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Sich nicht Unterhalten können/Immer fehl am Platz

28. November 2019 um 14:49 Letzte Antwort: 8. Dezember 2019 um 15:40

Hey Leute, ich bin neu hier. 20 Jahre alt und ein Mädchen. 
Grüße euch alle ganz herzlich und hoffe das ihr mir etwas helfen könnt (wollt), oder mich zumindest in eine bessere richtung schubst. 

Ich war schon immer schüchtern. Auch als kleines Kind. Kann mich noch an viele Situationen erinnern wo ich mich einfach zu nichts getraut habe. Zu viel über alles nach gedacht habe und nie aus mir herus kam. Hab schon immer das Gefühl anders zu sein. 

In der weiterführenden Schule war ich zwar nie die totale Außenseiterin, aber so richtig dazu habe ich auch nie gehört. Vor Presentationen vor der Klasse habe ich mich gedrückt. Gelesen habe ich erst recht nicht vor anderen (Angst nicht schnell genug zu lesen, mich zu versprechen so das andere lachen). Habe mich immer beobachtet Gefühlt. 
Hatte eine Freundin dort da sie auch schüchtern war, haben wir uns gut verstanden. Bis heute ist sie meine beste Freundin und da bin ich auch sehr froh drüber. Denn sonst habe ich keine freunde. Ich schaffe es einfach nicht Kontakt zu knüpfen. Immer wenn ich an gesprochen werde verfalle ich innerlich in Panik. Ich habe nie was zu erzählen und gehe diesen Situationen aus dem weg. In meinem Kopf ist immer so eine ewige leere. 
Ich verstehe nicht wie es anderen so leicht fällt unbeschwährt zu reden. Über Interessante Themen, alltägliche Dinge oder dieses doofe SmallTalk. 
Selbst bei meiner Besten Freundin die ich jetzt schon seit bestimmt 8 Jahren kenne, fällt mir oft nichts ein. Sie ist dann die jenige die viel redet. Wenn ich versuche was zu erzählen beeile ich mich instinktiv und versuche krampfhaft alles spannend zu halten. Oft passiert aber das gegenteil und ich verspreche mich oder erzähle nur lückenhaft und lasse viel weg. 

Zuhause alleine, denke ich viel darüber nach wieso ich so bin wie ich bin. Habe ständig dieses unwohle Gefühl im Bauch. Ständig dieses Grübeln über Vergangene Situationen die ich hätte besser machen können. Immer deises Herzrasen und stolpern (hab mich durch checken lassen, gibt keinen körperlichen außlöser).
Weiß manchmal gar nicht wer ich eigendlich bin, nur wer ich sein will. Doch das bekomme ich nicht hin. So sehr ich es auch Versuche. 

Panikattaken, da habe ich auch schon die ein oder andere Erfahrung mit. 


Letzdens wurde ich gefragt was ich denn so am Tag gemacht habe. Ich war so unter druck das ich nicht mehr wusste wo ich den Tag über war, geschweige denn was ich gemacht habe. Sehr unangenehm. Die andere Person dachte sich bestimmt was für eine dumme ich doch sei. Später als die Situation vorbei war und ich mich wieder beruhigt hatte wusste ich es ohne probleme wieder. 

Ich habe das Gefühl dem Leben nicht gerecht zu werden. Ja ich weiß, man soll selber glücklich sein und nicht immer versuchen nur die Erwartungen anderer zu erfüllen. Aber ich meine mein eigenes Leben, so wie ich es führen möchte, so wie ich Leben und sein will. Das bekomme ich nicht hin. Ich stehe mir selber im weg. 

Selbst wenn ich etwas tolles zu erzählen habe, schaffe ich es meist nicht diese Informationen aus meinem Kopf in Worte zu vormulieren und aus zu sprechen. 

