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Seelenverwandtschaft?

22. März 2008 um 14:06

Hallo ihr Lieben,

ich wollte gerne einmal fragen, was ihr von Folgendem haltet und als was ihr das bezeichnen würdet:

Ich kenne jemanden nun seit knapp 4 Monaten. Wir haben uns bisher 3 mal gesehen, kennen gelernt habe ich ihn über eine Freudin, mit der ich ihn die ersten zwei Male immer gesehen habe. Nach dem ersten Treffen schien er sich in mich verliebt zu haben, hat auch gefragt, ob ich mit ihm zusammen sein will, aber ich habe einen Freund. Das Ganze hatte sich dann etwas beruhigt, allerdings haben wir so gut wie jeden Tag min. 1 Std. telefoniert. Wir liegen ziemlich auf der gleichen Wellenlänge und tun uns gegenseitig gut. Dann kam das Wiedersehen anch 2 Monaten und erst wars recht harmlos, aber später hat er dann meine Hand gehalten und wir haben uns geküsst. Nach dem Wochenende allerdings war alles noch schlimmer. Wir waren fast nur noch am weinen, kamen mit dem Ganzen nicht klar, ich wollte und will meine Beziehung nicht aufgeben. Dann mussten wir feststellen, dass eine Beziehung nicht das ist, was wir beide wollen. Es ist Liebe, aber mehr, irgendwie "übernatürlich", was nicht in eine Beziehung gezwängt werden kann. Wir brauchen einander und denken auch oft aneinander und manchmal habe ich Angst, dass er mir sogar wichtiger ist als mein Freund... Dann haben wir uns nach weiteren zwei Monaten das erste Mal alleine wiedergetroffen und musste feststellen, dass dieses Gefühl mal wieder ohne weiteres 2 Monate überdauert hat. Nach dem 2. Treffen hatten wir gesagt nie wieder küssen, zumindest nicht auf den Mund, was wir jetzt auch eingehalten haben, allerdings muss ich sagen, dass wir irgendwie mehr sind als gute Freunde, das ich einerseits einfach gerne "normal" mit ihm zusammen bin, andererseits ihn aber auch auf eine Art begehre mit der ich irgendwie versuche meine Gefühle auszudrücken oder in den Griff zu bekommen. Jetzt ist schon wieder etwas gelaufen und es verwirrt uns immer noch. Wir wollen weder eine Beziehung noch eine Affäre. Die Frage ist nur: was ist es dann?
Wir sind einmal auf den Begriff der SEELENVERWANDTSCHAFT gestoßen, bei der wohl die Liebe auch so unfassbar ist und man sich so nah fühlt. Wir haben uns dreimal gesehen, aber bei ihm fühle ich mich einfach wohl, geborgen und "angekommen".
Es ist nur einfach so ungewohnt und schwer damit umzugehen.
Glaubt ihr, dass es Seelenverwandte gibt? Was ist es sonst? Wenn keine Freundschaft? Keine Liebesbeziehung?

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23. März 2008 um 15:37

Durcheinander...
Mhh, es tut immerhin gut zu sehen, dass man mit diesen verrückten Erfahrungen nicht alleine ist.
Nach diesem Wochenende denke ich auch wieder: Würde eine Beziehung etwas bringe? Wäre das etwas?
Obwohl ihc vermutlich weiß, das es nichts bringt.
Es gibt diesen Film "Liebe mich wenn du dich traust", den wir gemeinsam gesehen haben: zwei Liebende die sich wollen, aber irgendwie immer voneinander wegkommen, bis sie merken, dass sie für immer miteinander zusammen sein wollen - und sich einbetonieren, um in Liebe vereinigt zu sterben. Etwas verrückt, aber ein schöner Film.
Und so ist es irgendwie auch - ich will keine Beziehung, u.a. auch da ich nicht mehr an DIE eine Liebe glaube - er allerdings schon -. Ich weiß momentan, dass ich ihn brauche, und zwar nicht nur für ein paar Monate, dass ich ihn niemals verlieren will und das dies in einer Partnerschaft wohl schneller passiert als in einer Freundschaft. Dennoch sind auch wir an diesem Wochenende zu weit gegangen. Aber irgendwie waren die Gefühle so alles umfassend und so überwältigend, dass es nicht anders ging bzw. als würde es einen zerreißen.
Seelenverwandschaft - ob man sich dabei gegenseitig auch begehrt?
Das Ganze lässt mich mal wieder an meiner Beziehung zweifeln, die bei Weitem nicht so gefühlsüberschwänglich ist, im Grunde aber in Ordnung. Nur die Gefühle, die ich für meinen "Seelenverwandten" (sollte er es denn sein) empfinde, sind so viel größer, dass sie mir manchmal Angst machen und es mir unfair erscheint, wenn die Gefühle für meinen Freund anders sind.
Es ist so schwer, diese Frage wie man mit all dem umgehen soll.
Er ist momentan Single, ich helfe ihm aber auch bei seinen "Frauengeschichten", wie er mir bei meiner Beziehung, und z.T. tut uns das wohl beiden weh und ich weiß auch nicht, wie es weiter geht, wenn er wieder in einer Beziehung ist. Aber der Wunsch, dass es dem anderen gut geht, ist wohl größer, als das eigene Wohlergehen, auch wenn es schmerzt.
Da sind so viele verworrene Gedanken in meinem Kopf und immer wieder das Nachdenken über das Ganze und das Problem, dass es hier keine rationale Antwort gibt, die alles erklärt und vor allem wenig Menschen, denen man davon erzählen kann und die einen verstehen würden...
Es auf eine freundschaftliche Basis zu versuchen ist auch unser Plan - nur wie diese dann aussehen soll, ist die Frage. Bisher wars eine Freundschaft, nur die Treffen, die verwirren immer und ich habe Angst vor dem nächsten Treffen...

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23. März 2008 um 19:21

Ja, das Buch...
Ja, das Buch habe ich vor einiger Zeit auch schon mal gelesen.
Vielleicht sollte ichs nochmal lesen, damals habe ich die zwei gar nicht als Seelenverwandte gesehen...
Oder ob sie einfach nur unglücklich verliebt waren?
Es ist so schwer, die Trennung zwischen partnerschaftlicher Liebe und "übernatürlichem"/seelenverwandtschaft zu finden. Wo sind da die genauen Unterschiede? Woher weiß man, ob man nicht einfach nur total verliebt ist?

Wie geht ihr beiden denn jetzt miteinander und der Ganzen Sache um? Wissen eure jeweiligen Partner davon, wie intensiv die Beziehung und die Gefühle sind?
Was hilft mehr: drüber nachdenken oder einfach leben und schauen was daraus wird?

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