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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Sinn des Lebens?

Letzte Nachricht: 20. Januar 2011 um 13:27
O
oral_12470942
12.01.11 um 16:16

Hallo,

ich bin sicher jeder von Euch hat sich schon mal Gedanken gemacht, über den Sinn seines Daseins und was er im Leben erreichen möchte.

Da ich sowieso sehr "kopflastig" bin, also über Alles und Jeden nachdenke, stelle ich mir diese Frage schon länger, jedoch ohne auch nur ansatzweise auf eine "Lösung" zu kommen.

Eine Zeit lang habe ich mich mit der Einstellung durchschlagen können, dass es ja gar nicht erforderlich ist dem Leben einen Sinn zu geben, solange es Spaß macht. Nur tut es das eigentlich nicht.

Ich wohne alleine in einer Wohnung. Wenn ich im Büro sitze, dann warte ich eigentlich den ganzen Tag darauf, dass es endlich halb fünf wird und ich heim fahren kann. Bin ich zu Hause sitze ich meistens vor dem Fernseher, um die Zeit totzuschlagen. Ich gehe manchmal schon um 20:00Uhr ins Bett, weil mir nichts mehr einfällt, was ich mit meiner Zeit machen soll. Unter der Woche warte ich, dass es Wochenende wird, am Wochenende warte ich auf den Montag.

Ich komme mir vor wie im Wachkoma. Alles läuft irgendwie von selber, und manchmal passiert es dass ich überlegen muss, ob ich gerade wach bin oder träume.

Auch kann ich mich zu nichts motivieren, da ich nirgends einen Sinn drinnen sehe. Das ist irgendwie bedingt durch das Wissen, dass alles endlich ist und nichts für ewig hält.

Wieso soll ich aufräumen, wenn es sowieso wieder Unordnung wird? Wieso soll ich mir irgendwas aneignen, wenn ich sowieso irgendwann nicht mehr lebe. Wieso soll ich eine Frau kennen lernen, wenn wir im allerbesten Fall so lange zusammen sind, bis einer von uns stirbt?

Was gibt Eurem Leben Sinn? Wie motiviert ihr Euch Dinge zu tun, die vergänglich sind?

Ich habe hunderte Stunden des Grübelns hinter mir, und viele Recherchen über die Theorie des Glücks, aber ich werde nicht schlau daraus. Es fällt mir schwer, Glück zu empfinden, oder Dinge zu genießen.

Ratschäge, Erfahrungen und Meinungen von Euch wären (hoffentlich) sehr hilfreich.

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M
motya_12954808
12.01.11 um 19:29


Hallo,

die berühmte Frage des Sinns...

Herrmann Hesse hat dazu mal was interessantes gesagt:

"Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben aber es hat nur ganz genauso viel Sinn als wir ihm selber zu geben imstande sind."

Ich selbst grüble nicht so viel über den Sinn ansich, sondern viel mehr darüber, warum ich mich bspw. gerade jetzt so unwohl fühle und was ich dagegen tun kann. Du schreibst, dass bei dir eigentlich alles ziemlich eingefahren ist, klingt nicht sehr interessant oder aufregend. Hast du denn keine Freunde, mit denen du deine Feierabende oder Wochenenden gestalten kannst? Oder geh doch einfach mal abends in eine Kneipe oder ins Kino oder fang an Sport zu machen. Gerade Sport tut dem Kopf sehr gut und macht ihn frei, ich spreche da aus Erfahrung. Denn besonders zufrieden wirkst du nicht, mit dem was du geschrieben hast aber offenbar stört es dich nicht sosehr, als dass du bereit wärst, irgendwas zu ändern. Ich weiß nicht wie alt du bist aber glaub mir, spätestens wenn du in Rente bist und auf dein Leben zurückschaust, wirst du bereuen, deine Zeit nie richtig sinnvoll genutzt zu haben. Denn irgendwann ist dein größter Feind die Zeit und dann ist es zu spät...

