Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Sich schneiden

Sich schneiden

11. April 2006 um 17:38

hallo,

also in kurzen ohne sich selbstbelügenden worten ,
ich habe oft das verlangen mich zu schneiden ...

es war bis vor kurzem noch nie so das ich diesen drang mich zu verletzen hatte ..
dann eines abends ..in einer psychischen ausnahmesituation..bin ich völlig abgestürzt...ich habe mich betrunken und ein messer genommen und mir den handrücken der einen hand total zerschnitten ...

ich dachte am anfang als ich wieder klarer wurde ..so ein mist ..warst bockig ..warst trotzig um einer gewissen person ein schlechtes gewissen zu bereiten .blöd eben..


aber seid dem geht mir das alles nicht mehr aus dem kopf...jedesmal wenn ich traurig bin ..mich alleine fühle oder schlecht ..kann ich nur an die messer denken und wie gut jeder einzelne schnitt mir getan hat..ich spüre dann eine innere unruhe in mir und eine sehnsucht die kaum zu beschreiben ist....

krank denkt ihr ? da geb ich euch völlig recht..aber so isset....datt bin ich ...traurig aber wahr ...

kennt das jemand ?
danke euch und LG

Mehr lesen

11. April 2006 um 19:54

Dein 1. Schritt da raus: Du lügst dich nicht selbst an!
Hallo, liebesbiest,
ich habe bis jetzt gedacht, dass hauptsächlich Jugendliche sich selbst schneiden, aber Du bist schon ja schon dreißig. Ich habe aber bis jetzt keinen Anlass gefunden, mich mit dem Thema näher zu befassen.
Auf keinen Fall brauchst Du Dich zu schämen, jeder kann im Leben an einen Punkt kommen, den er früher nicht für möglich gehalten hätte. Ich finde es schon mal Dir selbst gegenüber sehr mutig und richtig, dass Du Dich nicht selbst belügst, ich denke, dass ist sehr wichtig. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass Du es schaffst, da rauszukommen! An deiner Stelle würde ich einen netten Psychotherapeuten aufsuchen, der/die Dir dabei hilft, die Ursachen für Dein Verhalten aufzudecken - sobald Du Dir über die Mechanismen im Klaren bist (meist ist man sich das ja nicht unbedingt), kannst Du, denke ich, dagegen angehen.

Schau doch mal nach im Web auf der Seite http://web4health.info/de/answers/ed-self-harm.htm-

Dort steht, dass beim sich selbst schneiden im Gehirn morphiumähnliche Stoffe freigesetzt werden. Es gäbe da im Gehirn ein

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2006 um 20:06
In Antwort auf carmel_12869507

Dein 1. Schritt da raus: Du lügst dich nicht selbst an!
Hallo, liebesbiest,
ich habe bis jetzt gedacht, dass hauptsächlich Jugendliche sich selbst schneiden, aber Du bist schon ja schon dreißig. Ich habe aber bis jetzt keinen Anlass gefunden, mich mit dem Thema näher zu befassen.
Auf keinen Fall brauchst Du Dich zu schämen, jeder kann im Leben an einen Punkt kommen, den er früher nicht für möglich gehalten hätte. Ich finde es schon mal Dir selbst gegenüber sehr mutig und richtig, dass Du Dich nicht selbst belügst, ich denke, dass ist sehr wichtig. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass Du es schaffst, da rauszukommen! An deiner Stelle würde ich einen netten Psychotherapeuten aufsuchen, der/die Dir dabei hilft, die Ursachen für Dein Verhalten aufzudecken - sobald Du Dir über die Mechanismen im Klaren bist (meist ist man sich das ja nicht unbedingt), kannst Du, denke ich, dagegen angehen.

Schau doch mal nach im Web auf der Seite http://web4health.info/de/answers/ed-self-harm.htm-

Dort steht, dass beim sich selbst schneiden im Gehirn morphiumähnliche Stoffe freigesetzt werden. Es gäbe da im Gehirn ein

Fortsetzung von "Dein 1. Schritt"
Da ist was schiefgegangen, der Text war plötzlich halb weg. Also:
Es gäbe da im Gehirn ein Belohnungszentrum, das durch Morphine, Nikotin, Alkohol oder Narkotika stimuliert wird, dadurch fühlt man sich kurzfristig besser.
Vielleicht findest Du Dich im folgenden Zitat wieder:
"Das gleiche passiert, wenn du dich selbst schneidest. Das Belohnungszentrum im Gehirn wird stimuliert und du fühlst dich für eine kurze Zeit besser. Du kannst vor (...) den unerträglichen Gefühlen in eine glücklichere Gefühlswelt fliehen. Auch Magersucht (Anorexie) kann in derselben Weise unangenehme Gefühle unterdrücken. Hungern bewirkt die Produktion von Hormonen, die das Nervensystem in derselben Weise wie Amphetamine anregen.
Warum Anorexie (Magersucht) und sich selbst zu verletzen schlechte Methoden sind, um sich glücklicher zu fühlen: Diese Methoden helfen dir, die Konfrontation mit deinen unerträglichen Gefühlen zu vermeiden. Wenn du aber deine unangenehmen Gefühle akzeptierst, kannst du deine Probleme angehen und sie schließlich lösen. Indem du deine Probleme löst, wird dein Leben besser und du fühlst dich glücklicher.
Wenn du aber, statt deine Probleme in Angriff zu nehmen, einen kurzen Glücksmoment durch Selbstverstümmelung, Anorexie, Bulimie oder Drogenmissbrauch erzeugst, kannst du dich nur zeitweilig aufpuschen und kannst dich nicht weiterentwickeln. Dein Leben begibt sich dadurch in eine Sackgasse, und das Resultat wird ein unbefriedigendes Leben und hässliche Narben an deinen Armen und Beinen sein."
Liebe Grüße, Meerblau

