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Selbsthass

20. November 2010 um 11:09 Letzte Antwort: 29. August 2016 um 20:01

Hallo ihr Lieben,
bin neu hier, aber ich probiere es einfach mal. Ich hoffe auf viele Antworten und Ratschläge.
Ich bin 19 Jahre alt, wohne noch zu Hause bei meinen Eltern und lerne bei meinem Vater Einzelhandelskauffrau.
Meine Kindheit war bis ich 11 geworden bin in Ordnung. In der Hauptschule aber dann sind Mädels gekommen die mich verarscht, gemobbt, benutzt und dann wieder weggeschmissen haben wie Dreck. Leider war ich so dumm das ich es mehr mals mit mir machen lassen hab. Ich hatte zu der Zeit keine Freunde ich war ca. 5 Jahre lang ohne Freunde in einem Alter von 11-15 Jahren. Eine Zeit, wo man eigentlich eine beste Freundin braucht.
Ich habe mich in diesen Jahren immer mehr zurück gezogen, in meine eigene kleine Welt. Meine Mutter konnte das nicht verstehen, warum ich alles so hasse und mir alles so egal ist. Wenn ich geweint habe, hat sie geweint aus lauter verzweiflung weil sie mir nicht helfen konnte. Mein Vater hingegen steht daneber, lacht evtl noch darüber und sagt "Seelische Probleme gibt es nicht". Was er nicht kennt gibt es auch nicht!
Danach kam mein Ex-Freund. Er hat mir mein Leben für ein halbes Jahr schön gemacht. Leider waren die restlichen 3 1/2 Jahre nicht so toll. Er trinkt gern mal einen, er ist ein Matscho, wohnt zuhause bei seinem Eltern in einer Abfallstelle (das reinste Messihaus) und er hatte sehr gern Sex. Leider auch manchmal mit mir wenn ich es nicht wollte.
Ich konnte ihn bis vor kurzem nicht gehen lassen, weil er doch damals "mein Held war" und er mir gezeigt hat, dass man leben kann.
Naja... Ich ritze mich wieder öfters und ich denke ständig daran mich umzubringen, weil ich MICH einfach zu sehr HASSE! Aber ich denke mir, dass kann es doch nicht gewesen sein, oder?
Deswegen bin ich am überlegen weit weg zu ziehen. Das problem ist ich weiß nicht wo hin und meine Lehre geht noch bis mitte nächsten Jahres. Aber ich will hier weg von allen. Von meiner Familie, von meinem Ex und von meinen kleinen Verrückten (mein bester Kumpel der in mich verliebt ist, sehr anhänglich dieser typ). Ich hab nichts was mich hier hällt.

ich hoffe ihr könnt mir irgendwie weiter helfen. Denn ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll
LG Liri

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20. November 2010 um 15:41

Du
Du hast kein Selbstbewußtsein, kein Selbstvertrauen, kein Selbstwertgefühl, gehst wahrscheinlich nach vorne gebeugt, weichst Blicken aus, hörst lieber auf das, was du denkst, was andere von dir sagen könnten, bist depressiv, schottest dich ab - die Liste ist lang, die ich aufführen könnte. Du hast dich also zum Opfer degradiert und du unterliegst dem Irrglauben, das, wenn man weit weg zieht, alles anders und viel besser wird. Totaler Quatsch! Du bleibst immer du und die Probleme sind woanders immer noch die Gleichen! Auch ändert sich nur das Aussehen der neu kennengelernten Personen, charakterlich gibts woanders auch nix anderes als die ganze Bandbreite, die du bei dir zu Hause kennengelernt hast.

Aber- für jedes Problem gibts auch eine Lösung! In deinem Fall einen Therapeuten für die Borderline-Persönlichkeitsstörung! Geh hin und lass dir helfen! Und vertraue auf dein Können, denn du kannst alles erreichen, was du dir für dein Leben wünschst, wenn du ab sofort Schritt für Schritt dein neues Leben in die eigenen Hände nimmst und deine positiven Seiten hervorholst. Rückschläge sind erlaubt!, wenn du einen Durchhänger hast!

Liebe Grüße! Tante Anke

Borderline-Persönlichkeitsstörung
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
F60.3 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung
F60.30 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Impulsiver Typ
F60.31 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Borderline-Typ
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Borderline-Persönlichkeitsstörung (abgekürzt BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet ist.[1]

Bei einer solchen Störung sind bestimmte Bereiche von Gefühlen, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie im gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. Die BPS wird sehr häufig von weiteren Belastungen begleitet, darunter dissoziative Störungen, Depressionen sowie verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten (SVV). Die Störung tritt häufig zusammen mit anderen Persönlichkeitsstörungen auf (hohe Komorbidität).

Die Bezeichnung Borderline bedeutet auf deutsch Grenzlinie bzw. grenzwertig. Früher wurde die Störung nämlich im Grenzbereich zwischen den neurotischen Störungen und den psychotischen Störungen eingeordnet, da man Symptome aus beiden Bereichen identifizierte. [2][3] In der Psychotraumatologie zählt man das Symptombild zu den komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen. Seit den Arbeiten von Kernberg ist der Begriff keine Verlegenheitsdiagnose [4] mehr, sondern als nosologische Entität und eigenes Krankheitsbild anerkannt.[5] Manche Wissenschaftler fordern dennoch die Aufgabe des Begriffs, da er eigentlich keine Persönlichkeitsstörung, sondern differentialdiagnostische Probleme bezeichne.[6] Die Frage der Einordnung ist ein zentrales Thema, zu dem es, ebenso wie zur Frage der Ursachen, bisher keinen Konsens gibt.

