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Sind es Folgen der Vergewaltigung oder nicht?

11. Mai 2018 um 1:44 Letzte Antwort: 12. Mai 2018 um 11:34

Hallo, 

ich hab mich hier angemeldet weil ich seit Stunden am Überlegen bin. Kurz zu mir: ich bin 23 und glückliche Ehefrau und Mutter.

Ich mache mir schon lange Gedanken über mein Hygiene Verhalten. Es geht ums Duschen. 
Mit 13 wurde ich Vergewaltigt, mein Mann weiß das auch aber damals wurde der Täter nie gefasst. Ich war als Jugendliche in einer total bescheuerten Kindertherapie zu der ich höchstens ne Woche gegangen bin. Das Geschehene passierte in einem badezimmer, in einer wanne. 

Ich hoffe mich hält hier jetzt keiner für eklig aber, ich Dusche seit Jahren wirklich so wenig wie es nur geht. Sprich am frühstens alle 2 Wochen Ich stinke nicht oder so. Ich bin optisch sehr gepflegt und sehe gut aus. Ich habe XXL feuchtetücher mit denen ich mich immer reinige. 

Seit heute frage ich mich, ob ich eine Therapie machen muss und ob das normal ist? Mein Mann geht viel viel öfter unter die Dusche und aus Scham sag ich meistens ich war am Morgen als er arbeiten war. Wobei er es trotzdem auch schon gemerkt hat, nicht dass ich komisch rieche oder so sondern dass ich einfach ungern Dusche und am liebsten gar nicht. 
Wenn ich dann mal duschen bin dann ist es auch nicht so als hätte ich flashbacks oder starke Erinnerungen die hoch kommen. 

Ich hatte vor Jahren mit schwere depressionen, drogenkonsum, suizidgedanken und selbstverletzungen zu kämpfen. Aber all das habe ich hinter mir, auch durch die Liebevolle Unterstützung und Hilfe von meinem Mann und vor allem durch die Geburt meiner Tochter. 

Also was meint ihr? Muss ich in eine Therapie? Ist es unnormal wie ich Bin? Bin ich vielleicht auch einfach nur zu faul? Klingt das für euch nach "krank"? 

LG Ela 

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11. Mai 2018 um 8:10
In Antwort auf hieristela

Hallo, 

ich hab mich hier angemeldet weil ich seit Stunden am Überlegen bin. Kurz zu mir: ich bin 23 und glückliche Ehefrau und Mutter.

Ich mache mir schon lange Gedanken über mein Hygiene Verhalten. Es geht ums Duschen. 
Mit 13 wurde ich Vergewaltigt, mein Mann weiß das auch aber damals wurde der Täter nie gefasst. Ich war als Jugendliche in einer total bescheuerten Kindertherapie zu der ich höchstens ne Woche gegangen bin. Das Geschehene passierte in einem badezimmer, in einer wanne. 

Ich hoffe mich hält hier jetzt keiner für eklig aber, ich Dusche seit Jahren wirklich so wenig wie es nur geht. Sprich am frühstens alle 2 Wochen Ich stinke nicht oder so. Ich bin optisch sehr gepflegt und sehe gut aus. Ich habe XXL feuchtetücher mit denen ich mich immer reinige. 

Seit heute frage ich mich, ob ich eine Therapie machen muss und ob das normal ist? Mein Mann geht viel viel öfter unter die Dusche und aus Scham sag ich meistens ich war am Morgen als er arbeiten war. Wobei er es trotzdem auch schon gemerkt hat, nicht dass ich komisch rieche oder so sondern dass ich einfach ungern Dusche und am liebsten gar nicht. 
Wenn ich dann mal duschen bin dann ist es auch nicht so als hätte ich flashbacks oder starke Erinnerungen die hoch kommen. 

Ich hatte vor Jahren mit schwere depressionen, drogenkonsum, suizidgedanken und selbstverletzungen zu kämpfen. Aber all das habe ich hinter mir, auch durch die Liebevolle Unterstützung und Hilfe von meinem Mann und vor allem durch die Geburt meiner Tochter. 