Ich weiß nicht so ganz wie ich es beschreiben soll, aber ich merke es wenn sich etwas verändert. Wenn etwas nicht stimmt bei anderen Menschen. Auch wenn sie es ab streiten, ich sehe trotzdem diese veränderten negativen Gesichtszüge und eine andere Körperhaltung. An lügen kann man mich auch nur schwer. Klar, ich merke nicht alles, das geht nicht. Aber meist ist es so das ich sehr gut 1 und 1 zusammen zählen kann. Ich erinnere mich an vergangene Aussagen die jemand gemacht hat und die mit der jetzigen einfach nicht überein stimmt. Oder bestimmtes Verhalten. 
Das ist das komische an der Sache. Sobald es darum geht etwas zu klären, zb bei einem streit, dann bin ich sehr wort gewant und kann super Argumentieren (solange ich auch wirklich im recht bin). Habe ich mich vertan nehme ich natürlich alles zurück. 
So auch wenn mich jemand versucht an zu Lügen, ich knalle dieser Person dann sämtliche Sachen an den Kopf warum dies und das nicht sein kann. Und irgendwann weiß diese Person nichts mehr um sich heraus zu reden. Da kamen dann nur noch diese, ich nenne sie mal "Flucht Argumente". 

Lange rede kurzer Sinn. Ich bin eigenartig und passe nirgenswo so richtig herein. Denke viel zu viel darüber nach was andere über mich denken könnten. 

Kennt ihr das ? Oder jemanden in eurem umfeld der es ihrgendwie geschafft hat, sich ins positive zu verändern ? Wenn ja, wie ? 

LG 

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29. November 2019 um 9:46

und du sprichst mit deiner freundin drüber?

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29. November 2019 um 10:44
In Antwort auf khaleesiii

Hey Leute, ich bin neu hier. 20 Jahre alt und ein Mädchen. 
Grüße euch alle ganz herzlich und hoffe das ihr mir etwas helfen könnt (wollt), oder mich zumindest in eine bessere richtung schubst. 

Ich war schon immer schüchtern. Auch als kleines Kind. Kann mich noch an viele Situationen erinnern wo ich mich einfach zu nichts getraut habe. Zu viel über alles nach gedacht habe und nie aus mir herus kam. Hab schon immer das Gefühl anders zu sein. 

In der weiterführenden Schule war ich zwar nie die totale Außenseiterin, aber so richtig dazu habe ich auch nie gehört. Vor Presentationen vor der Klasse habe ich mich gedrückt. Gelesen habe ich erst recht nicht vor anderen (Angst nicht schnell genug zu lesen, mich zu versprechen so das andere lachen). Habe mich immer beobachtet Gefühlt. 
Hatte eine Freundin dort da sie auch schüchtern war, haben wir uns gut verstanden. Bis heute ist sie meine beste Freundin und da bin ich auch sehr froh drüber. Denn sonst habe ich keine freunde. Ich schaffe es einfach nicht Kontakt zu knüpfen. Immer wenn ich an gesprochen werde verfalle ich innerlich in Panik. Ich habe nie was zu erzählen und gehe diesen Situationen aus dem weg. In meinem Kopf ist immer so eine ewige leere. 
Ich verstehe nicht wie es anderen so leicht fällt unbeschwährt zu reden. Über Interessante Themen, alltägliche Dinge oder dieses doofe SmallTalk. 
Selbst bei meiner Besten Freundin die ich jetzt schon seit bestimmt 8 Jahren kenne, fällt mir oft nichts ein. Sie ist dann die jenige die viel redet. Wenn ich versuche was zu erzählen beeile ich mich instinktiv und versuche krampfhaft alles spannend zu halten. Oft passiert aber das gegenteil und ich verspreche mich oder erzähle nur lückenhaft und lasse viel weg. 

Zuhause alleine, denke ich viel darüber nach wieso ich so bin wie ich bin. Habe ständig dieses unwohle Gefühl im Bauch. Ständig dieses Grübeln über Vergangene Situationen die ich hätte besser machen können. Immer deises Herzrasen und stolpern (hab mich durch checken lassen, gibt keinen körperlichen außlöser).
Weiß manchmal gar nicht wer ich eigendlich bin, nur wer ich sein will. Doch das bekomme ich nicht hin. So sehr ich es auch Versuche. 

