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Sehr große angst

2. Dezember 2008 um 0:10

hallöchen

da ich nicht weiß mit wem ich darüber reden kann, schreib ich hier jetzt einfach mal rein.

ich muss sagen ich bin ein sehr ängstlicher mensch und mache mir andauernd sorgen.doch seit einigen monaten wird meine größte angst immer schlimmer: die vom tod

nicht nur vor dem eigenen, eher die meiner angehörigen und ganz stark der von meiner mutter. sie fährt jeden tag eine längere strecke (hin und zurück ca 90km) in die arbeit. und auf dieser autobahn passieren häufiger unfälle, da sie gerade ausgebaut wird und die leute ihren bleifuss einfach nicht in den griff kriegen... ich bin meisten etwas früher daheim und mache mir jedesmal unheimliche sorgen, wenn sie etwas zu spät kommt. diese angst ihr könnte was passiert sein zermürbt mich regelrecht... ich schaue dann meist im internet,ob es irgendwelche verkehrmeldungen gibt und warte, unfähig in dieser zeit etwas zu tun, bis es an der tür klingelt und sie wieder da ist.

jetzt ziehe ich sehr bald mit meinem freund zusammen und ich freue mich auch sehr, aber das gefühl nicht jedentag sie heil ankommen zu sehen zerfrisst mich.

dann die angst vor meinem tod...
zuallererst die angst vor der art wie ich mal sterben werde macht mir angst. ob durch einen unfall, eine krankheit und so weiter, denn der luxus einfach im hohen alter einzuschlafen,ohne vorher dement oder dergleichen zu sein, wird uns nicht mehr oft gewährt.

dann diese ungewissheit was dann kommen wird, ich hab einige nahtoderlebnisse gelesen und diese vorstellung mit dem licht und dem gefühl der komplett inneren ruhe, hört sich zu schön an um wahr zu sein.
dieses gefühl der verlorenheit, nichts wert zu sein und spätereinmal völlig vergessen zu sein, löst in mir ein sehr komisches gefühl aus.

das ganze wurde jetzt auch noch durch den tod eines bekannten letzte woche verstärkt. er war kerngesund, am abend zuvor mit freunden aus, hat sich schlafen gelegt und ist einfach nicht mehr aufgewacht. ich kann an nichts anderes mehr denken. die trauer, die vorstellung das dieser mensch, welcher geliebt wurde, einfach in einer kühlbox liegt und bis zur beisetzung aufbewahrt wird ist schrecklich.

ich weiß es hört sich verrückt an, aber von mutter, freund etc hör ich nur "in die box muss jeder mal", das ist mir auch klar, und davonlaufen geht nicht, aber ich würde gerne wissen von einem von euch, wie ich mit diesem thema besser klar kommen könnte und wie diese angst verschwinden kann, denn mir ist klar das diese angst mich kaputt macht und ich mich eher auf meine nächsten aufgaben konzentrieren sollte...

ich hoffe jemand macht sich die mühe und liest scih diesen doch etwas lang gewordenen text durch und hat dann noch die kraft mir zu schreiben

einen schönen abend

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2. Dezember 2008 um 12:32

Lähmende Angst
Hallo

Es ist vom Grundsatz her bestimmt nicht schlecht sich mal mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Aber in Deinem Fall scheint es so, als würde diese Angst Dein Leben erheblich einschränken. Du kennst bestimmt das Sprichwort

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2. Dezember 2008 um 12:45
In Antwort auf reva_12908965

Lähmende Angst
Hallo

Es ist vom Grundsatz her bestimmt nicht schlecht sich mal mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Aber in Deinem Fall scheint es so, als würde diese Angst Dein Leben erheblich einschränken. Du kennst bestimmt das Sprichwort

2. Teil
oh nein, jetzt hat es meinen ganzen Text abgetrennt.

... "Gelähmt sein vor Angst". Und genau das ist es was mit Dir passiert wenn Du Angst verspürst. Du bist gelähmt und Deine ganze Energie konzentriert sich nur darauf, Du bist unfähig Dich zu "bewegen" resp. rationell zu denken.

Jemand hat mal gesagt "Ich lasse den Schmerz zu, aber nur für 1 Minute". Wenn Du das nächste Mal Angst um Deine Mutter hast, dann setz Dir einen gewissen Zeitrahmen in dem Du Dich ganz intensiv mit Deiner Angst auseinandersetzt. Schreib auf wovor Du Angst hast, welche Indizien Dich zu Deiner Angst führen. Danach gibst Du Deiner Mutter einen realistischen Zeitrahmen in dem sie zurücksein müsste (evtl. Staus oder Einkäufe miteinberechnet). Und erst wenn sie dann immer noch nicht zurück ist, versuchst Du sie zu erreichen.

Schreibe vielleicht auch mal auf, ab welchem Zeitpunkt Deine Angst anfängt. Wenn Du dann das nächste Mal diese Angst verspürst und Du einen vorangehenden Eintrag liest, merkst Du wahrscheinlich, dass es nicht das erste Mal ist, dass sie in diesem Zeitraum zu spät kommt.

Und bitte sie vielleicht Dir zu sagen, wenn sie weiss, dass es später wird.

Was Deine Angst vor dem eigenen Tod betrifft: Du hast recht, es kann jeden von uns in jeder Sekunde treffen. Und deswegen, versuche wirklich nach dem Motto "Lebe jeden Tag als wäre es Dein Letzer" zu leben. Würdest Du Deinen letzten Tag auf Erden mti Angst verbringen wollen?

Erstelle mal eine Liste mit all den Dingen die Du schätzt in Deinem Leben und eine weitere mit all den Dingen die Du noch erreichen möchtest. Lies diese Liste jeden Tag, es hört sich sehr banal an, aber Deine Lebensqualität wird sich markant verbessern, einfach weil Du Dir viel bewusster sein wirst, was Dir überhaupt wichtig ist in Deinem Leben.

Setz Dich nicht zu intensiv mit dem Ende Deines Lebens auseinander sondern viel mehr mit dem Leben selbst. Denn wir haben nur ein Leben, und da sollten wir doch versuchen, möglichst unsere Ziele und Bedürfnisse zu verwirklichen.

Setz Dir wirklich diesen gewissen Zeitraum wo Du Deine Angst zulässt, sprich vielleicht auch darüber oder schreibe. Aber verlier Dich nicht in Deinen Gedanken, denn die nehmen Dir sehr viel Energie für das eigentliche Leben weg.

Vielleicht solltest Du auch mal in Erwägung ziehen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen? Oder möchtest Du das lieber nicht?

Darf ich fragen wie alt Du überhaupt bist? Und wann hat das angefangen mit Deiner Angst vor dem Tod? Gab es da einen bestimmten Auslöser?

Lass mich doch wissen wie es Dir weiterhin ergeht.


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2. Dezember 2008 um 16:07

Wenn es sehr schlimm ist
dann geh doch mal zum Psychologen, die sind dafür da es sich jeden Tag anzuhören.
Ansonsten hilft es sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Vor allem mit dem >>>Leben und seinem Sinn<<<. Wenn Du ganz genau weißt, dass Du nur für einen Augenblick hier bist, im Verhältnis gesehen, dann tust Du alles um Dich auf das eigentliche Leben vorzubereiten. Manche leben so als ob morgen alles vorbei wäre und nehmen mal sicherheitrshalber mit was sie kriegen können. Oder sie lenken sich ab aus Angst es könnte bald vorbei sein. Das hier ist sowieso bald vorbei. Was sind schon hundert Jahre.

Man ist doch nur hier um seine Prüfungen zu bestehen und danach dahin zu kommen wo es uns bestimmt ist. Ich selber bin Muslima und wir wollen natürlich alle ins Paradies.

Und wir wissen, dass wir nur dafür da bzw. hier sind Ihm zu dienen. Wer sich selbst noch nicht gefunden hat leidet oft unter solche Ängsten und Sinn-losigkeit.


"dieses gefühl der verlorenheit, nichts wert zu sein und spätereinmal völlig vergessen zu sein, löst in mir ein sehr komisches gefühl aus."
Wieso nichts wert? Und für wen. Meinst Du wenn Du HIER nicht mehr bist, dann deshalb weil Du nichts wert warst? Du weißt noch gar nicht wie wertvoll Du bist. Guck mal alle die guten Eigenschaften die Du hast. All das zusammen mit Deinen guten Taten ist für die Ewigkeit und nur das kannst Du mitnehmen.

Was meinst Du noch mit Wert? Den Wert den Du bei anderen hast? Das kann man alles nicht mitnehmen. Entscheidend ist was Dein Schöpfer von Dir hält. Und ob man für andere wertvoll ist oder nicht, das bringt Dir nicht wirklich den Frieden.

Beschäftige Dich erst mal mit dem Leben und seinem Sinn. Du lebst doch! Bei www.diewahrheitimherzen findest Du Videos und Artikel zum Thema. Einfach Sinn bei Suche eingeben.

