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Selbstmordversuch und danach...???

31. März 2004 um 14:33

Eine freundin von mir hat sich im februar versucht umzubringen. ich bin eine von wenigen ihrer früheren freunde, die weiterhin zu ihr halten. viele andre meinen, sie wollten nur aufmerksamkeit. das mag gut sein und entspricht auch ihrer art, aber ich halte zu ihr weil ich sie ansonsten mag und ich ihr helfen will!

nun ist es aber so, dass sie gleich einen tag nach dem selbstmordversuch bei der psychologin war, dort aber nicht mehr hin will und auch das erlaubnis hat "ihr problem selbst in den griff zu griegen".
am anfang hab ich mir da nicht weiter gedanken darüber gemacht, aber ich hab jetzt schon mehrmals gehört, dass man nach einem selbstmordversuch eine ambulante "therapie" machen MUSS! stimmt das???

weil seit der zeit nach dem selbstmordversuch hat meine freundin plötzlich nachhilfe... und ich glaube dass sie mich anlügt, weil sie sich nicht traut mir zur sagen, dass sie bei der psychologin ist, was ich eher gut finden würde!!!
das ist ja alles nur eine vermutung und nicht sooo furchtbar wichtig, aber ich wäre trotzdem froh, wenn mir jemand von euch antworten könnte!

(achja: die freundin ist erst 16)

liebe grüsse, siba

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1. April 2004 um 11:39

Schwierig
Hallo Siba!

DAs ist eine schwierige Thematik und als Laie weiß ich auch nicht genau, was ich Dir raten soll. Deshalb meine ich, Du solltest Dir Rat von Profis holen. Ruf doch mal bei einer (kostenlosen) Beratungsstelle an von den Caritas z.B. Die können Dir sicher sagen, wie Du Dich verhalten solltest.

Ich finde es wichtig, dass Du zu der Freundin hälst - selbst wenn es ein Hilferuf war, schlimm genug!!!!! Solche Zeichen muss man beachten, ganz wichtig!!!

Viel Kraft!

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1. April 2004 um 22:30

Selbstmordversuch
Ich war selbst 2 Jahre selbstmordgefährdet und habe 14 Monate in einer Klinik verbracht. Mein Rat: Beim Gesundheitsamt der einzelnen Städte gibt es für Ratsuchende Hilfe. Auch für die Freunde der Betroffenen. Ich finde es super, daß Du zu Deiner Freundin hälst und Dir soviele Gedanken machst.Aber Deine Freundin braucht dringend Hilfe.
alleshillery

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2. April 2004 um 12:08
In Antwort auf biddy_12156480

Schwierig
Hallo Siba!

DAs ist eine schwierige Thematik und als Laie weiß ich auch nicht genau, was ich Dir raten soll. Deshalb meine ich, Du solltest Dir Rat von Profis holen. Ruf doch mal bei einer (kostenlosen) Beratungsstelle an von den Caritas z.B. Die können Dir sicher sagen, wie Du Dich verhalten solltest.

Ich finde es wichtig, dass Du zu der Freundin hälst - selbst wenn es ein Hilferuf war, schlimm genug!!!!! Solche Zeichen muss man beachten, ganz wichtig!!!

Viel Kraft!

sehe ich auch so
beides - rat von profis holen (ich weiß, dass die auch angehörige bzw. vertraute beraten und unterstützen) und dieses zeichen ernst nehmen, unbedingt. wie herzlos, zu sagen, dass man damit "nur" aufmerksamkeit haben will ... manno.
ich kann mir vorstellen, dass offenheit jetzt noch wichtiger ist als sonst.

liebe grüße

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5. April 2004 um 22:25
In Antwort auf winnie_12164884

sehe ich auch so
beides - rat von profis holen (ich weiß, dass die auch angehörige bzw. vertraute beraten und unterstützen) und dieses zeichen ernst nehmen, unbedingt. wie herzlos, zu sagen, dass man damit "nur" aufmerksamkeit haben will ... manno.
ich kann mir vorstellen, dass offenheit jetzt noch wichtiger ist als sonst.

liebe grüße

Gute idee....
so, ich hab meine freundin jetzt ganz offen angesprochen und sie ist tatsächlich NICHT bei einer psychologin und hat an jenem tag, an dem ich vermutet hab WIRKLICH nachhilfe. sie will sich auch immer noch nicht professionell helfen lassen. obwohl es ihr nicht wirklich perfekt geht. so la-la eben.

aber ich werde mich vielleicht wirklich mal an irgendeine beratungsstelle wenden und mich dort erkundigen, wie ich ihr helfen kann und so. danke, weil auf die idee bin ich selbst irgendwie nicht gekommen!

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6. April 2004 um 1:44
In Antwort auf pax_12573957

Gute idee....
so, ich hab meine freundin jetzt ganz offen angesprochen und sie ist tatsächlich NICHT bei einer psychologin und hat an jenem tag, an dem ich vermutet hab WIRKLICH nachhilfe. sie will sich auch immer noch nicht professionell helfen lassen. obwohl es ihr nicht wirklich perfekt geht. so la-la eben.

aber ich werde mich vielleicht wirklich mal an irgendeine beratungsstelle wenden und mich dort erkundigen, wie ich ihr helfen kann und so. danke, weil auf die idee bin ich selbst irgendwie nicht gekommen!