Und evolutionär betrachtet, hat das menschliche Dasein nur einen Sinn: Fortpflanzung, Erhaltung der Rasse. Klingt abgedroschen oder nüchtern aber es ist so. Es gibt nun mal keine höhere Bestimmung für uns Menschen. Aber deshalb heißt es nicht, dass ein Individuum gescheitert ist, nur, weil die Frau/der Mann keine eigenen Kinder bekommen hat. Deswegen wird die Menschheit nicht sofort aussterben. Denn man kann seinem Leben und dadurch auch oft dem Leben anderer einen Sinn geben, indem man bspw. etwas tut. Sich irgendwo engagiert, an sozialen Projekten beteiligt oder so. Und wenn man nicht so sozial veranlagt ist, dann sollte man, finde ich zumindest, seinem eigenen Leben einen Sinn geben und nicht nur einfach vor sich hin leben. Ich meine, zu irgendwas muss das Ganze ja da sein, als die Zeit einfach nur ablaufen zu lassen. Immerhin gibt es viel zu entdecken

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L
lily_12323553
12.01.11 um 23:34

Tja
gute Frage... aus biologischer Sicht wohl um uns fort zu pflanzen und unsere Gene weiter zu geben so ist es von der Natur zumindest vorgesehen.

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O
oral_12470942
13.01.11 um 7:42

Danke für die Antworten!
Hallo,

erstmal danke für die vielen Antworten.

Das mit der Fortpflanzung ist so eine Sache. Wieso macht mein Leben einen Sinn, wenn ich ein weiteres (auch sinnloses?) Leben schaffe?
Fortpflanzung bedeutet doch nur, dass ich einen Text kopiere, bevor er unleserlich wird. Das gibt dem Text aber noch keinen Sinn.

Als rational denkender Mensch hab ichs nicht so mit Gott. Ich glaube Gott ist eine "Erfindung" der Menschheit, um Antworten auf unlösbare Fragen zu erhalten. Zudem sehnt sich der Mensch seit Menschengedenken nach Unsterblichkeit. Da dies wissenschaftlich gesehen nicht möglich ist, reded sich der Mensch das "Ewige Leben" nach dem Tod ein. Somit glaubt er zumindestens unsterblich zu sein.

Das soziale ist genau das gleiche. Wieso anderen in ihrem (sinnlosen?) Leben helfen, wenn das Leben an sich keine Bedeutung hat? Wieso einen Menschen retten, wenn er zehn Jahre später trotzdem stirbt? Nimmt man jemandem, den man tötet sein Leben, oder verlagert man seinen Tod nur vor, da er ohnehin irgendwann gestorben wäre?
Wie kann man eine Beziehung aufbauen, wenn man weiß, dass alles endlich ist? Wie kann man Leben auf diese Welt setzen, wenn man weiß, dass es sterben wird?

Das mit dem Sport stimmt. Der lenkt zumindest für die Zeit ab, in der man ihn ausübt. Aber ich will ja nicht nur eine Ablenkung von der Sinnlosigkeit, sondern einen Sinn.

Ich weiß, dass sich Philosophen schon seit tausenden Jahren die "Sinn-Frage" stellen und auch meist nicht schlau werden. Aber bloß zu wissen, dass es anderen auch so geht hilft nichts.

Gibt es in einer Welt, wo alles endlich ist überhaupt sowas wie Verbrechen? Wären nicht alle Menschen, die in einem Krieg gestorben sind 100Jahre später sowieso tot? Und wären nicht alle Geretteten ebenfalls tot?

Das Leben ist wie eine Sandburg am Strand zu bauen, und zwar nahe am Wasser, mit dem Wissen, dass die Flut kommen wird.
Wieso habe ich Angst vor dem Tod, obwohl das Leben sinnlos erscheint? Ist das "nur" der Selbsterhaltungstrieb? Ist ein Trieb noch ein Trieb, wenn in das Gehirn durchschaut?

...