Also was meint ihr? Muss ich in eine Therapie? Ist es unnormal wie ich Bin? Bin ich vielleicht auch einfach nur zu faul? Klingt das für euch nach "krank"? 

LG Ela 

Ja klingt für mich krank und auch unhygienisch. Diese Tücher sind für unterwegs gedacht. Sie reinigen dich absolut nicht. 

Gut möglich, dass dich die dusche/Badewanne davor abhält. Ich rate zur Therapie.  Du kannst nur gewinnen dadurch. 

viel Glück 

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11. Mai 2018 um 10:22

Ich würde da auch zu einer Therapie raten - nicht unbedingt aus hygienischen Gründen (wobei du gerade ganz viel im Sommer verpasst, so eine tägliche kalte Dusche ist ein großartiges Gefühl), sondern weil eine Therapie einfach auch total gut tun kann.
Mal den ganzen Ballast vor einer unbeteiligten Person abwerfen ist sehr befreiend und wenn du zu einer Verhaltenstherapie gehst, dann könnt ihr neben allgemeinen Gesprächen auch langsam an dem Duschproblem arbeiten. Das geht oft ganz nebenbei

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11. Mai 2018 um 10:31
In Antwort auf hieristela

Hallo, 

ich hab mich hier angemeldet weil ich seit Stunden am Überlegen bin. Kurz zu mir: ich bin 23 und glückliche Ehefrau und Mutter.

Ich mache mir schon lange Gedanken über mein Hygiene Verhalten. Es geht ums Duschen. 
Mit 13 wurde ich Vergewaltigt, mein Mann weiß das auch aber damals wurde der Täter nie gefasst. Ich war als Jugendliche in einer total bescheuerten Kindertherapie zu der ich höchstens ne Woche gegangen bin. Das Geschehene passierte in einem badezimmer, in einer wanne. 

Ich hoffe mich hält hier jetzt keiner für eklig aber, ich Dusche seit Jahren wirklich so wenig wie es nur geht. Sprich am frühstens alle 2 Wochen Ich stinke nicht oder so. Ich bin optisch sehr gepflegt und sehe gut aus. Ich habe XXL feuchtetücher mit denen ich mich immer reinige. 

Seit heute frage ich mich, ob ich eine Therapie machen muss und ob das normal ist? Mein Mann geht viel viel öfter unter die Dusche und aus Scham sag ich meistens ich war am Morgen als er arbeiten war. Wobei er es trotzdem auch schon gemerkt hat, nicht dass ich komisch rieche oder so sondern dass ich einfach ungern Dusche und am liebsten gar nicht. 
Wenn ich dann mal duschen bin dann ist es auch nicht so als hätte ich flashbacks oder starke Erinnerungen die hoch kommen. 

Ich hatte vor Jahren mit schwere depressionen, drogenkonsum, suizidgedanken und selbstverletzungen zu kämpfen. Aber all das habe ich hinter mir, auch durch die Liebevolle Unterstützung und Hilfe von meinem Mann und vor allem durch die Geburt meiner Tochter. 

Also was meint ihr? Muss ich in eine Therapie? Ist es unnormal wie ich Bin? Bin ich vielleicht auch einfach nur zu faul? Klingt das für euch nach "krank"? 

LG Ela 

Wenn du schon schreibst, dass du beim Duschen "starke Erinnerungen" /"Flashbacks" hast -die dir ganz bestimmt nicht angenehm sind, die du nicht haben willst und die du höchst wahrscheinlich vermeiden möchtest- dann hängt das sehr wahrscheinlich mit dem Geschehenen zusammen.