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24. November 2010 um 13:54
In Antwort auf rawiya_12099065

Du
Du hast kein Selbstbewußtsein, kein Selbstvertrauen, kein Selbstwertgefühl, gehst wahrscheinlich nach vorne gebeugt, weichst Blicken aus, hörst lieber auf das, was du denkst, was andere von dir sagen könnten, bist depressiv, schottest dich ab - die Liste ist lang, die ich aufführen könnte. Du hast dich also zum Opfer degradiert und du unterliegst dem Irrglauben, das, wenn man weit weg zieht, alles anders und viel besser wird. Totaler Quatsch! Du bleibst immer du und die Probleme sind woanders immer noch die Gleichen! Auch ändert sich nur das Aussehen der neu kennengelernten Personen, charakterlich gibts woanders auch nix anderes als die ganze Bandbreite, die du bei dir zu Hause kennengelernt hast.

Aber- für jedes Problem gibts auch eine Lösung! In deinem Fall einen Therapeuten für die Borderline-Persönlichkeitsstörung! Geh hin und lass dir helfen! Und vertraue auf dein Können, denn du kannst alles erreichen, was du dir für dein Leben wünschst, wenn du ab sofort Schritt für Schritt dein neues Leben in die eigenen Hände nimmst und deine positiven Seiten hervorholst. Rückschläge sind erlaubt!, wenn du einen Durchhänger hast!

Liebe Grüße! Tante Anke

Borderline-Persönlichkeitsstörung
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Klassifikation nach ICD-10
F60.3 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung
F60.30 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Impulsiver Typ
F60.31 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Borderline-Typ
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Borderline-Persönlichkeitsstörung (abgekürzt BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet ist.[1]

Bei einer solchen Störung sind bestimmte Bereiche von Gefühlen, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie im gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. Die BPS wird sehr häufig von weiteren Belastungen begleitet, darunter dissoziative Störungen, Depressionen sowie verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten (SVV). Die Störung tritt häufig zusammen mit anderen Persönlichkeitsstörungen auf (hohe Komorbidität).

Die Bezeichnung Borderline bedeutet auf deutsch Grenzlinie bzw. grenzwertig. Früher wurde die Störung nämlich im Grenzbereich zwischen den neurotischen Störungen und den psychotischen Störungen eingeordnet, da man Symptome aus beiden Bereichen identifizierte. [2][3] In der Psychotraumatologie zählt man das Symptombild zu den komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen. Seit den Arbeiten von Kernberg ist der Begriff keine Verlegenheitsdiagnose [4] mehr, sondern als nosologische Entität und eigenes Krankheitsbild anerkannt.[5] Manche Wissenschaftler fordern dennoch die Aufgabe des Begriffs, da er eigentlich keine Persönlichkeitsstörung, sondern differentialdiagnostische Probleme bezeichne.[6] Die Frage der Einordnung ist ein zentrales Thema, zu dem es, ebenso wie zur Frage der Ursachen, bisher keinen Konsens gibt.

Danke
Hey,
Therapie denke ich wäre nicht schlecht. Aber wenn ich welche anrufe, bei mir in der Nähe bekomme ich nie einen ans Telefon. Und wenn bei mir nach kurzer Zeit etwas nicht klappt, gebe ich es auf.
Auch das mit der Zunkunft, was du angesprochen hast, ist schon irgendwie schön. Aber ich habe keine. Zumindestens weiß ich nicht, was ich in ein paar Jahren mal sein werden will. Ich habe auch keine Wünsche oder Interessen.
Wenn meine Freunde mich fragen worauf haste Lust, zuck ich mir den Schultern und dann machen sie das was sie wollen, was ja auch okay ist, und ich gehe dann einfach mit.
Das ist ein beschissener Kreislauf, aus dem ich wenn man alle Jahre zählt seit acht Jahren nicht rauskomme.
Wenn ich in Therapie gehe wird mein Vater wieder nur lachen.
Habe auch gestern bei ihm gekündigt, weil ich mir nicht stänig indirekt anhören will wie dumm ich bin und ich kann dies oder das nicht.
Die Selbstmordgedanken werden ständig mehr. Ich unterhalte mich auch nicht mit meiner Mutter oder mit meinen Freunden, weil ich einfach denke, dass wenn das mir schon zu viel ist, dass sie sich nur Sorgen etc. machen. Oder noch mehr wie jetzt schon. Und ich will sie auch nicht mit meinen Problemem belasten...

Danke. Freu mich über jede weitere Antwort
Liri

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29. August 2016 um 19:20

Nachfrage
Hallo Liri,

ich habe deinen Beitrag gerade gelesen und wollte dich nach mittlerweile 6 Jahren fragen, wie es dir in der Zwischenzeit ergangen ist?
Ich bin selber 19 und habs grade nicht so leicht..
Liebe Grüße,

Nova

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29. August 2016 um 20:01
In Antwort auf novafrau

Nachfrage
Hallo Liri,

ich habe deinen Beitrag gerade gelesen und wollte dich nach mittlerweile 6 Jahren fragen, wie es dir in der Zwischenzeit ergangen ist?
Ich bin selber 19 und habs grade nicht so leicht..
Liebe Grüße,

Nova

Hei
Hei nova, wollte nur sagen das ich dir pn geschrieben habe

Lg

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