Ich werd jetzt wieder mal aufhören weiterzuschreiben, sonst müsst ihr so viel lesen

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I
iris_12527557
13.01.11 um 8:32

Ich bin mir sicher, dass wir alle unsterblich sind
und das ist das Einzige , was für mich wirklich Sinn ergibt.
Aber nicht im Sinne von Kirche. Ich bin nicht kirchenanhängig.
Das gilt für mein Verständnis für alle Lebenwesen. Für mich
ist die Wiedergeburt Realität und dennoch bin ich weder Spinner noch Träumer , sondern sehr bodenständig.
Gruß Melike

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V
vaughn_12654769
13.01.11 um 12:21

.
Ein schwieriges Thema, deswegen fange ich erstmal mit meiner Herleitung an:

Rein biologisch betrachtet liegt der Sinn natürlich in der Fortpflanzung/ Arterhaltung. Nur geht das meiner Meinung nach bedeutend weiter, als Kinder in die Welt zu setzen, weshalb es sich auch als geistiger Sinn setzen lässt!

Es finden sich im Tierreich einige Beispiele, bei denen sich nur wenige Individuen fortpflanzen (z.B. Insekten wie Ameisen und Bienen). Lebt nun ein großer Teil dieser Tiere sinnlos vor sich hin? Nein! Diese Völker sind so organisiert, dass diejenigen "ohne Kinder" die Arbeit tun und erst so das Fortbestehen des ganzen Volkes ermöglichen. (Ein erstaunlicher Fakt finde ich, dass genetisch gesehen im Durchschnitt ein Geschwisterteil enger mit einem Verwand ist, als das eigene Kind!)

Wenn ich diese Beobachtung auf den Mensch übertrage, dann kann ich für mich den Sinn darin finden zur "Arterhaltung" beizutragen. Da ich keine Kinder habe und verstandsmäßig auch keine möchte (Überbevölkerung), bleibt noch die "Arbeit".

Diese Arbeit teilt sich in zwei Aspekte und deckt sich deshalb nur bedingt mit der Arbeitsstelle:
-eigener Lebensunterhalt (Essen, Trinken, Kleidung und Wohnung)
-Verbesserung der Umstände meines Umfelds (z. B. Gemeinnützige Arbeit, Freunden helfen etc.)

Persönlichen Luxus zu erreichen, was ja für viele DER Lebenssinn schlechthin ist, sehe ich nur als Teilaspekt vom eigenen Lebensunterhalt. Er ist erstrebenswert, aber nicht so wichtig, als das ich anderen dafür vorsätzlich Schaden zufügen dürfte.

Fazit:
Lebe dein Leben und tue deinen Mitmenschen soviel gutes wie du es schaffst, ohne dich selbst aufzugeben. Finde die für dich richtige Mischung von geben und nehmen, den ein Extrem währt nicht lange sondern schlägt schnell ins Gegenteil um (siehe Prinzip ying yang).

Enden möchte ich mit folgendem Zitat: "Der Weg ist das Ziel"
Vergiss nicht auf der Suche nach dem klaren Endziel das Jetzt!

LG
Janos

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I
ines_12676288
13.01.11 um 15:32

Eine wahre Geschichte
Hallo phantomas, will dir mal eine wahre Geschichte erzählen...

In alten Zeiten gab es ein Mann der Wissen wollte was der Sinn des Lebens ist. Hat sich die Frage immer wiederholt darüber nachgedacht..Er fand selber keine Antworten und fragte andere Menschen, aber die Antworten reichten ihm nicht aus, was die sagten...Er sagte sich selber es MUSS eine Antwort geben und suchte weiter Stadt zu Stadt, Land zu Land....und die Zeit verging...

Als er anfing die Hoffnung zu verlieren sagten ein paar Dorfbewohner...es gibt einen Weisen Menschen er kann das Wissen...bloß er lebt auf den gegenüberliegenden Bergen ein weiter Weg bis dort...

Er machte sich auf den Weg war erschöpft...

Als er angekommen war fragte er die Frage dem Weisen Mann: Was ist der Sinn des Lebens???

Er sagte draufhin ich sag es dir, aber dafür musst du einen Test machen...er sagte jaa..

Der Mann gab ihm einen Löffel in die hat und füllte es mit Olivenöl....und sagte du gehst jetzt in den Garten machst eine Runde dort aber du darfst keinen Tropfen schütten...