Panikattaken, da habe ich auch schon die ein oder andere Erfahrung mit. 


Letzdens wurde ich gefragt was ich denn so am Tag gemacht habe. Ich war so unter druck das ich nicht mehr wusste wo ich den Tag über war, geschweige denn was ich gemacht habe. Sehr unangenehm. Die andere Person dachte sich bestimmt was für eine dumme ich doch sei. Später als die Situation vorbei war und ich mich wieder beruhigt hatte wusste ich es ohne probleme wieder. 

Ich habe das Gefühl dem Leben nicht gerecht zu werden. Ja ich weiß, man soll selber glücklich sein und nicht immer versuchen nur die Erwartungen anderer zu erfüllen. Aber ich meine mein eigenes Leben, so wie ich es führen möchte, so wie ich Leben und sein will. Das bekomme ich nicht hin. Ich stehe mir selber im weg. 

Selbst wenn ich etwas tolles zu erzählen habe, schaffe ich es meist nicht diese Informationen aus meinem Kopf in Worte zu vormulieren und aus zu sprechen. 

Ich weiß nicht so ganz wie ich es beschreiben soll, aber ich merke es wenn sich etwas verändert. Wenn etwas nicht stimmt bei anderen Menschen. Auch wenn sie es ab streiten, ich sehe trotzdem diese veränderten negativen Gesichtszüge und eine andere Körperhaltung. An lügen kann man mich auch nur schwer. Klar, ich merke nicht alles, das geht nicht. Aber meist ist es so das ich sehr gut 1 und 1 zusammen zählen kann. Ich erinnere mich an vergangene Aussagen die jemand gemacht hat und die mit der jetzigen einfach nicht überein stimmt. Oder bestimmtes Verhalten. 
Das ist das komische an der Sache. Sobald es darum geht etwas zu klären, zb bei einem streit, dann bin ich sehr wort gewant und kann super Argumentieren (solange ich auch wirklich im recht bin). Habe ich mich vertan nehme ich natürlich alles zurück. 
So auch wenn mich jemand versucht an zu Lügen, ich knalle dieser Person dann sämtliche Sachen an den Kopf warum dies und das nicht sein kann. Und irgendwann weiß diese Person nichts mehr um sich heraus zu reden. Da kamen dann nur noch diese, ich nenne sie mal "Flucht Argumente". 

Lange rede kurzer Sinn. Ich bin eigenartig und passe nirgenswo so richtig herein. Denke viel zu viel darüber nach was andere über mich denken könnten. 

Kennt ihr das ? Oder jemanden in eurem umfeld der es ihrgendwie geschafft hat, sich ins positive zu verändern ? Wenn ja, wie ? 

LG 

hört sich nach einer psychischen störung/erkrankung an. das ist nicht normal. klingt nach sozialer phobie. 

geh doch mla zum arzt/therapeuten und lass das abklären. das ist keine schüchternheit mehr.

trau dich, nur so wird es besser. 

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30. November 2019 um 23:57
In Antwort auf carina2019

und du sprichst mit deiner freundin drüber?

Sie weiß darüber bescheid. Aber so richtig helfen kann sie da auch nicht. 

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1. Dezember 2019 um 0:00
In Antwort auf fresh0000

hört sich nach einer psychischen störung/erkrankung an. das ist nicht normal. klingt nach sozialer phobie. 

geh doch mla zum arzt/therapeuten und lass das abklären. das ist keine schüchternheit mehr.

trau dich, nur so wird es besser. 

Wenn ich mich mal zu etwas traue. Dann denke ich sofort, es was nicht gut genug. Mache mir Vorwürfe und..... Meine Gedanken und Gefühle drucken mich immer wieder runter. 
 

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2. Dezember 2019 um 10:56
Beste Antwort
In Antwort auf khaleesiii

Hey Leute, ich bin neu hier. 20 Jahre alt und ein Mädchen. 
Grüße euch alle ganz herzlich und hoffe das ihr mir etwas helfen könnt (wollt), oder mich zumindest in eine bessere richtung schubst. 