Hallo Siba,
ich kann da (leider) aus Erfahrung sprechen.

Dennoch, von MÜSSEN (wegen der Therapie) kann hier eben nicht die Rede sein, eher von WOLLEN. Man kann keinen Menschen zwingen sich in eine Therapie zu begeben (es sei denn er ist eine Gefahr für andere oder für sich selber, was aber eine Zwangseinweisung und/oder einen richterlichen Beschluss zufolge hätte)!!

Wenn Deine Freundin die therpie nicht will, so kann sie keiner zwigen, die Einsicht, dass sie professionelle Hilfe braucht, muss von ihr selber kommen!
Vielleicht kannst Du nochmal in aller Ruhe mit ihr reden und mit ihr zusammen dann zu einer Beratungsstelle gehen?!

Selbst wenn Deine Freundin sich wichtig machen wollen würde, dann ist das doch auch ein Zeichen, dass etwas mit ihr nicht stimmt- ist meine Meinung!
Erklär ihr doch in aller ruhe, dass es heutzutage keine Schande mehr ist, zu einer Psychologin zu gehen.

Ich habe auch jahrelange Therpieerfahrung, anch mehreren traumatischen Erlebnissen, hinter mir... und ich muss sagen, heute geht es mir besser denn je

Liebe Grüße, Dev

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10. April 2004 um 14:39

Ich kenn das nur zu gut.
was du durchmachst erinnert mich an einen teil meines lebens. ich bin jetzt zwar erst 14 und doch habe ich mich schon 3mal aus versucht umzubringen. bis ich über alles reden konnte war es ein langer schmerzvoller weg. doch ich hatte 2 freundinnen die zu mir hielten. ich finde das ist sehr wichtig. meine eltern hatte sich damals getrennt und meine freundin hat angefangen sich zu ritzen. ich wollte nicht mehr und konnte nicht mehr. ich hoffe du hälst weiter zu deiner freundin sie braucht dich jetzt mehr als zuvor. ich bin damals auch zu ner psychologin gegangen. das ist das beste. finde heraus warum sie nicht mehr leben will. aber versuche es nicht alleine nmm nicht die verantwortung auf dich. denn wenn etwas passiert dann wirst du dir das nie verzeihen. es ist erste in jahr her das ich mein leben beenden wollte doch jetzt ist alles wieder normal. naja nicht ganz. sage deiner freundin was du denkst. sagen ihr du wirst immer für sie da sein und sie kann auf dich zählen. sage ihr das du es sehr gut findest wenn sie sich helfen lässt. ich hoffe ich konnte dir helfen. viel glück ciaoi hdl

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28. Februar 2013 um 10:47

Suizid
Hallo siba,
du hast recht, dass man nach einem Suizidversuch eine Therapie machen muss. Ich bin derzeit krampfhaft auf der Suche nach einem Therapieplatz. Wenn ich keinen ambulanten Therapieplatz finde, werde ich stationär eingewiesen und das möchte ich nicht. Entweder schwindelt deine Freundin oder sie hat einen Therapieplatz. Du bist dir sicher, dass sie einen Suizidversuch hinter sich hat? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ihr erlaubt hat, ihr Problem selbst in den Griff zu bekommen. Was für eine "Nachhilfe" hat sie????
LG skatteufelin

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28. Februar 2013 um 11:00
In Antwort auf chanah_12298936

Hallo Siba,
ich kann da (leider) aus Erfahrung sprechen.

Dennoch, von MÜSSEN (wegen der Therapie) kann hier eben nicht die Rede sein, eher von WOLLEN. Man kann keinen Menschen zwingen sich in eine Therapie zu begeben (es sei denn er ist eine Gefahr für andere oder für sich selber, was aber eine Zwangseinweisung und/oder einen richterlichen Beschluss zufolge hätte)!!

Wenn Deine Freundin die therpie nicht will, so kann sie keiner zwigen, die Einsicht, dass sie professionelle Hilfe braucht, muss von ihr selber kommen!
Vielleicht kannst Du nochmal in aller Ruhe mit ihr reden und mit ihr zusammen dann zu einer Beratungsstelle gehen?!

Selbst wenn Deine Freundin sich wichtig machen wollen würde, dann ist das doch auch ein Zeichen, dass etwas mit ihr nicht stimmt- ist meine Meinung!
Erklär ihr doch in aller ruhe, dass es heutzutage keine Schande mehr ist, zu einer Psychologin zu gehen.