Er geht in den Garten und kommt zurück ohne ein Tropfen ausgeschüttet zu haben..der Weise sagt du hast nicht ausgeschüttet und wie war der Garten??

Der Mann war schockiert und sagte ich hab nichts anderes als den Löffel angeschaut...

Der Weise daraufhin; jetzt gehst du mit dem Löffel noch mal in den Garten eine Runde zu machen schaust aber den Garten an...

Der Mann ging nochmal und erstaunte wie wunderschön der Garten war ....es war nämlich ein wunderschöner Garten...

Als er zurück kam fragte der Weise und wie war der Garten...daraufhin sagte der Mann ich bin entzückt erstaunt wie wunderschön es ist...

Der Weise mit einem Lächeln im Gesicht .. auf dem Löffel ist kein Tropfen mehr und sagte noch.....

Das Leben kann nur mit deiner Ansicht eine Bedeutung bekommen...wenn du dich nur aufs eine Punkt fixierst dann vergeht dein Leben ohne dass du es merkst odeeeerrr

siehst nur die Schönheiten deines Lebens und bist im Mittelpunkt (du lebst) und die Zeit das dir vergeht hat auch im Wert auch eine Bedeutung...

hoffe es konnte dir helfen....
Lebe schön und einfach die Zeit vergeht
Liebe Grüße

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I
iris_12527557
13.01.11 um 21:24

@koller 40
ich wüßte nicht, wie ich mein Leben hätte leben sollen, wenn ich diese Einsicht und Kenntnis nicht gewonnen hätte. Ich würde hadern und schimpfen . Und wenn man das nicht mehr muß, dann hat man sehr viel gewonnen. Bei mir hat ein sehr einschneidendes Erlebnis die totale Änderung gebracht . Ich habe mit fast 19 J. meine erste große Liebe verloren. Dann habe ich ein Buch geschenkt bekommen von einer befreundeten Heilpraktikerin und dann habe ich angefangen anders zu denken. Und dann konnte ich auch mit diesem schweren Schlag umgehen.
An der Sinnfindung arbeitet auch die Logotherapie , weil Prof.
Franckl entdeckt hat, dass viel schwere Erkrankungen und Störungen von der Sinnlosigkeit kommen. Die Logotherapie hat oft mit ganz wenigen Therapiestunden sehr große Erfolge.
Es zahlt natürlich nicht die Krankenkasse.

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O
oral_12470942
17.01.11 um 7:03
In Antwort auf ines_12676288

Eine wahre Geschichte
Hallo phantomas, will dir mal eine wahre Geschichte erzählen...

In alten Zeiten gab es ein Mann der Wissen wollte was der Sinn des Lebens ist. Hat sich die Frage immer wiederholt darüber nachgedacht..Er fand selber keine Antworten und fragte andere Menschen, aber die Antworten reichten ihm nicht aus, was die sagten...Er sagte sich selber es MUSS eine Antwort geben und suchte weiter Stadt zu Stadt, Land zu Land....und die Zeit verging...

Als er anfing die Hoffnung zu verlieren sagten ein paar Dorfbewohner...es gibt einen Weisen Menschen er kann das Wissen...bloß er lebt auf den gegenüberliegenden Bergen ein weiter Weg bis dort...

Er machte sich auf den Weg war erschöpft...

Als er angekommen war fragte er die Frage dem Weisen Mann: Was ist der Sinn des Lebens???

Er sagte draufhin ich sag es dir, aber dafür musst du einen Test machen...er sagte jaa..

Der Mann gab ihm einen Löffel in die hat und füllte es mit Olivenöl....und sagte du gehst jetzt in den Garten machst eine Runde dort aber du darfst keinen Tropfen schütten...

Er geht in den Garten und kommt zurück ohne ein Tropfen ausgeschüttet zu haben..der Weise sagt du hast nicht ausgeschüttet und wie war der Garten??

Der Mann war schockiert und sagte ich hab nichts anderes als den Löffel angeschaut...

