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So kann das nicht weitergehen ...

3. März 2011 um 22:34

Hallo,

Eigentlich bin ich für Foren schreiben, Facebook, etc. völlig ungeignet, da ich zwar gerne einmal einen Beitrag schreibe, danach aber keine Zeit habe die Antworten zu lesen bzw. ich mir tagelang immer vornehme auf einen Beitrag zu antworten bis ichs dann irgendwann vergesse.

Da ich aber nun beschlossen hab mir mehr Zeit für mich zu nehmen und somit auch für die Auseinandersetzung mit dem Problem das ich im Folgenden beschreiben möchte, verspreche ich auch alle eure Antworten zu lesen.

Kurz zu meinem Problem: Ich bin sehr vergesslich, zerstreut, irgendwie ständig nervös, hab oft Kopfschmerzen, bin verspannt und einfach ständig gestresst.

Kurz zu meiner Vorgeschichte: Ich war immer eine sehr gute Schülerin, nur etwas langsam und verträumt. Schon als Kind war ich vergesslich: Ïn der Schule schaffte ich es nie Unterschriften pünktlich zu bringen. Weiters war ich ziemlich tollpatschig und ungeschickt. In der Unterstufe waren die einzigen Fächer in denen ich kein Sehr Gut hatte Turnen, Zeichnen und Werken.

Heute: Seit 1,5 Jahren arbeite ich als Mathematik - Lehrerin an einem Gymnasium und das Bild des zerstreuten Mathematik-Professors passt sehr gut auf mich, nur dass ich jung und weiblich bin. Heute vergesse ich die Unterschriften meiner Schüler zu kontrollieren Und nicht nur das: Ich vergesse wichtige Termine oder komme zur falschen Uhrzeit oder heuer habe ich sogar den Geburtstag meiner Mutter vergessen!! Doch was heute passierte, gab mir wirklich zu denken: Ich wäre heute für die Mittagsbetreuung in der Schule eingeteilt gewesen (wie jeden Donnerstag seit September!) und hab völlig darauf vergessen - bin einfach nach Hause gegangen. Zum Glück sind wir immer zu zweit in der Mittagsbetreuung und meine Kolleginübernahm alleine ohne sich zu beschweren. AUch wenn noch mal alles gut gegangen ist, schockiert mich das nun wirklich: So kann das doch nicht weitergehen...

Ich stehe in letzter Zeit ziemlich unter Druck. Ich bin im Herbst neu an die Schule gekommen, habe viele Klassen übernommen und arbeite fast täglich bis spät abends an Vor- und Nachbereitungen. Die Arbeit bereitet mir zwar sehr viel Freude und ich unterrichte sehr gerne, habe aber leider auch eine sehr schwierige Klasse, in der ich viele disziplinäre Probleme habe. Dies ist etwas, was mich rund um die Uhr beschäftigt. Ich fühle mich mit der Klasse überfodert und frage mich oft, was ich falsch mache. Während mir der Unterricht in den anderen Klassen viel positive Energie gibt, raubt mir diese eine Klasse meine letzten Kräfte.
Zusätzlich schreibe ich an meiner Dissertation, was auch einige Zeit in Anspruch nimmt. Im ersten Semester hatte ich kaum Freizeit.- Unter der Woche Schule - Wochenende Dissertation. Seit einigen Wochen versuche ich das zu ändern, da mir einfach alles zu viel wurde und ich schon ständig Kopfschmerzen und Verspannungen hatte. Leider schaffe ich es aber noch immer nicht ganz mir Auszeiten zu nehmen. (Einer meiner Lieblingsbeschäftigungen ist Lesen, doch zur Zeit schaffe ich es kaum mich in ein Buch zu vertiefen, da ich immer mit den Gedanken abschweife - also wohl nicht der geeignete Ausgleich?)
Für meine Dissertation berwerbe ich mich auch gerade für ein tolles Auslandsstipendium - Doch auch dieses Bewerbungsverfahren ist ziemlich nervenaufreibend.

Hinzu kommt noch eine belastende familiäre Situation, da mein Mann kein Österreicher ist und es für Immigranten hier leider sehr schwierig ist. Trotz anerkannter universitärer Ausbildung findet er keine seinen Qualifikationen entsprechende Arbeit, was natürlich für ihn frustrierend ist. Ich merke, dass er hier nicht wirklich glücklich ist, was wiederum mich unglücklich macht.

Glaubt ihr, dass die Zerstreutheit nur mit dem Stress zusammenhängt oder könnte das auch andere Ursachen haben? (da ich ja auch schon früher vergesslich war)
Was kann ich dagegen tun? Irgendetwas muss ich ändern, das ist mir klar, nur wie und was

