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Selbstmord-Gedanken

10. Oktober 2008 um 23:34

Jaja, ich hatte sie gestern wiedermal.
Lange nicht mehr gehabt.
Ich verfall öfters mal in Depressionen, wo mir tageweise nur zum heulen zumute is, weil ich alles negativ sehe (mein Freund verlässt mich bald, obwohl keinerlei Anzeichen sichtbar usw)...
Dazu kommt meine Familie.
Bis vor 3 Jahren war mein Vater die wichtigste PErson in meinem Leben. Durch einen Unfall und die Trennung von meiner Mutter (von meinem Vater) haben wir so gut wie keinen Kontakt mehr. Er kotzt hinter meinem Rücken über mich ab, unterstützt mein Studium nicht mehr, wie er es mal vorhatte zu tun, stopft hingegen meinem Bruder, der mit 25 gerade erst ne Ausbildung anfängt, alles in Arsch (ne Wohnung für ihn gekauft), um mir zu zeigen was ich haben könnte, wenn ich zu ihm käme. Aber ich will nichts mehr mit ihm zu tun haben, weil er mich zutiefst enttäuscht hat.
Er kam nicht zum Abiball. Vor 4 Wochen wurde ich operiert und er hat sich nicht einmal nach mir erkundigt. Und eben, dass er mit jedem, über jeden abkotzt.
Dann meine _Mutter, sie is mit sich selbst so unzufrieden. Zum Glück war ich die letzten 3 Monate so gut wie nie zuhause, denn wenn ich mal heim gehe, kritisiert sie mich so sehr, dass ich in ein Loch falle. Habe ich was für den Abend geplant, fällt durch den Stimmungsumbruch, den sie zustande bringt, alles flach. Sie bringt mich oft zum weinen, macht mir oft klar, dass sie es bereut Kinder bekommen zu haben.
Ich denke von mir selbst, dass ich stark bin. Oft schliesse ich die Augen vor harten Worten, weil ich es gewohnt bin.
Aber irgendwann kann auch ich nicht mehr.
Mein Bruder war im Knast, meine Kindheit ist geprägt von Hausdurchsuchungen, Unfällen, Diebstählen (alles mein Bruder!) und schließlich die Trennung meiner Eltern (die ich anfangs befürwortete) aber was sich daraus entwickelte ist nicht mehr schön.

Mein Vater kommt mit Worten wie "du wohnst bei deiner mutter und hast dich für sie entschieden, also leb mit den einschränkungen! Komm zu mir und du hast alles was du brauchst und willst!"
Ich lass mich aber nicht erpressen.

zum aktuellen fall:
Mein Bruder ist am ausziehen, und es war FEST ausgemacht dass wir sein altes zimmer streichen (ein paar nächte muss er noch drin auf ner matratze schlafen). Es war FIX!
Ich habe mit meinem Freund für den nächsten tag alles vorbereitet (mama half bissle) und abgeklebt.
Abends kam mein bruder, er hat alles abgerissen und mich ausgelacht, meinen vater angerufen und gemeint "so ein pfusch" usw. Er macht mich nider. Oft werde ich als ... tituliert, und glaubt mir, meine Eltern sind normal keine Assis, und ich auch net, aber mein Bruder is absolut krank im Kopf. Er schlägt mich usw.
Nunja, er hat alles abgerissen, meinen Vater angerufen und ich hörte wie sie über mich abgekotzt haben. Ich hab nur noch geheult. Meine Mutter mischt sich bei mir in alles ein, frage ich hingegen mal, mit wem sie telefoniert hat, antwortet sie so richtig patzig "Geht dich doch nichts an!"
Ich kann manchmal nicht mehr. Ich musste im April wieder zu meiner Mutter ziehen. Ich hab 2 Jahre bei meinem FReund gewohnt, aber wir haben uns getrennt und so war ich gezwungen zurück in die Höhle des Löwen zu gehen.
Ich hatte ein schäbiges Zimmer im Keller und freute mich so auf das Zimmer meines Bruders.
Nächste Woche beginnt das Studim wieder und ich hab null zeit das zimmer auf vordermann zu bringen. Hinzu kommt, dass ich die Hilfe meines Freundes für einige Dinge bräuchte, nur der zieht übermorgen weg!
Ich war gestern fix und alle. ICh hatte eine scheiß Kindheit finde ich. Immer heulte ich, wollte mich umbringen, ritzte mich usw. Das kann es doch nicht sein! Aber ich seh keine Zukunft!
Ich heul auch manchmal bei meinem Freund. Ich sage ihm, dass ich keine Zukunft sehe, ich sehe "nichts" und das lässt mich so traurig werden! Ich glaub ich bin gestört. Ich studiere was gutes hab ein tollen Freund. Aber sonst nichts, und das reicht manchmal nicht, mich am Leben halten zu wollen!
Gestern habe ich fast einen schlimmen Unfall gebaut, aber es wäre mir egal gewesen,wenn ich nur gestorben wäre! Ich sagte gestern zu meinem Bruder dass ich wünschte er wäre tot, oder nein "ich wünschte ich wäre tot".
Ich will dass sie sehen was sie mir angetan haben, was sie mir antun, wie sie mir wehtun. Dass nicht alles leere Worte sind, dass diese Worte in mir ankommen und mir furchtbar weh tun! Ich will dass mein Vater weiß, wie sehr mir der Verlust von ihm schmerzt, aber dass es nie mehr so sein wird, wie es einst war. Dass ich ihn für seine Taten hasse, und dass ich ihn hasse dass er es gestattete, dass ich das mit meinem Bruder alles mit erleben musste!
Ansich erscheine ich normal,nett, aber innerlich bin ich kaputt. Manchmal ziehe ich mich tagelang zurück, will keinen sehen, ausser meinen Freund. Wenn ich ihn verliere, dann ist alles vorbei. Er zieht weg, ich weiß nicht wie das klappen soll. Manchmal glaube ich es geht, manchmal auch nicht.
Ich weiß nur, dass ich mein Leben als lebenswert ansehen will, nur dass ich es nicht schaffe!