Der Weise daraufhin; jetzt gehst du mit dem Löffel noch mal in den Garten eine Runde zu machen schaust aber den Garten an...

Der Mann ging nochmal und erstaunte wie wunderschön der Garten war ....es war nämlich ein wunderschöner Garten...

Als er zurück kam fragte der Weise und wie war der Garten...daraufhin sagte der Mann ich bin entzückt erstaunt wie wunderschön es ist...

Der Weise mit einem Lächeln im Gesicht .. auf dem Löffel ist kein Tropfen mehr und sagte noch.....

Das Leben kann nur mit deiner Ansicht eine Bedeutung bekommen...wenn du dich nur aufs eine Punkt fixierst dann vergeht dein Leben ohne dass du es merkst odeeeerrr

siehst nur die Schönheiten deines Lebens und bist im Mittelpunkt (du lebst) und die Zeit das dir vergeht hat auch im Wert auch eine Bedeutung...

hoffe es konnte dir helfen....
Lebe schön und einfach die Zeit vergeht
Liebe Grüße

Danke,
die Geschichte gibt mir schon zu denken.

Ich habe bisher mit Sicherheit nur auf den Löffel gestarrt

Vielleicht schaffe ich es ja auch, den Garten etwas mehr zu genießen.

Danke, lG

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O
oral_12470942
17.01.11 um 13:57

Viel von Euch schreiben
über das Ewige Leben.

Aber macht ein Leben deswegen Sinn, nur weil es ewig dauert? Ich finde nicht.
Ein schlechter Film wird auch nicht besser, nur weil er nie aufhört (eher im Gegenteil)

Das es eine "Wiedergeburt" gibt, im Sinne von ich sterbe, werde zu Erde und dann als Karotte wiedergebohren glaub ich auch, aber das wäre dann eher eine materielle Wiedergeburt.

Aber wie gesagt, Wiedergeburt und Ewiges Leben verlängern zwar den Ist-Zustand, geben ihm aber keinen SInn.

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I
iris_12527557
17.01.11 um 15:33
In Antwort auf oral_12470942

Viel von Euch schreiben
über das Ewige Leben.

Aber macht ein Leben deswegen Sinn, nur weil es ewig dauert? Ich finde nicht.
Ein schlechter Film wird auch nicht besser, nur weil er nie aufhört (eher im Gegenteil)

Das es eine "Wiedergeburt" gibt, im Sinne von ich sterbe, werde zu Erde und dann als Karotte wiedergebohren glaub ich auch, aber das wäre dann eher eine materielle Wiedergeburt.

Aber wie gesagt, Wiedergeburt und Ewiges Leben verlängern zwar den Ist-Zustand, geben ihm aber keinen SInn.

Als Karotte wiedergeboren zu werden,
das glaube ich nicht. Und das Wiedergeburt keinen Sinn macht das halte ich für ein Gerücht. Hast du dich denn mit dem Thema überhaupt schon mal beschäftigt.

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O
oral_12470942
18.01.11 um 11:53

Ich finde
Leben bedeutet, eine Sandburg am Strand zu bauen, in dem Wissen, dass die Flut kommen wird.

Und dabei zählt nicht wie groß oder schön die Burg wird, oder wie lange sie steht, sondern nur wie viel Spaß man beim Bauen hatte.

Dennoch finde ich es manchmal frustrierend, dass alles was man sich aufbaut endlich ist. Klar, nicht nur das Gute geht vorbei, sondern auch das Schlechte, aber das ist halt nur ein geringer Trost.

Vielleicht ist dass auch der Grund, warum sich Menschen das ewige Leben wünschen bzw. einreden. Durch die Fortpflanzung mögen Deine Gene ewig leben, und durch Deine Taten Dein Name, aber Du selbst vergehst wenn Deine Zeit gekommen ist.

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O
orfeo_11989170
19.01.11 um 23:16
In Antwort auf vaughn_12654769

.
Ein schwieriges Thema, deswegen fange ich erstmal mit meiner Herleitung an:

Rein biologisch betrachtet liegt der Sinn natürlich in der Fortpflanzung/ Arterhaltung. Nur geht das meiner Meinung nach bedeutend weiter, als Kinder in die Welt zu setzen, weshalb es sich auch als geistiger Sinn setzen lässt!