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2006 um 21:54

Danke
ich danke euch sehr ..es macht mut zu sehen man wird ernst genommen und auch das man nicht alleine ist damit ...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2006 um 23:30

Hallo,
auch ich habe früher geschnitten und einige dunkle Nächte der Seele erlebt .
Getan habe ich es immer dann, wenn alles zusammen kam. Es war irgendwie eine Krücke um meine Gefühle zu kompensieren und um mich selbst zu spüren / irgendwie zu erden. Aber auch um mich zu strafen, denn ich habe mich selbst verachtet ...und auch meinen Körper abgelehnt. Lieben konnte ich mich nicht, daher habe ich mich selbst gehasst und als minderwertig erfahren. Durch die Öffnungen konnte ich Druck ablassen, sowie den seelischen Schmerz mit dem körperlichen Übertünchen. Die Seele brennt !
Das war eine Beschreibung in Kurzform. Heute brauche ich das nicht mehr ! Ich habe mich intensiv mit mir und meinem Leben auseinandergesetzt. Auch kann ich mich jetzt selbst lieben und ich finde mich echt klasse ! Und mit meinen Schwächen vermag ich fast immer auch umzugehen. Man kann das echt in den Griff bekommen !
Es gibt da auch ein Forum, dieses hätte mir früher sicher geholfen ! Schau mal unter " Rote Tränen" .
GLG, Lacada

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2006 um 23:42

Hallo,
hast du mal mit jemandem darüber geredet? SVV (Selbstverletzendes Verhalten), wie man sowas nennt, ist keinesfalls zu unterschätzen und kann zu einer ernsthaften Krankheit/Sucht werden. Ich kenne ein Mädel, die das jahreland gemacht hat und heute hat sie richtig eklige, wulstige Narben, die sie mächtig bereut. Sei bitte klüger und lass das zukünftig. Nimm das bitte nicht auf die leichte Schulter.

Viel Glück für die Zukunft.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. April 2006 um 22:44

Das leben hasst mich...
und bis zu meinem tod (der hoffentlich schnell kommt) werde ich durch einen dunkeln nebel kriechen. so habe ich mich gefühlt bis vor ein paar jahren. ich habe einwegrasierer auseinander gebaut und die klingen dafür gebraucht um mir die arme aufzuschneiden. anfangs selten, später täglich. mein linker arm ist reih an reih übersäht mit narben. mich störte es garnicht das es jeder sah, auch wenn einige leute ein ziemliches heck meck darum gemacht haben. ich war allerdings wegen eines "ausbruchs" von zuhause zu der zeit eh schon in einer sozialpädagogischer betreuung. ich wusste nicht warum ich das tat, ich wusste nur dass es mir unglaubliche erleichterung gab... das kommt durch den trancezustand in den man fällt... nicht von den schmerzen. jene habe ich wie du warscheinlich auch, nicht gespürt. es war einfach das gefühl etwas getan zu haben, sich selbst zu bestrafen. ich hatte eine million gedanken, und im endeffeckt wuste ich garnicht woran ich denke. es ging mir scheisse. richtig dreckig... und auf einmal bemerkte ich die wunden an meinem arm. klingt komisch, ich hatte sie monatelang dort, aber plötzlich wurde mir erst klar was ich da tat. dass ich schreckliche narben behalten werde (trotz des wundheilungssprays welches ich benutzte). und in dem moment wurde mir klar, dass ich das nicht mehr will, ich wollte leben, das leben wieder genießen. und ab da war mir alles scheiss egal, dadurch versaute ich mir meinen realabschluss... aber mir ging es gut und nun ist mein leben in ordnung (schule, ausbildung, weiterbildung, lieben freund usw.)

das war jetzt ziemlich lang, was ich dir aber sagen will: sehr viele menschen tun es, es ist eine psychische krankheit, ausgelöst durch viele verschiedene dinge. und alleine kommst du da nicht raus! den ersten schritt hast du schon, du denkst darüber nach und weisst das es ein problem ist. du musst darüber mit jemandem reden! mit freunden, und wenn es schlimmer wird mit einem therapeuten!
denk wenn dir nach dem "ritzen" ist an etwas schönes, denk an wunderschöne erlebnisse. und gleichzeitig auch an schreckliche narben die dein leben lang bleiben und bei starker sonne vebrennen!

ich wünsch dir alles gute!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. April 2006 um 18:36

...
Ich habe mit 12 angefangen mich zu ritzen.Ausgelöst wurde das durch eine große Veränderung in meinem Leben: ich bekam ein Korsett.Also so eine enge,drückende Plastikschale für den Oberkörper die man 23 Stunden am Tag jahrelang tragen muss.Mit 12 ich habe ich mich noch sehr wenig verletzt doch im Laufe der Jahre ist es immer mehr geworden.Irgendwann habe ich dann von den Armen zu den Beinen gewechselt und zu diseser Zeit habe ich mich dann täglich mehrmals geritzt.Jetzt bin ich 18 und ich hab das alles einigermaßen im Griff.Geschafft hbae ich das dadurch, dass ich ne Theraphie angefangen habe und auch durch meinen damaligen Freund.Er war echt eine sehr große Hilfe.Außerdem habe ich angefangen zu rauchen.Ich weiß, dass ist keine optimale Lösung...aber besser Nikotin als Rasierklingen.Und auch ich kann dir nur raten, dir professionelle Hilfe zu holen.Alleine da rauszukommen sit unsagbar schwer.Aber wie schon gesagt: den ersten Schritt hast du schon getan also kann es nur ncoh weiter aufwärts gehen.Ich wünsche dir nur das Beste!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook