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Selbsthilfegruppe Depressionen und Bulimie

7. November um 16:07

Hey ihr
ich habe nach Selbsthilfegruppen zb per WhatsApp gesucht, um frei und offen über Probleme, Erfahrungen, helfende Ratschläge und einfach Austausch und Kontakt zu Leidensgenossen schreiben zu können.
Da ich nur welche gefunden habe die schon einige Jahre her sind dachte ich mir ich gründe eine neue-aktuelle
Nach dem Motto geteiltes Leid ist halbes Leid und gemeinsam kann man die Berge leichter überwinden als allein... hoffe ich das die Gruppe zustande kommt und freue mich auf Chats mit Vertrauen, Sensibilität, Offenheit und dadurch gegenseitiger Unterstützung.

Ganz ganz viele Grüße und eine wundervolle Woche an euch alle
amazia

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14. November um 21:33

hallo
ich suche auch nach so einer Gruppe  
ich schicke dir meine Nummer privat, würde mich auch freuen wenn das hier zustande kommen würde

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15. November um 17:44

Zur Info: bei Depressionen, Bulimie usw. gehen "Selbsthilfegruppen" meistens nach hinten los. Man rutscht tiefer in die eigenen Probleme bzw. wird in die Probleme der anderen mit hinein gezogen, was es schwerer macht, an seinen eigenen Problemen zu arbeiten. Viele steigern sich auf diese Weise in Verdrängungsmechanismen und Scheinlösungen hinein.

Ich würde daher zur Vorsicht raten. Auch Ärzte und erfahrene Therapeuten raten in diesem Bereich normalerweise von Selbsthilfegruppen ab.
 

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15. November um 18:27
In Antwort auf bblubb456

Zur Info: bei Depressionen, Bulimie usw. gehen "Selbsthilfegruppen" meistens nach hinten los. Man rutscht tiefer in die eigenen Probleme bzw. wird in die Probleme der anderen mit hinein gezogen, was es schwerer macht, an seinen eigenen Problemen zu arbeiten. Viele steigern sich auf diese Weise in Verdrängungsmechanismen und Scheinlösungen hinein.

Ich würde daher zur Vorsicht raten. Auch Ärzte und erfahrene Therapeuten raten in diesem Bereich normalerweise von Selbsthilfegruppen ab.
 

Hey du 
ich verstehe deine Ansicht.
aber dennoch glaube ich stark daran das Austausch und das Gefühl nicht allein zu sein mit dem Problem und sich trauen zu können es offen zu thematisieren sehr hilfreich sein können. 
Schon der alte Spruch „geteiltes Leid ist halbes Leid“ deutet für mich darauf hin das es Menschen gut tut gemeinsam an etwas zu arbeiten was einer Lösung/dem Umgang damit  bedarf. 
Je mehr man über eine Sache redet desto mehr ist sie in deinem Bewusstsein und wird nicht länger als normale alltagsaktion angesehen. 

Darauf hoffe ich und daran glaube ich. 😃🌞✨

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15. November um 18:30
In Antwort auf nadine0.7

hallo
ich suche auch nach so einer Gruppe  
ich schicke dir meine Nummer privat, würde mich auch freuen wenn das hier zustande kommen würde

Hallo Nadine! 
Es freut mich sehr das du Interesse an der Gruppe hast🙂 ich werde mich die Tage bei dir melden🙂 

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15. November um 20:05
In Antwort auf amazia4

Hey du 
ich verstehe deine Ansicht.
aber dennoch glaube ich stark daran das Austausch und das Gefühl nicht allein zu sein mit dem Problem und sich trauen zu können es offen zu thematisieren sehr hilfreich sein können. 
Schon der alte Spruch „geteiltes Leid ist halbes Leid“ deutet für mich darauf hin das es Menschen gut tut gemeinsam an etwas zu arbeiten was einer Lösung/dem Umgang damit  bedarf. 
Je mehr man über eine Sache redet desto mehr ist sie in deinem Bewusstsein und wird nicht länger als normale alltagsaktion angesehen. 

Darauf hoffe ich und daran glaube ich. 😃🌞✨

Das kann durchaus in geführten/moderierten Gruppen möglich sein, oder wenn man mit einer nicht betroffenen Person offen und ohne verurteilt zu werden reden kann (solche Personen gibt es definitiv, aber nicht alle haben sie in ihrem Familien- oder Bekanntenkreis).

Unter Betroffenen selbst läuft es meistens darauf hinaus, dass man sich gegenseitig in sein Leid hineinsteigert und gegenseitig so viel "Verständnis" gibt, dass die Motivation, an einer echten Lösung zu arbeiten (und dafür die notwendigen Konsequenzen zu ziehen), verschwindet. Es ist eben gerade nicht so, dass Betroffene gemeinsam konstruktiv an einer Lösung arbeiten können. Mit sehr wenigen Ausnahmefällen.

Ein entscheidender Aspekt bei Depressionen und Bulimie ist das Fehlen der Fähigkeit, sich von anderen Menschen abgrenzen zu können. Auch emotional. Und die Suche nach Verständnis und "Nähe" führt hier genau in die falsche Richtung: Zu weiterer Abhängigkeit. Weil man die andere Person braucht, um sich "wohlfühlen" zu können... um den eigenen Problemen etwas entgegensetzen zu können, was von ihnen ablenkt.

Die besten Chancen auf Heilung psychischer Probleme haben die Personen, die beginnen, selbst für ihr Leben verantwortung zu übernehmen und ihre Entscheidungen und Gefühle nicht mehr von anderen abhängig machen.

Deine Hoffnungen und dein "Glauben" sind leider ein typisches Verdrängungsmuster, um dich nicht meht so sehr mit der grausamen Realität auseinandersetzen zu müssen... so magst du dich vielleicht ablenken und vorübergehend wohler fühlen, aber du löst deine Probleme nicht damit. Und das ist wie gesagt auch in Expertenkreisen bekannt, weshalb diese Gruppen kritisch gesehen werden.

Tut mir leid, dass ich dir dazu nichts Aufbauenderes schreiben kann... aber ich find es eben auch wichtig, mitlesende Personen hier drauf hinzuweisen, bevor sie sich an falsche Hoffnungen klammern. Und vielleicht hilt mein Kommentar der einen oder anderen Person... und wenn das Thema nur beim offiziellen Therapeuten kurz angesprochen wird, um gemeinsam zu überlegen, inwieweit ein Austausch mit anderen Betroffenen sinnvoll ist.

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