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Selbstmord Gedanken! Hilfe!!!

18. Dezember 2012 um 19:32

Genau vor einem Jahr habe ich versucht mich um zubringen. 27.12.2011 nun ist es wieder so weit. Ich stehe wieder an diesem Punkt den ich nicht überwältigen kann. Es ist alles so sinnlos hässlich und traurig. Alles ist mir im Moment zu viel(( kann kaum mehr aufstehen(( geschweige von anziehen. Was soll ich nur tun? Ich will nicht gehen aber ich muss es tut soooo weh!!!!

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18. Dezember 2012 um 21:20

Don't panic...
Was denkst du denn, was es ist, was dich innerlich so zerreißt?
Und wie alt bist du ungefähr?
Du scheinst mir an einer schweren Depression zu leiden, und sowas kommt ja nicht einfach so. Anscheinend hast du diese Probleme ja schon länger, hast du mal eine Therapie gemacht?
Ich kenne diese Gedanken nur zu gut - aber ich habe es geschafft, sie zu bewältigen, weil ich mich konstrutiv mit mir selbst und meinen Gefühlen beschäftigt habe und somit genau rausgefunden habe, wo meine Probleme lagen. Ich habe dabei mit meiner Therapeutin zusammengearbeitet - alleine hätte ich das nicht durchgestanden, es kann ziemlich heftig sein, wenn die Vergangenheit einen auf einmal binnen so kurzer Zeit einholt. Das meiste kam aber wirklich von mir, nicht von meiner Therapeutin, und das war, denke ich, das Entscheidende für meinen Erfolg...Weil selbst der beste Psychiater kein Wunderheiler ist, wenn man nicht selbst anständig mitarbeitet und damit meine ich nicht nur, ihm alles zu erzählen, was er wissen will usw., sondern wirklich eigenständiges Arbeiten zuhause. Es ging mir so schlecht, ich hatte keine Freunde, habe mich selbst verletzt, ich stand ziemlich genau an dem Punkt, an dem du jetzt stehst.
Da habe ich angefangen, mich mit mir selbst zu beschäftigen, ein Tagebuch über meine Probleme zu schreiben etc. Somit konnte ich die Therapiestunden viel gezielter angehen, wusste genau, worüber ich reden und nach was ich fragen muss. Kurzum - selbst, wenn du denkst, dass es nicht mehr geht, kannst du dein Leben in den Griff bekommen, weil du allein hierfür verantwortlich bist. Nicht der Psychologe, nicht die Familie oder irgendwer - das muss alleine von dir kommen. Deshalb ist es auch so wunderbar, weil dir dabei eigentlich niemand im Weg stehen kann. Vorausgesetzt, du siehst deine Denkweisen ein und arbeitest an ihrer Optimierung...
Mir hat auch immer der Gedanke geholfen, dass ich immer noch sterben kann. Wenn ich einmal tot bin, habe ich nie wieder die Chance, zum Leben zurückzukehren. Wenn ich lebe, habe ich aber immer die Chance, zu sterben, also kann ich genauso gut abwarten, ob es besser wird. Und es konnte nur besser werden, und das ist es letzten Endes auch geworden.

Um noch mal auf die Frage zurückzukommen: machst du gerade eine Therapie? Wenn nein, MACH' EINE!
Es gibt auch immer die Möglichkeit nach "Notunterkünften" in Psychiatrien, wenn du nun wirklich gar nicht mehr weiter weißt. Die müssen dich eigentlich aufnehmen, wenn du sagst, dass du suizidgefährdet bist.
Vielleicht hilft das erst mal, um über den Berg zu kommen. Psychiatrie ist meiner Meinung nach nicht das beste, was man machen kann, aber immerhin noch ein Nothalt.
Wie sieht's sonst mit Antidepressiva aus? Sprich deinen Hausarzt doch einmal darauf an, falls du gegenwärtig nichts Vergleichbares nimmst.

Vielleicht tut dir eine Auszeit gut; mach' doch mal eine Kur oder gehe in eine Reha-Klinik, um einfach mal abzuschalten und wieder etwas zu dir selbst zu finden, deine Gedanken zu ordnen. In Reha-Kliniken werden auch Psychotherapien angeboten, im Allgemeinen ist die Atmosphäre dort aber nicht so bedrückend wie in einer Psychiatrie und du kannst auch auf Wellness- und Sportprogramme zurückgreifen, Informiere dich doch einmal diesbezüglich, sowas wird idR von der Kasse bezahlt (also nicht alle, aber die meisten) und man sollte sich beim Arbeitgeber für sowas auch krankschreiben lassen dürfen, bzw. in der Schule entschuldigen die sowas ja eh. Gesundheit ist ja erst mal wichtiger als Bildung...
Bei sowas lernt man meistens auch immer nette Menschen kennen.

Hängt deine Momentane Situation vielleicht auch mit deinem "Jahrestag" zusammen? Dass du dadurch, dass dieser Tag, an dem du dich letzten Endes Gottseidank nicht umgebracht hast, immer näher rückt? Dass dich das gerade wieder total runterzieht, weil du unterbewusst Bilanz ziehst und denkst, dass seitdem nichts anders geworden ist? Und dass du dich nun wieder in genau die Situation von vor einem Jahr, in der du sterben wolltest, zurückversetzt siehst?
Hast du denn seitdem an dir gearbeitet? Und erneut: an sich arbeiten heißt nicht = eine Therapie machen. An sich arbeiten bedeutet, ehrlich zu sich selbst zu sein, nicht zu den Ärzten. Das ist ein riesiger Unterschied, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht.
Ich bin sicher, dass dein Lebenswille noch irgendwo in dir verborgen ist, du musst nur die ganzen negativen, unterdrückten Gefühle verarbeiten und bewältigen, bevor er wieder zum Vorschein kommen kann..
Der Wille zum Leben ist ein evolutionäres "must-have", es liegt nicht in der Natur des Menschen, sterben zu wollen.

Leben heißt kämpfen! Du darfst niemals aufgeben, auch wenn der Weg zu Besserung lang ist und du vielleicht ab und zu ein Stück zurückgehen musst.
Es gibt so unendlich viele Leute, die in deiner Situation waren, die sich aber irgendwann gesagt haben " jetzt muss sich was ändern" und am Ende doch noch glücklich geworden sind. Das schaffst du auch! Diese Menschen, zu denen ich mich selber zähle, haben auch keinen Ausweg mehr gewusst und haben vielleicht zunächst auch nicht an Besserung geglaubt - aber sie haben nie aufgegeben, hart gekämpft und haben es geschafft.

Gib' nicht auch und lass' dich von nichts und niemandem unterkriegen. Stelle dein Leben um, schmeiß das raus, was dir nicht passt, versuche, neue Struktur zu finden.
Und vor allem: lerne dich selbst kennen, das klingt vielleicht verrückt, aber die meisten Menschen wissen nicht einmal die Hälfte über sich selbst. Und das ist schade, denn der Weg zum Glück liegt in der Selbserkenntnis.

Alles Gute, stay strong! und lass' mal wieder was von dir hören. Schreib gerne, wenn du noch irgendwelche Fragen oder so hast!
Liebe Grüße

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19. Dezember 2012 um 9:23
In Antwort auf dorika_12153446

Don't panic...
Was denkst du denn, was es ist, was dich innerlich so zerreißt?
Und wie alt bist du ungefähr?
Du scheinst mir an einer schweren Depression zu leiden, und sowas kommt ja nicht einfach so. Anscheinend hast du diese Probleme ja schon länger, hast du mal eine Therapie gemacht?
Ich kenne diese Gedanken nur zu gut - aber ich habe es geschafft, sie zu bewältigen, weil ich mich konstrutiv mit mir selbst und meinen Gefühlen beschäftigt habe und somit genau rausgefunden habe, wo meine Probleme lagen. Ich habe dabei mit meiner Therapeutin zusammengearbeitet - alleine hätte ich das nicht durchgestanden, es kann ziemlich heftig sein, wenn die Vergangenheit einen auf einmal binnen so kurzer Zeit einholt. Das meiste kam aber wirklich von mir, nicht von meiner Therapeutin, und das war, denke ich, das Entscheidende für meinen Erfolg...Weil selbst der beste Psychiater kein Wunderheiler ist, wenn man nicht selbst anständig mitarbeitet und damit meine ich nicht nur, ihm alles zu erzählen, was er wissen will usw., sondern wirklich eigenständiges Arbeiten zuhause. Es ging mir so schlecht, ich hatte keine Freunde, habe mich selbst verletzt, ich stand ziemlich genau an dem Punkt, an dem du jetzt stehst.
Da habe ich angefangen, mich mit mir selbst zu beschäftigen, ein Tagebuch über meine Probleme zu schreiben etc. Somit konnte ich die Therapiestunden viel gezielter angehen, wusste genau, worüber ich reden und nach was ich fragen muss. Kurzum - selbst, wenn du denkst, dass es nicht mehr geht, kannst du dein Leben in den Griff bekommen, weil du allein hierfür verantwortlich bist. Nicht der Psychologe, nicht die Familie oder irgendwer - das muss alleine von dir kommen. Deshalb ist es auch so wunderbar, weil dir dabei eigentlich niemand im Weg stehen kann. Vorausgesetzt, du siehst deine Denkweisen ein und arbeitest an ihrer Optimierung...
Mir hat auch immer der Gedanke geholfen, dass ich immer noch sterben kann. Wenn ich einmal tot bin, habe ich nie wieder die Chance, zum Leben zurückzukehren. Wenn ich lebe, habe ich aber immer die Chance, zu sterben, also kann ich genauso gut abwarten, ob es besser wird. Und es konnte nur besser werden, und das ist es letzten Endes auch geworden.

Um noch mal auf die Frage zurückzukommen: machst du gerade eine Therapie? Wenn nein, MACH' EINE!
Es gibt auch immer die Möglichkeit nach "Notunterkünften" in Psychiatrien, wenn du nun wirklich gar nicht mehr weiter weißt. Die müssen dich eigentlich aufnehmen, wenn du sagst, dass du suizidgefährdet bist.
Vielleicht hilft das erst mal, um über den Berg zu kommen. Psychiatrie ist meiner Meinung nach nicht das beste, was man machen kann, aber immerhin noch ein Nothalt.
Wie sieht's sonst mit Antidepressiva aus? Sprich deinen Hausarzt doch einmal darauf an, falls du gegenwärtig nichts Vergleichbares nimmst.

Vielleicht tut dir eine Auszeit gut; mach' doch mal eine Kur oder gehe in eine Reha-Klinik, um einfach mal abzuschalten und wieder etwas zu dir selbst zu finden, deine Gedanken zu ordnen. In Reha-Kliniken werden auch Psychotherapien angeboten, im Allgemeinen ist die Atmosphäre dort aber nicht so bedrückend wie in einer Psychiatrie und du kannst auch auf Wellness- und Sportprogramme zurückgreifen, Informiere dich doch einmal diesbezüglich, sowas wird idR von der Kasse bezahlt (also nicht alle, aber die meisten) und man sollte sich beim Arbeitgeber für sowas auch krankschreiben lassen dürfen, bzw. in der Schule entschuldigen die sowas ja eh. Gesundheit ist ja erst mal wichtiger als Bildung...
Bei sowas lernt man meistens auch immer nette Menschen kennen.

Hängt deine Momentane Situation vielleicht auch mit deinem "Jahrestag" zusammen? Dass du dadurch, dass dieser Tag, an dem du dich letzten Endes Gottseidank nicht umgebracht hast, immer näher rückt? Dass dich das gerade wieder total runterzieht, weil du unterbewusst Bilanz ziehst und denkst, dass seitdem nichts anders geworden ist? Und dass du dich nun wieder in genau die Situation von vor einem Jahr, in der du sterben wolltest, zurückversetzt siehst?
Hast du denn seitdem an dir gearbeitet? Und erneut: an sich arbeiten heißt nicht = eine Therapie machen. An sich arbeiten bedeutet, ehrlich zu sich selbst zu sein, nicht zu den Ärzten. Das ist ein riesiger Unterschied, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht.
Ich bin sicher, dass dein Lebenswille noch irgendwo in dir verborgen ist, du musst nur die ganzen negativen, unterdrückten Gefühle verarbeiten und bewältigen, bevor er wieder zum Vorschein kommen kann..
Der Wille zum Leben ist ein evolutionäres "must-have", es liegt nicht in der Natur des Menschen, sterben zu wollen.

Leben heißt kämpfen! Du darfst niemals aufgeben, auch wenn der Weg zu Besserung lang ist und du vielleicht ab und zu ein Stück zurückgehen musst.
Es gibt so unendlich viele Leute, die in deiner Situation waren, die sich aber irgendwann gesagt haben " jetzt muss sich was ändern" und am Ende doch noch glücklich geworden sind. Das schaffst du auch! Diese Menschen, zu denen ich mich selber zähle, haben auch keinen Ausweg mehr gewusst und haben vielleicht zunächst auch nicht an Besserung geglaubt - aber sie haben nie aufgegeben, hart gekämpft und haben es geschafft.

Gib' nicht auch und lass' dich von nichts und niemandem unterkriegen. Stelle dein Leben um, schmeiß das raus, was dir nicht passt, versuche, neue Struktur zu finden.
Und vor allem: lerne dich selbst kennen, das klingt vielleicht verrückt, aber die meisten Menschen wissen nicht einmal die Hälfte über sich selbst. Und das ist schade, denn der Weg zum Glück liegt in der Selbserkenntnis.

Alles Gute, stay strong! und lass' mal wieder was von dir hören. Schreib gerne, wenn du noch irgendwelche Fragen oder so hast!
Liebe Grüße

Danke
Ich bin 28 Jahre alt habe dieses Jahr mehr in der Klinik verbracht als hier draussen. Antidepressiva nehm ich so ziemlich die stärksten. Ich würde ja gerne in eine notstelle gehen... Verliehre aber dann meinen Führerschein für 2 Jahre. Ich konnte die letzten 2 Jahre nicht einmal arbeiten da ich keine kraft fand. Jetzt habe ich gerade vor 2 Monaten angefangen als nanny bei meiner schwester. Das Kind ist 4 Jahre sie hat einen Hund die Wohnung hat 250qm das zu putzen ist sehr viel. Das Kind hat keine Manieren und ist so verwöhnt. Was soll ich tun? Ich will meine Schwester nicht verletzten seit ich da bin mach ich alles. Alle Hemden Bügeln ca 30 in der Woche. Ich bin das Mädchen für alles. Sie macht garnichts mehr. Das Problem ist das ich dafür bezahlt werde das sind 18 h in der Woche. Bin aber die ganze Woche dran. Ich wollte nach Wien ziehen aber mann lässt mich nicht gehen da sie Angst um mich haben. was soll ich nur machen meine Ziele sind wieder zerstört((( ich bin so traurig((( will nicht mehr!!!

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20. Dezember 2012 um 0:06
In Antwort auf kai_12107962

Danke
Ich bin 28 Jahre alt habe dieses Jahr mehr in der Klinik verbracht als hier draussen. Antidepressiva nehm ich so ziemlich die stärksten. Ich würde ja gerne in eine notstelle gehen... Verliehre aber dann meinen Führerschein für 2 Jahre. Ich konnte die letzten 2 Jahre nicht einmal arbeiten da ich keine kraft fand. Jetzt habe ich gerade vor 2 Monaten angefangen als nanny bei meiner schwester. Das Kind ist 4 Jahre sie hat einen Hund die Wohnung hat 250qm das zu putzen ist sehr viel. Das Kind hat keine Manieren und ist so verwöhnt. Was soll ich tun? Ich will meine Schwester nicht verletzten seit ich da bin mach ich alles. Alle Hemden Bügeln ca 30 in der Woche. Ich bin das Mädchen für alles. Sie macht garnichts mehr. Das Problem ist das ich dafür bezahlt werde das sind 18 h in der Woche. Bin aber die ganze Woche dran. Ich wollte nach Wien ziehen aber mann lässt mich nicht gehen da sie Angst um mich haben. was soll ich nur machen meine Ziele sind wieder zerstört((( ich bin so traurig((( will nicht mehr!!!

Vielleicht solltest du mal..
auf deine eigenen Bedürfnisse hören?
Es scheint mir so, als ob dich der Job bei deiner Schwester nicht gerade glücklicher macht.. Du scheinst dort ziemlich unter Stress zu geraten..
Natürlich willst du deine Schwester nicht verletzten - aber deine Gefühle sind doch genauso wichtig. Warum redest du nicht einmal ganz offen mit deiner Schwester und erklärst ihr die Situation? Ich bin sicher, dass sie das verstehen würde. Sie kennt doch deine derzeitige Lage.
Wer lässt dich nicht gehen? Deine Familie? Weil sie Angst haben, dass du dort noch unglücklicher wirst?
Aber vielleicht brauchst du ja gerade diesen Neuanfang. Wenn es immer dein Traum war, dort hinzuziehen, dann wüsste ich keinen Grund, warum du das nicht Wirklichkeit werden lassen dürftest..
Du selbst kannst dich ja auch am besten einschätzen - deine Familie (oder die Leute, die dich zurückhalten) lebt ja in einer ganz anderen Realtität als du, wie sollen sie dich einschätzen, wenn sie nur die Hälfte von dir wissen?
Du weißt doch am besten, was gut für dich ist.
Lass' dir deine Träume von nichts und niemandem nehmen!
Was möchtest du denn in Wien machen? Hast du schon eine bestimmte Arbeit oder etwas in der Richtung für dich vorgesehen?
Und was denkst du überhaupt darüber, es mal mit einer Kurklinik zu versuchen? Ich habe selbst keine Erfahrungen diesbezüglich, aber nach dem, was ich gehört habe, soll es ziemlich entspannend für die Seele sein. Man fühlt sich nicht so eingesperrt wie in der Psychiatrie, es ist halt, wie gesagt, wie eine Kur - nur mit Therapiestunden dazwischen.

Wie wichtig ist dir denn dein Führerschein? Es gibt genug Menschen, die keinen haben und trotzdem zurechtkommen..

Ich kann dir vorerst nur raten: versuche, irgendwie auf die Beine zu kommen, auch wenn es am Anfang schwer fällt.
Und damit meine ich nicht das Arbeiten bei deiner Schwester..
Nimm' dir doch vor, jeden Tag mindestens eine Sache zu machen. Wie ins Kino gehen, oder deine Familie besuchen. Versuche, unter Leute zu kommen; hast du Hobbies, denen du nachgehen kannst? Wenn nicht, dann such' dir welche; du könntest Malen, da kann man Kurse machen, dann hat man was zu tun und lernt nette Menschen kennen oder Yoga. Das ist natürlich auch gut zur inneren Ausgewogenheit. Oder gehe in eine Buchgruppe, schließ dich einer Nordic-Walking-Gruppe an, hilf ehrenamtlich irgendwo, lies alten Leuten im Altersheim vor . Was auch immer, aber mach' etwas! Ich kenne das nur zu gut, wenn man sich zuhause einschließt uns isoliert und einfach keine Kraft findet, irgendetwas zu tun. Mir wurde dieser Hinweis von meiner Therapeutin gegeben und nachdem ich mich in der ersten Zeit ziemlich durchgequält habe, habe ich gemerkt, dass ich wieder Spaß an gewissen Dingen entwickelt habe...Ich denke, es ist sehr wichtig, dass man während einer Depression so wenig wie möglich sich selbst überlassen wird, dass man unter Leute kommt und Aktivitäten ausübt..

Und du wirst schwerer aus der Depression wieder rauskommen, wenn du nicht aktiv etwas dagegen unternimmst. Hör' auf, dich selbst zu bemitleiden, das führt zu gar nichts. Es ist natürlich schön, dass du dir hier Hilfe holen willst, das meinte ich auch gar nicht mit Selbstmitleid . Ich meine, wenn du morgens aufstehst und schon denkst, dass eh alles scheiße ist und keinen Sinn hat, dann fühlst du das natürlich auch so.
Versuche, positiver zu denken, das ist wirklich wichtig.. Der Körper und die Seele hängen in der Beziehung sehr eng zusammen: wenn du traurig bist, dann nimmst du eine bestimmte Körperhaltung ein, richtest den Blick eher nach unten, Rücken ist krumm, deine Augen sind starr..
Das assoziiert der Körper schon mit Trauriugsein. Wenn du hingegen glücklich bist, verhältst du dich völlig anders, das sieht man an der Körperhaltung, an der Gestik und Mimik. Wenn du im Alltag versuchst, diese glückliche Körperhaltung einzunehmen, assoziiert das Gehirn das mit Glück. Keine Scharlatanerie, das ist wirklich so.
Sportler machen das nach einer ähnlichen Technik. Man versucht, positive Gedanken und Gefühle heraufzubeschwören, und sei es nur, dass man sich an etwas Schönes erinnert. Zudem stellt man sich vor, dass man gewinnt, das steigert das Selbstvertrauen. Wenn man sich immer wieder sagt "ich kann das", "ich bin gut", "ich mag mich", dann bewirkt das im Gehirn ziemlich positive Effekte, während Gedanken wie "mein Leben ist scheiße" einen noch mehr runterziehen.
Depressiven Menschen wird manchmal übrigens auch empfohlen, 10 Minuten am Tag an die Decke zu starren. Blick nach oben signalisiert Selbstbewusstsein und Energie. Ich selbst hab's nie ausprobiert, aber vielleicht klappt's ja . Es gibt viele Therapeuten, die auf diese Beziehung zwischen Körper und Geist mehr eingehen. Ansonsten kann ich dir auch Kunst- oder Tanztherapie in der Richtung empfehlen. Warst du mal beim Heilpraktiker?
Ich schon, fand ich ziemlich hilfreich. Der hat mir jede Woche einen speziellen Tee gemixt, den ich dreimal täglih trinken musste. Dann hat er noch Akupunkur gemacht. Das hat auch sehr gut getan, ist allerdings auch ein teurerer Spaß..

Lebe dein Leben so, wie du es willst und nicht so, wie andere es für richtig halten. Ich bin sicher, dass sie verstehen werden, dass es Zeit wird, an dich selbst zu denken und nicht nur an sie.

Ich habe übrigens auch die Erfahrung gemacht, dass Mental-Coaching mehr bringt als Psychotherapie. In der Psychotherapie hast du zwar jemanden, der dir zuhört und herausfindet, woher deine Probleme kommen, aber das Abstellen der Problemen kann man nur durch eine starke Mentalität erreichen - und das kam mir persönlich zumindest in den Psychotherapien zu kurz.

Jetzt hab ich mich aber ausgelassen
Ich hoffe, es war was Hilfreiches bei..
Liebe Grüße

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