lg

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5. März 2011 um 17:03

Hallo
Du solltest es mal mit einer Therapie versuchen. Hört sich vielleicht für dich beschämend an, ist aber bestimmt eine gute Lösung. Außerdem wäre vielleicht etwas, in der Richtung Yoga oder Autogenes Training für dich was.
Um deine Vergesslichkeit zu unterbinden, gibt es Möglichkeiten, deine Termine im Handy zu speichern, und dich alarmieren, wenn ein Termin ansteht. Ich denke mal, dass dir das ein wenig helfen wird, deine Zerstreutheit in den Griff zu bekommen.
Autogenes Training hilft dir, dich selbst zu beruhigen und abzuschalten. Deinen Kopf frei zu machen.
Ach ja, du solltest dir unbedingt Auszeiten einräumen, in denen du die Schule und alles, auf die Seite schiebst und nur was für dich tust. Wie es aussieht, fehlt dir einfach auch der Ausgleich.
Du scheinst dich einfach zu überfordern und halst dir zu viel auf und nimmst alles auch noch mit nach Hause, wo du aber eigentlich von der Arbeit abschalten solltest, um wieder Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln. Klar ist es nicht einfach, denn du musst ja Arbeiten korrigieren und den Unterricht vorbereiten, aber vielleicht setzt du dir Uhrzeiten, an denen du nichts mehr für die Schule machst und Feierabend machst. Da musst du schon dir selber Disziplin beibringen, denn in deinem "Chaos" kommst du mit Disziplin bestimmt weiter.
Mach dir nicht so viele Sorgen und wenn dich die Klasse nervt, dann versuche eine andere Unterrichtsweise, vielleicht reagieren die Schüler auf eine Veränderung. So eine unruhige Klasse, kann einen Lehrer schon aus dem Konzept bringen, aber du kannst ja nicht erwarten, dass die Schüler auf dich Rücksicht nehmen, also musst du was ändern.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und alles Gute.
LG,
yesnoperhaps
,

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5. März 2011 um 19:12

Falun Dafa
info www.Falun Dafa.de kannst übungen und bücher kostenlos herunterladen Falun Dafa ( Chi- Gong) ist einen Praxis mit vielen auszeichnungen Weltweit und seine vorteile für Körper und Psyche sind Wissentschaftlich Bewiesen 1999 bevor die Kommunistische Partei diese Praxis verbot weil Jian Zemin dieser Tyrann neidisch auf die beliebtheit war 100.000.000 Praktiezierende alleine in China darunter viele Leute der Chinesichen Elite

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6. März 2011 um 10:29
In Antwort auf chi_12544883

Hallo
Du solltest es mal mit einer Therapie versuchen. Hört sich vielleicht für dich beschämend an, ist aber bestimmt eine gute Lösung. Außerdem wäre vielleicht etwas, in der Richtung Yoga oder Autogenes Training für dich was.
Um deine Vergesslichkeit zu unterbinden, gibt es Möglichkeiten, deine Termine im Handy zu speichern, und dich alarmieren, wenn ein Termin ansteht. Ich denke mal, dass dir das ein wenig helfen wird, deine Zerstreutheit in den Griff zu bekommen.
Autogenes Training hilft dir, dich selbst zu beruhigen und abzuschalten. Deinen Kopf frei zu machen.
Ach ja, du solltest dir unbedingt Auszeiten einräumen, in denen du die Schule und alles, auf die Seite schiebst und nur was für dich tust. Wie es aussieht, fehlt dir einfach auch der Ausgleich.
Du scheinst dich einfach zu überfordern und halst dir zu viel auf und nimmst alles auch noch mit nach Hause, wo du aber eigentlich von der Arbeit abschalten solltest, um wieder Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln. Klar ist es nicht einfach, denn du musst ja Arbeiten korrigieren und den Unterricht vorbereiten, aber vielleicht setzt du dir Uhrzeiten, an denen du nichts mehr für die Schule machst und Feierabend machst. Da musst du schon dir selber Disziplin beibringen, denn in deinem "Chaos" kommst du mit Disziplin bestimmt weiter.
Mach dir nicht so viele Sorgen und wenn dich die Klasse nervt, dann versuche eine andere Unterrichtsweise, vielleicht reagieren die Schüler auf eine Veränderung. So eine unruhige Klasse, kann einen Lehrer schon aus dem Konzept bringen, aber du kannst ja nicht erwarten, dass die Schüler auf dich Rücksicht nehmen, also musst du was ändern.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und alles Gute.
LG,
yesnoperhaps
,

Danke für eure Antworten
An Yoga, Autogenes Training etc. hab ich auch schon gedacht. Yoga hab ich ausprobiert ist aber eher nichts für mich. Irgendwie kann ich mit der fenröstlichen Philosophie überhaupt nichts anfangen. Es ist ein Kulturraum, der mir völlig verschlossen bleibt. Vielleicht sind es ja Vorurteile, aber ich denke, Yoga, Meditation etc. passen nicht zu mir...

Es ist mir klar, dass ich Ausgleich brauche und feste Arbeitszeiten wären sicher wichtig. Ich glaube, dass das ein typisches Problem von Junglehrern ist. Da viel Arbeit von zu Hause erledigt werden muss, fehlt die Struktur einer normalen Arbeitswoche. Die meisten Lehrer, die ich kenne, arbeiten sehr viel am Wochenende, da da endlich mal Zeit ist für Stundenvorbereitungen. Auch ist es schwierig abzuschalten. Probleme mit Schülern beschäftigen mich auch einfach noch nach der Schule.

Ich muss lernen mich abzugrenzen und mir Ausgleich zu suchen. Allerdings fällt mir das im Moment noch sehr schwer. Nachdem, was letzte Woche passiert ist, hab ich mir aber nun wirklich fest vorgenommen, mir wieder Zeit für mich zu nehmen. Feste Arbeitszeiten anzusetzen ist sicher eine gute Idee.

Lg

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