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Selbstmord-Gedanken

10. Oktober 2008 um 23:29

Jaja, ich hatte sie gestern wiedermal.
Lange nicht mehr gehabt.
Ich verfall öfters mal in Depressionen, wo mir tageweise nur zum heulen zumute is, weil ich alles negativ sehe (mein Freund verlässt mich bald, obwohl keinerlei Anzeichen sichtbar usw)...
Dazu kommt meine Familie.
Bis vor 3 Jahren war mein Vater die wichtigste PErson in meinem Leben. Durch einen Unfall und die Trennung von meiner Mutter (von meinem Vater) haben wir so gut wie keinen Kontakt mehr. Er kotzt hinter meinem Rücken über mich ab, unterstützt mein Studium nicht mehr, wie er es mal vorhatte zu tun, stopft hingegen meinem Bruder, der mit 25 gerade erst ne Ausbildung anfängt, alles in Arsch (ne Wohnung für ihn gekauft), um mir zu zeigen was ich haben könnte, wenn ich zu ihm käme. Aber ich will nichts mehr mit ihm zu tun haben, weil er mich zutiefst enttäuscht hat.
Er kam nicht zum Abiball. Vor 4 Wochen wurde ich operiert und er hat sich nicht einmal nach mir erkundigt. Und eben, dass er mit jedem, über jeden abkotzt.
Dann meine _Mutter, sie is mit sich selbst so unzufrieden. Zum Glück war ich die letzten 3 Monate so gut wie nie zuhause, denn wenn ich mal heim gehe, kritisiert sie mich so sehr, dass ich in ein Loch falle. Habe ich was für den Abend geplant, fällt durch den Stimmungsumbruch, den sie zustande bringt, alles flach. Sie bringt mich oft zum weinen, macht mir oft klar, dass sie es bereut Kinder bekommen zu haben.
Ich denke von mir selbst, dass ich stark bin. Oft schliesse ich die Augen vor harten Worten, weil ich es gewohnt bin.
Aber irgendwann kann auch ich nicht mehr.
Mein Bruder war im Knast, meine Kindheit ist geprägt von Hausdurchsuchungen, Unfällen, Diebstählen (alles mein Bruder!) und schließlich die Trennung meiner Eltern (die ich anfangs befürwortete) aber was sich daraus entwickelte ist nicht mehr schön.

Mein Vater kommt mit Worten wie "du wohnst bei deiner mutter und hast dich für sie entschieden, also leb mit den einschränkungen! Komm zu mir und du hast alles was du brauchst und willst!"
Ich lass mich aber nicht erpressen.

zum aktuellen fall:
Mein Bruder ist am ausziehen, und es war FEST ausgemacht dass wir sein altes zimmer streichen (ein paar nächte muss er noch drin auf ner matratze schlafen). Es war FIX!
Ich habe mit meinem Freund für den nächsten tag alles vorbereitet (mama half bissle) und abgeklebt.
Abends kam mein bruder, er hat alles abgerissen und mich ausgelacht, meinen vater angerufen und gemeint "so ein pfusch" usw. Er macht mich nider. Oft werde ich als ... tituliert, und glaubt mir, meine Eltern sind normal keine Assis, und ich auch net, aber mein Bruder is absolut krank im Kopf. Er schlägt mich usw.
Nunja, er hat alles abgerissen, meinen Vater angerufen und ich hörte wie sie über mich abgekotzt haben. Ich hab nur noch geheult. Meine Mutter mischt sich bei mir in alles ein, frage ich hingegen mal, mit wem sie telefoniert hat, antwortet sie so richtig patzig "Geht dich doch nichts an!"
Ich kann manchmal nicht mehr. Ich musste im April wieder zu meiner Mutter ziehen. Ich hab 2 Jahre bei meinem FReund gewohnt, aber wir haben uns getrennt und so war ich gezwungen zurück in die Höhle des Löwen zu gehen.
Ich hatte ein schäbiges Zimmer im Keller und freute mich so auf das Zimmer meines Bruders.
Nächste Woche beginnt das Studim wieder und ich hab null zeit das zimmer auf vordermann zu bringen. Hinzu kommt, dass ich die Hilfe meines Freundes für einige Dinge bräuchte, nur der zieht übermorgen weg!
Ich war gestern fix und alle. ICh hatte eine scheiß Kindheit finde ich. Immer heulte ich, wollte mich umbringen, ritzte mich usw. Das kann es doch nicht sein! Aber ich seh keine Zukunft!
Ich heul auch manchmal bei meinem Freund. Ich sage ihm, dass ich keine Zukunft sehe, ich sehe "nichts" und das lässt mich so traurig werden! Ich glaub ich bin gestört. Ich studiere was gutes hab ein tollen Freund. Aber sonst nichts, und das reicht manchmal nicht, mich am Leben halten zu wollen!
Gestern habe ich fast einen schlimmen Unfall gebaut, aber es wäre mir egal gewesen,wenn ich nur gestorben wäre! Ich sagte gestern zu meinem Bruder dass ich wünschte er wäre tot, oder nein "ich wünschte ich wäre tot".
Ich will dass sie sehen was sie mir angetan haben, was sie mir antun, wie sie mir wehtun. Dass nicht alles leere Worte sind, dass diese Worte in mir ankommen und mir furchtbar weh tun! Ich will dass mein Vater weiß, wie sehr mir der Verlust von ihm schmerzt, aber dass es nie mehr so sein wird, wie es einst war. Dass ich ihn für seine Taten hasse, und dass ich ihn hasse dass er es gestattete, dass ich das mit meinem Bruder alles mit erleben musste!
Ansich erscheine ich normal,nett, aber innerlich bin ich kaputt. Manchmal ziehe ich mich tagelang zurück, will keinen sehen, ausser meinen Freund. Wenn ich ihn verliere, dann ist alles vorbei. Er zieht weg, ich weiß nicht wie das klappen soll. Manchmal glaube ich es geht, manchmal auch nicht.
Ich weiß nur, dass ich mein Leben als lebenswert ansehen will, nur dass ich es nicht schaffe!

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11. Oktober 2008 um 3:05

Nicht aufgeben
Das was Du da schilderst ist natürlich wirklich sehr schwer auzuhalten, aber ich denke Du bist auf dem richtigen weg, Du hast den Willen etwas zu ändern, damit kannst Du viel Anfangen.

Ein paar tipps von mir. Erstmal Du hast doch einiges geschafft trotz wiedriger Umstände (Studium, Abi, Auszug, stabile Bezihung zu deinem Freund), das siehst Du ja auch, das sind schon große Schritte. Und letztlich hast Du also noch nichts gemacht, was Dir Deine Zukunft permanent verbauen würde...., also nicht den Mut verlieren auch wenn alles schwarz um Dich herum wird.

Hier noch ein paar praktische Tipps:

1. Such dir unbedingt einen Psychotherapeuten (am besten einen kognitiven Verhaltenstherapeut). Geh zum Artz der schreibt die eine Überweisung aus, dann ein paar Therapeuten anrufen und Erstgespräche ausmachen, kostet Dich alles nichts wird von der Kasse übernommen. Es kann allerdings sein das es etwas dauert bis du einen Termin bekommst, dann kannst du in der zwischenzeit auch zum Studentenwerk deiner Uni gehen, die haben in aller Regel auch eine Psychologische Beratungsstelle, wo Du sicher innerhalb von 1-2 Wochen eine Termin bekommst. Meist verlangen die einen kleinen Unkostenbeitrag von 7 -10 EUR pro Sitzung ist aber wirklich nicht viel, wenn nicht umsonst.

2. Wenn Dich mal wieder die negativen Gedanken überfallen, versuch die vorzustellen eine gute Freundin von Dir wäre das alles passiert und die Gedanken die Du hast, ist was Sie Dir erzählt, was würdest Du ihr dann sagen...?

2a. Wenn du mit deinem Freund viel zusammen bist (noch) dann unbedingt Dich einfach massieren lassen 2 x 15min täglich wirkt wahre anti-depressive Wunder (klinische erwiesen, kann dir gerne die Studien nennen)

3. Versuch, wenn du es nicht schon tust ein Sport zu finden den du gerne machen möchtest und leicht ausübern kannst

4. Wenn Du magst hilft Johanniskraut (bekommt man rezeptfrei in der Apotheke) und wirkt nach ca. 3 Wochen einnahme Anti-depressiv (dauert also etwas bis es wirktm, nicht vorher die Gedult verlieren, allerdings nicht mit Pille vereinbar, hebt deren Wirkung eventuell auf.

5. Als kleine Aufmunterung hier dieser Link: http://de.youtube.com/watch?v=B8ju_Q9-Dl4, um einfach etwas Hoffung zu schöpen, funktioniert bei mir ganz gut

Ich hoffe dir etwas weiter geholfen zu haben.


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