Ich war schon immer schüchtern. Auch als kleines Kind. Kann mich noch an viele Situationen erinnern wo ich mich einfach zu nichts getraut habe. Zu viel über alles nach gedacht habe und nie aus mir herus kam. Hab schon immer das Gefühl anders zu sein. 

In der weiterführenden Schule war ich zwar nie die totale Außenseiterin, aber so richtig dazu habe ich auch nie gehört. Vor Presentationen vor der Klasse habe ich mich gedrückt. Gelesen habe ich erst recht nicht vor anderen (Angst nicht schnell genug zu lesen, mich zu versprechen so das andere lachen). Habe mich immer beobachtet Gefühlt. 
Hatte eine Freundin dort da sie auch schüchtern war, haben wir uns gut verstanden. Bis heute ist sie meine beste Freundin und da bin ich auch sehr froh drüber. Denn sonst habe ich keine freunde. Ich schaffe es einfach nicht Kontakt zu knüpfen. Immer wenn ich an gesprochen werde verfalle ich innerlich in Panik. Ich habe nie was zu erzählen und gehe diesen Situationen aus dem weg. In meinem Kopf ist immer so eine ewige leere. 
Ich verstehe nicht wie es anderen so leicht fällt unbeschwährt zu reden. Über Interessante Themen, alltägliche Dinge oder dieses doofe SmallTalk. 
Selbst bei meiner Besten Freundin die ich jetzt schon seit bestimmt 8 Jahren kenne, fällt mir oft nichts ein. Sie ist dann die jenige die viel redet. Wenn ich versuche was zu erzählen beeile ich mich instinktiv und versuche krampfhaft alles spannend zu halten. Oft passiert aber das gegenteil und ich verspreche mich oder erzähle nur lückenhaft und lasse viel weg. 

Zuhause alleine, denke ich viel darüber nach wieso ich so bin wie ich bin. Habe ständig dieses unwohle Gefühl im Bauch. Ständig dieses Grübeln über Vergangene Situationen die ich hätte besser machen können. Immer deises Herzrasen und stolpern (hab mich durch checken lassen, gibt keinen körperlichen außlöser).
Weiß manchmal gar nicht wer ich eigendlich bin, nur wer ich sein will. Doch das bekomme ich nicht hin. So sehr ich es auch Versuche. 

Panikattaken, da habe ich auch schon die ein oder andere Erfahrung mit. 


Letzdens wurde ich gefragt was ich denn so am Tag gemacht habe. Ich war so unter druck das ich nicht mehr wusste wo ich den Tag über war, geschweige denn was ich gemacht habe. Sehr unangenehm. Die andere Person dachte sich bestimmt was für eine dumme ich doch sei. Später als die Situation vorbei war und ich mich wieder beruhigt hatte wusste ich es ohne probleme wieder. 

Ich habe das Gefühl dem Leben nicht gerecht zu werden. Ja ich weiß, man soll selber glücklich sein und nicht immer versuchen nur die Erwartungen anderer zu erfüllen. Aber ich meine mein eigenes Leben, so wie ich es führen möchte, so wie ich Leben und sein will. Das bekomme ich nicht hin. Ich stehe mir selber im weg. 

Selbst wenn ich etwas tolles zu erzählen habe, schaffe ich es meist nicht diese Informationen aus meinem Kopf in Worte zu vormulieren und aus zu sprechen. 