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2. Dezember 2008 um 19:53
In Antwort auf reva_12908965

2. Teil
oh nein, jetzt hat es meinen ganzen Text abgetrennt.

... "Gelähmt sein vor Angst". Und genau das ist es was mit Dir passiert wenn Du Angst verspürst. Du bist gelähmt und Deine ganze Energie konzentriert sich nur darauf, Du bist unfähig Dich zu "bewegen" resp. rationell zu denken.

Jemand hat mal gesagt "Ich lasse den Schmerz zu, aber nur für 1 Minute". Wenn Du das nächste Mal Angst um Deine Mutter hast, dann setz Dir einen gewissen Zeitrahmen in dem Du Dich ganz intensiv mit Deiner Angst auseinandersetzt. Schreib auf wovor Du Angst hast, welche Indizien Dich zu Deiner Angst führen. Danach gibst Du Deiner Mutter einen realistischen Zeitrahmen in dem sie zurücksein müsste (evtl. Staus oder Einkäufe miteinberechnet). Und erst wenn sie dann immer noch nicht zurück ist, versuchst Du sie zu erreichen.

Schreibe vielleicht auch mal auf, ab welchem Zeitpunkt Deine Angst anfängt. Wenn Du dann das nächste Mal diese Angst verspürst und Du einen vorangehenden Eintrag liest, merkst Du wahrscheinlich, dass es nicht das erste Mal ist, dass sie in diesem Zeitraum zu spät kommt.

Und bitte sie vielleicht Dir zu sagen, wenn sie weiss, dass es später wird.

Was Deine Angst vor dem eigenen Tod betrifft: Du hast recht, es kann jeden von uns in jeder Sekunde treffen. Und deswegen, versuche wirklich nach dem Motto "Lebe jeden Tag als wäre es Dein Letzer" zu leben. Würdest Du Deinen letzten Tag auf Erden mti Angst verbringen wollen?

Erstelle mal eine Liste mit all den Dingen die Du schätzt in Deinem Leben und eine weitere mit all den Dingen die Du noch erreichen möchtest. Lies diese Liste jeden Tag, es hört sich sehr banal an, aber Deine Lebensqualität wird sich markant verbessern, einfach weil Du Dir viel bewusster sein wirst, was Dir überhaupt wichtig ist in Deinem Leben.

Setz Dich nicht zu intensiv mit dem Ende Deines Lebens auseinander sondern viel mehr mit dem Leben selbst. Denn wir haben nur ein Leben, und da sollten wir doch versuchen, möglichst unsere Ziele und Bedürfnisse zu verwirklichen.

Setz Dir wirklich diesen gewissen Zeitraum wo Du Deine Angst zulässt, sprich vielleicht auch darüber oder schreibe. Aber verlier Dich nicht in Deinen Gedanken, denn die nehmen Dir sehr viel Energie für das eigentliche Leben weg.

Vielleicht solltest Du auch mal in Erwägung ziehen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen? Oder möchtest Du das lieber nicht?

Darf ich fragen wie alt Du überhaupt bist? Und wann hat das angefangen mit Deiner Angst vor dem Tod? Gab es da einen bestimmten Auslöser?

Lass mich doch wissen wie es Dir weiterhin ergeht.


Danke...
für die lieben antworten.

also erstmal zu deinen fragen fairyd1. ich bin jetzt 21 jahre alt (etwas zu jung für sowas ge?). einen besonderen anlass, an dem die angst kam gab es nicht... ich wurde bisher gott sei dank von todesfällen in meinem engen umkreis verschont. (vielleicht hab ich genau deswegen so eine angst, weil ich nicht weiß damit umzugehen...)

mit der professionellen hilfe ist das so ein ding, ich glaub ich weiss woher diese ängste kommen, ich denke es sind stark ausgeprägte verlustängste, da mein vater immer wieder weg war.
einmal wo ich zwei war war er für 2 jahre im gefängnis, dann wo ich 11 war für zwei jahre und diese jahr hat er wieder mist gebaut und wurde zu fast neun jahren verurteilt....er verpasst einfach mein ganzes leben. wir haben zwar noch kontakt per briefe, aber das ersetzt das sich sehen nicht, wir haben auch immer ein sehr gutes verhältnis gehabt...

und deswegen bin ich einfach so auf meine mutter fixiert, weil sie noch da ist und ich sie einfach brauche...