Ich habe auch jahrelange Therpieerfahrung, anch mehreren traumatischen Erlebnissen, hinter mir... und ich muss sagen, heute geht es mir besser denn je

Liebe Grüße, Dev

Therapie
Hallo Dev,
ich weiß nicht, ob du noch in dieses Forum schaust. Ich habe gerade bemerkt, dass dein Beitrag von 2004 ist. Ich hatte auf den Beitrag von Siba geantwortet und erst zu spät bemerkt, dass eure Beiträge ja schon über 8 Jahre alt sind. Du schreibst, dass du Therapieerfahrungen hast. Ich suche derzeit krampfhaft einen ambulanten Therapieplatz. Wenn ich innerhalb von 4 Wochen keinen finde, werde ich stationär eingewiesen. Sicher, es ist nicht dienlich, nach einem Suizidversuch allein zu Hause zu sein, aber in eine geschlossene Anstalt will ich nicht. Wie bist du an einen Therapieplatz gekommen? Ich hoffe, dass du nochmal in dieses Forum schaust, denn ich benötige dringend Hilfe, an einen Therapieplatz zu kommen.
LG skatteufelin

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26. Juli 2013 um 14:58

Suizid
Was soll man tun, wenn keiner einen versteht? Am 18.2.13 habe ich versucht, mir das Leben zu nehmen. Wenn mein Mann und meine Tochter nicht 2 Stunden früher, als erwartet, von der Arbeit gekommen wären, würde es mich heute nicht mehr geben. Vielleicht wäre es auch besser, denn die Entwicklung seit dem 18.2.13 treibt mich nur noch mehr in den Abgrund.
Ich kann deine Freundin verstehen, denn das Umfeld kann einfach nicht begreifen, wie schlecht es einem geht. Man versucht alles zu überspielen und eine heile Welt vorzuspielen, weil das Unverständnis der Umgebung einen nur noch weiter runter zieht. Ein Mensch, der noch nie am Ende war, kann es nicht verstehen. Ich finde es ganz toll, dass du zu deiner Freundin hälst. Ich wäre dankbar, wenn ich so eine Freundin hätte. Gib bitte nicht auf, auch wenn deine Freundin dich wegstößt. Es ist nur ein Schutzmantel, weil man nicht zugeben will, dass man Hilfe braucht. Sei hartnäckig und verzeihe ihr evtl. Ungerechtigkeiten, denn sie sind nicht bös gemeint. Ich beneide deine Freundin um dich. Ich wünschte, ich hätte auch einen Menschen, der mir zur Seite steht, egal, was ich ihn an den Kopf schmeiße. Man wird ungerecht gegenüber denjenigen, die es wirklich gut mit einem meinen, weil man den Glauben an das Gute im Menschen verloren hat. Bitte, lass deine Freundin nicht im Stich. Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe solche Freundin wie dich nicht und bin kurz vor meinem nächsten Suizidversuch. Diesmal aber weitweg von zu Hause, so dass mich niemand findet.Ich wurde auf Arbeit extrem gemobbt und von meinen Eltern (Pflichtanrufe 2 x die Woche, Selbsteinladungen zu den Feiertagen, ständiges Genörgle und vorschriften, wie ich meinLeben zu führen habe, etc.) als Marionette benutzt. Und diese Eltern, um deren Anerkennung ich über 50 Jahre gekämpft habe (weil ich kein Junge war und nicht leben würde, wenn meine beiden Brüder nicht im Säuglingsalter gestorben wären), haben mich nach meinem Suizidversuch als fiese Kreatur und geistesgestörte Frau bezeichnet. Nichts konnte ich ihnen recht machen, obwohl ich meine 10. Klasse mit 1, mein Abitur mit 2 und mein Studium mit 2,4 abgeschlossen habe. Außer Vorwürfe, was für ein schlechter Mensch ich bin, habe ich nie bekommen.
Halte zu deiner Freundin, denn sie braucht dich, egal, was die Leute über sie sagen. Oft baut man einen Schutzmantel auf, um nicht ständig verletzt zu werden. Ich beneide deine Freundin um dich. Ich habe leider niemanden, mit dem ich offen reden kann. Mein Mann und meine Tochter verstehen sich super, haben aber leider kein Verständnis für meine Situation. Gestern erst haben sie mir vorgehalten, dass ich zuviel Geld ausgebe, nur weil ich mir Gurken und saure Sahne für einen Gurkensalat gekauft habe, obwohl sie von meinem Einkommen leben, da sie selbst kein Einkommen seit August 2012 haben. Ich bezahle sogar ihre Krankenkassenbeiträge, denn sie haben sich im August 2012 selbstständig gemacht, was aber ein Schuss in den Ofen war. Ich weiß, dass wir jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Ich kann einfach nicht mehr. Bevor ich keine andere Arbeitsstelle bekomme, kann ich auch nicht wieder arbeiten gehen, denn das abgelaufene Mobbing durch meinen Vorgesetzten, war nicht mehr tragbar.
Egal, was andere über deine Freundin reden. Sie will nicht weiter verletzt wqerden und schützt sich nur, auch wenn es vielleicht als arrogant erscheint. Es ist aber sicher nicht so von ihr gemeint. Halte bitte, bitte, weiter zun ihr, egal ob sie dich wegstößt oder nicht. Glaube mir, sie brauch deine Hilfe.

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