Ich weiß nicht so ganz wie ich es beschreiben soll, aber ich merke es wenn sich etwas verändert. Wenn etwas nicht stimmt bei anderen Menschen. Auch wenn sie es ab streiten, ich sehe trotzdem diese veränderten negativen Gesichtszüge und eine andere Körperhaltung. An lügen kann man mich auch nur schwer. Klar, ich merke nicht alles, das geht nicht. Aber meist ist es so das ich sehr gut 1 und 1 zusammen zählen kann. Ich erinnere mich an vergangene Aussagen die jemand gemacht hat und die mit der jetzigen einfach nicht überein stimmt. Oder bestimmtes Verhalten. 
Das ist das komische an der Sache. Sobald es darum geht etwas zu klären, zb bei einem streit, dann bin ich sehr wort gewant und kann super Argumentieren (solange ich auch wirklich im recht bin). Habe ich mich vertan nehme ich natürlich alles zurück. 
So auch wenn mich jemand versucht an zu Lügen, ich knalle dieser Person dann sämtliche Sachen an den Kopf warum dies und das nicht sein kann. Und irgendwann weiß diese Person nichts mehr um sich heraus zu reden. Da kamen dann nur noch diese, ich nenne sie mal "Flucht Argumente". 

Lange rede kurzer Sinn. Ich bin eigenartig und passe nirgenswo so richtig herein. Denke viel zu viel darüber nach was andere über mich denken könnten. 

Kennt ihr das ? Oder jemanden in eurem umfeld der es ihrgendwie geschafft hat, sich ins positive zu verändern ? Wenn ja, wie ? 

LG 

Ich hab 2 Ideen dazu:

1. Du bist gerade dabei, erwachsen zu werden, hast aber Dein Selbstbewusstsein noch nicht gut entwickelt. Vielleicht wurde Dir das von zu Hause aus nicht mitgegeben, vielleicht kommst Du auch aus einer Familie, wo Du Dich oft zurückgenommen hast, weil es Probleme, Unsicherheiten oder wenig liebevollen Umgang gab. Aber das kann man auch nachträglich lernen, gerade, wenn man so jung wie Du ist. Google mal ein bißchen, es gibt im Internet haufenweise Tipps und Anleitungen, wie man sein Selbstbewusstsein stärken kann, z. B. Dinge nur für sich tun, gut für sich selbst sorgen, Glückstagebuch führen, Meditation, ....

2. Es gibt in der Psychologie die Theorie der "Hochsensibilität". Das ist keine Krankheit, sondern eine persönliche Veranlagung. Man hat festgestellt, dass manche Menschen Reize anders verarbeiten, feinere Antennen für Stimmungen und eine größer ausgeprägte Empathie als andere haben. Wenn man damit noch nicht gut umgehen kann oder sich dessen gar nicht bewusst ist, fühlt sich der Alltag oft wie eine Achterbahn der Gefühle an. Man fühlt sich diesen ganzen Eindrücken oft hilflos ausgeliefert und denkt überdurchschnittlich viel darüber nach. Das macht es tatsächlich schwerer, "bei Dir selbst" zu sein. Das könnte auf Dich zutreffen. Es gibt online Tests zu Hochsensibilität, die natürlich keine fachliche Meinung wiedergeben, aber Dir eine bessere Einschätzung geben können.

Solltest Du Dich da wiederfinden, kannst Du Techniken lernen, Dich der Reizüberflutung nicht so ausgeliefert zu fühlen, Dir ein dickeres Fell zuzulegen. Auch kann es Dir helfen, zu verstehen, dass andere Menschen Situationen ganz anders wahrnehmen, weil sie anders empfinden.

Und das Tolle ist: Du wirst irgendwann merken, dass die Art, wie Du bist, keine Schwäche ist, sondern eine besondere Fähigkeit. Wenn Du das schulst anstatt abzulehnen, hast Du eine bessere Intuition als die meisten Menschen. Du spürst z. B. früher, wenn jemand lügt, kommst den Menschen also schneller auf die Schliche, und Du spürst aber auch bestimmt sehr gut, wenn es jemandem nicht gut geht und kannst besser für jemanden da sein.

Aber Vorsicht: wenn man sehr unsicher ist, neigt man dazu, misstrauisch zu sein, und vermutet eventuell Lügen, wo keine sind. Übe ganz häufig bewusst, auf Deine Intuition zu hören.

