wieder durchkauen, alles ganz genau analysieren. Das ist ihre Art, damit umzugehen. Letztendlich saß mein Mann mit Tränen in den Augen am Tisch, ich hatte auch keinen Hunger mehr ....
 

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20. November 2018 um 15:13
In Antwort auf nika0607

Ich habe auch Angst davor, dass wir das zweite Kind ebenfalls verlieren könnten. 
Man kann dieses Gefühl einfach nicht abschalten. 
Unser Sohn war fast sein ganzes Leben krank. Ich möchte das kein zweites Mal erleben. 

diesen Verlust könnt Ihr gemeinsam nur bewältigen, wenn Ihr liebevoll miteinander umgeht. Gleichzeitig stellt er aber auch Eure Beziehung auf den Prüfstein. Es zeigt sich bereits, dass Ihr mit der Trauerarbeit ganz unterschiedlich umgeht.
Hast Du nicht manchmal das Gefühl, dass Du auch noch die Kraft für Deinen Mann mit aufbringen musst und belastet es Dich nicht viel zu sehr?

So weit weg wie möglich zu ''fliehen'' das kann nicht der Sinn für Euren Erstgeborenen sein. Eher im Gegenteil! Er sollte für immer ein Teil von Euch sein, da braucht es so viel Erinnerung und gemeinsame Geschichte wie es nur geht.
Hier gilt es ja nicht, einen ''Schuldigen'' zu finden, da es den nicht gibt - schreibt stattdessen alles auf, das Euch glücklich gemacht hat - das erste Lächeln, das erste Zähnchen  .. u.v.m. -- das ist so wichtig, weil es Euch Euer Herz selbst jetzt noch erfreut und wärmt, nur daran zu denken, an diesen kleinen Schatz - dafür könnt Ihr einiges tun - beide !

Nur keine Flucht und Abwechslungsgedanken - das ist dran wenn es dran ist - falls - es überhaupt mal dran sein soll.

Es gibt übrigens Selbsthilfegruppen für Euch. Da wärt Ihr immerhin als Paar und als Eltern herzlich willkommen, weil Betroffene wie Ihr, einander verstehen.

 

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20. November 2018 um 18:21
In Antwort auf gabriela1440

diesen Verlust könnt Ihr gemeinsam nur bewältigen, wenn Ihr liebevoll miteinander umgeht. Gleichzeitig stellt er aber auch Eure Beziehung auf den Prüfstein. Es zeigt sich bereits, dass Ihr mit der Trauerarbeit ganz unterschiedlich umgeht.
Hast Du nicht manchmal das Gefühl, dass Du auch noch die Kraft für Deinen Mann mit aufbringen musst und belastet es Dich nicht viel zu sehr?

So weit weg wie möglich zu ''fliehen'' das kann nicht der Sinn für Euren Erstgeborenen sein. Eher im Gegenteil! Er sollte für immer ein Teil von Euch sein, da braucht es so viel Erinnerung und gemeinsame Geschichte wie es nur geht.
Hier gilt es ja nicht, einen ''Schuldigen'' zu finden, da es den nicht gibt - schreibt stattdessen alles auf, das Euch glücklich gemacht hat - das erste Lächeln, das erste Zähnchen  .. u.v.m. -- das ist so wichtig, weil es Euch Euer Herz selbst jetzt noch erfreut und wärmt, nur daran zu denken, an diesen kleinen Schatz - dafür könnt Ihr einiges tun - beide !

Nur keine Flucht und Abwechslungsgedanken - das ist dran wenn es dran ist - falls - es überhaupt mal dran sein soll.

Es gibt übrigens Selbsthilfegruppen für Euch. Da wärt Ihr immerhin als Paar und als Eltern herzlich willkommen, weil Betroffene wie Ihr, einander verstehen.

 

Es ist mancnmal schwierig, "wie früher" mit meinem Mann zu sprechen. Wir können kaum noch zusammen Witze reißen, lachen, einfach scherzhaft miteinander umgehen. 
"Früher" waren wir total unbeschwert. 
Jetzt bekommt man kaum zwei Sätze aus ihm heraus. Oftmals ist da auch so ein Schweigen zwischen uns. Er möchte nicht über unseren Sohn sprechen, ich aber schon. 
Es kommt auch vor, dass mein Mann während unserer gemeinsamen Therapie kein Wort sagt. Da hätten wir ja auch die Möglichkeit, solche Dinge ansprechen. 
Ich weiß, dass er jede Sekunde an unseren Sohn denkt, aber er versucht alles mit sich auszumachen. 

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20. November 2018 um 18:29

Als unser Sohn krank war, war mein Mann noch voller Kraft für uns beide. Er war eine große Stütze für den Kleinen und auch für mich. Vielleicht habe ich mich zu sehr darauf verlassen. Jetzt wirkt er "gebrochen" , da ist irgendwie nichts mehr von seiner Stärke da. Ich kann nicht richtig damit umgehen. 

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20. November 2018 um 18:56
In Antwort auf nika0607

Als unser Sohn krank war, war mein Mann noch voller Kraft für uns beide. Er war eine große Stütze für den Kleinen und auch für mich. Vielleicht habe ich mich zu sehr darauf verlassen. Jetzt wirkt er "gebrochen" , da ist irgendwie nichts mehr von seiner Stärke da. Ich kann nicht richtig damit umgehen. 

Euch steht eine sehr schwere Zeit bevor, nein, ihr seid mittendrin... jeder trauert anders. Er will nicht sprechen, vielleicht fehlen ihm auch die Worte, die Kraft. Er braucht Zeit, du brauchst Zeit. Viele Männer sind wie deiner, wollen nicht reden, wir Frauen sind da wiederum anders. Ihr als Paar seid nun einer harten "Bewährungsprobe" ausgesetzt. Versuche ihn nicht zu bedrängen. 
Vielleicht findest du noch jemand anderen, der mit dir über euren Sohn sprechen kann, eine Freundin? 
Du willst darüber sprechen und das sollst du auch tun, doch wenn er nicht kann/mag, dann mit anderen...
Wie wäre es mit einer Gruppe? Es gibt doch eine Gruppe/ Verein namens verwaiste Eltern, vielleicht gibt es das auch bei euch. Dort hast du Zeit und Raum über euren Sohn zu sprechen, triffst auf Menschen mit dem gleichen Schicksal. Wäre das etwas für dich? 
 

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