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Seit fast 5 Wochen in Klinik! Symptome verschlimmern sich ! Hat jemand auch Erfahrung?

2. November 2008 um 15:28

Hallo ,ich bin 22Jahre alt und leide seit Jahren unter Depressionen und Ängsten.
Deshalb bin ich seit ca. 5 Wochen in einer Tagesklinik 5 Tage die Woche mit intensiver Therapeutischer Betreuung. Ich merke jedoch dass es mir immer schlechter geht es gibt wahnsinnig viele Hochs und Tiefs. Ich habe das Gefühl seit Beginn der Therapie verstärken sich die Symptome und ich fühle mich total empfindlich und könnte bei jeder Kleinigkeit weinen oder an die Decke gehen. Darunter leide nicht nur ich sondern auch meine Beziehung obwohl mich mein Freund sehr unterstützt. In der Klinik sagten sie es sei normal dass es sich zunächst verschlimmert aber mir macht das Angst nämlich davor dass ich noch kränker werde und alles noch schlimmer wird. Hat jemand von euch vielleicht auch solche Erfahrungen gemacht und kann mir sagen wie es da war???
Danke schonmal im Vorraus.
LG

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11. November 2008 um 12:36


hi!
ich bin 26 und leide seit geraumer zeit an panikattacken. EIgentlich erst so richtig seit 3-4 monaten. Hatte aber auch vorher schon mal welche. Nur dieses mal war's richtig schlimm, dachte ich werd verrückt und werde nie wieder so werden und leben können wie vorher.
Ich hab dann angefangen sehr viel darüber zu reden, mit freunden und familie. Wir wollten erstmal versuchen, es ohne therapeutische Hilfe hin zu kriegen. Ich habe sooo verdammt viel darüber nachgedacht und viele Erkenntnisse über mich selbst gewonnen. Und genau das hat mich nur noch fertiger gemacht. Mal ging es ein paar Tage gut, dann kam wieder ein "Rückfall" und ich war wieder auf Null. Am Anfang eben. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich an Depressionen leide, aber zu den Panikattacken gehören eben auch Heulkrämpfe, die sich einfach nicht unterdrücken lassen. Ich werde mich jetzt darum kümmern, einen Platz bei einem Therapeuten zu bekommen, weil mich dieser Zustand nicht nur fertig macht, sondern auch nervt. Ich will so einfach nicht leben und meinen Alltag von diesen Gedanken bestimmen lassen! Vor ein paar Tagen hatte ich wieder einen Rückfall und ich war nur frustriert und am Ende, habe wieder nur geweint...das ist furchtbar. Aber ich könnte mir vorstellen, dass dieser Prozess, den du beschreibst...dieses Auf und Ab einfach dazu gehört. Deine ganzen Sorgen und Probleme kommen nun alle an die Oberfläche und man ist einfach überfordert damit, weil man nicht weiß, wo man anfangen soll, sie zu bewältigen. So war es zumindest bei mir. Alles, was vorher unbewusst ablief, ist nun mal jetzt bewusst da und man muss versuchen, alles zu sortieren usw.
Ich würde es an deiner stelle noch ein bisschen weiter mit der Therapie versuchen und wenn es tatsächlich nicht besser wird, dann liegt es vielleicht auch an den Ärzten oder der Klinik. Nicht jeder Therapeut und nicht jede Therapie ist das Richtige für Jeden!!!
ich wünsch dir auf jeden fall viel glück, kraft und vor allem den Willen, daraus zu kommen! Denn ohne den schaffst du es nicht. Wenn du weißt, wie das Leben sein kann, ohne depressionen und ängste, dann hast du ein Ziel. Und daran solltest du festhalten!

lg, bell

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14. November 2008 um 13:41

Antwort an pueppi44
also ich kann dir meine erfahrung mal schildern - hatte auch ängste und schwere depression.
ich war 5 wochen lang in einer psychosomatikstation. und es stimmt, die stimmung wird schlechter, man ist empfindlich, ich hab total viel geweint, es ist rauf und runter gegangen in diesen wochen.........aber das war schon der sinn dieser ganzen aktion. weil nur so konnte mal alles aufgearbeitet werden und du musst dir bewusst werden, dass es ein ständiges auf und ab bleiben wird, nur du kannst selber beeinflussen wie stark die kurve nach oben und unten ausschlägt indem du in zukunft auf deinen körper hörst. ich bin heuer im jänner aus dem krankenhaus entlassen worden und habe dann noch eine gesprächstherapie gemacht. es ist halt so.....ein gebrochener arm braucht auch mindestens 4 wochen bis er geheilt ist und der bruch geschieht in einer sekunde.......und dann kannst du dir vorstellen wie es mit depris und ängsten aussieht......da brauchst du geduld und die kraft an dir zu arbeiten. das geht leider nicht von heute auf morgen. ich bin total happy diesen schritt gemacht zu haben weil sonst würde ich heute nicht lachen können und das leben wieder geniesen, auch wenn es ein schweres jahr war. also kopf hoch, kleine rückschläge nicht zu ernst nehmen und dann wirds mit der zeit auch werden.

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