Zum Thema Angst vor Small Talk, vor Ablehnung, vor Menschen:

- Überfordere Dich nicht mit zuvielen solchen Situationen, zieh Dich bewusst regelmäßig zurück, um durchzuschnaufen. ABER: vermeide sie nicht grundsätzlich! Ängste loswerden funktioniert NUR, indem man sich ihnen stellt. Dann wird es jedes Mal etwas leichter.
- Deine Haltung beeinflusst Dich. Schultern zurück, aufrecht gehen, lächeln, und denk Dir: "klar kann ich das"
- Viele interessante, unterhaltsame Menschen überlegen sich vor einem Treffen bewusst Themen, über die sie sprechen könnten. Interessen, Erlebnisse, gemeinsame Freunde, ....
- Alle Menschen mögen es, etwas gefragt zu werden. Nach ihrer Meinung, nach Erlebnissen. Dir fällt bestimmt zu jedem Menschen, den Du triffst, irgendwas ein, wozu Du ihn fragen kannst, z. B. "hey, Du hast doch letztens xxx gemacht, wie war's?"
- Sieh Dich um, bezieh Dich auf die aktuelle Situation, z. B.: "Guck mal, sie haben das Café renoviert. Gefällt mir! Was meinst Du?"
- Sei positiv, offen und freundlich, das kommt immer zu Dir zurück. Die meisten Menschen sind wohlwollend und außerdem weit weniger mit Deiner Wirkung beschäftigt, als Du denkst. Die wenigen unfreundlichen, negativen Menschen haben selbst ein Problem, mach es nicht zu Deinem.
- Wenn es mal nicht so gut lief, stell Dir vor, Du bist ein Kind, das laufen lernt. Was macht es, wenn es hinfällt? Stundenlang grübeln und entmutigt liegenbleiben? Nö! Aufstehen, weitermachen, wieder was gelernt! 😊

Viel Kraft, Mut und alles Liebe für Dich! 💕
 

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8. Dezember 2019 um 15:40
In Antwort auf kara777

Ich hab 2 Ideen dazu:

1. Du bist gerade dabei, erwachsen zu werden, hast aber Dein Selbstbewusstsein noch nicht gut entwickelt. Vielleicht wurde Dir das von zu Hause aus nicht mitgegeben, vielleicht kommst Du auch aus einer Familie, wo Du Dich oft zurückgenommen hast, weil es Probleme, Unsicherheiten oder wenig liebevollen Umgang gab. Aber das kann man auch nachträglich lernen, gerade, wenn man so jung wie Du ist. Google mal ein bißchen, es gibt im Internet haufenweise Tipps und Anleitungen, wie man sein Selbstbewusstsein stärken kann, z. B. Dinge nur für sich tun, gut für sich selbst sorgen, Glückstagebuch führen, Meditation, ....

2. Es gibt in der Psychologie die Theorie der "Hochsensibilität". Das ist keine Krankheit, sondern eine persönliche Veranlagung. Man hat festgestellt, dass manche Menschen Reize anders verarbeiten, feinere Antennen für Stimmungen und eine größer ausgeprägte Empathie als andere haben. Wenn man damit noch nicht gut umgehen kann oder sich dessen gar nicht bewusst ist, fühlt sich der Alltag oft wie eine Achterbahn der Gefühle an. Man fühlt sich diesen ganzen Eindrücken oft hilflos ausgeliefert und denkt überdurchschnittlich viel darüber nach. Das macht es tatsächlich schwerer, "bei Dir selbst" zu sein. Das könnte auf Dich zutreffen. Es gibt online Tests zu Hochsensibilität, die natürlich keine fachliche Meinung wiedergeben, aber Dir eine bessere Einschätzung geben können.

Solltest Du Dich da wiederfinden, kannst Du Techniken lernen, Dich der Reizüberflutung nicht so ausgeliefert zu fühlen, Dir ein dickeres Fell zuzulegen. Auch kann es Dir helfen, zu verstehen, dass andere Menschen Situationen ganz anders wahrnehmen, weil sie anders empfinden.