ich würde mich so gern auf mein leben konzentrieren, tagsüber klappt es ganz gut, außer in der arbeit ist wenig zu tun. doch spätestens wenn ich im bett liege fängt mein kopf das rotieren an. und auch der punkt wo ich es nicht mehr unter kontrolle hab...
das macht mich sehr traurig, ich war mal ein extrem lebensfroher mensch, trotz der ganzen schiksalsschläge die mich immer wieder begleitet haben, ich war nie ein pessimist, doch so langsam merke ich wie es ins absolute gegenteil umschlägt. ich ziehe mich immer mehr zurück, vermeide kontakte und kehre immer mehr in mich und in meine "kopfwelt" in der es sehr düster aussieht...

ich hätte einfach gerne einen aus knopf, wo ich meinen kopf abschalten könnte...

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3. Dezember 2008 um 22:12
In Antwort auf jaynie_12829319

Danke...
für die lieben antworten.

also erstmal zu deinen fragen fairyd1. ich bin jetzt 21 jahre alt (etwas zu jung für sowas ge?). einen besonderen anlass, an dem die angst kam gab es nicht... ich wurde bisher gott sei dank von todesfällen in meinem engen umkreis verschont. (vielleicht hab ich genau deswegen so eine angst, weil ich nicht weiß damit umzugehen...)

mit der professionellen hilfe ist das so ein ding, ich glaub ich weiss woher diese ängste kommen, ich denke es sind stark ausgeprägte verlustängste, da mein vater immer wieder weg war.
einmal wo ich zwei war war er für 2 jahre im gefängnis, dann wo ich 11 war für zwei jahre und diese jahr hat er wieder mist gebaut und wurde zu fast neun jahren verurteilt....er verpasst einfach mein ganzes leben. wir haben zwar noch kontakt per briefe, aber das ersetzt das sich sehen nicht, wir haben auch immer ein sehr gutes verhältnis gehabt...

und deswegen bin ich einfach so auf meine mutter fixiert, weil sie noch da ist und ich sie einfach brauche...

ich würde mich so gern auf mein leben konzentrieren, tagsüber klappt es ganz gut, außer in der arbeit ist wenig zu tun. doch spätestens wenn ich im bett liege fängt mein kopf das rotieren an. und auch der punkt wo ich es nicht mehr unter kontrolle hab...
das macht mich sehr traurig, ich war mal ein extrem lebensfroher mensch, trotz der ganzen schiksalsschläge die mich immer wieder begleitet haben, ich war nie ein pessimist, doch so langsam merke ich wie es ins absolute gegenteil umschlägt. ich ziehe mich immer mehr zurück, vermeide kontakte und kehre immer mehr in mich und in meine "kopfwelt" in der es sehr düster aussieht...

ich hätte einfach gerne einen aus knopf, wo ich meinen kopf abschalten könnte...

Einiges erlebt
Hallo nochmals

Also eigentlich gibt es ja schon einen Anlass, der Deine riesige Verlustangst erklärt. Wenn ein Kind einen Elternteil verliert, ist das immer einen Einschnitt in das Leben eines Heranwachsenden. Ich weiss wovon ich rede, weil sich meine Eltern getrennt hatten als ich 12 war, und ich selbst auch teilweise übermässige Verlustängste habe. Und in Deinem Fall geht das ja noch eine Stufe weiter, Dein Vater ist nicht einfach "nur" weggangen, sondern wurde weggesperrt. Sowas steckt ein Kind meiner Meinung nach nicht einfach weg.

Ich denke das sind Belastungen die nicht ohne sind für einen Teenager. Möchtest Du es nicht doch nochmals mit professioneller Hilfe versuchen? Du kannst ja gleich wieder aufhören, wenn Dir die Therapeutin unsympathisch ist oder Du merkst, dass es doch nichts hilft. Oder wovor hast Du Angst, wenn Du dem eine Chance geben würdest? Oder hast Du Leute, mit denen Du über die Gefühle bezüglich Deines Vaters reden kannst?

Es erklärt mir zumindest, woher Deine immense Angst vor dem Verlust Deiner Mutter kommt. Ich denke wenn Du mal die ganzen Erlebnisse mit Deinem Vater aufarbeiten könntest, egal auf welche Art, dann würde sich diese Angst automatisch vermindertn und Du hättest auch wieder mehr Lebensfreude und Energie.

Was meinst Du?

Ich bin übrigens auch nicht viel älter, werde im Februar 23. Woher kommst Du denn?

Liebe Grüsse und viel Zuversicht

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