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Signale deuten

25. Januar 2011 um 0:02

Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr steht nicht so auf dem Schlauch, wie ich es normalerweise tue Es geht um einen Freund, von dem ich glaube, dass wir uns darin einig sind, dass zwischen uns nichts läuft und auch nicht laufen wird. Leider bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob er das auch so sieht.

Nun erzähle ich die Geschichte mal etwas länger:
Ich werde immer wieder darauf angesprochen, ob ich mit ihm zusammen bin, also eigentlich jedes mal, wenn ich mit ihm in einer Runde bin, in der die Leute hauptsächlich mich kennen und ihn noch ncht. Wir sind nicht zusammen und waren es auch nie. Dieses Gerücht, wir wären zusammen, bzw. die Fragen danach, kommen aber immer wieder auf, ob nun in der Uni, im Freundeskreis, in den Kaffeekränzen,... Genau das irritiert mich: warum so häufig? Einzelne Leute können sich ja irren. Er dementiert diese Gerüchte übrigens immer genauso entschlossen, wie ich.
Dieses Wochenende waren wir gemeinsam auf einem workshop. Ich habe einen Teil des Workshops geleitet und kannte einige der Leute dort, er war zum Spaß dabei. Abends wurde ich von einem Bekannten (oder auch Freund) aus einer Runde mit besagtem Freund und ein paar anderen zum Rauchen nach draußen geholt. Noch im Rausgehen fragte er, ob wir zusammen sind. Ich verneinte, woraufhin er mich entsetz ansah und meinte "aber er will was von dir", was ich erneut verneinte. Das drehte sich ein paar mal im Kreis und der Bekannte verharrte darauf und meinte, ich wolle es vielleicht nur nicht wahr haben. Wenn etwas daran ist, dann sehe ich es einfach nicht Was wohl daran liegt, dass ich Flirtversuche nicht erkenne, solange "er" nicht ein großes Pappschild "achtung, ich flirte mit dir" hochhält...

Daher dieser Post: was sagt ihr: will er mehr und ich verstehe die Zeichen nicht
Wir arbeiten ehrenamtlich für die gleiche Organisation. In dem Kontext haben wir uns kennengelernt. So seit einem Jahr, vielleicht anderthalb, unternehmen wir auch privat gemeinsam Dinge, sind eben Freunde.

Was sich in den letzten Monaten geändert hat ist, dass er vermehrt wirklich private Dinge, also z.B. aus seiner Familie erzählt. Weihnachten rief er an, nur um eine halbe Stunde ein frohes Fest zu wünschen (obwohl er weiß, dass ich nicht feiere).
Wir haben einige running gags und "kebbeln" uns oft mit Ironie.
Sobald er weitere Leute aus meinem Freudeskreis kennenlernt, kann ich eigentlich sicher sein, dass er diese zwei Tage später auf facebook als Freunde hinzugefügt hat, auch wenn er sie nur kurz gesehen hat. Anders herum lerne ich nie irgendwelche seiner Freunde kennen. Außerdem, wie oben schon angedeutet, kommt es häufiger vor, dass er mich irgendwo hin begleitet, wo er nur wenige Leute kennt (im Gegensatz zu mir ist er aber kontaktfreudig und kommt schnell mit denen ins Gespräch).
Ich hatte nicht das Gefühl, dass er in irgendeiner Form eifersüchtig gewesen wäre, als ich letztes Jahr einige Monate einen Freund hatte. Allerdings lässt seitdem das in die Brüche gegangen ist wenige Gelegenheiten aus, mir zu sagen, ich solle doch froh sein, den Trottel los zu sein.
Letztes Jahr haben wir zusammen Urlaub gemacht (gemeinsam mit einem alten Schulfreund von mir und einem Freund von diesem). Da hat er auf ein Einzelzimmer bestanden, obwohl ein DZ natürlich billiger gewesen wäre. Berührungen finden nicht statt, außer normale Begrüßungsumarmungen und so.
Naja, insgesamt habe ich das Gefühl, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben und "mit so jemandem" vielleicht auch eine Beziehung gut gehen könnte, aber ich will nicht, da ich ihn als einen Freund schätze und auch noch länger mit ihm zusammenarbeiten können will. Ich hoffe, dass er das, genauso sieht.
Achso, eine Sache noch: ich habe ihm, wahrheitsgemäß, erzählt, dass meine Mutter ihn für den idealen Schwiegersohn hält. Das kommentierte er mit "sag ihr, dass diese hoffnungen unbegründet sind"

Na, was meint ihr? Beschreibe ich da eine einseitige Freundschaft, oder sehen die anderen Gespenster?