Und das Tolle ist: Du wirst irgendwann merken, dass die Art, wie Du bist, keine Schwäche ist, sondern eine besondere Fähigkeit. Wenn Du das schulst anstatt abzulehnen, hast Du eine bessere Intuition als die meisten Menschen. Du spürst z. B. früher, wenn jemand lügt, kommst den Menschen also schneller auf die Schliche, und Du spürst aber auch bestimmt sehr gut, wenn es jemandem nicht gut geht und kannst besser für jemanden da sein.

Aber Vorsicht: wenn man sehr unsicher ist, neigt man dazu, misstrauisch zu sein, und vermutet eventuell Lügen, wo keine sind. Übe ganz häufig bewusst, auf Deine Intuition zu hören.

Zum Thema Angst vor Small Talk, vor Ablehnung, vor Menschen:

- Überfordere Dich nicht mit zuvielen solchen Situationen, zieh Dich bewusst regelmäßig zurück, um durchzuschnaufen. ABER: vermeide sie nicht grundsätzlich! Ängste loswerden funktioniert NUR, indem man sich ihnen stellt. Dann wird es jedes Mal etwas leichter.
- Deine Haltung beeinflusst Dich. Schultern zurück, aufrecht gehen, lächeln, und denk Dir: "klar kann ich das"
- Viele interessante, unterhaltsame Menschen überlegen sich vor einem Treffen bewusst Themen, über die sie sprechen könnten. Interessen, Erlebnisse, gemeinsame Freunde, ....
- Alle Menschen mögen es, etwas gefragt zu werden. Nach ihrer Meinung, nach Erlebnissen. Dir fällt bestimmt zu jedem Menschen, den Du triffst, irgendwas ein, wozu Du ihn fragen kannst, z. B. "hey, Du hast doch letztens xxx gemacht, wie war's?"
- Sieh Dich um, bezieh Dich auf die aktuelle Situation, z. B.: "Guck mal, sie haben das Café renoviert. Gefällt mir! Was meinst Du?"
- Sei positiv, offen und freundlich, das kommt immer zu Dir zurück. Die meisten Menschen sind wohlwollend und außerdem weit weniger mit Deiner Wirkung beschäftigt, als Du denkst. Die wenigen unfreundlichen, negativen Menschen haben selbst ein Problem, mach es nicht zu Deinem.
- Wenn es mal nicht so gut lief, stell Dir vor, Du bist ein Kind, das laufen lernt. Was macht es, wenn es hinfällt? Stundenlang grübeln und entmutigt liegenbleiben? Nö! Aufstehen, weitermachen, wieder was gelernt! 😊

Viel Kraft, Mut und alles Liebe für Dich! 💕
 

Danke für die lange und ausführliche Antwort  
Also liebevolles gab es viel von meinen Eltern, auch in der Zeit als sie sich getrennt haben, da war ich 8. Habe beide gleichermaßen gesehen und liebe bekommen. 

Was mir jetzt gerade so beim schreiben einfällt. Meine Mutter hat zwei schwere jahre gehabt. In der zeit war ich 9 und 10 jahre alt ungefähr. 
Es war wohl kaum wegen der Scheidung, es war nähmlich ihre Entscheidung und sie hatte einen neuen Freund. Aber ihr ist irgendwie alles über den Kopf gewachsen. Habe es gemerkt, wie sie immer in den Keller verschwunden ist um die Wäsche zu machen, aber es nur ein Vorwand war wenn sie wieder weinen musste und es keiner mit bekommen sollte. Und sie sagte mir, wenn ich fragte was los sei, das ja alles okay wäre. Das glaubte ich ihr nie. Mir hat es immer sehr weh getan meine Mutter traurig zu sehen. 
Ihr Freund ist kein schlechter Mensch, ich mag ihn. Aber was ich nicht an ihm leiden kann das er sowas nicht merkt, oder nicht merke will. 


Dieses überdurchschnittliche viel nach denken. Das ist echt oft quälend. Ich komme selten mal so richtig zur Ruhe. 

Ich werde mir das auf jeden fall zu Herzen nehmen. 
Und auch mir mal mehr über Hochsensibilität durchlesen. 

Dir noch einen schönen Tag  
LG 
 

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