Es finden sich im Tierreich einige Beispiele, bei denen sich nur wenige Individuen fortpflanzen (z.B. Insekten wie Ameisen und Bienen). Lebt nun ein großer Teil dieser Tiere sinnlos vor sich hin? Nein! Diese Völker sind so organisiert, dass diejenigen "ohne Kinder" die Arbeit tun und erst so das Fortbestehen des ganzen Volkes ermöglichen. (Ein erstaunlicher Fakt finde ich, dass genetisch gesehen im Durchschnitt ein Geschwisterteil enger mit einem Verwand ist, als das eigene Kind!)

Wenn ich diese Beobachtung auf den Mensch übertrage, dann kann ich für mich den Sinn darin finden zur "Arterhaltung" beizutragen. Da ich keine Kinder habe und verstandsmäßig auch keine möchte (Überbevölkerung), bleibt noch die "Arbeit".

Diese Arbeit teilt sich in zwei Aspekte und deckt sich deshalb nur bedingt mit der Arbeitsstelle:
-eigener Lebensunterhalt (Essen, Trinken, Kleidung und Wohnung)
-Verbesserung der Umstände meines Umfelds (z. B. Gemeinnützige Arbeit, Freunden helfen etc.)

Persönlichen Luxus zu erreichen, was ja für viele DER Lebenssinn schlechthin ist, sehe ich nur als Teilaspekt vom eigenen Lebensunterhalt. Er ist erstrebenswert, aber nicht so wichtig, als das ich anderen dafür vorsätzlich Schaden zufügen dürfte.

Fazit:
Lebe dein Leben und tue deinen Mitmenschen soviel gutes wie du es schaffst, ohne dich selbst aufzugeben. Finde die für dich richtige Mischung von geben und nehmen, den ein Extrem währt nicht lange sondern schlägt schnell ins Gegenteil um (siehe Prinzip ying yang).

Enden möchte ich mit folgendem Zitat: "Der Weg ist das Ziel"
Vergiss nicht auf der Suche nach dem klaren Endziel das Jetzt!

LG
Janos

Der Weg ist das Ziel
ist für mich falsch.

Ich komme mit der Einfachheit gut zurecht und ich bin gerne am Ziel!

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D
dinesh_12158193
20.01.11 um 13:27

Sinnlos?
Eine schwierige Frage, auf die es m.E. keine allgemeingültige Anwort geben kann. Nachdem die Antworten der Religionen in der heutigen Zeit kaum noch jemanden wirklich überzeugen können, ein Ersatz hierfür noch nicht zur Verfügung steht und die Angebote der Gesellschaft (Streben nach Luxus und unbegrenztem Konsum) von immer mehr Menschen als inhaltsleer und letztendlich selbstzerstörerisch zurückgewiesen werden, ist guter Rat teuer.
Ich lese aus deinem Text heraus, dass du dir in deinem Skeptizismus auch ein wenig selbst gefällst, da du dich dadurch ja auch über die stupide Konsumgesellschaft erhebst. Vielleicht steht am Anfang wirklich die tief empfundene Einsicht, dass das Leben an sich sinnlos ist und dass es, wie von einigen Kommentatoren treffend bemerkt, einzig an dir liegt, ihm einen Sinn zu verleihen, wobei die Wege hier recht unterschiedlich sein mögen. "Der Weg ist das Ziel" ist für mich nach wie vor einer der treffendsten Sprüche der Philosophie, und vielleicht beinhaltet er auch eine Antwort auf deine Frage. Auf diesem Weg sind auch Beziehungen zu anderen Menschen, die nicht nur die Oberfläche berühren, ein wichtiger Bereich, um das Kreisen um sich selbst aufzugeben und die Schwerpunkte des Denkens und Handelns nach außen zu verlagern. Die eigene Endlichkeit zu akzeptieren ist schwer zu ertragen, aber es führt kein Weg daran vorbei.

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