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Sinn des Lebens

30. November 2011 um 3:56

Liebe go-feminin Gemeinde,

gewiss bin ich nicht der erste, der diese Frage stellt. Trotzdem habe ich bisher keine Antwort und man soll fragen, wenn man etwas nicht weiß.

Fangen wir mit dem an, was ich weiß. Ich bin mir bewusst, dass es wichtig ist, dass man eine gute Ausbildung bekommt, um dann später einen guten Beruf zu bekommen. Und wenn man immer fleißig und gewissenhaft ist, kann man in diesem Beruf sogar weit nach oben kommen.
Dann wäre man materiell abgesichert und hat gesellschaftliche Anerkennung.

Auch ist klar, dass unser jetziges System darauf aufgebaut ist, dass man über finanzielles Einkommen verfügt. Man muss das auf jeden Fall sicherstellen, um sein Überleben zu sichern.

Was mich stört ist, dass wir uns dieses System ja selbst auferlegt haben. Menschen könnten ja auch so überleben und gewiss ist es kein Sinn stiftendes System, sonder ein pragmatisches System.

Der Sinn könnte also woanders liegen, aber wenn nicht in der Wohlstandsmaximierung, dann vielleicht in der Glücksmaximierung? Lebe jeden Tag, als sei es dein Letzter. Carpe diem. Aber ist das nicht viel mehr eine freudige Art des Zeitvertreibs, denn was bleibt von diesem Glück, wenn es uns nicht mehr gibt. Ist das Glück nicht einfach nur die schönste Form die Zeit des Lebens zu füllen, aber ein Sinn darin zu suchen?

Ich höre ich fürs Erste aus, würde aber gerne noch weiter gehen. Schreibt was ihr denkt!!




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30. November 2011 um 14:50

Der Sinn des Lebens ist dass du lebst...


Das hat mir mal ein ehemaliger Freund gesagt als ich ihm diese (deine) Frage gestellt hatte. Erläutert hat er es mir dann so (sinngemäß)

"Wenn du (@prallenuesse --> scheiß Nick übrigens...) nicht leben würdest, würde sich für viele Menschen sooo viel verändern.......Krasses Beispiel aber stell dir mal vor: Ich wollte eigentlich zum Bäcker gehen, habe aber jetzt gerade deinen Thread gelesen und antworte dir...wäre dein Thread nicht gewesen und ich wäre vielleicht schon vor 5 Minuten zum Bäcker gegangen, wäre auch ich in dem schweren Unfall verwickelt gewesen der vorhin (in der Nähe des Bäckers) passiert ist.

Weißt du was ich meine? Ich kenne dich nicht aber trotzdem hast du jetzt gerade meinem Leben eine andere Wendung gegeben...

Ach Gott das klingt jetzt echt so n bisschen spirituell aber ich hoffe du verstehst was ich rüber bringen möchte...Es gilt einfach für jeden auf dieser Welt...

Gruß

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30. November 2011 um 17:45

Der Sinn.
Meiner (momentanen) Meinung nach ist der Sinn des Lebens, Erfahrung zu sammeln, XP
Falls ein Teil von uns überlebt, kann es nicht schaden, wenn der vom Leben möglichst viel XP mitgenommen hat.

Selbstverständlich hat jeder Mensch Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen. Essentielle Bedürfnisse wie regelmäßiges Essen oder ein Dach über dem Kopf sind definitiv wichtig. Bedürfnisse wie gesellschaftliche Anerkennung gewinnen an Wichtigkeit, wenn elementarere Bedürfnisse befriedigt und gut abgesichert sind.

Wenn es einen Sinn im Leben gibt, dann kann dieser Sinn meiner Meinung nach nicht vom Menschen erschaffen sein. Ein Sinn muss übergeordnet sein. Ich denke, wenn man darauf achtet, einen Bezug zu der Natur und seiner Umwelt aufrecht zu erhalten, ist man dem Sinn näher, als wenn man sich (so wie ich in meinem Beruf mit theoretischen Problemstellungen beschäftigt, die vom Menschen erdacht sind.