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11. Oktober 2008 um 3:29

Du schaffst es!
hallo, also deine geschichte liest sich so als wenn dein bruder älter ist als du und wie ich sehe hat er das gleiche problem wie du, fehlende anerkennung und mangelnde erziehung durch die eltern, keinerlei vorbereitung auf das leben eben, genau so wie es bei meinem älteren bruder auch der fall ist... dass dein vater jetzt deinen bruder unterstützt ist im prinzip nichts weiter als ein versuch der schadenbegrenzung- sein leben ist ziemlich versaut durch die ganzen staftaten, während du auf gutem weg unterwegs bist. bleib dran, geh weiter deinen weg, denke erst mal nur noch an dich! denn dass man sich liebe nicht erkaufen kann wird dein vater wohl auch nicht mehr begreifen... deine eltern haben es in mehr als zwanzig jahren nicht geschafft, mit sich selbst klarzukommen und damit auch für euch kinder angemessen da zu sein. das ist ein versäumnis von deren seite, weswegen du dich niemals selbst bestrafen solltest mit den ritzereien oder sonstigen sachen. selbst wenn du dich hinter einen fahrenden zug werfen solltest werden sie die gründe dafür gar nicht wirklich begreifen, also lohnt sich der aufwand einfach nicht!
hmm ich mag es nicht gern sagen, das mit deinem freund sehe ich ähnlich, dass es auf distanz nicht lange gut gehen wird. im leben geht es auch darum, entscheidungen zu treffen... also studium abbrechen und mit dem freund mitgehen, oder anderen studiumsplatz suchen, oder vielleicht einen neuen freund suchen oder sich nur aufs studium konzentrieren? heiraten oder trennen? leben oder leben lassen? blau oder rot? flugzeug oder yacht? viele falsche freunde oder wenige richtige freunde haben? es sind viele dinge die das leben irgendwie auch interessant machen, nimm es an als eine herausforderung, gehe deinen weg, verlass dich dabei auch ein stück weit auf dein bauchgefühl, das scheint ja zu funktionieren, lass dich nur nicht unterkriegen denn das eigene leben wegzuwerfen bloss weil irgend jemand eine andere weltanschauung vertritt, wäre grundverkehrt. ich wollte früher auch mal schluss machen, einige klassenkameraden waren richtig eklig mit mir umgegangen- dann war die schule vorbei, die leute waren alle weg, es begann eine neue zeit... alles wurde gut!!

wenn du magst, können wir uns weiter austauschen- schreib mich doch einfach an

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11. Oktober 2008 um 13:33

Egal
was auch passiert, es gibt keinen grund sich umzubringen

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