Mir ist ähnliches zugestoßen. Bin nie in Therapie gegangen, habe aufgrund mangelnden Vertrauens erst Jahre später mit meinem ersten (und auch jetzigen) Freund darüber geredet und habe mich u. A. jahrelang keiner Mülltonne mehr genähert, hatte zu jedem Mann mit gewissen äußerlichen Merkmalen einen gefühlten Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern und ähnliche Gedanken, wie du. Zumindest freut  es mich, dass du scheinbar mit jemanden darüber gesprochen hast, nachdem es passiert ist

In meinem Fall war dieses "Vermeidungsverhalten" mit dem Geschehnis verbunden: Soweit ich das bei dir einschätzen kann- Ferndiagnose ist bei PTBS immer schwer - wird es nicht anders sein.

Ob du in Therapie solltest? Du schämst dich, deiner Aussage nach, dafür, wenig zu duschen. Wenn du diese Scham loswerden möchtest, würde ich dir eine Therapie raten von alleine geht das wahrscheinlich nicht/ nur sehr schwer weg und /oder es dauert halt seeehr lange. Außerdem wäre es doch viel schöner, entspannt duschen zu können- schätze ich zumindest ^^

Bzgl. der Frage, ob du "unnormal" bist: Das Wort ist zu relativ. Meine Haare sind nach zwei Tagen duschreif, weil fettig XD für mich wäre es “unnormal“, so wenig zu duschen. Wie das bei anderen ist- was weiß ich

~LG, Sayt
 

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11. Mai 2018 um 11:07

ich denke das den ort meidest an den es pasierte weil du ein badezimer meidest ich sags ma so wen du dich selbst dabei unwol fülst soltes du noch mal ne terapi versuchen file mit trauma brauchen mehere anleufe bis sie die richtige finden
eine frage noch wie ises zb in der dusche eines schwimmbades oder fitnesstudios duscht du da genauso ungern?
und keine scham dir hilfe zu holen nur weil du du denkst dein problem wäre zu bescheuert

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12. Mai 2018 um 9:50

Knapp Schulterlang. Und da ich bedeutend zu faul bin, ein akrobatisches Kunststück zu vollbringen, um mir NUR die Haare zu waschen und ansonsten nicht nass zu werden... Dusch ich einfach direkt. Is bequemer.
Ich finde zwar auch, dass die Bitte zur Therapie hier häufig standartisiert ist... Aber, so, wie hier beschrieben, auch gerechtfertigt.

Ich hatte damals auch meine Gründe, nicht zur Therapie zu gehen- einer davon war der von dir genannte. Ärzteakten sind nervig.
Sollten aber nie der einzige Grund sein, eine Therapie zu vermeiden.

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12. Mai 2018 um 11:34

Liebe Ela,

ich bin keine Psychologin, aber für mich liest sich das schon so, als würdest du das Duschen deshalb vermeiden, weil du in einem Badezimmer vergewaltigt wurdest.

Ich würde dir auch zu einer Therapie raten - aber zu einer, die speziell für Vergewaltigungsopfer gedacht ist. Es ist ja leider oft so, dass man lange und viel suchen muss, bis man eine Therapie findet, die einem wirklich hilft. Es muss einfach passen. Oft passt es eben nicht und dann brechen die Menschen die Therapie ab, wie es bei dir der Fall war. Deine Eltern hätten damals darauf achten sollen, dass du Hilfe bekommst und mit dir zusammen so lange nach einer passenden Therapie suchen sollen, bis es für dich wirklich hilfreich ist.

Was du machst, ist ein klassisches Vermeidungsverhalten. Du kannst aber nicht dein ganzes Leben vermeiden, zu duschen. Auch wenn du nicht unangenehm riechst, es ist einfach nicht gut, wenn man sich seinen Ängsten nicht stellt. Du beschränkst dich und dein Leben selbst damit. 

Fang doch einfach mal mit einem Beratungsgespräch an. Vielleicht helfen dir die Tipps, die du dort bekommst, ja schon weiter.  Ich weiß nicht, wo du wohnst, deshalb habe ich dir jetzt einfach mal diesen Link hier herausgesucht:

https://www.hilfeportal-missbrauch.de/startseite.html

Alles Gute!
LG
Elisabeth

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