Ich halte Glück für nicht besonders wichtig. Glücksgefühle verschiedener Art kann ich mir jederzeit durch allerlei Mittelchen bescheren; allerdings nicht dauerhaft.
Viel wichtiger ist meiner Meinung nach Zufriedenheit. Zufriedenheit ist ein bescheidenes, lang anhaltendes Glück. Jeden Tag so zu leben, als wäre es mein letzter, wäre meiner Vorstellung nach keine gute Idee; schließlich will ich noch viele andere Tage genießen können.

Den Tod, den du auch ansprichst, finde ich übrigens super. Selbstverständlich ist es oft nicht leicht, abschied zu nehmen, aber die Gewissheit, dass alles vergänglich und in einem stetigen Wandel ist, gibt mir erst richtig das Gefühl, zu leben. Wenn das Leben keinen Anfang und kein Ende hätte, was wäre es dann?

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30. November 2011 um 20:19

Entwicklung
Der Sinn des Lebens ist Weiterent-wicklung.

Du entwickeltst dich vom Einzeller zum Fischartigen. Zum Lurch. Zum Affenähnlichen. Zum Baby. Zum Kind. Zum Erwachsenen. Zum Weisen.
Die Menschheit entwickelt sich vom Einzeller zum Rattenähnlichen zum Primaten zum Menschen zum denkenden, aufgeklärten Menschen, zum Humanisten.

Ent-wicklung ist der Sinn des Lebens.

Und dabei anderen helfen, edel sein, gut sein, lustig sein und genießen.

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1. Dezember 2011 um 0:02
In Antwort auf essie_11887999

Entwicklung
Der Sinn des Lebens ist Weiterent-wicklung.

Du entwickeltst dich vom Einzeller zum Fischartigen. Zum Lurch. Zum Affenähnlichen. Zum Baby. Zum Kind. Zum Erwachsenen. Zum Weisen.
Die Menschheit entwickelt sich vom Einzeller zum Rattenähnlichen zum Primaten zum Menschen zum denkenden, aufgeklärten Menschen, zum Humanisten.

Ent-wicklung ist der Sinn des Lebens.

Und dabei anderen helfen, edel sein, gut sein, lustig sein und genießen.

Ein paar Gedanken zur Entwicklung
Hier sehe ich ein anderes Problem. Natürlich sollte man immer darauf bedacht sein sich weiterzuentwickeln und es gibt auch genügend Anreize dazu. Ich bin mit dir konform darin, dass jeder Tag, jede Woche in der ich nichts gelernt habe, in der ich keine neuen interessanten Menschen getroffen habe, in der nichts geschaffen wurde eine verlorene Zeit ist.

Das Problem nun den Sinn des Lebens mit dem Bestreben nach Weiterentwicklung zu beantworten sehe ich darin:

- ich für meinen Teil nehme 2 Dinge an:

1) eine abschließende Entwicklung ist nicht möglich, weil das Wissen (auch die Bevölkerung) exponentiell, vielleicht sogar noch schneller wächst, und weil der Mensch Dinge vergisst, die er gelernt hat. Er kann sich also auch zurück entwickeln. Wer misst Entwicklung subjektiv?

2) dann die natürlichen Grenzen der Entwicklung, wie zum das Alter, eine Krankheit oder der Tod und die Tatsache, dass die persönliche Entwicklung derart subjektiv ist, dass man sie nicht einfach so an Dritte weitergeben kann und ein Großteil mit dem Tod aufhört zu existieren

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1. Dezember 2011 um 0:13
In Antwort auf lean_12240789

Der Sinn.
Meiner (momentanen) Meinung nach ist der Sinn des Lebens, Erfahrung zu sammeln, XP
Falls ein Teil von uns überlebt, kann es nicht schaden, wenn der vom Leben möglichst viel XP mitgenommen hat.