Viele Grüße
Lotta

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25. Januar 2011 um 5:25

.....
Ich denke, wenn die Anderen euch so oft darauf ansprechen, dann spüren sie vielleicht, dass es zwischen euch knistert, aber er steckt offenbar tiefer in der bockigen Verleugnungsphase als du. Sein Motto ist möglicherweise "Was ich nicht wahrhaben will, existiert nicht."

Um die Situation besser verstehen zu können: wie alt seid ihr?
Seit wann ist er Single? Vielleicht wehrt er sich gegen einen Beziehungsgedanken, weil seine letzte Beziehung eine Katastrophe war und nicht verarbeitet ist. (?)

Ich teile deine Ansicht, dass viele Gemeinsamkeiten sicherlich eine gute Basis sind für eine Beziehung. Kannst es ja ihm gegenüber Nicht-Beziehung nennen.

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25. Januar 2011 um 10:46
In Antwort auf vena_11880019

.....
Ich denke, wenn die Anderen euch so oft darauf ansprechen, dann spüren sie vielleicht, dass es zwischen euch knistert, aber er steckt offenbar tiefer in der bockigen Verleugnungsphase als du. Sein Motto ist möglicherweise "Was ich nicht wahrhaben will, existiert nicht."

Um die Situation besser verstehen zu können: wie alt seid ihr?
Seit wann ist er Single? Vielleicht wehrt er sich gegen einen Beziehungsgedanken, weil seine letzte Beziehung eine Katastrophe war und nicht verarbeitet ist. (?)

Ich teile deine Ansicht, dass viele Gemeinsamkeiten sicherlich eine gute Basis sind für eine Beziehung. Kannst es ja ihm gegenüber Nicht-Beziehung nennen.

...
Er 25 und ich 21.
Ich habe keine Ahnung, wie lange er Single ist. Ich habe ihn noch nie mit einer Freundin erlebt. In den ersten Jahren die ich ihn kenne kann es auch sein, dass ich das nicht mitbekommen habe, weil wir uns nicht mochten Aber die letzten 2-3 Jahre hatte er keine. Und die Bekanntschaften, von denen mir erzählt wurde liegen auch alle ein ganzes Eck zurück. Aber: über diese Themen redet er nicht mit mir.

Naja, wie gesagt, ich sehe da kein Knistern, was bei mir nicht unbedingt was heißt. Aber du hast recht, selbst wenn ich eins feststellen würde, würde ich es abbügeln. Eine Freundschaft ziehe ich als Kopfmensch aus verschiedenen Gründen vor. Ich verleugne also nicht, dass da was sei könnte, aber kenne mich gut genug um zu wissen, dass ich nie etwas mit ihm anfangen würde und damit kann ich gut leben.
Ich habe mir aber auch überlegt, warum er was das Reden über Beziehungen angeht so verstockt ist und ob doch etwas an den Vermutungen der anderen sein könnte. Wie soll man sich denn da verhalten, wenn ich vermute, dass doch was dran ist? Ich meine, es ist doch super schwierig, sich selbst im Weg zu stehen. Ich will ja auch nicht, dass er sich unnötig "quält", wenn ein offenes Gespräch (wie auch immer man ihn zu so was kriegt) oder so da Klarheit bringen könnte... Oder ob man die "Zeichen" einfach ignoriert.

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25. Januar 2011 um 18:06

Hm ne
Dass ich mir Gedanken mache ist richtig. Aber solange ich immer zu dem "Entschluss" komme, dass da bei mir nichts läuft
Ich glaube es ist eher Eitelkeit. Ich will nicht, dass die Leute falsches über mich denken... Ich komme aus einer Kleinstadt und Gerüchte können einen da ganz schön nerven. Noch dazu sind wir beide hier bekannt wie ein bunter Hund. Und in der Eitelkeit würde es mir weder passen, dass die Leute falsche Gerüchte streuen, noch, dass ich mal wieder ne lange Leitung habe und und nicht merke, dass vielleicht doch was dran ist. Hinzu kommt, dass die oben beschriebene Beziehung leider ziemlich böse in die Brüche gegangen ist und mein Verhältnis zu diesem Menschen vor der Beziehung ähnlich freundschaftlich war. Daher habe ich als Kopfmensch mir vorgenommen, sowas nicht noch mal zuzulassen. Andersrum weiß ich aber auch, dass sollte was bei ihm dran sein, das sicher keine schöne Situation ist.
Kurzum: ich will Missverständnis vermeiden, zu unser beider Nutzen. Ich weiß, das hört sich schrecklich arrogant und egoistisch an, aber ich hasse so "schwebende" Situationen.

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