Selbstverständlich hat jeder Mensch Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen. Essentielle Bedürfnisse wie regelmäßiges Essen oder ein Dach über dem Kopf sind definitiv wichtig. Bedürfnisse wie gesellschaftliche Anerkennung gewinnen an Wichtigkeit, wenn elementarere Bedürfnisse befriedigt und gut abgesichert sind.

Wenn es einen Sinn im Leben gibt, dann kann dieser Sinn meiner Meinung nach nicht vom Menschen erschaffen sein. Ein Sinn muss übergeordnet sein. Ich denke, wenn man darauf achtet, einen Bezug zu der Natur und seiner Umwelt aufrecht zu erhalten, ist man dem Sinn näher, als wenn man sich (so wie ich in meinem Beruf mit theoretischen Problemstellungen beschäftigt, die vom Menschen erdacht sind.

Ich halte Glück für nicht besonders wichtig. Glücksgefühle verschiedener Art kann ich mir jederzeit durch allerlei Mittelchen bescheren; allerdings nicht dauerhaft.
Viel wichtiger ist meiner Meinung nach Zufriedenheit. Zufriedenheit ist ein bescheidenes, lang anhaltendes Glück. Jeden Tag so zu leben, als wäre es mein letzter, wäre meiner Vorstellung nach keine gute Idee; schließlich will ich noch viele andere Tage genießen können.

Den Tod, den du auch ansprichst, finde ich übrigens super. Selbstverständlich ist es oft nicht leicht, abschied zu nehmen, aber die Gewissheit, dass alles vergänglich und in einem stetigen Wandel ist, gibt mir erst richtig das Gefühl, zu leben. Wenn das Leben keinen Anfang und kein Ende hätte, was wäre es dann?

..
Die Idee den Sinn nicht in der von den Menschen gemachten Welt zu suchen, finde ich hochspannend. Auch der Natur und Umweltbezug scheint mir einleuchtend. Vielleicht als Anekdote, dass zum Beispiel Schriftsteller der Romantik ihrerseits versucht haben der von den Menschen gemachten Welt zu entkommen (Eskapismus) und das Wahre (ich setze es mit dem Sinn gleich) in der Vergangenheit suchten. In alten Mythen und in der Natur, die sie in ihrer Lyrik versucht haben zu beschreiben.

Das mit den Erfahrungen ist einerseits pragmatisch und logisch. Aber auch die Urvölker haben ihr Wissen tradiert und weitergegeben. Nur stellt sich wirklich das Problem:

Kann ein Urvolk dem Sinn des Lebens näher gewesen sein als wir es sind? Menschen im 21.Jhr.? Mit dem neuen Wissen und den Unwissen, das wir beseitigen konnten?

Da unser Leben beschränkt ist, können wir nicht früh genug anzufangen den Sinn des Lebens zu suchen.. As time flies by.. Haha!

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1. Dezember 2011 um 0:17

..
Wie ich sehe beschäftigt sich auch die Freimaurerei mit solchen fragen.

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2. Dezember 2011 um 22:21

.
Das mit der Momentaufnahme von Numa1977 find ich gut! (sorry, kann nicht direkt unter den Treat schreiben) Der Sinn ergibt sich durch das Zusammentreffen von Ereignissen?...Irgendwie so? So ist der Sinn wandelbar je nach Lebensabschnitt. Ich glaube nicht, dass ein Sinn einfach da ist, sondern er ergibt sich aus deinen Lebensumständen. Hast du kein Geld, träumst du vielleicht von Geld. Es wäre also "sinnvoll" zu arbeiten. Bist du unruhig, träumst du von innerer Ruhe..Es wäre also "sinnvoll" Joga zu machen. Je nachdem wie belastend sich eine Situation gerade anfühlt, willst du diese verändern, die Veränderung von diesem oder jenem wird dein nächstes Ziel sein..

Sinn ein Ziel?

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3. Dezember 2011 um 20:12

Lohnenswert darüber nachzudenken
Ich finde, diese Frage muss sich jeder mal in seinem Leben mindest einmal gestellt und eingehend darüber nachgedacht haben!

Ich muss dazu erst mal sagen, dass ich "Auf ein Wort" gelesen habe. Das kostenlose Buch (als ebook zum Downloaden) regt einem ungemein zum (transzendenten) Nachdenken an. Über unser Dasein, die Welt wie sie heute ist und Ansätze, warum sie so ist wie sie ist.

Ich sehe das irdische Leben nur als einen Abschnitt unendlichen Lebens.

"Seine Antwort auf diese Frage war, sich als Mensch zu entwickeln und all jene schlummernden Fähigkeiten, von denen die Menschen, die er schlafende Maschinen nannte, nichts wüssten, zum Leben zu erwecken." -> Das kann ich nur bestätigen, der Mensch hat so viel mehr Fähigkeiten (nicht auf die materielle Ebene beschränkt), die er nur verlernt hat, zu benutzen. Wird einem heute auch richtig schwer gemacht durch unsere Unterhaltungs- und Konsumgesellschaft und die "seriöse" Wissenschaft, die immer und überall "Recht hat" und was nicht erklärbar ist, wird auf "später erklärbar" verschoben. Für mich fehlt da die spirituelle Komponente, das gehört mit dazu. Sonst ist es nur einseitig. Man kann nicht alles mit der rationalen Wissenschaft erklären, es gibt so viele unerklärliche übersinnliche Phänomene.
Ich mein, jetzt fängt ja sogar die renommierte Wissenschaft an zu "spinnen" mit ihren Multiversen usw...

Leider muss man der Wissenschaft sagen, das diese Dinge schon uraltes Wissen sind, was man in jedem guten magischen/okkulten Buch wiederfindet.

Ach, aber man muss ja das Rad immer neu erfinden.

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4. Dezember 2011 um 1:14

Viele Philosophen haben sich damit auseinander gesetzt
und viele sind zu dem selben Schluss gekommen. Die Glückseligkeit wird sehr geschätzt und sei das Ziel allen Handelns. Ich finde, damit haben sie Recht. jedoch ist es nicht einfach wirklich glücklich zu sein. Um jetztman speziell auf Aristoteles einzugehen- ich finde, dass er wirklich wahre Worte anspricht.
Seiner Meinung nach hat jedes Handeln ein Ziel. Im Falle der Sattlerkunst der Sattel. Dabei ist der Sattlerkunst ein Ziel, dass man erreichen möchte, um Reiten zu können. Das Reiten ist also wiederum der Sattlerkunst übergestellt und somit ein wünschenswerteres Ziel. Es bleibt nun doch die Frage, warum man Reiten lernen möchte. Vielleicht, um Anerkennung zu erlangen oder vielleicht doch eher, weil man sich dafür intressiert? Beides ist darauf ausgelegt glücklich zu sein.
Einen Beruf hingegen ergreift man, um später einmal möglicherweise Geld zu besitzen, in Reichtum zu leben. Viele sehen das als oberstes Ziel und damit als Sinn des Lebens. Reich sein. Dennoch, selbst wenn man sich mit Geld seine Wünsche erfüllen möchte, um schließlich glücklich zu sein, ist Geld nur Mittel zum Zweck. Nicht mehr und nicht weniger.
Glückseligkeit hingegen genügt sich selbst, ist als Ziel vollkommen. Wir alle arbeiten darauf hin glücklich zu sein. Und ich finde, dass es auch so sein sollte. Wenn jemand glücklich ist, dann ist er mit sich selbst im Reinen, so sollte es doch sein,oder nicht?

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4. Dezember 2011 um 1:19

ACHJA
Ein Buch ist sehr empfehlenswert.
Ich fand es erschreckend, aber dennoch aufschlussreich.
Es hat mir sehr geholfen und hat mich zum nachdenken angeregt.

Hier das Buch: Dietrich Grönemeyer, LEBE mit herz und Seele (Sieben Haltungen zur Lebenskunst)

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